Salarias tot und nach 12 Stunden

  • Hallo zusammen,

    ich habe gestern zusammen mit meinen Garnelen für mein großes Becken einen Salarias fasciatus gekauft. Ich dachte mir, grüne Algen wachsen im Becken, also wird er genug Futter haben, die Krabben schaffens ja nicht. Der einzige den der Händler noch hatte benahm sich zwar etwas komisch und war stark abgemagert, aber in dem Becken war ja keine einzige Alge. Wer weiß wie lange er in dem Becken ohne Futter war :frowning_face: :frowning_face: :frowning_face: .

    Die garnelen haben die ganze eingewöhnung über 3 Stunden schadlos überlebt - bis jetzt. Aber der Blenni nicht, der hat schon wärend der Zeit, als ich das Beckenwasser in den Transportbehälter tropfen ließ richtige schwächeanfalle gehabt und sich auf die Seite gelegt. nach 3 Stunden hatte ich die 5-fache wassermenge im Behälter wie beim Transport. heute früh lag der Fisch tot mit eingefallenem Bauch im Becken. :loudly_crying_face: :loudly_crying_face: :loudly_crying_face:

    ich konnte leider die Dichte gesten noch nicht mit dem Refraktometer messen und habe daher mit meiner Billigspindel gemessen. nach dem Vergleich der Werte mit dem Refraktometer kann ich heute Sagen, das das Wasser vom Händler eine Dichte von 1.028 hatte. :angry_face:

    kann die Schwäche durch den Hunger und der Streß beim eingewöhnen an mein Beckenwasser (Salinität = 33) Ursache für den Tot sein?

    Anders kann ich mir das dahinscheiden des Tieres in so kurzer Zeit nicht erklären.

    Was meint Ihr dazu? Passiert soetwas oft? Bei mir ist es mittlerweile der 2. Fisch dieser Art vom gleichen Händler, der gestorben ist. Der erste ist nach 2 Wochen im kleinen Becken verendet.

    MfG, Frank


    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

    Einmal editiert, zuletzt von iXware (31. Januar 2003 um 18:04)

  • Habe mir nach der Einlaufzeit auch einen gekauft resultat 8 stunden später war er Tod :loudly_crying_face: weiss auch nicht warum? habe dann einen als Ersatz bekommen,der fühlt sich pudelwohl. Mein erster hatte auch einen "dünnen" eindruck gemacht.
    Lässt leicht vermuten,dass sie das Umsetzen nicht Verkraften wenn sie sehr geschwächt sind.
    Gruss Heinz

  • Hallo Frank!
    Tut mir wirklich leid um deinen salarias.
    Ist es normalerweise bei einigen Händlern bzw. Versendern nicht üblich eher die Dichte nach unten zu senken, um Ausbruch einer möglichen Krankheit zu verhindern (zumindest sol lange bis das Tier verkauft ist? Ich weis schon, klingt böse aber ich habe bei einem Händlern bereits die Dichte vor meinen Augen messen lassen. Vertrauen ist zwar gut, aber ...

    Eine andere Frage, warum kaufst du ein augenscheinlich in einem sehr schlechten Zustand befindlichen Fisch?
    Ich kaufe MIT SICHERHEIT keine Fische beim Händler die nicht mindestens eine Woche bei ihm schwimmen und optisch möglichst gesund sind. Wenn er sie dann auch noch vor mir füttern kann bin ich zufrieden.
    Im Zweifel lasse ich mir das Tier reservieren und hole es eben erst nach einiger Zeit ab.
    Und wenn ich trotz wider besseren Wissens aus Mitleid ein krankes Tier kaufe, ist mir natürlich auch bewußt, dass ich dadurch den gesamten anderen Bestand im becken in Gefahr bringe, da ich kein Quarantänebecken habe.

    Zu deiner Frage: Ich glaube du hast dir die Antwort schon selber gegeben. ein stark unterernährter Fisch, der sicherlich geschwächt ist, wird mit dem Streß auch Probleme bekommen.

    Was ich nicht verstehe: Der Händler hat dir einen solchen Fisch verkauft? Doch sicherlich nur auf dein intensives Drängen hin, oder?

    Ich hoffe, du hast in Zukunft mehr Glück!!

