Zanclus cornutus

  • Hallo,

    in meinem Becken schwimmt seit ca. 7 Monaten ein wunderschöner Zanclus. Der Kollege frißt mir aus der Hand und ist der absolute Chef im Becken. Es findet keinerlei Streiterei ohne seine Zustimmung statt.

    Seit nunmehr zwei Wochen habe ich ein großes Problem: Es hat sich meine Steinkorallen vorgenommen, um diese nach seinen Vorstellungen zu gestalten, sprich er hat sie zum fressen gern.

    Da er unser absoluter Lieblingsfisch ist, stellt sich nun die Frage: keine Steinkorallen oder keinen Zanclus.

    Ich tendiere derzeit unseren Kahn in gute Hände abzugeben, aber bin mir eigentlich nicht so sicher und
    spiele auch mit dem Gedanken auf Steinkorallen zu verzichten. Auf der anderen Seite plane ich derzeit ein 2000l Becken, das in ca. 6 Monaten in die Realität umgesetzt werden soll, so dass es möglich wäre ein Weichkorallenabteil einzurichten

    Gibt es nicht irgendwo einen Fischflüsterer, der ihn therapieren kann?

    Wie würdet Ihr euch entscheiden? Brauche einfach mal ein paar Meinungen.
    Anbei einmal zwei Fotos.
    Zanclus1
    Zanclus2

    Gruß
    Christoph

    2 Mal editiert, zuletzt von chris_37 (13. August 2007 um 21:25)

  • altes Thema, gleiche Fragen...
    jeder, ausnahmslos jeder Halter eines Zanclus, den ich kenne war anfangs stolz, wie brav der Fisch ist und alles in Ruhe läßt.
    Nur irgendwann geht es halt los, dass er seiner natürlichen Nahrung nachstellt.
    Entzieht man ihm diese Nahrung, ist das sein Todesurteil.

    So einfach ist das und da hilft auch keine Fischflüsterei :O .

    Edit:
    ich kannte weitaus größere Becken als 2000Ltr., in denen der Flurschaden durch einen Fisch unübersehbar war. Mit Weichkorallen gibt er sich am wenigsten ab.

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (13. August 2007 um 21:22)

  • da fällt mir noch was ein, da ich noch 2 so heikle Kandidaten auf dem Foto sehe (die übrigens super gesund aussehen :thup ) .
    Gibts abwechslungsreiche Grünkost?

    im Meerwasserlexikon steht zwar, Algenfresser und der Tip mit der Banane.
    ...und niemand erwähnt, dass er zum Korallenbeisser mutiert (mutieren könnte) ...sehr seltsam, ich kenne das bis jetzt von 4 Fällen. :face_with_rolling_eyes: ;

    Servus
    Stefan

  • Hallo,
    meine anderen beiden Kollegen bereiten mir einfach nur Freude. Der Weißkehl war sogar der erste Fisch in meinem Becken. Dieser ist bereits nach 3 Wochen eingezogen, nicht weil ich den Fisch gekauft habe, sondern weil ein Freund ein Versuch unternommen hatte ein Achilles mit dem Weißkehl zu vergesellschaften. Das Ergebnis war ein ziemlich gebeutelter Weißkehl. Ich wollte den Weißkehl dann über ein Wochenende bei mir "lagern". Er hat sich allerdings so gut entwickelt, dass er geblieben ist.
    Es gibt täglich Grünkost (incl Banane). Diesen Hinweis habe ich seinerzeit auch aus dem Meerwasserlexikon entnommen.

    Die beiden Doktoren vertragen sich prima und haben bisher keine Pünktchen oder sonstige Beschwerden gehabt. Gelegentlich gibt es auch noch ein paar Algen aus dem Schlammfilter. Da die Wasserwerte alle auf n.n. stehen, sehe ich keine Probleme mit der Verfütterung der Schlammfilteralgen.

    Der Zanclus frißt eigentlich alles was man ihm vorsetzt, besonders scharf ist er auf Äpfel.
    Gestern hat nochmals der Familienrat getzagt, und wir sind zum Schluss gekommen, dass wir unseren Kahn abgeben werden. Fällt zwar allen schwer, aber auf Dauer besteht keine andere Lösung.

    Also wer einen Zanclus gerne sein Eigen nennen möchte, der kann den Fisch bei mir abholen (48429 Rheine). Versenden möchte ich nicht.

    Die Entscheidung diesen Fisch zu kaufen, wurde wohl mehr durch Emotionen als durch sachliche Argumente hervorgerufen.

    Gruß
    christoph

    2 Mal editiert, zuletzt von chris_37 (14. August 2007 um 07:34)

  • hallo Cristoph,

    Jammerschade, daß Du dich für die Trennung entschieden hast.
    Zanclus cornutus entwickelt sich im Becken oftmals als Allesfresser.
    Was bedeutet, daß er auch vor einigen Korallen nicht Halt macht.
    Das bedeutet aber auch nicht, daß man auf Steinkorallen gänzlich
    verzichten sollte!
    Ich selbst pflege seit Jahren wieder einen Zanclus im Korallenbecken,
    das sowohl mit einigen Kaiserfischen und Doktoren als auch mit dem Zanclus
    besetzt ist.
    Durch genaues Beobachten der Fressgewohnheiten aller Insassen
    wurden im Laufe der Zeit jene Korallen ausgetauscht, die in der Vergangenheit
    von den Fischen "zum Fressen gern" genommen wurden.
    Als "nicht interessant" blieben übrig: Favia/Favites, Pavona, Montipora, Tubipora,
    Porites, Euphyllia glabrescens, Echinopora, Turbinaria und Seriatopora.
    Sinularia-Arten, Scheibenanemonen und diverse Hornkorallen ergänzen den Bestand.
    Wie man sieht, gibt es schon Möglichkeiten der Vergesellschaftung.
    Leider musste ich auf die Haltung von Acroporas und einer bestimmten Art von
    Scheibenanemonen gänzlich verzichten, was mir aber bei oben genannter Vielfalt
    nicht weiter schwer fiel.
    An deiner Stelle würde ich mich nicht vom Zanclus trennen sondern versuchen den Fisch
    mit solchen Korallen zu vergesellschaften, die nicht auf seiner persönlichen Speisenkarte stehen.
    Eine Garantie kann man bei solchen Experimenten nie geben.
    Es ist aber den Versuch wert. Und sehr interessant und spannend gleichermaßen.
    Gruß

    Hajo

    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufhören zu leben.
    (Mark Twain)

    Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr!

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