Wer hilft mir rechnen

  • Für mich lautet die erfolgreichste Formel für Meerwasseraquaristik: Wasserwechsel, Wasserwechsel, Wasserwechsel. Wer ein paar Euros in mehr Salzverbrauch investiert, kann sich die ganze Chemiepanscherei sparen - und ist zudem auf einen sicheren Weg.

    Weil ich aber glaube, dass mehr als 5% Wasserwechsel auf einmal auch nicht gut ist, wechsle ich (halbautomatisch) etwa 5% drei mal die Woche. Der Zeitaufwand ist bei durchdachter Planung gering. Und man arbeitet am System ohne in Versuchung zu kommen im Becken herumzukrapschen. Was gar nicht mal ein zu unterschätzender, positiver Nebeneffekt ist.

    Doch wieviel Prozent Frischwasser führe ich wöchentlich bei 3x 5% wirklich zu? Wer ist der Schulbank näher als mein oller Biocomputer? Denn ein Teil des Frischwassers der Woche wechsel ich ja wieder mit aus. Mann o Mann, blöd sein ist so blöd.

    Natürlich ist der gesteckte Zeitraum in der Formel auch nicht ganz richtig. Aber egal, ich rechne mal damit.

    Ergo, wechsel ich beim zweiten mal 5% der ersten Zufuhr und beim dritten mal 5% der zweiten und 5% von 5% von der ersten - oder?

    Wer kann mir eine Formel machen. Bitteeeeeeeeeeee !

    Heinz

  • Hallo Heinz

    Ganz ehrlich, ich würds nicht so kompliziert machen. Der Verdünnungsfaktor bei 5 % ist so gering, das man den eigentlich vernachlässigen kann. Machs so wie Du geplant hast 3x die gleiche Wassermenge und gut ists. Wenn Du allerdings auch wirksamen WW stehst, würde ich anstatt 5% lieber 10% nehmen.

    Gruß Matthias

    Ein Mann spricht, um zu hören was er sagt, damit er versteht was er denkt !

  • Hallo Heinz!

    Bei 5% ist der Unterschied von eineim großen zu 3 kleinen Waserwechseln noch sehr gering und zwar insgesamt bei 3x5% bei 14,2625% Frischwasser in der Woche. Gerechnt wie folgt:

    5% entspricht 5/100, die du am Anfang der Woche an Frischwasser reinschüttest. Die verteilen sich gleichmaßig. Somit wechselst du beim nächsten mal auch 5% also 5/100 von den 5/100, macht 1/400 an Frischwaser was du wieder rausholst und es kommen wieder 5/100 rein. Beim 3. mal sinds halt wieder 5% von diesmal 39/400 Frischwasser (5/100-1/400+5/100=39/400), sind dann 39/8000 vom Frischwasser wieder raus und mit den neuen 5% Frischwasser sinds dann 1141/8000=0,142625=14,2625% Frischwasserzufuhr bei 3x5% Wasserwechsel die Woche.

    Hoffe, ich hab mich verständlich ausgedrückt und keinen doofen Denkfehler.

  • Das mag ich am Forum. Ein Problem in den Kopf bekommen. Schnell gepostet, Essen gegangen, Lösung abgerufen ...

    Danke Jungs.

    10% ist mir bei einen Wechsel zuviel. Weil ich unabhängig von der Menge "anderen" Wassers auch den Wasserstand im Technikbecken zu weit absenken muss. Klar könnte ich auch die Pumpe abschalten und über das Aquarium selbst wechseln. Aber ich mag lieber die erste Verwirbelung im Technikbecken. Viellecht bin ich da zu ängstlich.

    14% Prozent ist doch auch schon was und bei 4x vielleicht 18%. Ich mach so einen Wechsel zusammen mit Salz ansetzen fürs nächste mal - trotz langsamen Einfließens - in 10 Minuten. Dann Schäumer reinigen - und dann eine Zigarette anzünden und mich vors Aquarium setzen und ein gutes Gewissen haben, dass es den Viecherln gut geht ...