  • Hallo Peter,

    ich habe auf keine Fall gedrängt ich habe nur gesagt, daß ich einen haben möchte - und bei dem Händler war nur noch einer zu haben - leider - und den hat er mir dann ohne einen Ton verkauft.

    naja - ich werde erst einmal keinen Salarias mehr kaufen, jedenfalls nicht bei Ihm.

    MfG, Frank


    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • Hi Frank
    Ist manchmal aber auch schwer für den Hänler mit dieser Fischart. Ich hab vor 3 Wochen 5 für meinen Händler eingekauft. 2 magern auch zusehens ab. Was will man machen? Wenn die Deppen nicht an Ersatzfutter gehn. Und wenn die Becken bei deinem Händler voller Algen wären würden die Kunden halt sagen das er dreckige Becken hat. Wie schon geschrieben es ist nicht leicht mit dieser Art.
    Peter hat recht ich verstehe auch nicht warum du einen geschwächten Fisch kaufst.
    Die Dichteschwankung wäre einem Fisch der fit ist am Ar... vorbei gegangen.
    Bevor jetzt wieder das Geschrei losgeht. Ich hab die 2 dünnen jetzt in die Korallenanlage gesetzt vieleicht finden sie ja da was leckeres.
    Gruß Frank

  • Hallo Frank,

    es ist in der tat so das einige Exemplare kein Ersatzfutter annehmen.
    Ich habe vor Jahren mal einen aus einer Beckenauflösung mit übernommen.Dieses war mit Fadenalgen überwuchert und die Leute fanden das sogar schön,naja Geschmäcker sind halt unterschiedlich.

    Da mein Becken fadenalgenfrei war und er absolut nicht an anderes Futter zu bringen war,ist er mir nach kurzer Zeit verhungert.Seitdem habe ich mich nicht mehr getraut mir wieder einen zuzulegen,obwohl er vom Verhalten eigentlich ein lustiger Kerl ist.

    Siehe hierzu auch Fossa u. Nielsen Bd. 2 S. 106/107

    Gruß Jürgen

    Panoramabecken 200x70x60, Photon Plus 2x400W Megachrome Coral 14K E40 + 4x54W T5 Aqua Science Special 15K, 2x Tunze Stream 12000 l/h,ATK Abschäumer150cm mit The Pump 40

    Die Summe der auf der Erde vorhandenen Intelligenz bleibt ewig gleich. Nur die Bevölkerung wächst ständig...

  • Wir haben einen Rotlippen-Schleimfisch im Becken.
    Angeblich ein super Fadenalgenfresser.
    Ich sage Euch, der ist superfett und verfressen.
    Leider aber von ALLEM Anderen, nur nicht von den Fadenalgen. Naja, ist sicher so eine Sache mit Verhaltensregeln für eine ganz Art. Da hat jeder einzelne Fisch doch noch etwas persönliches mitzureden. :grinning_squinting_face:

  • Hallo Frank (Mohr) et al.,

    >Ist manchmal aber auch schwer für den Hänler mit >dieser Fischart.

    Jain. Gerade als Händler hat man die Möglichkeit, mal ein kleines Becken für Fadenalgenzucht aufzustellen.

    > Ich hab vor 3 Wochen 5 für meinen Händler >eingekauft. 2 magern auch zusehens ab. Was will >man machen? Wenn die Deppen nicht an >Ersatzfutter gehn.

    Meine beiden salariüsse hatten anfangs extrem viele Fadenalgen zur Verfügung und sie haben sich gut erholt. Der Händler hielt es nicht für nötig, sie trotz starker Abmagerung an Ersatzfutter zu gewöhnen. Das wird er (der Händler) noch zu hören und spüren kriegen (bin da nie unter 200 Euro rausgegangen). Ich habe dafür kein Verständnis, sag dezent meine Meinung und ward nie wieder gesehen.. Wenn sich jemand wirklich bemüht und es geht schief, ok, aber so..

    Die Gewöhnung an Ersastzfutter ging bei mir recht einfach: nach Kauf von 2 Istiogobius decora ist das Weibchen (?) _sofort_ an freischwebendes Frost- und Trockenfutter gegangen. So eiweißreiches Futter ist wohl für Pflanzenfresser auf Dauer nicht so gut, aber sie frißt und ist kugelrund. Das Männchen hat 4 Wochen länger gebraucht, um das zu schnallen :winking_face:
    Sie fressen übrigens auch halbzerfallene Reste von C. racemosa, die intakte Pflanze aber nicht.

