Balling Verbrauch

  • Hallo Chrysokoll,

    ich muss dir an mehreren Punkten widersprechen:

    - Magnesium hat nix mit Balling zu tun. Der gute Hans-Werner ist nicht verantwortlich für die Magnesium-Mode,
    sondern hat nur die ausbalancierte Calcium- und Carbonatzugabe entwickelt.

    - NaCl-freies Salz besteht zu mehr als 99% NICHT aus Spurenelementen, sondern aus Hauptelementen wie Magnesium,
    Calcium, Schwefel(als Sulfat), Kalium, Chlor(als Chlorid), Carbonat, Brom, Bor und Fluor.

    - ein Refraktometer misst keine Dichte, sondern die Lichtbrechung(Refraktion). Diese wird auf einer Skala beispielsweise
    in Dichte, Salinität oder Konzentration umgerechnet. Der Refraktionsunterschied zwischen Meerwasser und einer
    gleich stark konzentrierten Natriumchlorid-Lösung ist so groß, dass sich ein Salinitätsfehler von mehr als 1 Promille
    ergibt. Der durch die Veränderung der Ionenbalance durch Calcium und/oder Carbonatzugabe entstehende
    Refraktionsunterschied ist dagegen so gering, dass er mit einem Handrefraktometer nicht erfassbar ist.

    Gruß Armin

  • Hi Armin,

    bist Du immer so spät unterwegs?

    Ich bin davon ausgegangen, dass Balling auch eine NaCl-freie Lösung entwickelt bzw. zusammengestellt hat. Meinte das auch so schon gelesen zu haben. Aber es kann natürlich auch sein, dass dies ihm nur angehangen wurde. Für mich gehört dieses Salz , trotzdem zur Balling-Methode dazu.

    Hatte auch geschrieben, dass ich zum NaCl-freies Salz (was ich als Spuris bezeichnete u.a. auch Kalium drin ist). Tut mir leid, dass ich da für Missverständnisse gesorgt habe.
    Mittlerweile habe ich bereits zwei verschiedene Salzmischungen kennen gelernt. Die eine beinhaltet nur kein NaCl und die andere beinhaltet auch kein CaCl bzw. NaHCO.

    Und ja, Du hast recht, was ich als Spuris-Mischung bezeichnet habe, sind auch makro-Elemente drin wie Sulfate, Kalium, Brom, Bor, Fluor. Zählt nicht auch Strontium dazu? Zu den eigentlichen Spurenelemente (welche man separat kaufen kann) gehören zählen Elemente wie Eisen, Jod, Molybdän, Vanadium, Aluminium, Arsen usw.

    Ein Refraktometer misst keine Dichte! Stimmt auch!
    Der ermittelte Lichtbrechungsindex wird genommen, um in einer Tabelle/Skala in Dichte/Salinität in Abhängigkeit von der Themperatur/Wellenlänge zu ermitteln. Bei der Umrechnung in die Salinität wird bezüglich der Tabelle/Skala angenommen, dass die Meßprobe durchschnittliches natürliches Meerwasser ist. Da der NaCl - Anteil per Definiertion in einem festgelegten Verhältnis zu der Dichte sein soll, kann man so auf die Salinität (damit meine ich nun nur das NaCl) rückschlüsse ziehen. Wenn nun aber bei der Ballingmethode nicht auch die anderen Markoelemente zugeführt werden (die das Licht auch brechen), erbringt der Rückschluss nicht mehr den korrekten Wert.

    Die Veränderung der Ionenbalance durch Calcium und/oder Carbonatzugabe ("NaCl-Ungeichgewicht") bezog ich auch nicht auf den Refraktometer sondern auf die Korallen (wegen deren 'Ionen-Punmpen'), da bin ich mir nicht sicher, ob die Korallen das langfristig vertragen. Als ich mit MW angefangen habe war das noch eine kritische Frage! Zumindestens habe ich noch keine Bericht gelesen, dass ein erhöhtes ungleichgewicht kein Problem sein soll. Oder weist Du etwas darüber?

    3 Mal editiert, zuletzt von chrysokoll (31. August 2007 um 08:15)

  • Hallo Chrysokoll,

    noch ein paar Missverständnisse:

    Natürlich verwendet Balling ein NaCl-freies Salz. Das hat er dazu nicht "erfinden" müssen, sondern das sind einfach
    die 30% einer üblichen Meersalzmischung, die außer NaCl darin sind.
    Jede Meersalzmischung wird aus ca 70% NaCl und aus ca 30% anderen Hauptelementen zusammengemixt.
    Ob da noch Spurenelemente drin sind, liegt am Hersteller und an Zufällen und spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle.