    Heinz

  • Zitat

    Original von Bloom

    14% Prozent ist doch auch schon was und bei 4x vielleicht 18%. Ich mach so einen Wechsel zusammen mit Salz ansetzen fürs nächste mal - trotz langsamen Einfließens - in 10 Minuten. Dann Schäumer reinigen - und dann eine Zigarette anzünden und mich vors Aquarium setzen und ein gutes Gewissen haben, dass es den Viecherln gut geht ...

    Heinz

    Kleiner Verbesserungsvorschlag zur Vorgehensweise: Zigarette weglassen! Das hat auch positive Konsequaenzen fürs Aquarienmilieu. Logische Kausalkette... und dann erst das ganze CO2. Klimaschutz!

  • Für mich lautet die erfolgreichste Formel für Meerwasseraquaristik: Wasserwechsel, Wasserwechsel, Wasserwechsel. Wer ein paar Euros in mehr Salzverbrauch investiert, kann sich die ganze Chemiepanscherei sparen - und ist zudem auf einen sicheren Weg.
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    und das ist nun ein beitrag mit welchem ich leben und arbeiten kann.
    ich wechsle jede woche 20 Ltr auf 300Ltr.
    ich habe vorhin wasserwerte gemessen. absolut gleichbleibend
    wie vor einer woche.
    morgen wieder 20 Ltr.
    zwischendurch fülle ich noch verdunstetes mit osmose nach ca. 10 Ltr
    weil technikbecken offen ist.
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    nette grüße
    thomas

  • Hallo Heinz

    ängstlich musst Du aber gar nicht sein :smiling_face:
    5-10% sind ein guter Mittelwert. Es gibt einige die wechseln mehr, andere weniger häufig das ist vermutlich recht vielfältig. Ich habe mich aber selber auf 5% die Woche, oder wenn ich es nicht geschafft hatte dann in der zweiten Woche mit 10% eingestellt. Ein Becken stellt sich doch irgendwie auf das ganze ein. Echt :smiling_face:

  • Hallo Heinz!
    Sicher hat das jetzt mit deiner eigentlichen Frage nichts zu tun,aber...
    Ich habe eigentlich immer ca. 10% pro Woche gewechselt. Seit dem Umstieg auf das neue Becken ist mir aber aufgefallen,das zumindest die Dichte bei nur einmaligem Wechsel,doch recht doll schwankt. Trotz Nachfüllautomatik etc... Somit bin ich jetzt auch dazu übergegangen,2 mal pro Woche lieber 5% zu wechseln.
    Das Problem ergibt sich,wie du auch schon schreibst,wenn man die Pumpen nicht ausschalten möchte.
    Ich mache es so,das ich eine kleine Eheim ins TB stelle,die mir von dort das Wasser in einen Eimer pumpt.
    Eine 2. Pumpe steht im Nachfülleimer und pumpt ins Hauptbecken. Sobald der Wasserstand im TB so niedrig ist,das die Pumpe Luft zieht,stelle ich die 2. Pumpe an und fülle das Becken auf.
    Ist wohl für viele kompliziert,aber so läuft es hier..

  • Es ist interessant, wie viele Freunde ich für meine These hier finde. Denn das Chemiegepansche will mir auch aus kostengründen nicht in den Sinn. Ich bin nie auf die Formel, bzw das Ergebnis gekommen, dass diese Panscherei mit Ihren Mittelchen - und wenn man es elegant und genau machen will - mit ihren Pümpchen und elektronischen Timern, etc. billiger und besser sein soll als Wasserwechsel. Zumindest diese einfache Kostenrechnung gelingt mir. Ich vermute dieses Fable für die Wasserpanscherei kommt noch aus Zeiten, wo das normal erhältliche Salz noch nicht so gut war. Und ich erinnere mich an Zeiten und Abende im Aquarienclub wo ich so Prahlereien hörte wie: "Ich wechsle nur alle paar Wochen"

    Drauf gekommen bin ich bei einer neuen Planung für ein perfektes Aquarium ohne Kosteneinschränkung. Es ist verrückt, was für Kosten entstehen für Zugabepumpen, Überwachungscomputer und die ganze Instalation rundum. Wenn ich alle diese Kosten plus Chemie auf z. B. 3 Jahre Abschreibung verteile, komme ich zum Ergebnis, dass ich jede Woche noch viel mehr Wasserwechsel machen könnte und ich fahre billiger.

    Heinz

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