Stuttgarter Bodenseewasser

  • Hallo Leute,

    das Thema gab es hier schon einige Male, ist aber schon etwas her. Deswegen will ich's nochmal aufwaermen.

    Ich wohne in Esslingen (bei Stuttgart) und habe dort das tolle Landeswassser, was unaufbereitet fuer einen Aquarienbetrieb nicht geeignet ist. Man braucht sich da ja nur den Nitratwert von fast 23 anschauen.

    Allerdings faellt mir nach 1 1/2 Jahren Meerwasseraquaristik ein, dass meine Eltern, die ne Viertelstunde von mir entfernt in Stuttgart wohnen, ja u.U. Bodenseewasser haben. Laut Schaubild ist dem wohl auch so. Laesst sich natuerlich durch eine Nitratmessung sehr einfach verifizieren, was ich im Fall des Falles dann auch machen wuerde.

    Zum Fall des Falles: Eignet sich das (Stuttgarter) Bodenseewasser fuer einen direkten Betrieb in Meerwasserbecken? Hier ein PDF mit einer Analyse (Bodenseewasser und Landeswasser) von 2006. Kann da jemand von Euch Chemiegoettern mal drueberschauen? Ich hab leider keine Ahnung, welche Werte ausser ein paar wenigen (Nitrat, Nitrit) relevant sind, bzw was eine Osmoseanlage aus so miesem Wasser wie Landeswasser ueberhaupt rausholt bzw rausholen sollte und auf welchen Wert bringt bzw bringen sollte.

    Wenn das Bodenseewasser geeignet ist, werde ich in Zukunft bei meinen Eltern Wasser holen. Fuer meine Pfuetzen brauch ich ja nicht viel. Desweiteren erzeugt meine Osmoseanlage 2/3 Abwasser und 1/3 Osmosewasser (oder noch unguenstiger) und braucht fuer 20 Liter ueber 6 Stunden. Dazu kommt, dass ich oft vergesse, den Hahn abzudrehen und der Kanister dann ueber Nacht doppelt gefuellt wird...

    Vielen Dank und viele Gruesse,
    Martin

  • Sodele, kleiner Nachtrag:

    Nachdem Silikat und Phosphat gefehlt hat, hab ich mal bei der EnBW angerufen und mich nach den Werten erkundigt:

    Bodenseewasser:
    SiO2: maximal 5 mg/l
    PO4: kleiner 0,05 mg/l

    Landeswasser:
    SiO2: maximal 5 mg/l
    PO4: 0,5 mg/l

    (Inwiefern das auch fuer Gebiete ausserhalb von Stuttgart gilt, keine Ahnung...)

  • Hallo Martin,

    mit dem Silicat wirst du wahrscheinlich Probleme kriegen. Ansonsten könntest du es verwenden.
    Da du das silicat nicht alleine entfernen kannst, wirst du auch hier den üblichen Aufwand (UO oder Harz)
    betreiben müssen.

    Gruß Armin

  • Hi Armin,

    Danke fuer Deine Antwort! :smiling_face:

    Zitat

    Original von Armin Glaser
    mit dem Silicat wirst du wahrscheinlich Probleme kriegen. Ansonsten könntest du es verwenden.
    Da du das silicat nicht alleine entfernen kannst, wirst du auch hier den üblichen Aufwand (UO oder Harz)
    betreiben müssen.

    Hm... Interessant. Der Wert ist ein Maximalwert, dh die 5 mg/l ist das maximale, was erreicht werden kann. So zumindest der Herr von der EnBW. Ich kann natuerlich das ganze mal nachmessen bei meinen Eltern.

    Wobei die 5 mg/l doch an sich ok sind, zumindest laut der Wasserparameter FAQ von Martin Kuhn. Oder hab ich mich dort verschaut?

    Viele Gruesse,
    Martin

  • Hallo Martin!

    Wir hier in Markdorf werden durch die TWF Friedrichshafen mit Bodenseewasser versorgt. Hinter dem Link verbirgt sich deren PDF zur Wasserqualität Mitte 07:
    http://www.twf-fn.de/de/privatkunde…itaet-07-07.pdf
    Die Werte werden Dir recht bekannt vorkommen... :smiling_face:

    Zu Deiner ursprünglichen Frage:
    Kann Dir nicht empfehlen das Wasser unaufbereitet zu verwenden.
    Habe das Wasser in meinem alten Becken einige Zeit mal zum Nachfüllen verwendet. Kieselalgen waren die Folge.
    Kann Dir gern mal ne Probe vom See hier mitbringen - Hab Dein Eimerchen schliesslich immer noch...
    *hüstel*...

    Gruß!
    Oli

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