Neu und bräuchte ratschläge

  • Hallo liebe Aquarianer,

    Ich heiße Michael und bin 19 Jahre alt. Komme aus einen kleinen Dorf namens Wachtendonk.
    Ich bin seit gut 6 Jahren mit dem Thema Aquarium vertraut. Zurzeit habe ich ein 270Liter Becken mit Diskusfischen.
    Seit einiger Zeit streife ich im Internet rum und gucke mir Salzwasseraquarien an, und ich muss sagen Einfach nur Atemberaubend schön.

    Ich stelle mir daher einige fragen:

    Welche große soll ein Salzwasseraquarium haben?
    Was alles braucht man um ein solchen AQ zum laufen zu bringen?/ reichen die standart Filter von Süßwasseraquarien, Temperatur usw??
    Wie viel Geld muss man einplanen?
    Wie schwer ist es denn ein Salzwasseraquarium instantzuhalten??
    Welche Literatur empfehlt ihr??

    und

    Woher kommen die Korallen und Fische? Habe mal ein schrecklicher Bericht im TV gesehen. Die Fische werden von den Riffen weggenommen und nach Europa/Deutschland verfrachtet. Genau dasselbe bei den Korallen. Was ist dran und wie weit ist man mit der Nachzüchtung?? Wenn wollte ich gerne nur nachzüchtungen kaufen.

    Habe noch ein Zuchtwürfel von meinen Diskusfischen LxBxH 60cm x 45cm x 50cm = 135Liter. Kann man das zu einem Salzwasseraquarium umbauen bzw benutzen???

    MFG Michael

  • Hallo Michael,

    herzlich Willkommen hier im Forum :wink

    Ich habe auch als Diskuszüchter angefangen und bin dann auf die salzige Schiene gewechselt. Allerdings hatte ich die Diskus als Schuljunge und danach ein paar Jahre Pause (von einem Mittelmeer Intermezzo als Schuljunge mal abgesehen).
    Ich finde Diskus allerdings nach wie vor schön, wenn ich den Platz hätte für ein schönes großes Becken - so 4m x 1m x 80cm für Diskusfische ... aber gut .-)

    Nun zu deinen Fragen. Das wichtigste zuerst: JA, die meisten Tiere, die im Meerwasseraquarium gehalten werden sind importiert. Die meisten Fische werden sogar aus den Riffen genommen.
    Bei Korallen werden inzwischen zum großen Teil Nachzuchten importiert, das heißt die Korallen werden aus kleinen Ablegern im Meer oder Küstennähe in Zuchtfarmen groß gezogen und dann verkauft. Das gleiche gilt für Tridacna Muscheln, diese kommen inzwischen ausschließlich aus Farmen. Es gibt es auch schon jede Menge Nachzuchtkorallen hier in Deutschland und auch Menschen die das Erwerbsmäßig betreiben. Es ist sogar so, dass gezüchtete Korallen in der Regel deutlich hübschere Farben haben. Sie sind zudem besser an die Aquarienverhältnisse angepasst und daher haltbarer. Man sollte also nach Möglichkeit auf Nachzuchtkorallen und Muscheln zurückgreifen und keine Wildfänge kaufen.

    Es gibt auch (sehr vereinzelt) Lebendgestein im Angebot, das im Meer aus totem Gestein "gezüchtet" wurde. Das bedeutet totes Gestein aus dem Inland oder künstliches Gestein wird ins Meer eingebracht und dort eine Zeitlang gelagert, bis sich Leben entwickelt hat. Alternativ dazu gibt es Rifferkeramik, mit der man sich das Becken einrichten kann. Diese wird teilweise auch "belebt" angeboten, das bedeutet sie wird vorher einige Zeit in einem funktionierenden Meerwasserbecken gehältert und dadurch mit Mikroorganismen und Kalkalgen belebt. Es ist möglich ein Aquarium alleine mit Rifferamik und anderen Steinen zu betreiben, die nicht aus dem Meer entnommen werden. Dies ist ökologisch natürlich auch viel weniger bedenklich. Zumindest besteht hier keine Gefahr, dass Riffe geschädigt werden.