    > Und wenn die Becken bei deinem Händler voller >Algen wären würden die Kunden halt sagen das er >dreckige Becken hat. Wie schon geschrieben es ist >nicht leicht mit dieser Art.

    Das ist keine Ausrede :winking_face: Dann muß man sich halt entsprechend bemühen.. Und den Kunden das erklären, die eh eine Steinkoralle nicht von Hackfleisch unterscheiden können :winking_face: (Zitat Delbrück/Sprung oder Fossa/Nielsen).

    Grüße
    Ulrike

  • Moin Ulrike
    Wo soll der Händler denn solch ein Becken aufstellen? Und wenn er da mehrere Fische dieser Art bekommt, die sich ja nicht vertragen? Soll er dann 10 solcher Becken aufstellen?
    Wie soll das den vonstatten gehn einen Fisch in einem Geschäft an Ersatzfutter zugewöhnen? Oder anders gefragt: Wie gewöhnt man den einen Fisch an Ersatznahrung? Man kann ihm nur alles mögliche anbieten. Aber wenn er keinen Bock drauf hat kann da wohl keiner was machen. Du machst es dir glaub ich ziemlich einfach zusagen wenn er das so oder so nicht macht kauf ich nichts mehr. Jeder gestorbene Fisch ist auch Verlust für deinen Händler und er wird kaum Verlust machen wollen.
    Gruß Frank
    P.S. Wenn du es versuchen willst mal so einen Fisch in einem Laden an Ersatzfutter zugewöhnen dann komm nach Würzburg. Ich geb dir mit dem Fisch völlig freie Hand und wen du es schaffst schenk ich dir den Fisch.

  • Ciao Frank

    Angeblich soll ein abgemagerter Salarias kaum mehr zu retten sein. Ein Wissenschaftler hat mir erklärt, dass die Magenwände bei dem Fisch (auch bei anderen) zusammenwachsen können, wenn er stark unterernährt ist. In einem solchen Zustand ist der Fisch dann nicht mehr zu retten, da er auch gar nicht mehr fressen kann. Da hilft auch Ersatznahrung etc. nicht mehr. Nach dem ersten toten Salarias waren wir dann auch gescheiter und um dieses Wissen reicher. Der Salarias den wir nun haben (wir haben beim zweiten Anlauf den dicksten der Tiere im Geschäft ausgesucht) ist fett und frisst den ganzen Tag Algen bei den LS. An Ersatznahrung geht er übrigens bis heute (ist ein Jahr bei uns) nicht ran. Und das obwohl wir den anderen Fischen viel Ersatz bieten (z.B. Salate alle Art, Nori-Algen, Banane).
    Wir haben übrigens einige Male Tiere direkt aus der Importlieferung beim Händler abgeholt, bevor sie bei ihm in die Verkaufsbecken kamen (von Quarantänebecken haben die CH-Händler die ich kenne offenbar eh noch nicht viel gehört). Das vor allem, um den Tieren ein weiteres Umsetzen und Angleichen zu ersparen. Mit dieser Variante sind wir immer gut gefahren. Natürlich weiss ich, dass diese Variante auch Risiken birgt.
    Grüssli vo de SARAH

  • Hallo!
    Das Problem mit "ans Futter bringen" mit den Fischen schränkt sich ja nicht nur auf den Salarias ein. Wir haben ja eine Menge von Fischen die entweder extrem schwierig oder oft auch gar nicht ans Futter gehen. Da bleibt dem Aquarianer eben nichts anseres übrig als ganz genau nachzusehen vor dem Kauf des Tieres (frißt es, was frißt es, ist es optisch gesund, verhällt es sich ungewöhnlich - ich meine damit z.B. die Schwimmweise, wie sehen die anderen Fische aus im selben Becken!! wie lange hat der Händler den fisch schon im Becken sitzen, usw.
    Und erst nach Klärung all dieser Fakten überhaupt erst daran danken das Tier möglicherweise zu erstehen. Wie bei der ganzen Aquasristik zahlt sich halt auch hier Geduld aus. Fische die dem nicht entsprechen sterben deshalb möglicherweise auch, aber dann wenigsten beim Händler und nicht in deinem bzw. unserem Becken.
    Klingt vielleicht hart, aber wer nicht akzwptieren kann, dass nicht gerade wenige Fische schon sterben bevor wir sie zu sehen bekommen, darf dieses Hobby zur Zeit leider nicht ausüben. :loudly_crying_face:
    Wobei die nachzuchten zum glück ja immer häufiger werden! :grinning_squinting_face:

  • Zitat


    ...Da bleibt dem Aquarianer eben nichts anseres übrig als ganz genau nachzusehen vor dem Kauf des Tieres (frißt es, was frißt es, ist es optisch gesund, verhällt es sich ungewöhnlich - ich meine damit z.B. die Schwimmweise, wie sehen die anderen Fische aus im selben Becken!! wie lange hat der Händler den fisch schon im Becken sitzen, usw.

    Ja vollkommen richtig.
    Man muß aber erst einmal auf die Schnauze fallen so wie Ich z.b mit meinem Ctenochaetus strigosus,dann passiert einem das auch kein 2. mal.
    Obwohl immer und immer wieder empfohlen wird die Tiere vor dem Kauf beim Händler füttern zu lassen um zu sehen ob Sie fressen oder nicht habe Ich das bisher nie gemacht,ging bisher auch immer gut aber dafür gings einmal richtig in die Hose. :frowning_face:

    Gruß
    Frank

  • Naja Frank!
    Der, dem das noch nicht passiert ist der werfe mit dem Ersten Stein. :grinning_squinting_face:
    Ist halt nicht anders als im "normalen" Leben. Oft glaubt man es erst, wenn man es am eigenen Leib erfahren hat. "Mit kann ja soetwas nicht passeiren"!
    Aber beim zweiten Mal sollte man sich schon gedanken machen! :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:

  • Hallo Sarah :]
    Ich finde es auch die beste Methode die Fische direkt bei Lieferung zukaufen, bevor sie umgewöhnt sind. (Auch wenn mich jetzt einige wieder schimpfen :face_with_rolling_eyes: )
    Gründe
    1, der Fisch muß nicht innnerhalb kurzer Zeit mehrmals umgewöhnt werden.
    2, der Fisch muß dann nicht nach kurzer Zeit wieder in wilder Verfolgungsjagt aus dem Händlerbecken gefangen werden.
    3, wenn ich einen Fisch unbedingt will, geh ich kein Risiko ein das mir ein anderer den Fisch vor der Nase wegkauft.
    4, das Risiko einer Medikamentenbehandlung kann ich ausschliesen.
    Ich weiß natürlich das man da ein Risiko eingeht aber ich halte es halt für besser wenn der Fisch nach einem Transport gleich in ein gutes Becken kommt und nicht noch Tage o. Wochenlang rumgezerrt wird.
    Gruß Frank

  • Hallo Frank!
    Klingt ja auch ganz plausibel so.
    Wichtig ist allerdings dabei zu beachten, dass diese Vorgehensweise nur für jemanden geeinget erscheint der auch wirklich weis was er macht, also nicht unbedingt für jedermann zur Nachahmung empfohlen! :smiling_face:
    Es hat eben Alles nicht nur Vor.- oder Nachteile.

  • Hallo Peter aus den Bergen :winking_face:
    Klar kann das jeder machen wie er es für richtig hält. Ich schreib ja nur meine Erfahrung damit.
    Noch ein Beispiel, auch wenns nicht der Themenfisch ist. Palettendoc. absoluter Streßdepp der sich bei jedem umsetzten schwer tut das zuverkraften. Diesen Fischen kann man mit der Methode schon viel Streß ersparen. Weil ja auch beim Händler ständig oder oft viele Leute an den Becken vorbei schlappen und manche auch klopfen :angry_face: Und wenn andere Fische aus dem Becken gefangen werden bleiben die die nicht gekauft werden nicht ruhig in der Ecke und warten bis der eine raus ist.
    Gruß Frank

  • Hallo Frank,

    sicherlich hast Du in den meisten Punkten Recht. Nur kann man das auch nicht pauschalisieren. Da du ja selber Tiere einkaufst, kennst Du sicherlich auch die Fische, die du erst vom Boden abkratzen mußt. Klingt hart, trifft aber nach einem Import häufig zu. Solche Tiere würde ich niemals einem Kunden aufs Auge drücken. Ich meine nicht das die Fische tot sind, sondern geschockt usw. Ohne Farbe, flach wie ne Flunder in der Tüte.