    Strontium zählt auch zu den Hauptelementen, da es zu 8 mg/l im Meerwasser vorkommt. Spurenelemente
    sind alle Elemente, die in Konzentrationen unter 1 mg/l vorhanden sind.

    Salinität hat nix mit NaCl zu tun. Salinität ist ein Begriff aus der Ozeanologie, der die Salzkonzentration von Meerwasser bezeichnet.
    Die Refraktion ist von der Summe der Ionen in einer Lösung abhängig. Messen kannst du so deren Konzentration.
    Ob die Ionenbalance der von natürlichem Meerwasser entspricht, kannst du mit einem Refraktomerter nicht ermitteln.
    Bei stärkeren Veränderungen dieser Balance wirst schon lange tote Fische, Korallen, Garnelen und sonstige
    Aquarienbewohnerleichen sehen können, bevor dir dein Handrefraktometer den Hauch einer Veränderung anzeigt,
    denn natürlich sind Organismen nur begrenzt dazu in der Lage, sich an Veränderungen ihrer Umwelt anzupassen.

    Gruß Armin

  • Zu den anderen Punkten schreib ich nun lieber nichts.
    Außer, dass die Elemente nicht in der Form wie die Elemente als Salz kristallisieren. Sondern, dass die Elemente in einer Salzmischung vorliegen müssen in den sich die Elemente/Salze am besten für aquaristische Zwecke lössen lassen. Also wird wohl schon jemand sich den Kopf zerbrochen haben, wie man das am besten hinbekommt. Ich kann nicht Meerwasser nehmen es auskristallisieren lassen und dann wieder mit H2O in Lösung bringen. Das klappt nicht!


    ....
    Die Refraktion ist von der Summe der Ionen in einer Lösung abhängig. Messen kannst du so deren Konzentration.
    ...

    "Das Refraktometer ist eine Messeinrichtung zur Bestimmung der Brechzahl von optischen Medien (Refraktometrie). Dabei wird meist die Brechung (Refraktion) oder die Totalreflexion des Lichtes ausgenutzt.

    Auf diesem Prinzip basieren manche Geräte zur Bestimmung der Reife des Weines (Mostgewicht), der Stammwürze von Bier, des Wassergehaltes von Honig, des Frostschutzes von Kühlflüssigkeit, das spezifische Gewicht von Urin oder aber der Säuredichte des Elektrolytes einer Batterie. Ebenso kann so der Anteil gelöster Substanzen, z. B. die Salinität von Meerwasser (mit hilfe einer UmrechnugsTabelle/Skalla) gemessen werden. Zur Bestimmung einer Korrektions-Linse für das menschliche Auge kann auch ein Refraktometer zum Einsatz kommen."

    "Wenn Licht von einem optisch dünneren Medium in ein dichteres übergeht, wird der Lichtstrahl abgelenkt. Der Grad der Ablenkung hängt hauptsächlich von der Art der Medien und deren Konzentration (bei Gemengen) ab, ferner von Temperatur und Wellenlänge. Im Refraktometer wird genau dieser Umstand genutzt. Dabei ist zu beachten, dass für jeden zu messenden Stoff eine eigens angefertigte Skala eingebaut werden muss. So kann mit einer Zuckerskala nicht auf die Salzkonzentration von z.B. Meerwasser geschlossen werden. Ferner ist zu beachten, dass bei nicht temperaturkompensierten Geräten immer bei der Temperatur gemessen wird, für die die Skala gilt. Andernfalls ist mit Hilfe von Tabellen auf die richtige Konzentration zu schließen."


    ....
    Salinität hat nix mit NaCl zu tun. Salinität ist ein Begriff aus der Ozeanologie, der die Salzkonzentration von Meerwasser bezeichnet....
    ...

    Da die Ozeanologie (die Wissenschaftler meine ich hier natürlich) per Definition festgelegt hat wieviel NaCl im Meerwasser drin ist, kann man sehr wohl eine Aussage treffen wieviel NaCl im Wasser wäre, wenn Sie dem Durchschnitt entspräche. Was aber unmöglich ist, wenn sich der NaCl-Anteil durch die Balling-Methode stets erhöht und das Wasser nicht durch die Eingabe der anderen Elemente in Waage gehalten wird und danach durch den Austausch durch salzfreies Wasser die Dichte wieder gesenkt wird.
    Und genau das meine ich. Mit dem Refraktometer kann ich zwar auf die Dichte (Summe aller Ionen) schließen aber den Anteil der NaCl-konzentration nicht. Ich bekomme also nicht mit wie Hoch der Anteil des NaCl im Wasser ist, wenn ich immer nur CaCl und NaCO3 zugebe und komplett losgelöst davon die anderen Makroverbindungen. Hab ich mich nun klar genug ausgedrückt?