    Bei Fischen ist die Situation anders, von ein paar Ausnahmen abgesehen (Clownfische, einie Pseudochromis und eine Handvoll weiterer Arten) werden fast ausschließlich Wildfänge angeboten.

    Allerdings sind die Berichte im TV oft überzogen und es gibt durchaus Bestrebungen den Fang möglichst schonend durchzuführen und die Gebiete nicht zu überfischen.

    Trotzdem ist es sehr gut, dass du gleich als Anfänger sensibel dafür bist. So eine Einstellung sollten viel mehr Leute haben :thup
    Wenn man schon Wildtiere aus ihrem natürlichen Lebensraum nimmt, dann sollte man ihnen die bestmöglichen Lebensbedingungen bieten, damit sie im Aquarium ein hohes Alter und ein (hoffentlich) Glückliches Leben haben und man sollte alles daran setzen die Tiere zu vermehren und an andere Aquarianer weiter zu verteilen.

    Nun zu den technischen Frage: Wenn du ein wenig im Forum schmökerst, dann wirst du viel Stoff zum lesen finden. Ich kann dir außerdem folgende Artikel Empfehlen:

    http://archiv.korallenriff.de/einstieg_aquaristik_04.html

    Das 1x1 für Einsteiger auf Korallenriff.de - dort ist alles was man als Einsteiger wissen muss sehr gut beschrieben.

    Du kannst den Zuchtwürfel bzw. die Zuchtwürfel verwenden. Was du minimal an Technik benötigst ist

    Beleuchung: Mind. 150W HQI, besser mehr. Es gehen auch T5 Röhren in passender Länge (spezielle 16mm Röhren mit besonders hoher Lichtausbeute) möglichst flächig über dem Wasser. Optimal ist wohl eine Kombination aus HQI in weiß bis weiß-blau und zwei bis vier T5 Röhren in weißblau - blau. Für die Haltung Lichthungriger kleinpolypiger (SPS) Steinkorallen würde ich dir zu 250W HQI + 4 x 24W T5 blau über dem 60cm Becken raten. Die entsprechenden Leuchten sind auch 60cm lang.

    Strömung: Das Wasser muss ordentlich umgewälzt werden. Mindestens das Beckenvolumen 10-15 x in der Stunde. Bei speziellen Propellerpumpen wie z.B. der Tunze nano Stream ist eher 20-40x angesagt verteilt auf 2 - 4 kleinere Pumpen für dein würfelförmiges Becken.

    Heizung: Der Heizer lässt sich in der Regel weiter verwenden. Optimal ist eine Temperatur von 24°-27°C. Temperaturen von 17-20°C werden von den Tieren meist auch einige Zeitlang toleriert. Temperaturen von 20-24°C sogar einige Wochen. Temperaturen von über 27°C dagegen häufig nur kurz und wenn die Temperatur in Richtung der 30°C geht fangen viele Korallen bereits an sich aufzulösen.

    Filterung: Der Süsswasserfilter ist leider nicht geeignet. Ihn kannst du höchstens noch einsetzen um z.B. über Aktivkohle zu filtern. Ein Meerwasserbecken braucht nicht zwangsläufig eine Filterung, allerdings ist es mit der passenden Filterung einfacher und sicherer. Die bewährteste Filtermethode ist die Eiweißabschäumung. Es empfiehlt sich besonders am Anfang wenn man noch nicht viel Erfahrung hat auf diese Methode zurück zu greifen. Andere Filtersysteme wie z.B. das DSB (Deep Sand Bed) empfehlen auch zusätzlich noch einen Abschäumer zu betreiben. Dieser hat neben seiner Filterfunktion auch die sehr wichtige Funktion das Wasser mit Sauerstoff zu versorgen.
    Außerdem solltest du in einem Meerwasserbecken unbedingt einen Oberflächenabzug installieren, um die Kamhaut auf dem Wasser sicher zu entfernen. Es gibt auch interne Abschäumer, die einen Oberflächenabzug integriert haben. Systeme von Tunze beispielsweise oder auch Luftbetriebene von Knop.

