schon Cyanos gehabt ?

  • :smiling_face: Hallo und Salzige Grüsse
    Ich hatte erst vor zwei Wochen Cyanos .Die kamen ganz plötzlich.Habe mich dann wieder mal für die Biologische variante entschieden und mir als Dauerlösung zwei Braunstreifen-Sandgrundeln gekauft.Die haben in drei Tagen alle aufgefressen!

  • Zitat

    Original von Heinz-Georg
    :smiling_face: Hallo und Salzige Grüsse
    Ich hatte erst vor zwei Wochen Cyanos .Die kamen ganz plötzlich.Habe mich dann wieder mal für die Biologische variante entschieden und mir als Dauerlösung zwei Braunstreifen-Sandgrundeln gekauft.Die haben in drei Tagen alle aufgefressen!

    Hallo Heinz,

    fressen die Grundeln eigentlich auch die Cyanos von den Steinen ab oder nur vom Bodengrund ?

  • @resa:

    nur vom sand.

    Hatte/habe übrigens die rote variante und ich mache einfach nichts. Blöden vieher sollen sich genauso verp**sen wie sie gekommen sind.... GRRRR
    :angry_face: :smiling_face_with_horns:

    :grinning_squinting_face: iP!!

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  • Zitat

    Original von iP
    @resa:

    nur vom sand.

    Hatte/habe übrigens die rote variante und ich mache einfach nichts. Blöden vieher sollen sich genauso verp**sen wie sie gekommen sind.... GRRRR
    :angry_face: :smiling_face_with_horns:

    Mal schauen wer stärker ist.

  • Zitat

    Original von Resa
    Mal schauen wer stärker ist.

    Kommt zeit kommt rat... wenn nicht, dann folgt ein attentat.

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  • Es gibt in der wissenschaftlichen Literatur keinen einzigen Hinweis, das Cyano´s in irgendeiner Weise Kieselalgen verarbeiten oder benötigen( Oder hier ein Zusammenhang besteht)
    Daher ist dies ein Märchen.
    Mag sein, dass im Silicarbon von der Substanz her einen Stoff zudem beinhaltet, der die Cyanos unterdrückt, was ich aber selbst noch nicht feststellen konnte.

    Meine Erfahrungen haben aber gezeigt, dass diese Cyano´s fast immer in den Grenzbereichen besonders gut wachsen.
    1) Bei zu viel Abschäumung und der damit verbundenen Sterilheit( Nenne das mal so) des Wassers
    (Auch wenn man frische Systeme in der Einlaufphase zu heftig Abschäumt)
    2.) Bei zu stark belasteten Becken
    3) Wenn man lange nichts am Bodengrund gemacht hat( Absaugen) und dann plötzlich hier stark eingreift!

  • Hi Michael :winking_face: :grinning_squinting_face: Einige hier und ich auch, haben die Erfahrung gemacht das nach Einsatz von Silicabon die Schmieralgen verschwinden oder zumindst weniger werden.
    Da laut Hersteller das Silicabon nichts ans Aquawasser abgibt sondern ihm nur etwas entzieht (Silikat) muß es ja einen Zusammenhang von Schmieris und Silikat geben.
    Vieleicht interesiert es ja keinen Wissenschaftler, drum hat noch keiner was drüber geschrieben :winking_face:
    Gruß Frank

  • Bei mir fressen sie sie von den steinen und sogar von den Korallen die anderen algen werden von schleimi (salarias )gefressen aber nur sehr wenige .
    Heinz.Georg :smiling_face:

  • Hallo alle,

    Kaum etwas in der Aquaristik wird derart von Märchen und Mythen umrankt wie die "rote Schmieralge", die Cyanobakterie. In älterer Literatur wird sie noch als Alge (Blaualge) Cyanophycee bezeichnet. Erst als man die prokaryotische Zellorganisation erkannte, die für Bakterien typisch ist, wurde sie den Bakterien zugeordnet. Bekannt ist die vegetative Fortpflanzung mittels Zellteilung.

    Cyanobakterien sind so genannte Erstbesiedler, die überall dort zu finden sind wo es feucht ist. Dabei spielt es keine Rolle ob das ein von einem Bachlauf umspülter Kieselstein ist oder eine blubbernde Schwefelquelle.