    2 Mal editiert, zuletzt von chrysokoll (4. September 2007 um 11:50)

  • Nabend schön!
    Bin zurück von der Ostsee :wink

    Mann, wird das hier plötzlich kompliziert :confused_face:
    Ich werd den Ball jetzt mal wieder etwas flacher anspielen... Ich war auch mal einen Tag an der Nordsee und habe ein paar Muscheln für mein Ostsee-Becken (was eigentlich eher ein Nordsee-Becken ist, bei einem Salzgehalt von etwa 33g/l)gesammelt. Das mitgebrachte Nordsee-Wasser hat laut meinem Refrak eine Dichte von 1024. Und das, obwohl die Nordsee doch eigentlich über 35g/l haben soll. Hinzu kommt ja noch, dass in meinem Eimer ja auch noch Wasser verdunstet sein wird, was die Dichte zusätzlich steigern müsste. Also kann es ja auch nicht ganz hinhauen, dass ich nach meinem Refrak 1025 einstellen müsste?! Entschuldigt, dass ich jetzt wieder Dichte und Salinität wild durcheinander würfle, aber ich bin der Meinung, dass man letztendlich eh nur "Schätzwerte" erhält... Oder liege ich da so falsch???

    Und nochmal zurück zu Balling:
    Anfangs habe ich natürlich, wie in der Anleitung beschrieben, die CaCl und NaHCO Lösungen in gleichen Mengen zugegeben. Dabei stieg jedoch der KH schnell an, während Ca weiter absackte.
    Und wenn ich am Ende keine Erhöhung des Ca erreiche, kann ich mir das ganze ja auch gleich sparen...
    Durch ausprobieren bin ich darauf gekommen, dass ich mit NaHCO : CaCl = 1 : 1,3 am besten fahre.
    Also wie soll ich sonst den Ca hochbekommen, ohne die Ionen zu verschieben??? Muß ich jetzt noch nen Kalkreaktor kaufen?

    Sorry nochmal, dass ich das ganze etwas salop darstelle, aber Balling muß doch auch anwendbar sein ohne Chemie-Diplom, oder?

  • Um das ganze nochmal etwas zu vereinheitlichen:
    Die gemessenen 1024 Dichte in dem Nordsee-Wasser entsprechen auf der Skala meines Refraks etwa 33,5g/l. Meiner Meinung nach nicht salzig genug für die Nordsee. Das wollte ich eigentlich zum Ausdruck bringen, weiß nicht ob das vorher verständlich war.

    Eben hab ich nochmal ein paar Werte im Riffbecken gemessen:
    Salinität: 36g/l (Dichte 1025,5)
    KH: 7
    Ca: 360
    Mg: 1440

    So sieht das also aus, wenn ich mal 2 Wochen kein Wasser gewechselt habe :yrf
    Salinität gestiegen, Ca gesunken, KH und Mg gleich wie vor 2 Wochen.
    Seit diesen 2 Wochen läuft auch der neue Dosierungsplan mit 3 Dosierungen täglich. CaCl und NaHCO hab ich dabei erhöht.
    Aber warum bitte ist Ca dann weiter gefallen, obwohl jetzt mehr dosiert wird?
    Kann es evtl. von den Korallen besser aufgenommen werden, weil es jetzt über den Tag verteilt dosiert wird?

    Und aufgrund der weiter steigenden Dichte sollte ich vielleicht beim nächsten Wasserwechsel mal weniger Meersalz nehmen, und dafür Mineralsalz beimischen?

  • Hallo Robert,

    wie kommst du darauf, dass die Nordsee so eine hohe Salinität haben soll ? Verwechselst du sie mit dem Roten Meer ?
    Die Nordsee hat Salinität 32-35, je nachdem wo du gemessen hast kann das auch noch weniger sein (Nähe
    Flussmündung).