    Von der restlichen Pflege würde ich behaupten ist ein Salzwasserbecken unproblematischer als ein Süsswasserbecken. Du kannst dich im Prinzip auf einen wöchentlichen Wasserwechsel und das regelmässige entfernen der Algen an der Scheibe beschränken. Wenn du viele Steinkorallen pflegst musst du allerdings evtl. noch Kalzium und Magnesium dosieren, da die Korallen diese zum wachsen benötigen.

    Geld was du einplanen musst um deinen Würfel mit Technik, Dekoration, Beleuchtung etc. auszustatten denke ich mal mind. 500 - 800 Euro bei guter Technik auch 1500 Euro.

    Literatur:
    1.) Das Korallenriffaquarium Band 1 und 2 von Svein A. Fossa und Alf J. Nilsen (Schmettkamp Verlage)
    2.) Das Riffaquarium - Praxis für Neueinsteiger von Rüdiger Latka (Rüdiger Latka Verlag)
    3.) Riffaquaristik für Einsteiger von Daniel Knop (Dähne Verlag)

    Ich hoffe ich konnte deine wichtigsten Fragen erstmal beantworten. Bei weiteren Fragen traue dich ruhig hier zu posten. Du kannst aber insbesondere z.B. bei Fragen nach bestimmten Technikprodukten oder bestimmten Fischen / Korallen einfach die Suche benutzen und im entsprechenden Fachforum suchen, hier findest du eine große Menge an Informationen!

  • WOW!! Da hat sich aber Jemand richtig Zeit genommen! :smiling_face_with_sunglasses:

    Aber von der Pflege her unproblematischer als Süßwasser?
    Meerwasserfische sollten mehrmals am Tag gefüttert werden. Bei Süßwasser reicht ja teilweise einmal in zwei Tagen.
    Außerdem muss täglich Osmosewasser nachgefüllt werden, damit die Dichte konstant bleibt und es sollte Osmosewasser sein, was man erst "herstellen" muss.

    Dafür wechselt man weniger Wasser als im süßen Bereich.

    Aber ich finde schon, dass es mehr Arbeitsaufwand ist, da man auch mehr verschiedene Wassertests macht.
    (PH, KH, NH4, NO², NO³, PO³, (CA, MG))

    Ich bin übrigens auch ganz neu, habe alles eingekauft und bin gerade dabei, mein Becken aufzustellen.
    Ich habe auch die Bücher von Latka und Knop gelesen und fand sie 1A!
    Vorallem das von Latka führt einen gut ins Thema ein. Nachdem man das gelesen hat, kann man anfangen in den Foren mitzureden um dort sein Wissen zu erweitern. Und da gibt es verdammt viel zu erweitern! :grinning_squinting_face:

    2 Mal editiert, zuletzt von PredatorGER (30. Juli 2007 um 23:12)

  • Hallo Michael


    "WOW!! Da hat sich aber Jemand richtig Zeit genommen! 8)"

    Auf jeden Fall :smiling_face:
    Komliment


    "Aber von der Pflege her unproblematischer als Süßwasser?"
    In der Regel schon, ausser es treten Plagen auf dann heisst es lokalisieren eruieren und reagieren. Oder so in der Art. Man sollte einige Dinge beherzigen dann ist es nicht viel mehr Arbeit.

    Abschäumer reinigen, Kohle, Filterung, je nachdem, Werte messen, evtl noch Phosphatadsorber, und Wasser Wechseln. Das sind so relative Wieder kehrende Dinge, In meinen Augen ist immer noch das Ausgangswasser das A und 0 der ganzen Sache.

    "Meerwasserfische sollten mehrmals am Tag gefüttert werden. Bei Süßwasser reicht ja teilweise einmal in zweit Tagen."
    ==> auf jeden FAll. Es ist so das wir heute durch die Technik so weit sind das hohe Nitrate und auch Phosphatwerte nicht mehr sein müssen. Daher können wir die Tiere ohne grössere probleme und Angst das sich die Werte verschlechtern auch eher so füttern wie es sich gehört. Vor nicht mal 10 Jahren war es angesagt zwei drei Tage Futterpause zu machen. DAs ist nicht mehr in. Heute füttert man eher zwei bis dreimal am Tag.
    Nur satte Fische sind gesunde und wenige Agressive Fische.


