Wieder mal Porenbeton

  • Hallo,

    muß mal wieder das Thema YTONG/Porenbeton anschneiden:
    geplant für ein 150x60x60'er Becken ist ein Unterschrank in Form eines U's mit einem
    Träger aus Stahl (vorne). Bei einer E-Konstruktion wäre mir zwar wohler, diese läßt
    aber kein ordentliches TB zu, weiters wäre das Weglassen der Mittelstütze eine Gewichts-
    ersparnis. Aufgebaut wird das Untergestell auf einer 4cm Platte (Siebdruck, o.ä.) mit
    den Maßen 2x1m zur Lastverteilung, als Deckplatte soll eine ebensolche zur Anwendung kommen,
    allerdings mit den Maßen des Beckens + 10cm, also 160x70cm. Verwendet werden ytong-Steine
    mit 10cm Dicke. Die lichte Weite zwischen den Seitenwände beträgt 130cm.

    Vllt. können sich hier User, die Erfahrung mit dieser/ähnlicher Konstruktion zu Wort melden, da
    meine Bedenken/Fragen sind folgende sind:

    1. wird die Last entsprechend gleichmäßig auf die Bodenplatte verteilt, oder entspricht es quasi einer punktuellen Verteilung.
    2. reicht als Träger vorne ein Formrohr 50x50mm (3mm Dicke) aus oder ist mit einem Durchbiegen über die Länge von 150cm zu rechnen.
    (alternativ wäre eine Stütze vorne denkbar, diese erschwert allerdings die Wartungsarbeiten, bzw. macht sie einen Tausch des
    TB's nur mehr sehr schwer möglich). Ein I-Träger wäre ebenso denkbar, ist aber wieder mehr Gewicht.
    3. Würden für die Rückwand des Unterschranks auch 7.5cm Steine reichen?
    4. Die Angaben zu den Porenbeton-Steinen sind teilweise etwas verwirrend, kann jemand die Angabe von 25 N/m² bestätigen?

    Danke im Voraus,

    Christian

    PS: die Suche-Funktion hab ich benutzt, auch einiges gefunden, kann aber Threads, die diese Fragen schon beantworten, übersehen haben.

  • Hallo,
    Ich frage mich,warum Du nicht doch in E-Form mit 2 unterschiedlich großen Abteilen Baust.Hat den Vorteil in einem Teil den K-Reaktor und ähnliches zu platzieren.Bei ordendlicher anordnung der Leitungen reicht bei der Beckengröße ein 80x40x40er Technikbecken völlig aus.
    Ich habe die beiden Seiten mit 10er,die Rückwand mit 7,5er und die Mitelwand mit 7,5er Steinen gebaut.
    Vorne ein 40er Vierkantrohr ca 5 cm von der Kante entfernt mit Ytonkleber eingearbeitet.
    Gruß Stephan

    140x60x60,200er MWT-Abschäumer.,OR3500,Tunze6025+6060 ,20W-UV,4xT5(Aqua-conect),Technikbecken

  • Hallo Stephan,

    ja, das ist eine Möglichkeit - hab im Haus meines Vaters solch ein asymmetrisches E für ein 240'er Becken gebaut, um ein 54-Liter Becken als TB unterzubringen.
    Mein TB soll in drei Teile separiert werden, wobei der Mittelteil als Jaubert-Refugium fungiert, dafür ist ein Becken mit 80 cm imo nicht ausreichend, zumal der ATB Nano-Kegel in der ersten Kammer schon einiges an Platz benötigt - das ist er Hauptgrund.

    G,

    Christian

    PS: meinte natürlich kN/m², nicht N/m².

  • Hi
    ich würde bei der Beckengröße nie im Leben nen E machen ..
    Ich denke das die Materialien die Du gewählt hast sicherlich gut genug, wenn nicht sogar etwas übertrieben sind!
    Die Platten würde ich bei dem Becken in so 25mm (was auch immer da die genaue Dicke ist!).
    Die vordere Strebe ist mit 50X50X3 sicherlich massig ausreichend..vermutlich würde da eine Multiplexplatte mit einer kleinen Unterstützung auch reichen!

    Die Lastfähigkeit ist unterschiedlich je nach Dichte der Porenbeton!

    MEIN Unterbau:

  • Hallo Marcus,

    Doppeldank! das sind exakt die Antworten die mich glücklich machen :thup!