    Deine Dichteangaben sagen natürlich wenig aus, weil du keine Temperatur angibst. Bei Aquarienangaben kann ich
    wenigsten immer etwa 25°C vermuten, in deinem Fall könnte ich nur raten.
    Bei 25°C sollte deine Dichte jedenfalls zwischen 1,021 und 1,023 liegen.


    Zu deinem Dosierungsproblem:

    Je nachdem, was in deinem Becken verbraucht wird, musst du einen Kompromiss finden, um möglichst wenig
    an der Ionenbalance im Wasser zu ändern und trotzdem die richtige Menge Calcium und Carbonathärte zuzugeben.
    Mit regelmäßigem Wasserwechsel ist die geringe Veränderung aber kein Problem. Achte nur daruaf, dass Ca und KH
    stimmen.

    Gruß Armin

  • @Chrysokoll:
    Mir ist nicht so richtig klar, was du mir eigentlich sagen willst.

    Jedenfalls ist die Meersalzmischungsherstellung nicht so kompliziert, wie du dir sie vorstellst. Nimm dir mal ein gutes
    Buch in die Hand und lies nach, wie das gemacht wird. Ich kann dir Bildwell/Spotte Artificial Seawaters empfehlen,
    da stehen mehr als hundert Rezepte drin.

    Zu deinem NaCl-Problem: Natürlich kann ich mit einem Refraktometer nicht den NaCl-Gehalt einer Wasserprobe
    bestimmen. Ja und ? Das kann ich auch nicht mit Aräometer, Leitwertmessgerät oder Vibrationsdensitometer.

    Wenn dich der NaCl-Gehalt interessiert empfehle ich dir für das Kation AAS und für das Halogen die gravimetrische
    Bestimmung nach Fällung mit Silberchlorid.

    Gruß Armin

  • Moin Armin,
    also wenn man bei wikipedia schaut, hast Du wohl recht mit 32...35g/l in der Nordsee. Komischerweise steht im Kieler Aquarium 34...38. Keine Ahnung, wo die den Wert her haben... Vielleicht meinten die die Tiefsee?!
    Die Muscheln hab ich übrigens in St. Peter Ording gesammelt.
    Die Temperatur hab ich natürlich nicht gemessen, aber es dürften so etwa 17°C gewesen sein. Außerdem haben die meisten Refrak´s (wie meins auch) eine "automatische Temperaturkompensation". Der darf man wohl auch nicht trauen oder wie? Aber ich denke mal, wenn ich da einen Tropfen Wasser auf´s Glas gebe, hat der sowieso gleich die Temperatur des Refraks angenommen, oder nicht?

    Zu Balling:
    Also mache ich es wie gehabt, und werd mir nicht weiter den Kopf zerbrechen :grinning_squinting_face:
    Was ich nur echt merkwürdig finde, dass ich mit meiner alten Dosierung von 210ml/Tag einen Ca-Wert von 390 gemessen habe, und nun mit 3x75ml = 225ml/Tag der Wert auf 360 gefallen ist :confused_face:
    Irgendwie hab ich manchmal das Gefühl, dass ich da kein CaCl anmische, sondern Zuckerwasser :grinning_squinting_face:
    Aber dass die Salze von Mrutzek in Ordnung sein sollen, wurde ja schon gesagt. Also muß ich wohl auf 3x100ml erhöhen...

    Einmal editiert, zuletzt von efyzz (5. September 2007 um 11:23)

  • Hallo Robert,

    kann es sein, dass du einfach verschieden Calciumchloride verwendet hast ? Es gibt CaCl2 wasserfrei, als Monohydrat,
    Dihydrat und Tetrahydrat. Je weniger Wasser drin ist, desto weniger Salz brauchst du.

    Ob die Temperaturkonzentration des Refraks für 17°C ausreicht, kann ich nicht sicher sagen.
    Bevor du Schlüsse aus einer Refrakmessung ziehst, solltest du eine Aräometer-Vergleichsmessung machen.

    Gruß Armin

  • Mahlzeit!
    Also Mrutzek verkauft Calciumchlorid Dihydrat. Und ich mische auch schon länger immer aus der gleichen Lieferung an. Also sollten die Lösungen immer etwa identisch sein.

  • Nabend!
    Also so langsam bin ich am verzweifeln...
    Nachdem ich auf etwa 300ml/Tag der CaCl-Lösung erhöht habe, habe ich dann letzte Woche 375mg/l gemessen.
    Super dachte ich, es geht bergauf :smiling_face:
    Aber eben gerade hab ich wieder gemessen, und es kamen 350mg/l raus. Und dass, obwohl ich vorgestern erst Wasserwechsel mit RedSea CoralPro gemacht habe, und vor einer halben Stunde gerade noch die Dosierpumpe für CaCl lief.
    Merkwürdig ist auch, dass der KH langsam ansteigt, obwohl ich NaHCO etwas zurückgeschraubt habe.