    "Außerdem muss täglich Osmosewasser nachgefüllt werden, damit die Dichte konstant bleibt und es sollte Osmosewasser sein, was man erst "herstellen" muss."
    Könnte ein heftiges Thema werden.... Hierzu gäbe es soviel zu sagen. Punkt 1 ist klar, Salz verdunstet kaum bis nicht, so dass nur Süsswasser ergänzt werden muss was die Salinität im Wasser angeht.
    Osmosewasser ist keine Kunst, sondern Wasser das von den Inhaltstoffen befreit wurde.
    Es wird Wasser durch eine Membrane gedrückt wo die nicht erwünschten Inhaltstoffe zurückgehalten werden. Gerade neben Nitrat (No3) und Phosphat (Po4) ist Silicat (Si) ein unerwünschter Faktor der durch Osmose nur bedingt entfernt wird.

    "Dafür wechselt man weniger Wasser als im süßen Bereich."

    Nicht unbedingt... Es gibt Leute die wechseln alle Woche 10 Prozent, es gibt welche die machen alle paar Monate 10 Prozent Wasserwechsel. Ein Mittelwert dürten 10% im Monat sein. Viele machen auch 5% die Woche. Klar ist das man durch einen wAsserwechsel viel mehr erreicht als durch Zugaben von Spurenelementen. Im Salz sind 70 an der Zahl :smiling_face:

    "Aber ich finde schon, dass es mehr Arbeitsaufwand ist, da man auch mehr verschiedene Wassertests macht.
    (PH, KH, NH4, NO², NO³, PO³, (CA, MG))"

    NUn ja, das kann man so stehen lassen oder nicht. Anfangs wird man viel messen, was sich aber dann durch die Beobachtung wieder ausgleicht. Je mehr man sich beschäftigt desto eher merkt man selber wenn eine koralle nicht so steht wie sie soll oder könnte. Dann kann man messen :smiling_face:
    Kaum jemand misst in einem laufenden Becken, den Ammoniak oder Nitritgehalt,
    Calzium und Magnesium reichen alle vier Woche um einen Überlbick zu haben was sich so tut. Ausser man hat ein bombastisches Korallenwachstum dann sollte man das öfter tun.

  • Guten Morgen,

    Erstmal Danke fürs zurück schreiben.

    Das kontrollieren der Wasserwerte ist nicht das Problem und auch über eine Osmoseanlage zu filtern eben so. Mache dies auch bei meinen Diskusfischen.

    Nur das mit der Filterung habe ich nicht ganz so verstanden. Wenn es euch nichts ausmacht könntet ihr mir das mal näher erklären?? Wie dieser aussehen sollte bzw Filtermaterial. Die Deep Sand Bed Filterung verstehe ich so. Das AQwasser wird durch den Bodengrund gefiltert und somit gereinigt. Ich dachte eher an eine Filterung die man extern ans AQ anschließt. Ich habe auf verschiedenen Seiten gesehen das die Filter immer über PVC-Rohre laufen anstatt über normale Schläuche. Ist das irgendwie Besser??

    Ich behaupte mal das mein AQ eher ein kleines ist, im Süßwasserbereich muss man bei kleinern Becken (60L) öfters ein Wasserwechsel machen als bei einem 300L Becken. Wie genau sieht das denn bei einem 135 Liter Becken aus, und wie viele Fische kann man in so einem Becken unterbringen?

    Was sind denn gute anfangs Fische für ein Salzwasseraquarium?? Bei Süßwasser ist das ja Guppys, Neon´s, Platys usw. Ich habe mir für ein Salzwasseraquarium so Clownfisch, Doktorfisch, Königs - Feenbarsch und Orangebinden-Pinzettfisch. Also ich sage mal die Typischen Fische (hoffe mal das sind so die Typischen Fische fürs AQ =)) und Garnelen.