    Genauso würde ich bei Zwergkaisern davon abraten. Die weißlichen Augen dürften dir als Einkäufer ja bekannt sein. Das dürfte ein normaler Kunde nicht behandlen können, da diese keine Erfahrung damit haben (können).

    Sicherlich sind mir auch Läden bekannt, wo die Tüten nur noch hochgehalten werden und ein Preis vereinbart. Finde ich aber ein wenig abartig. Bin doch nicht auf dem Fischmarkt.

    Und so nebenbei: Besser der Händler hat die Transportverluste, als ich. Darunter zähle ich auch die Tiere, die 3 Tage später umfallen.

    Wenn Du natürlich nur den Transport vom Großhändler in der Nähe zum Einzelhändler meinst, dann könnte ich Dir zustimmen. Bei Importen würde ich es niemals machen.

  • Hi Frank
    Die Anlage war wie ich sie übernommen hab in einem äuserst schlechtem Zustand. Jetzt wird sie immer besser aber ich werde noch eine längere Zeit warten mit dem Import von Fischen. Ich kaufe beim Großhändler ein. Das klappt ganz gut und da hat sich die Methode des gleich mitnehmens auch bewert. Bei Direktimporten würde ich die Fische auch nicht gleich an den Kunden weitergeben, da ich ja den Kunden behalten und ans Haus binden möchte.
    Gruß Frank

  • Zitat

    Original von Frank Mohr
    Ich finde es auch die beste Methode die Fische direkt bei Lieferung zukaufen, bevor sie umgewöhnt sind. (Auch wenn mich jetzt einige wieder schimpfen :face_with_rolling_eyes: )


    Hallo,
    auch ich bekomme meine Fische direkt vom Großhändler (manchmal schon 1 Tag nach dem Import) und habe damit nur beste Erfahrungen gemacht. Allerdings kommt es auch hier auf die Bezugsquelle an. Ich habe vor Jahren eine zeitlang Fische von einem holländischen Importeur bezogen. Die Todesrate war hier (über einige wochen gesehen) bei manchen Fischarten über 90 %. Bei einem weiteren holländischen Importeur wenige Kilometer weiter war die Haltbarkeit der Fische aber wieder i.O..

  • Hallo Frank,

    >Wo soll der Händler denn solch ein Becken >aufstellen?
    Wieso? Ein 100L Becken mit Fadenalgenbewachsenen Steinen, die Steine reihum in die Hälterungsbecken.
    Mit Fadenalgn hatte wohl alle hier Probleme, kann nicht so schwer sein, sie zu züchten;)
    Alternativ Spinat/Norialgengemix auf Steinen im Backofen festbacken. Hauptsache, Aufwuchs. Keine Ahnung, ob das geht, nur eine Idee. Futter aus dem freien Wasser entspricht nicht ihren Instinkten, aber sie könens lernen.
    Man kann sie jedenfalls nicht einfach hungern lassen un den womöglich viel unerfahreneren Kunden das Problem überlassen.

    >ich ziemlich einfach zusagen wenn er das so oder so >nicht macht kauf ich nichts mehr.

    Bei der Behandlung von Tieren bin ich ziemlich kritisch und es geht auch anders. Kostet mehr Zeit, aber es sind Tiere, die was besseres verdient haben. Im Übrigen hat dieser Händler sich auch ein paar andere Klopse geleistet.

    >Jeder gestorbene Fisch ist auch Verlust für deinen >Händler und er wird kaum Verlust machen wollen.

    Da habe ich andere Erfahrungen gemacht.

    > P.S. Wenn du es versuchen willst mal so einen >Fisch in einem Laden an Ersatzfutter zugewöhnen >dann komm nach Würzburg. Ich geb dir mit dem >Fisch völlig freie Hand und wen du es schaffst >schenk ich dir den Fisch.