    LG,

    Christian

  • Hallo Christain

    Wie Markus schreibt, ein C reicht vollkommen und sein Doppel-T-Träger ist auch reichlich dimensioniert :winking_face:

    Zudem sehe ich es nicht als nötig eine Stolperfalle unter dem Schrank in Form einer übergrossen Grundplatte einzubauen. Schon gar nicht bei einer Beckenhöhe von 60cm. Zudem wird die Kraft auf nur wenige Quadratcentimeter mehr als die Auflagefläche der Ytonsteine vertielt. Für eine vollflächige Vertielung ist jedes Holzbrett zuwenig biegesteif.

    Mal eine kleine Vergleichsbetrachtung für die spez. Flächenbelastung:

    Aquarium:
    Aquariumanlage 1000 kg (so schwer wird deine in etwa werden)
    Auflagefläche durch die Ytong Steine (ohne zusätzlich Kraftverteilung) = (2x60cm+140cm)x10cm= 2600cm2

    Somit ist bei idealer Verteilung die Flächenbelastung pro Quadratcentimeter 385gr/cm2.

    Mensch:
    Gewicht eines kräftigen Mannes: 100kg :winking_face:
    Fussfläche vereinfacht: ca 30cm x 8cm = 240cm2

    Somit ist hier die spezifische Flächenbelastung, wenn er auf einem Bein steht: 416gr/cm2.

    Es kommt aber niemandem in den Sinn Holzplatten an die Füsse zu binden damit die Kraft verteilt wird. :winking_face:

    Gruss Ruedi

    Seit 23.2.2007 / Seit August 2017 stillgelegt
    AQ: L300,B150,H80 / CL Abyzz 4xA400 / Rückförderung A200 / LED AI HYDRA 52/ Genisis Bandfilter / Diakat B+ / JNS Abschäumer

    Einmal editiert, zuletzt von Ruedi (8. April 2008 um 11:47)

  • Hallo Ruedi,

    hmm, wegen der Biegesteifigkeit der Platte hab ich mir auch schon Gedanken gemacht:
    der Statiker garantierte mir eine Verkehrslast von 500 kg/m², auf ca. 1000 kg bin ich auch
    gekommen, also dachte ich mir, das Gewicht auf 2 m² zu verteilen; daß die Verteilung
    mit einer Holzplatte aber nicht wirklich funktioniert, hab ich mir auch schon gedacht :frowning_face:
    Und Du hast absolut Recht: die Stolperfalle ist kompletter Essig!

    Daten nebenbei: Umzug in 2 Wochen in neue Wohnung im 4 OG., das Gebäude ist brandneu,
    blöderweise - in diesem Fall - mit Fußbodenheizung.
    Ohne "Lastverteilung" würden in meinem Fall die 1000 kg auf 0.9 m² kommen - also das doppelte
    der zugesagten Verkehrslast - OK, Statiker sind übervorsichtig, aber das läßt mich auch nicht wirklich
    ruhiger schlafen.
    Weiters denk ich, daß sich der Estrich auch noch ein bissl setzen wird, und eben das leidige Thema
    Trittschalldämmung.

    Werde als Test versuchen, 10 Deiner gestandenen Herrn aufzutreiben, u. diese bitten, sich auf
    1 m² zusammenzukuscheln, wenn sie durchrunterbrechen, häng ich das Teil an die Decke :grinning_squinting_face:

    Na im Ernst, sollte ich es riskieren, die Stolperplatte auf ein vernünftiges Maß (gleich der Deckplatte,
    also 160x70) zu reduzieren?

    LG,

    Christian

  • Hallo Christian

    Wie sieht es denn mit der zulässigen Einzellast aus und der zulässigen spezifischen Drucklast für den Bodenaufbau?
    Ist die Verkehrslast nicht so definiert, dass du den ganzen Boden mit 500 kg/m2 auslegen könntest? Also bei bei 5x5m-Raum insgesamt 12.5 Tonnen. Das nützt dir dann nicht's zur Entscheidung!