    Sage schon mal danke für die Antworten :thup


    __________________________

    MFG Michael

  • Hallo Michael,

    tja es gibt verschiedene Filtermethoden in der Salzwasseraquaristik. Die bekannteste ist das Berliner System: Abschäumer plus Lebendgestein, dann gibts noch DSB (hast Du ja schon erwähnt), dann gibts noch Jaubert und Miracle Mud....

    Die grünen Schläuche die im Süßwasser verwendet werden, werden durch Salzwasser steif und spröde...; deshalb nimmt man die Verrohrung bzw. teilweise auch Silikonschläuche.

    Größe und Wasserwechsel: kommt nicht unwesentlich auf den Besatz an, bei wenig genügt sicher weniger.
    Fische: nicht all zu viele und vor allem nur kleine.
    Doktorfische sind auf alle Fälle nichts und auch der Pinzettfisch nicht - beide werden zu groß (alle Doktorfischarten - ohne Ausnahme) und der Pinzettfisch ist auch meist nicht ganz einfach in der Haltung.

    Am besten gehen für so ein Becken kleine Grundeln, Garnelen, Einsiedler und Schnecken, eventuell noch die Clownfische (die sollten allerdings eine Anemone haben und da ist das Becken schon wieder größenmäßig...) - aber meiner Meinung nach schon arg an der Grenze, detto für die Feenbarsche.

    Wie gesagt, studier mal das 1x1 von Korallenriff und matuta

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • hallo Michael

    Zitat

    Die Deep Sand Bed Filterung verstehe ich so. Das AQwasser wird durch den Bodengrund gefiltert und somit gereinigt.

    Ja das ist das klassische "Süsswasseraqaurianer-Missverständniss" :grinning_squinting_face:
    Bitte ein DSB nicht mit einem Bodenfilter verwechseln bei dem Wasser aktiv durch die Bodenschicht bewegt wird.
    In der Meerwasseraquaristik wird (normalerweise) komplett auf jegliche mechanische Filterung, also das festhalten von Partikeln durch eine Filtersubstanz, verzichtet. Auch wird kein Wasser durch ein DSB gepumpt. Lediglich die Wasserbewegung über der Sandschicht und die langsame Diffusion in die tieferen Schichten ermöglicht die gewünschten Verhältnisse.
    Für einen Anfänger würde ich aber auf jeden Fall ein klassisches, sog. "berliner System" empfehlen: Hier werden Abfallstoffe über einen Abschäumer aus dem System entfernt, der Rest wird durch das Lebendgestein abgebaut.
    Noch zu deinen Fischen : Der Chelmon (Orangebinden Pinzettfisch) Ist definitiv heikel und kein Anfängerfisch, da werden tatsächlich zu viele Fische verheizt, also lieber Finger weg. Bei Doktorfischen musst du auch aufpassen, das die Beckengrösse dem enormen Schwimmverhalten entsprechen kann. Also die absolute Mindestgröße für einen kleinen gelben Segelflossendok ist meiner Meinung nach mindestens 300l (Ich persönlich find es aber auch zu klein, Fische zeigen dann schon mal Hospitalismus) alle anderen brauchen erheblich mehr Platz.
    Lars

    Edit:: Morgen Markus, da warst du schneller, aber im Prinzip sind wir uns ja einig :grinning_squinting_face:

    Einmal editiert, zuletzt von Lars Kläning (31. Juli 2007 um 08:37)

  • Hallo Lars,

    :wink - auch guten Morgen - ja genau!

