Hammerkoralle wirft Blase

  • Hallo, eigentlich nichts Dramatisches aber vielleicht weiß jemand, was es ist:

    Eine meienr Hammerkorallen wirft eine große durchsichtige Blase in der Mitte des Polypen. Prinzipiell scheint es der Koralle aber sehr gut zu gehen. Sie öffnet sich stetig und die Polypen sind auch ständig am Teilen. Diese Blase ist da nun schon seit einigen Wochen. Am Anfang dachte ich, es wäre eine reaktion auf eine Vernesselung, aber eigentlich ist keiner in der Nähe, der so etwas verbrochen haben könnte.

    Hat jemand Erfahrungen? ideen?

    Grüße aus Franken

    Dirk

  • Hallo Dirk,

    könnte es eine innere Gewebeablösung vom Sklett sein? Von außen nicht sichtbar. Bei einer Fungia hatte ich mal so etwas, es waren 2 aneinander gewachsene die an der Kontaktstelle auch solch eine ca. 1cm gr. Blase hatten!
    Nur so ne Idee :face_with_rolling_eyes:

  • hallo dirk,

    jürgen schmitt (miniriff.de) derzählte mir gestern von einer solchen blase auf einer grosspolypigen steinkoralle, die sandkrümelgrosse ableger enthielt.

    vielleicht kann jürgen hierzu mal etwas sagen!

  • Hallo Dirk!

    In meinem Aquarium passierte so etwas bei einer Caulastrea, die Blasen wurden dann abgestoßen, heute sind es schon schöne Ableger mit eigenem Kalkgerüst. Ich konnte sie schon auf Ablegersteine kleben.

    Gruß

    Aquarius

  • Hallo Leute es ist eine weiter Art der Vermehrung

    In den Blasen werden Zellklumpen entwickelt die dann nach einiger Zeit als genetisch gleiche Tochterkolonien verbreitet werden .
    Die haben die Korallen als weitere Überlebensstragtegie entwicklt. der Nachteil der Methode ist das sich nur genetisch gleiche Tiere entwickeln , so das diese Art der Fortpflanzung dann benutzt wird wenn keine geeigneten Partner , oder kein Stimulans der Eizellen/Spermaabgabe vorhanden ist.

    Ich selbst konnte dies bisher bei Caulastrea , Seriatopora , verschiedenen Euphyllia beaobachten

    Gruss Claude

  • Hallo,

    also wie eine Gewebeablösung sieht es nicht direkt aus, zumal die Blase relativ weit oben ist, als weit weg vom Skelett. Aber im Inneren der Blase kann ich auch nichts erkennen. Es ist eher klar und reizt förmlich es auf zustechen (wie bei Pickeln und Brandblasen), was ich natürlich nicht vorhabe.

    ich hätte gerne ein Bild angehängt, aber gerade heute sind die Polypen ringsheurm so weit draußen, daß die Blase in der Mitte schwer zu erkennen ist.

    Wie würde eine Gewebsauflösung weiter fortschrieten und was wäre bei einer Vermehrung im Inneren zu erkennen. Normalerweise vermeht sich diese Euphylia mit "runtertropfenden" Polypen, die dann eine Kalkschicht ausbilden.

    Dirk

  • Zitat

    Original von C. Schuhmacher


    Ich selbst konnte dies bisher bei Caulastrea , Seriatopora , verschiedenen Euphyllia beaobachten

    Gruss Claude


    ..und meine blastomussa merleti machts auch!

  • Hallo Dirk,

    wenn man gut erkennen kann ob sich die Blase eventuell mit etwas füllt oder das Wachstum stagniert, ist wohl abwarten das richtigste. Wird die Blase größer und das Tier steht schlecht, hmm, vielleicht können die "Väter" noch etwas dazu sagen ob das normal wäre.
    Die (Wasser) Blase meiner Fungia wurde immer größer, sonst war kein kümmern zu erkennen. Habe sie dann geteilt und beide haben sich gut erholt. Bei einer Caulastrea Art hatte ich mal bei 3 Polypen auch eine etwas ähnliche Erscheinung. Da sie vom Gewebe her etwas dicker ist sah sie nur unförmig aus. In ihr war auch eine Blase nur diese lies sich innerhalb des Polypen etwas verschieben, also Gas, Luft oder?. Als mir das Tier zu stark degenerierte habe ich die Blase mit einer Nadel aufgestochen :winking_face_with_tongue: und das Gas(?) konnte entweichen. 2 der drei Polypen haben sich danach sehr schnell gut erholt.
    Angemerkt sei: Sicherlich kann man hier nicht die eine mit der anderen Koralle und Ihrer Regeneration und Verhaltensweise vergleichen. Desweiteren möchte ich dich nicht ermutigen die Blase aufzustechen. Lass dich überraschen :smiling_face:

    2 Mal editiert, zuletzt von Jürgen Schmidt (27. Januar 2003 um 00:58)

  • Zitat

    Original von Jürgen Schmidt
    Desweiteren möchte ich dich nicht ermutigen die Blase aufzustechen. Lass dich überraschen :smiling_face:

    moin jürgen,

    da die 'körnchen'-ableger ziemlich winzig sind ist es
    zu erwarten, dass sie sich innerhalb der deko dünne machen und auf nimmerwiedersehen verschwinden.

    ein ernten der blase mit der sicherstellung des inhalts und separate, überschaubare unterbrinngung scheint da sinnvoll.

    wann die blase reif ist kann ich z.z. allerdings noch nicht beurteilen.

  • moin Joe,

    falls es sich tatsächlich :smiling_face: um eine Ablegerblase handeln sollte, wäre die Alternative "melken" sicherlich in Betracht zu ziehen, aber da habe ich keinerlei Erfahrungen da ich leider noch nicht in den Genuss gekommen bin. Hast Du das schon mal gemacht?
    ps. mein "nicht ermutigen" bezog sich auf meine vorherigen Ausführungen -Fungia und Caulastrea- da war es Überlebenstechnisch notwendig.

  • moin jürgen,

    nee, noch nicht selbst gemacht sondern, wie oben schon erwähnt, durch ein gespräch mit deinem fast-namensvetter jürgen schmitt erfahren.

    werden nachher meine blastomussablase mal ernten und berichten.

  • Ja, soll ich jetzt mal den Melkschemel bereitstellen oder den Hammer zum Skelettauseinanderschlagen. Im Ernst, ich habe mal versucht die Blase zu fotografieren. Da man sie nur bei Dämmerlicht sieht, weil dann die Polypen klein sind, ist die Aufnahme auch nicht prächtig, aber vielleicht hilft es euch ja ein wenig weiter.

    Dirk

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