    Was ist z.B. mit einem Eichenschrank gefüllt mit dem Sonntagsgeschirr, Bücher und sonstigem, der hat vielleicht nur vier Füsse mit kleiner Standfläche und möglicherweise auch 500kg und mehr. Da kräht kein Hahn danach! Oder du stellst im Esszimmer einen Tisch für 10 Personen in die Mitte des Raumes und der Mann von vorhin sitzt auf einem Stuhl mit vier Füssen mit insgesamt vielleicht 60cm2 Standfläche (wenn der Stuhl grosse Füsse hat) und schon sind wir bei 1.6 kg/cm2. Da darf der Estrich auch nicht einbrechen. Und mit den andern 9 Personen zusätzlich sind auch schon 650 kg beisammen. Hat dir schon irgend jemand gesagt, als du eine Wohnung angemietet hast, dass die dann nicht alle zusammen den schön restaurierten Eichenschrank aus dem vorigen Jahrhundert bestaunen dürfen, weil sonst das Gebäude zusammenbricht? Eben!

    Aber wehe man stellt ein kleines Aquarium in die Ecke...

    Warum meinst du, dass man nie (oder höchst selten) was hört von ein- oder durchgebrochenen Böden?

    Machen sich die Süsswasseraquarianer auch diese Probleme, oder ist das nur bei uns so, weil das Salzwasser sooo viel schwerer ist als Süsswasser :grinning_squinting_face:

    Gruss Ruedi

    Seit 23.2.2007 / Seit August 2017 stillgelegt
    AQ: L300,B150,H80 / CL Abyzz 4xA400 / Rückförderung A200 / LED AI HYDRA 52/ Genisis Bandfilter / Diakat B+ / JNS Abschäumer

  • Hallo Ruedi,

    Du hast mit der Definition der Verkehrlast Recht... und der Rest klingt auch logisch :thup!
    Ich werd das Teil gnadenlos hinstellen - ohne die überdimensionierte Lastverteilungsplatte,
    bin mir nur nicht ganz sicher, ob mir der Statiker nicht die Verkehrlast bezogen auf die Decke
    genannt hat, da werd ich nochmals nachfragen; Sorge macht mir eben noch die Fußbodenheizung,
    kann auch sein, daß mir die zulässigen Einzellast genannt wurde, bin mir jetzt überhaupt nicht mehr
    sicher - 500 kg Verkehrslast erscheinen mir doch recht hoch, wenn ich so überlege... oder ist das
    normal für eine Wohnung?

    Und nebenbei, hat schon mal jemand sein AQ an die Decke gehängt (ohne Spaß)?
    wären 250 kg pro Aufhängung, evtl. über vier Schwerlastanker pro Aufhängung, nur so angedacht...

    LG,

    Christian

  • Hallo Christian

    Wenn er dir kg/m2 angegeben hat, dann wird er schon die Flächenlast und nicht die Einzellast gemeint haben.

    Für den Bodenaufbau (FBH) sind punktuelle Lasten, wie z.B. mein angesprochener Eichenschrank gefährlicher, als das Aquarium mit der grossen Auflagefläche.

    Und was ist mit der beleibten Dame mit Stöckelschuhen :face_with_tongue:

    Gruss Ruedi

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  • Hallo Ruedi

    Zitat

    Machen sich die Süsswasseraquarianer auch diese Probleme, oder ist das nur bei uns so, weil das Salzwasser sooo viel schwerer ist als Süsswasser

    in der Süsswasseraquaristik ist dies auch immer wieder dasselbe Thema. :wink

  • Hi Ruedi,

    Das mit dem Eichenschrank stimmt schon, aber wenn unter dem einmal der Estrich Knack macht, hab ich nicht gleich ein paar hundert Liter Wasser im Wohnzimmer.
    Aber soweit ich Dich verstehe, würdest Du so ein AQ ohne große Bedenken hinstellen?
    Ihr baut aber auch viel rüstikaler in der Schwiz, odr :D?

    LG,

    Christian

  • Hallo nochmal,

    hab nun endlich das Mail vom Statiker gefunden, oton:

    Ich muss Ihnen hiermit mitteilen, dass eine hängende Lösung für Ihr Aquarium nicht in Frage kommt.
    Weiters darf das Gewicht des Aquariums bei vollflächiger Lagerung nicht über 500 kg/m² liegen.

    die "hängende Lösung" bezieht sich auf meine Anfrage, das AQ an der Wand (nicht an der Decke) zu befestigen;
    der Statiker war/ist auch über die FBH informiert - ist auch der Statiker, der das Gebäude gerechnet hat.