    In dem Buch "Kryptogamen" (Praktikum und Lehrbuch über Cyanobakterien, Algen, Pilze und Flechten) von Karl Esser aus dem Hause Springer-Verlag werden z.B. Anleitungen zur Kultur beschrieben. In keiner einzigen Kulturanleitung kommen Silikate vor. Die näheren Angabe zur Kultur von Cyanobakterien werde ich demnächst auswerten und hier vorstellen. Bis jetzt sind aber doch einige Eigenschaften von Cyanobakterien als unumstößlich bekannt. Dazu gehört auch das Ausbilden von Dauersporen, die auch Trockenperioden überstehen. Die einzigen Maßnahmen sie dauerhaft loszuwerden, besteht in einer Bestrahlung mit UV-C und Kupfersulfat. Maßnahmen die uns als Aquarianer nicht zugänglich sind bzw. wegen der für Korallen ebenfalls tödlichen Wirkung nicht angewendet werden können. Da Cyanobakterien sehr wohl eine wirtschaftliche Bedeutung haben, beschäftigt sich beinahe jedes biologische Labor mit ihnen und in ihrerer Gesamtheit sind sie sehr gut erforscht. Wer mehr darüber wissen möchte, kann sich an Universitäten wenden und nach Absprache eine Probe einschicken um einen Nachweis zu erhalten um welche Cyanobakterie es sich genau handelt. Eben weil es Bakterien sind, reagieren sie auf Antibiotika, die sich aus bekannten Gründen schon von selbst verbieten. Vor diesem Hintergrund ist es schon beinahe lustig, welche Mittelchen immer wieder angepriesen werden sie zu vernichten. Das funktioniert wie das" Horneburger Schießen". Die Stoffe, die Cyanobakterien benötigen sind zum großen Teil im Salz selbst vorhanden, so daß es kaum einen Weg zu geben scheint ihnen wirksam zu begegnen. Passen zu viele Einzelheiten zueinander oder sind in großer Zahl präsent. wachsen und vermehren sie sich wie nichts Gutes und sind kaum aufzuhalten.

    Ich werde also versuchen die Geschichte der Cyanoakterien aufzubereiten und ihre Lebensgrundlagen zu erklären. Da ich das bisher immer nur eher halbherzig gemacht habe, benötige ich etwas Zeit, auch zum recherchieren. Wer wie schon gesagt, selbst etwas zu diesen Plagegeistern in Erfahrung bringen möchte, wende sich bitte an Universitäten oder biologischen Anstalten, die manchmal gerne bereit sind eingesandte Proben zu analysieren. Ich selbst habe das übrigens auch schon gemacht.

  • Zitat

    Original von Ralph D. Huber
    Hallo alle,

    Kaum etwas in der Aquaristik wird derart von Märchen und Mythen umrankt wie die "rote Schmieralge", die Cyanobakterie. In älterer Literatur wird sie noch als Alge (Blaualge) Cyanophycee bezeichnet. Erst als man die prokaryotische Zellorganisation erkannte, die für Bakterien typisch ist, wurde sie den Bakterien zugeordnet. Bekannt ist die vegetative Fortpflanzung mittels Zellteilung.

    Cyanobakterien sind so genannte Erstbesiedler, die überall dort zu finden sind wo es feucht ist. Dabei spielt es keine Rolle ob das ein von einem Bachlauf umspülter Kieselstein ist oder eine blubbernde Schwefelquelle.

    In dem Buch "Kryptogamen" (Praktikum und Lehrbuch über Cyanobakterien, Algen, Pilze und Flechten) von Karl Esser aus dem Hause Springer-Verlag werden z.B. Anleitungen zur Kultur beschrieben. In keiner einzigen Kulturanleitung kommen Silikate vor. Die näheren Angabe zur Kultur von Cyanobakterien werde ich demnächst auswerten und hier vorstellen. Bis jetzt sind aber doch einige Eigenschaften von Cyanobakterien als unumstößlich bekannt. Dazu gehört auch das Ausbilden von Dauersporen, die auch Trockenperioden überstehen. Die einzigen Maßnahmen sie dauerhaft loszuwerden, besteht in einer Bestrahlung mit UV-C und Kupfersulfat. Maßnahmen die uns als Aquarianer nicht zugänglich sind bzw. wegen der für Korallen ebenfalls tödlichen Wirkung nicht angewendet werden können. Da Cyanobakterien sehr wohl eine wirtschaftliche Bedeutung haben, beschäftigt sich beinahe jedes biologische Labor mit ihnen und in ihrerer Gesamtheit sind sie sehr gut erforscht. Wer mehr darüber wissen möchte, kann sich an Universitäten wenden und nach Absprache eine Probe einschicken um einen Nachweis zu erhalten um welche Cyanobakterie es sich genau handelt. Eben weil es Bakterien sind, reagieren sie auf Antibiotika, die sich aus bekannten Gründen schon von selbst verbieten. Vor diesem Hintergrund ist es schon beinahe lustig, welche Mittelchen immer wieder angepriesen werden sie zu vernichten. Das funktioniert wie das" Horneburger Schießen". Die Stoffe, die Cyanobakterien benötigen sind zum großen Teil im Salz selbst vorhanden, so daß es kaum einen Weg zu geben scheint ihnen wirksam zu begegnen. Passen zu viele Einzelheiten zueinander oder sind in großer Zahl präsent. wachsen und vermehren sie sich wie nichts Gutes und sind kaum aufzuhalten.

