CO2-Schlauch für Wassertransport?

  • Hallo,

    meine Osmoseanlage - und viele andere auch - hat als "Verkabelung" nur dünne Plastikschläuche. Sind das eigentlich CO2-Schläuche, oder wird da normalerweise was anderes genommen?

    Ich möchte die Osmoseanlage im Bad anhängen und dann das Wasser davon quer durch die Wohnung in einem Schacht transportieren, bis zu einem Sammelbehälter. Das ganze gesteuert mit einem Magnetventil und einer kleinen SPS.

    Kann ich als Wasserleitung zwischen Osmoseanlage und Sammelbehälter diese CO2-Leitung verwenden, oder ist davon dringend abzuraten?

    Gruss
    Peter

  • Hi,

    die CO2 Schläuche halten kaum druck aus...wenn du jedoch am Ausgang einen anbaust, der das wasser praktisch drucklos in deinen behälter fördert...sollte das gehen.

    mach ich auch so, meine osmose is am einen der vorratsbehälter am anderen ende der wohnung, dazwischen liegt einer dieser dünnen grünen schläuche. allerdings natürlich alles drucklos! sonst platz dir der schlauch und du hast spaß...

    grüße

    joe

    P.S: ich geh mal davon aus, das du die leichten flexieblen schwarzen schöäuche meinst, nicht die aus hartem plastik (da hab ich keine ahnung was die abkönnen)

    Einmal editiert, zuletzt von Jochen Renz (8. Januar 2008 um 20:36)

  • Hi Alle ..

    Wenn ich das richtig sehen, sind die Gewebeschläuche aus PVC. Hier sagt Mr. Google : Betriebsdruck 15 Bar, Berstdruck 20 Bar.

    CO2 Schläuche haben wie auch Druckluft-Schläuche üblicherweise einen Betriebdruck mehr als 10 Bar ... weil nämlich kein vernünftiger Mensch CO2 oder Druckluft drucklos transportiert - weder in Flaschen, noch in Schläuchen .. und man, um Kraft aufzuwenden, einfach Druck braucht ..

    Die "dünnen Blauen oder schwarzen" mit den praktischen Steckanschlüssen sind aus der Drucklufttechnik und üblicherweise aus PE

    Das Einzige, was wirklich nicht viel aushält, sind die billigen weichen ( oft grünen ) PVC-Schläuche aus'm Baumarkt oder aus dem Aquarienhandel. Die sind ziemlich dünnwandig. Dickwandige Weich-PVC-Schläuche halten auch 10 Bar aus.

    Nun zu Deiner Frage :
    Kein Mensch kann Dir sagen, was Dein Schlauch aushält, solange man nicht weiss, aus welchem Material der Schlauch ist und welche Wanddicke er hat. Diese Angaben sollten aber zusamen mit dem Betriebsdruck auf jedem vernünftigen Schlauch aufgedruckt sein.

    Aber in der Regel zerreist es alles andere, aber nicht den Schlauch ( auch wenn er noch so billig war ), weil es ja - wie Jochen auch schreibt - drucklos ist.. Die Membrane in der UO-Anlage baut den Druck ab. Am Ausgang der UO ist es drucklos, wenn der Schlauch offen ist.

    Als mehr gefährdet würde ich den Rest der Anlage einschätzen.

    Vor allem ist wichtig, wo das Magnetventil sitzt .
    Vor der Osmoseanlage, direkt ohne jeden Schlauch am Wasserhahn. Dann ist die ganze Anlage drucklos, wenn sie nicht benutzt wird. Die Teile, die auch im Ruhezustand mit Druck beaufschlagt sind, sind gefährdet und sollten aus Metall sein .. oder einem entsprechenden Material.

    Ich würde mir viel mehr Gedanken darüber machen, wie ich das Magnetventil absichere, wenn es mal irrtümlicherweise nicht schließt oder die Elektronik nicht merkt, daß das Speichergefäß voll ist. Magnetventile haben innen eine ganz winzige Bohrung zur internen Ansteuerung, wenn die verstopft ist - und da reichen kleinste Teilchen - dann bleibt das Ventil einfach offen :winking_face_with_tongue:

    Es gibt hier und in anderen Foren mehr Thread's über aus- oder übergelaufenes Wasser, weil die Automatik oder das Magnetvenil nicht zugemacht haben, als wegen geborstener Schläuche. Bei Schäden aus ersterem dürftest Du auch ein Problem mit deiner Versicherung bekommen ( unbaufsichtigter Betrieb .. keine Zulassung .. nicht den anerkannten Regeln der Technik entsprechend .. usw ) ...

    Gruß

    Konrad

  • mal ne ganze dumme frage und bitte nicht gleich schlachten... aber wenn ich ne osmoseanlage habe, kann ich doch das wasser auch in einem eimer sammeln und dann das dann mit salz anreichern, und später erst in aquarium einfüllen...wenn ich jetzt keine dauerhafte verbindung mit nem technikbecken haben möchte... so hab ich mir das halt gedacht, für wasser wechsel, wären bei mir so 10 liter die woche schliesse ich sie an danach wird sie wieder abgebaut? oder is das jetzt alles totaler mist?