    Und übrigens :danke:

    LG,

    Christian

  • Entscheiden musst du natürlich selber. Aber ich würde das mit der überstehenden Platte sein lassen. Den zum einen bringt dir das wenig (nach einigen cm ist die Platte lastfrei wegen der recht geringen Biegesteifigkeit), sieht doof aus und ist eben eine Stolperfalle. Ich würde die Platte genau passend machen zur Fläche des Unterschranks.
    Die Decke wird nicht zusammenbrechen, denn wenn es ein Neubau mit 500 kg/m² ist, dann ist es eine Stahlbetondecke, die trägt 1000 kg locker, zumal meist Aquarien ja auch nicht in der Mitte des Raumes stehen sondern meist in der Nähe / an tragenden Wänden.

    Was die Fußbodenheizung angeht ist die natürlich unter dem Becken nicht optimal, aber mit einer Ytong-Lösung bist du schon bei einer recht großen Auflagefläche, die durch die Siebdruckplatte nochmal vergrößert wird. Die Punktbelastung sollte also für die Fußbodenheizung ungefährlich sein. Die einzige Alternative ist sowieso den zwischen den Heirohren aufzustemmen und Stützsockel direkt auf den Stahlbeton aus hochfestem Beton zu gießen und darauf ein Stahlgestell aufzulegen. In einer Mietwohnung scheidet das aber sowieso aus.

    Mein Aquarium steht auch auf 0,64 m², das sollte auch gut 600-700 kg auf die Waage bringen. Bisher habe ich es zwar noch nicht abgebaut, aber mein Estrich ist nicht eingebrochen garantiert....

    Grüße aus dem sonnigen Süden :winking_face:

    Thomas Bahr 

    120x90x70cm (750l) / 640 w LED (China) / Bubblemagus C7 / 3xTunze Stream mit Multicontroller / RD3 5 m² Förderpumpe / Vliesfilter im Unterschrank (MC 5000)

  • Hallo Thomas,

    das mit der überdimensionierten Bodenplatte laß ich. Die Decke macht mir auch keine Sorgen, durchstemmen ist ausgeschlossen, da Mietwohnung... AQ steht an tragender Wand, dort ist allerdings der Estrich wieder anfälliger.

    So, werd nun meinen Tischler(=Schreiner;)) mal kontaktieren, hoffe der hat die 2m²-Platte noch nicht zurechtgezimmert!

    LG,

    Christian

  • Hallo Christian

    Die Statiker sind halt Schisshasen ;), aber die müssen das so angeben! Aber du kannst getrost von eine zweifachen Sicherheit ausgehen und dann passts :winking_face:

    Und du hast es richtig erkannt ich würde es ohne mit der Wimper zu zucken machen.

    Ich hatte ja mein 1000 Liter-Becken auf eine Holzbalkendecke stehen :winking_face:

    Du könntest bei dieser Belastungsgrenze (500kg/m2) nicht ein Becken stellen, das 60cm Wassersäule hat. Denn auf den m2 umgerechnet kommst du auch bei einem 60er Würfel über 500kg ;). Da siehst du wieviel Wert diese Angabe hat! Daher habe ich dich nach der max. Einzellast gefragt.

    Gruss Ruedi

    Seit 23.2.2007 / Seit August 2017 stillgelegt
    AQ: L300,B150,H80 / CL Abyzz 4xA400 / Rückförderung A200 / LED AI HYDRA 52/ Genisis Bandfilter / Diakat B+ / JNS Abschäumer

  • Hallo
    Die Konstruktion von Markus hält,wenn Du dir noch Gedanken machst,nimm einen zweiten Träger in der Mitte,dann hast fast einen Bunker.
    Gruß Stephan

    140x60x60,200er MWT-Abschäumer.,OR3500,Tunze6025+6060 ,20W-UV,4xT5(Aqua-conect),Technikbecken

  • Hallo,

    Werde nun die Grundplatte gleich groß wie die Deckplatte machen, beide 3 cm dick, das muß langen!
    10'er YTONG, vllt. 7.5'er - muß noch mal nachrechnen. Zweiten Träger in der Mitte werd ich für meinen
    Seelenfrieden einbauen - bin halt auch a bissl a Schisshase :winking_face:
    Max. Einzellast werd ich interessenshalber noch mal nachfragen, wird aber an der Konstruktion nix ändern...

    Dank euch allen nochmal für die Unterstützung!!!

    LG,

    Christian

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