    Ich werde also versuchen die Geschichte der Cyanoakterien aufzubereiten und ihre Lebensgrundlagen zu erklären. Da ich das bisher immer nur eher halbherzig gemacht habe, benötige ich etwas Zeit, auch zum recherchieren. Wer wie schon gesagt, selbst etwas zu diesen Plagegeistern in Erfahrung bringen möchte, wende sich bitte an Universitäten oder biologischen Anstalten, die manchmal gerne bereit sind eingesandte Proben zu analysieren. Ich selbst habe das übrigens auch schon gemacht.

    HAllo Ralph,

    ich freue mich das sich noch jemand mit Cyanos befasst und bin gespannt was du zu berichten hast.

  • Hallo Resa,

    wenn ich einen Weg finden würde der sicher und 100%ig beschritten werden kann, brauchte ich mir um meine Altersvorsorge keine Gedanken mehr machen. Aber ich habe eher schlechte Karten. Die Wege die ich bisher aufgezeigt habe helfen jedoch allemal besser als alle Anwendungsprodukte zusammengenommen. Zudem sind sie biologisch unbedenklich und relativ preiswert. Man muß sich nur entschließen diesen Weg zu gehen. Eines kann ich aber mit ziemlicher Sicherheit ausschließen, daß es mal eine Pille geben wird die eingeworfen wird und wech sind sie !

  • Zitat

    Original von Ralph D. Huber
    Hallo Resa,

    wenn ich einen Weg finden würde der sicher und 100%ig beschritten werden kann, brauchte ich mir um meine Altersvorsorge keine Gedanken mehr machen. Aber ich habe eher schlechte Karten. Die Wege die ich bisher aufgezeigt habe helfen jedoch allemal besser als alle Anwendungsprodukte zusammengenommen. Zudem sind sie biologisch unbedenklich und relativ preiswert. Man muß sich nur entschließen diesen Weg zu gehen. Eines kann ich aber mit ziemlicher Sicherheit ausschließen, daß es mal eine Pille geben wird die eingeworfen wird und wech sind sie !

    In der Tat , wie ich sehe werden unmengen an Geld in Reinstwaserfilter und Silicatadsorber gesteckt , eine Biologische Pille wäre da nicht schlecht .

    Die Frage wo ich mir stelle ist welchen Nutzen haben diese Bakterien , wir sprechen immer von Schaden ohne zu Wissen ob sie uns evt. nützen.

  • Hallo Resa,

    Zitat

    Original von Resa
    Die Frage wo ich mir stelle ist welchen Nutzen haben diese Bakterien , wir sprechen immer von Schaden ohne zu Wissen ob sie uns evt. nützen.

    der Schaden ist eindeutig dort, wo Korallen und auch nützliche Algen wie Caulerpa unter den Belägen ersticken wenn sie nicht permanent von den Überzügen befreit werden. Der Hauptwirkstoff der Cyanobakterien besteht aus neurotoxischen Alkaloidtoxinen, die hochgradig bis tödlich toxisch sind. Wie überall kommt es aber auf die Dosis an. Deshalb habe ich auch Schwierigkeiten an Berichte zu glauben, wo Fische das Zeugs fressen sollen. Die Toxine greifen hauptsächlich die Leber an.

  • Hi Ralph,

    weisst du was das für luftblasen sind, die die cyanos abgeben? Um welches gas handelt es sich dabei?

    :grinning_squinting_face: iP!!

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  • Hallo Ian,

    "Luftblasen" unter den Polstern bestehen aus gasförmigen Stickstoff (N2 ) und "Luftblasen" auf den Polstern bestehen aus Sauerstoff (O2 ), da Cyanobakterien auch Photosynthesepigmente enthalten.