    Ich werd echt das Gefühl nicht los, dass ich Zuckerwasser im CaCl-Kanister habe...
    Werde morgen nochmal frisch angemischtes Wasser testen, mal schauen was der Test dazu sagt. Schließlich garantiert RedSea ja 450mg/l in ihrem Salz.

  • Hallo Robert

    Hast Du mal den Mg Wert gemessen? Es ist nur so ein Verdacht, aber könnte es vielleicht sein, dass Du eine Ladung Magnesiumsalz erwischt hast? Dann wäre es wohl kein Wunder wenn der Calzium Wert nicht steigt.
    Ist nur so ein Gedanke


    Grüße

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Hallo Jens,
    Mg hab ich stabil bei etwa 1450mg/l, das kann ich auch astrein über die Dosierung der Mg-Lösung einstellen.
    Bin mir eigentlich sehr sicher, dass ich in dem CaCl-Kanister auch CaCl drin hab. Es sei denn, Mrutzek hat die Tüten falsch beschriftet, aber das würde ich mal ausschliessen.
    Naja, am Wochenende müsste der Kanister leer sein, dann muß ich sowieso neu anmischen. Mal schauen, was dann passiert.
    Kann ich denn irgendwie festellen, ob in der Tüte wirklich CaCl drin ist?
    Ich könnte das doch zB solange mit dest. Wasser verdünnen, bis rechnerisch 450mg/l rauskommen, und das dann messen, oder nicht?

  • Ich hab jetzt mal nachgerechnet und stelle mal folgende Theorie auf:
    Auf http://archiv.korallenriff.de/ballingmethode1.htm steht folgendes:
    "Jetzt wissen wir also, das in 147,1 g Calciumchlorid-Dihydrat genau 40,1 g Calcium enthalten ist."
    Das macht also 147,1/40,1=3,67g CaCl für 1g Calcium. Wenn ich nun 1 Liter dest. Wasser nehme, müßte ich, um auf 450mg/l zu kommen, 3,67g*0,45=1,65g CaCl hinzugeben.

    Also nochmal Klartext: Ich nehme 1 Liter Wasser, gebe 1,65g CaCl hinein und müsste dann 450mg/l Ca messen.
    Seh ich das richtig???

  • Die Methode hat tatsächlich funktioniert, ich hab genau 450 gemessen :grinning_squinting_face:

    Aber dafür hab ich jetzt das Problem an anderer Stelle lokalisert.
    Die AquaMedic SP3000 sind schuld! Sie sollen ja 50ml/min pumpen, darauf hatte ich mich bisher verlassen.
    Aber jetzt hab ich mal nachgemessen:
    Die Mg-Pumpe macht 45ml/min, die NaHCO-Pumpe 30ml, und die CaCl-Pumpe nur etwa 15ml!
    Das Problem ist, das der Schlauch in der Pumpe leicht verrutscht, und so nicht mehr optimal zusammengequetscht wird. Wenn ich ihn per Hand in der richtigen Position halte, funzt es astrein. Also eindeutig ein Konstruktionsfehler! :angry_face:

    Ich werd mal AM kontakten, mal gucken was sie dazu sagen...

  • Hallo Armin,
    ja richtig, ein ungelöstes Rätsel weniger... Jedoch besteht das Problem natürlich weiterhin.
    Habe AM in etwa den gleichen Text wie hier geschickt, und gefragt, ob das Problem bekannt sei.
    Als Antwort bekam ich nur: Schicken Sie uns die Pumpen mal zu...

    Also scheint das Problem wohl nicht bekannt zu sein, sonst hätte AM ja gleich gesagt: Kein Problem, wir tauschen die Pumpen gegen eine verbesserte Version aus!
    Deswegen frag ich mich jetzt, ob ich sie wirklich einschicken soll. Ich habe nämlich das Gefühl, dass ich die Pumpen dann wahrscheinlich ein paar Wochen los bin, um sie mit der Erklärung "Kein Fehler festgestellt" wieder zu bekommen.

    Vielleicht sollte ich das Problem lieber selbst lösen, indem ich mir eine Schlauchführung einklebe?!?
    Ich hätte da schon ne Idee, wie ich das anstellen könnte.

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