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Genau der einzige "Filter" der eingesetzt wird ist ein Eiweißabschäumer. Dieser besteht aus einem Rohr (in der Regel Acrylglas), das sich häufig zum Ende hin verjüngt und in einen Schaumtopf endet. Innerhalb des Rohres gibt es Mitunter noch Reaktionskammern oder Eindüsungspfannen oder ähnliches - die genaue Bauweise ist aber zunächst mal egal. Das Rohr hat unten einen Zufluss und oben (unterhalb des Schaumbechers) einen Abfluss.
    Im unteren Bereich des Rohres wird Wasser mit einer großen Menge an Luft in feinsten Blasen zugeführt. Dieses steigt nach oben (in Richtung Abfluss). Über das Auslassrohr (meistens durch eine Kammer abgetrennt, damit keine Luftblasen entweichen können) läuft das Wasser wieder aus dem Schäumer. Die Luft steigt weiter nach oben. Dabei bleiben verschiedene Stoffe an den Luftblasen haften. Diese Sammeln sich in Form eines festeren Schaumes im oberen Bereich des Abschäumers. Wenn eine ausreichende Menge an Dreck gesammelt wurde wird der Schaum immer fester und schließlich durch den aufgsteigenden Luftstrom in den Schaumtopf befördert.

    Damit ist der Dreck entgültig aus dem Becken, der Schaumtopf ist nicht mit dem Becken verbunden! Dies unterscheidet die Filterung im Meerwasser fundamental von der Filterung im Süsswasser!

    Hersteller von Abschäumern sind:

    http://www.aqua-medic.de/
    http://www.royal-exclusiv.de/
    http://www.hs-aquaristik.de/
    http://www.tunze.com/
    http://www.zc-aquarientechnik.de/
    http://www.terra-nova-pro.de/
    http://www.knop.de/

    und sicher noch einige die ich hier vergessen habe!

  • Hallo Lars und Markus,

    Ok ich habe mir das schon fast gedacht das mein Becken zu klein ist :(.
    Ich denke mal ich warte bis in 1 1/2 Jahren. Da habe ich meine Ausbildung fertig und auch mehr Geld und hole bzw fange dann mal an mit einem Meerwasseraquarium. Wenn ich mit so was anfange will ich auch das es den Fischen gut geht bzw Artgerecht gehalten werden und nicht irgend ein 0 8 15 Becken was leblos eingerichtet ist.
    Ab welcher Größe macht es denn sinn und welche Höhe?? Habe ein AQ gesehen ca 220 Liter, sah ganz nett aus.
    und er hatte auch diese Fische drinnen die ich genannt habe.

    Aber erst werde ich mal das 1x1 von Korallenriff lesen und mich dann entscheiden.


    MFG Michael

  • Moment,Moment
    Wer sagt denn das das zu klein ist! :winking_face_with_tongue:
    Sinn macht das immer! :smiling_face_with_sunglasses:
    Es gibt eine Menge schöner kleiner Becken, man muss sich mit dem Besatz nur etwas einschränken. Ein größeres Becken bietet natürlich mehr Möglichkeiten, und trotzdem wird es immer Fische geben die man gerne hätte aber die aus verschiedenen Gründen eben nicht ins Becken passen. Erfolgreiche Meerwasseraquaristik ist nun einmal Selbsteinschränkung.
    Du kannst also durchaus erstmal klein Anfangen und das größere in ein paar Jahren stellen.
    Eine Größe von300- 400l ist sicherlich schon eine gute Wahl, wenn du tatsächlich noch warten willst, 220l bringt gegenüber wirklich kleinen Becken dann nicht so viel.
    Lars

  • OK danke Lars,

    Nur ich wollte wenn schon gerne ein paar Fische haben nur ich weiß halt nicht wie viel Wasser ein Fisch braucht. Bei Diskusfischen ist es ca 50Liter. Mir ist schon klar das ich das AQ als Salzwasseraquarium benutzen kann. Wollte aber gerne ein paar Fische drinne haben aber ich glaueb so Muscheln, Schnecken und Garnelen reichen auch für den anfang. Du hast ja gesagt das es nicht ganz so vorteilhaft ist wenn ich Fische einsetze da sie evt Hospitalismus zeigen was auch immer das ist. Ich denke mir das sie sich dann nicht ganz so wohll fühlen.