    Du bist sarkastisch :winking_face: Gehts hier noch um den 'einfachen' Salarias oder extreme Nahrungsspezialisten?
    Es geht mir darum, daß man sich nicht die Mühe macht, sich mal über Tricks zu informieren únd 20 Jahre denselben Stiefel duchzieht.

    Grüße
    Ulrike

  • Hallo Frank!
    Ich gebe dir absolut recht. Ich bin immer von Importfischen ausgegangen und da würe zumindest ich es nie so machen. Da du ja von anderen Voraussetzungen gesprochen hast also nicht Import sondern vom Großhändler sieht die Sache natürlich ganz anders aus.
    So schnell kann man aneinander vorbeisprechen. :grinning_squinting_face:

  • Aloha Forianer

    Ich habe die erwähnten Fische direkt vom Import (oft Jakarta) beim Händler mitgenommen; natürlich habe ich auch durch die Tüte geschaut, ob der Fisch schwimmt und okay aussieht (soweit man das eben beurteilen kann). Es handelte sich da zum Beipsiel um einen Sechsstreifenlippi, um einen Blenny bicolor, um zwei Mandarinfische (im Beutel hat man auch schön gesehen welches das Männchen und welches das Weibchen ist) und um zwei Gramma loretto - also alles eher klein bleibende Fische. Alle erfreuen sich auch heute bester Gesundheit.
    Natürlich habe ich gerade in diesem Zusammenhang auch immer wieder gesehen wie viele Tiere tot oder in einem sehr schlechten Zustand ankommen. Das Wasser in den Beuteln ist ja teils auch - sorry - saukalt. Bei der Eingewöhnung bin ich also immer sehr vorsichtig vorgegangen. Richtig ist sicher, dass das nicht jedem zu empfehlen ist.
    Wegen dem Ersatzfutter noch soviel: Bei dem Händler, wo ich vorwiegend eingekauft habe, war zum Beispiel nie Salat für die Doktoren zu sehen (und ich war teilweise dreimal die Woche dort). Es gab einfach jeden Tag gefrohrene Artemia und ganz selten mal Flockenfutter...
    En liebe Gruess vo de SARAH

  • Hi Ulrike
    Das war ganz und garnicht sarkastisch gemeint. Ich würde gerne sehn wie du es schaffst einem Fisch das fressen zulernen. :winking_face: Hast du dir auch mal Gedanken gemacht wie sich Fadenalgen in einer Verkaufsanlage machen? Auserdem muß man die Fische ja getrennt halten (alle Becken mit Fadenalgen bepflanzen?)
    Ich sehe das schon so das gerade ein Fisch der sich nur von Algen ernährt ein extremer Nahrungsspezialist ist, besonders die die nie an Ersatznahrung gehn. Wie oft kommt es vor das sich ein Aquarianer einen dieser Fische in sein frisches Becken setzt und nach ein 1 o. 2 Jahren verhungert der Fisch weil keine Nahrung mehr da ist. Im übrigen hab ich keine einzige Fadenalge im Becken und viele hier auch nicht. Also Ulrike es ist einfach so das einige dieser Fische sterben. Da kann auch kein Händler was machen. Natürlich ist es eine Sauerei wenn er sieht das der Fisch nicht fit ist und ihm trotzdem verkauft. :angry_face:
    @Sarah
    Natürlich kann man das auch bei Frischimporten so machen. Aber das Risiko ist schon sehr groß und das Risiko sollte man dem Händler überlassen, weil der Verluste bei Importen schon mit einrechnet.
    Gruß Frank
    @ Peter Da wir beide ja für den anderen Ausländer sind kann das mal passieren :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:

  • Zitat

    Original von Ulrike Hardt
    Futter aus dem freien Wasser entspricht nicht ihren Instinkten, aber sie könens lernen.


    Gehts hier noch um den 'einfachen' Salarias oder extreme Nahrungsspezialisten?

    tag ulrike,

    sie lernen es nur, wenn sie es wollen bzw. durch zufall vielleicht merken, dass mysis auch schmecken.

    es gibt aber tiere, die lieber verhungern,als freischwebende ersatznahrung zu nehmen.

    wieviel, wie oft und auch wie abwechselungsreich du auch fütterst.

    das ist so!

    somit gehört der salarias m.e. zu den schwieriger einzugewöhnenden und daraus resultierenden todeskandidaten.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!