    Zitat

    Original von iP
    weisst du was das für luftblasen sind, die die cyanos abgeben? Um welches gas handelt es sich dabei?

  • Danke!

    :grinning_squinting_face: iP!!

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  • Hallo,

    ich war mal wieder im Web unterwegs und habe etwas gefunden, was vielleicht erklären kann, daß Cyanos nach dem Einsatz von Silicatadsorbern verschwinden. Es ist ein englischsprachiges Word-Dokument und es handelt sich um Phytoplankton im Süßwasser, aber das Prinzip gilt natürlich auch im Meer. Lest mal ab Seite 8, wie einzelne Nährstoffkonzentrationen die Überlebenschancen beeinflussen können.

  • Hallöchen

    Auch wir hatten schon Cyanos in unseren Becken (250l und 900l). Das erste Mal ca. nach einem Dreivierteljahr. Wir saugen die Dinger jeweils mit dem Schlauch ab. Lustig bei uns ist, dass die Cyanos, wenn sie wieder kommen, an genau den gleichen Stellen auftauchen. Ich nehme an, dass vielleicht ein kleiner Resten beim Absaugen zurückgeblieben ist. Oder lieben sie vielleicht ganz spezielle Bedingungen (wie vielleicht Strömungs- und Lichteinfluss)?
    Gruss vo de SARAH

  • Hallo Leute,

    ich hatte ebenfalls die braune Plage, jeweils zum Wechsel der Jahreszeiten im Herbst und Frühjahr und damit zum Wechsel der Sonneneinstrahlung durch das Zimmerfenster. Sie vergingen dann auch wieder.

    Derzeit ist es jedoch anders, auf dem Bodengrund wachsen braune Beläge, die sich eigentümlich verhalten. Morgens vor Sonnenauf- und Beleuchtungsangang ist der Bodengrund weiß und sauber, im Verlaufe des Tages überzieht er sich an einigen Stellen mit Cyanos, die dann zum Abend hin wieder abnehmen und in der Nacht völlig verschwinden.

    Das Becken steht zwar in der Nähe des Zimmerfensters, es gibt jedoch keine direkte Sonneneinstrahlung.

    Nun kann ich mir den Vorgang weder biologisch noch chemisch erklären, zumal die relevanten Wasserwerte (Nitrat, Phosohat) im Normbereich liegen, also nicht messbar sind.

    Vielleicht hat ja einer eine Idee. Ansonsten wird es die Zeit schon richten, zumal die Cyanos nur auf dem Bodengrund auftreten und - außer optisch - augenscheinlich keinen Schaden anrichten.

    Vielen Dank und viele Grüße

    Uwe

  • Hi Uwe
    Die braunen Belege haben etwas mit Silikat im Wasser zutun. Du solltest über Silikabon filtern dann verschwinden sie. Bei mir hat das 2 Wochen gedauert.
    Gruß Frank

  • Hallo Thomas,

    danke,jetzt weiß ich was ich am Wochenende vorhab :grinning_squinting_face:

    Gruß Jürgen

    Panoramabecken 200x70x60, Photon Plus 2x400W Megachrome Coral 14K E40 + 4x54W T5 Aqua Science Special 15K, 2x Tunze Stream 12000 l/h,ATK Abschäumer150cm mit The Pump 40

    Die Summe der auf der Erde vorhandenen Intelligenz bleibt ewig gleich. Nur die Bevölkerung wächst ständig...

  • Hallo,

    habe gestern gegen 17:30 Uhr neuen korallensand in das becken eingebracht. Dabei wurde der alte sand nicht entfernt, sondern lediglich überschüttet. Die cyanos wurden vorher vom bodengrund entfernt. Grund der überschüttung war, dass der alte sand weiterhin benötigt wird. Ohne ihn ist der bodengrund nicht tief genug, so dass sich der steinfisch nicht genügend eingraben kann.

    um 19:30 Uhr waren bereits an zwei stellen wieder schmieralgen zu beobachten!!!! Das ist eine dermassen rasante wachstumsgeschwindigkeit die diese bakterien aufweisen.... schier unglaublich. Wobei ich mir vorstellen kann, dass sie sich sogar noch schneller wiedergenerieren können. Heute morgen war das licht im becken noch aus, da konnte ich das weitere wachstum nicht sehen. Dafür habe ich erneut eine bissstelle in meiner pilzlederkoralle gefunden.... GRRRR

    :grinning_squinting_face: iP!!

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