  • Hi,

    also um mal die eigentlich Frage zu beantworten......nach der Osmoseanlage ist es eigentlich ziemlich wurscht welchen du nimmst da du ab da sowieso sogut wie drucklos bist. (es sei denn du hat ne industrieosmoseanlage)

    Vor der Osmose direkt am Hahn ist nartürlich wie oben erwähnt was anderes.

    grüße,

    Lars :smiling_face:

  • Hi Schmiddi ..
    Du hast schon recht ... oft sind die einfachsten Lösungen die Besten ... aber je nach Beckengröße wird die Sache dann irgendwann mühsam mit dem Eimerschleppen.

    Am besten alles in die Bade- oder Duschwanne oder in's Spülbecken .. da kann man dann auch die Sauerei danach schnell wegwaschen.

    Eine direkte Verbindung zum Technikbecken über ein Magnetventil geschaltet ist viiiiiiiieeeeeeeeeeellllllllll zu gefährlich. Bei Fehlfunktion würde das AQ mit Sußwasser geflutet.

    Konrad

  • Hallo,

    ok. Das mit dem Schlauch wäre geklärt.

    Das Magnetventil soll nach einem manuellen Kugelhahn vor die Osmoseanlage in die Leitung rein. Stromlos geschlossen.

    Was wäre die Lösung für ein offen gebliebenes Magnetventil? Wenn man ausser Haus ist und das Teil schließt nicht, haben wir natürlich ein Problem. Die Automatik soll ein großes Wasserfass (400 - 800 Liter) am anderen Ende des Hauses füllen.

    Aus dem Fass wird per Osmolator das verdunstete Wasser nachgefüllt.

    Ich könnte in dem Fass bei überschreiten eines bestimmten Wasserstandes eine Pumpe darin anschmeissen, welche das zu viel an Wasser wieder zurück ins Abwasser-Rohr pumpt. Aber wenn die Pumpe versagt, dann gibts trotzdem Überflutung.

    Gruss
    Artur

    Einmal editiert, zuletzt von seaart (9. Januar 2008 um 21:34)

  • Kannst Du an dem Faß nicht einfach einen Überlauf anbringen, der in den Kanal geht ?

    Oder 2 Magnetventile hintereinander - dann konsequenterweise 110V Spulen und auch die Spulen in Reihe schalten :face_with_rolling_eyes:

    Zur Sicherheit gibt's bei mir noch einen Sicherheitstimer, der das Magentventil immer nach einer bestimmten Zeit abschaltet, falls der Vollmelder am Faß hängt.


    Gruß

    Konrad

    PS: Und mache das Faß nur so groß, daß der gesamte Inhalt im Aquarium keinen Schaden anrichtet :
    Wenn die Nachfüllautomatik versagt, pumpt laut Murphy die Nachfüllpumpe das ganze Wasser aus dem Faß in's Becken ( war auch bei mir schon mal so )

    2 Mal editiert, zuletzt von Konrad S (10. Januar 2008 um 09:38)

  • Hallo Arthur
    Du weist, das die Magnetventile Standardmässig geschlossen sind? z.B bei Stromausfall oder so.
    Eine Feder drückt namlich das ventil zu, öffnen tut es mit einer Magnetspule, nur unter Strom.
    Das einzige Risiko das es ""Fälschlcherweise öffnet" ist wenn Deine Steuerung da Murks baut.

    lG Martin

  • Hi Martin,
    das hat Du recht : von selber geht ein Magnetventil sicher nicht einfach so auf.

    Üblicherweise arbeiten die günstigen MV so:
    Im Ventil ist ein stromlos offener - sehr kleiner - Seitenkanal, durch den der Wasserdruck der Eingangsseite selbst in einen Zwischenraum drückt und den Ventilstößel ( meist eine Membrane) gegen die Durchlassöffnung presst. Das Ventil hält sich selbst durch den Wasserdruck zu. Eine elektrische Ansteuerung verschließt und entlüftet den Seitenkanal, das Dichtelement wird nichtmehr angepresst .. das Ventil ist offen.

    Die Öffnung ist indirekt : Nicht die Spule öffnet das Ventil gegen eine Feder, sondern der Wasserdruck wird verwendet, um die Kraft aufzubringen, das Ventil zu öffnen und zu schließen. Nur durch diese indirekte Funkion ist es möglich, mit wenigen Watt Steuerleistung viele Bar zu schalten.

    Bei dieser Mechanik kann es leicht vorkommen, daß kleine Teilchen diese Steuerungskanäle verstopfen, und dann kann das Magnetventil nichtmehr schließen, obwohl die Steuerspannung nicht mehr da ist.

    Bei mir in der Firma ist die Quote ca. 1:1 ob das Ventil nicht mehr öffnet, oder ob es nichtmehr schließt.

    Gruß

    Konrad

    Einmal editiert, zuletzt von Konrad S (10. Januar 2008 um 11:05)

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