    Ich muss aber eben noch sagen da das ich mir ein 150x50x50L Becken kaufen werde. Deswegen bin ich auch zu der Überlegenung gekommen entweder "A" ein Diskusbecken oder "B" ein Salzwasserbecken daraus zu machen. Was mich vom Salzwasserbecken abhält sind die hohen Kosten der neuen Gerätschaften. Für ein Diskusbecken habe ich alles zusammen Filter Heizung ect.
    Und bin daher auf diese überlegeung gekommen den Zuchtwürfel als Salzwasseraquarium umzubauen. Ich möchte mich nämlich nicht so gerne von meinen Diskusfischen trennen da ich nur ein großes Aquarium haben darf und ich kann keine 6 Diskusfische in den Zuchtwürfel setzen kann.


    MFG Michael


    PS: Stefan danke für die Links

  • Hallo Michael
    150x50x50 ist sicher keine schlechte Größe, auch wenn wahrscheinlich einige von uns sagen würden lieber etwas weniger,länge, dafür mehrTiefe (also nach hinten)
    Aber auch für das kleine Becken (dein Zuchtwürfel) gibt es zahlreiche kleine Fische die in einem großen Becken nicht zu ihrem Recht kommen würden.
    Benutz mal das Stichwort "Nano Aquarium" für die Suchfunktion, oder schau dir die Bilder aus dem "Red Sea Max" Threat an
    Lars

  • Hi Michael

    Die Beckengrösse ist doch ordentlich für den anfang, wir haben viel kleiner angefangen.

    Zum DSB hier noch was zum nachlesen.

    Dann versteht man den Sinn eher...

    Das Deep Sand Bed kurz DSB Wie das System funktioniert und auf was man achten sollte...

    Heute schon gefiltert ? Die verschiedenen Filtersysteme und deren Wirkungsweisen ein Vortrag von Dr. Jens Kallmeyer

    Im Meerwasser kommt es drau an wie gross die Fische werden bzw. wie deren Schwimmbedarf sind. Aber ein guter Anstazt sind hier auch 50 Liter für einen mittleren Fisch. Besser genauer nachfragen was Dir so vorschwebt.

  • Hallo,
    Michael,wenn Du Tipps brauchst,oder dich mal genauer Informieren willst,wohnst Du nicht weit Von Goch weg,so könnte ich Dir das mal zeigen wie es so geht.Was nötig ist und was nicht.So bekommst Du mal eine Vorstellung vom Ganzen.
    Gruß Stephan

    140x60x60,200er MWT-Abschäumer.,OR3500,Tunze6025+6060 ,20W-UV,4xT5(Aqua-conect),Technikbecken

  • Guten Morgen,

    Also danke für eure Tipps und Stephan danke für die Einladung bzw Vorschlag das du mir das mal zeigen möchtest.
    Es gibt nur leider ein porblem bei dem ganzen Salzwasseraquarium. Nachdem ich meinen Eltern erzählt habe was man so braucht und die kosten waren sie dagegen :frowning_face: sollte erstmal mit meinen DIskusfischen weiter machen und erst mit dem Salzwasseraquarium nach meiner lehre damit anfangen.

    Weil ich denke mal das ich locker über 1000€ -2000€ kosten wird.


    MFG Mcihael


    PS Stephan schreib mir mal per E-mail wo du wohnst MichaelHoffacker@gmx.de

  • Hallo
    mit dem geschätzen 1000-2000€ liegt man da für ein Größeres Becken sehr sehr schnell,wenn man da ordendliche Geräte nimmt,es geht aber auf jeden Fall auch günstiger,aber die laufenden Kosten sind nicht zu unterschätzen,also warte dann lieber noch.Diskus ist auch sehr schön,hatte ich auch noch bis anfang des Jahres.
    Wenns soweit ist ,melde dich doch wieder hier im Forum,mit unserer Hilfe kannst Du immer rechnen.
    Gruß Stephan

    140x60x60,200er MWT-Abschäumer.,OR3500,Tunze6025+6060 ,20W-UV,4xT5(Aqua-conect),Technikbecken

  • Ok danke. Werde aufjedenfall mich wieder melden.
    Gucke natürlich auch noch hier im Forum rein und lese einbisschen rum.

    Bis bald, euer Michael :ylol

    Danek nochmal für eure Tipps nd Ratschläge

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!