Salinitäts-Tabellen

  • Auf Wunsch eines Users im RAF (Riffaquaristik-Forum) habe ich eine Tabelle gebastelt, welche die Salzgehalts-Meßergebnisse in Abhängigkeit von der Meßtemperatur darstellt (erstellt mit einer Sonderversion von ACalc).

    - 3 separte Tabellen abhängig vom verw. Meßgerät:
    a) Dichte
    b) relative Dichte
    c) Leitwert
    die die dafür jew. vergleichbare Salinität in [psu] angeben.
    Grund: Dieser wert ist besser vergleichbar, da temperturunabhängig.
    Einfach die fürs eigene Meßgerät passende ausdrucken... und dann irgendwo dort in die Nähe hängen wo man seine Salzkonzentration misst....fertig.

    Die Umrechung der Meßgrößen erfolgte, wie üblich, gemäß der bei der UNESCO "Equation State of seewater" angeg. Formeln.

    Download (PDF-File, 413kB)

    Gruß
    Martin

  • Hallo Martin,

    ... was Du Dir immer für eine Mühe machst .... Wahnsinn!!! :thup

    Vielen Dank dafür!!! :smiling_face:

    Gruß

    Michael

    Erfahrung kann man nicht kaufen, aber man kann dafür bezahlen.

  • Hi,

    ja schöne Tabelle!

    Jedoch weis ich nun auch nicht mehr wie zuvor. :yrf

    Obwohl ich meine Meßwerte einfach nur so interpretiere >>>als ok, wird es nach Tabelle nur Chaotisch.

    Bin wohl nur zu dusselig um damit was anzufangen! :aeh:

    Daher meine Frage.

    Ich messe bei mir...

    ->Dichte mit Spindel TM 1,0235 bei 25°C

    ->Refractometer 35,5

    ->Leitwert (GMH 3410) 49,6mS
    wobei bei diesem Meßgerät die Temp des Wassers für den Anzeigewert keine Rolle spielt.

    Ich finde ja nun, daß alle 3 Werte zueinander passen... zumindest nach meiner Interpretation.

    Was mir so gesagt wurde damals... 50mS oder Dichte 1,024 paßt und ist ok!
    Refractometer 35,5 soweit noch passend.

    Nur nach Tabelle... was habe ich denn nur wirklich für einen Wert??? Wenn ich danach gehe komme ich zu keinem Ergebnis und kann nur raten was davon nun stimmen könnte!

    Wo liegt da mein Fehler???


    Gruss Sven

  • Martin:
    könntest du das nicht in den ACalc einbauen ? Vielleicht so, dass man einen Wert für den Salzgehalt bei einer bestimmten Temperatur eingibt und als Ergebnis kommt der Wert für 25 C raus ? Mehr benötigt man doch eigentlich nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Thomas Labuske (6. Mai 2007 um 15:08)

  • Hallo Sven
    naja, zunächst misst du mal mit 3 Meßinstrumenten, welche jeweils einen Meßfehler haben können :winking_face:

    Der eigentliche Grund/Sinn für die Tabelle ist für Benutzer von Spindeln und Leitwertmeßgeräten
    denn bei allen diesen Meßgeräten muss die Temperatur beim messen bekannt sein, ansonsten kennt du nicht die Salinität Deines Salzwassers!!

    mach doch einmal folgendes Experiment:
    - Entnehme Wasser und messe es mit der Spindel
    - warte einige Minuten, bis sich das Wasser um ein paar Grad abgekühlt hat...
    - lese erneut den Wert Deiner Spindel ab
    ....und Du wirst eben nicht die selbe Dichte ablesen wie bei höherer temperatur

    dto bei Leitwertmeßgeräten

    ergo du brauchst hier immer das Wertepaar incl. Temperatur

    da diese beiden Meßwerte (Dichte & Temp, oder Leitwert & Temp.) zusammen sehr schlecht handelbar sind, macht es Sinn daraus die Salinität zu ermitteln. Diese ist TEMPERATUR UNABHÄNGIG.

    lG Martin

  • Hallo Martin,

    soweit schon klar und ich will ja keine Unruhe stiften.

    Zitat

    mach doch einmal folgendes Experiment:
    - Entnehme Wasser und messe es mit der Spindel
    - warte einige Minuten, bis sich das Wasser um ein paar Grad abgekühlt hat...
    - lese erneut den Wert Deiner Spindel ab
    ....und Du wirst eben nicht die selbe Dichte ablesen wie bei höherer temperatur


    ...verstehe ich schon und sollte klar sein, dass die Spindel auf 25°C geeicht ist. Nur dann stimmt auch der Wert!
    Und da ist doch ein Thermometer integriert?

    Zitat

    dto bei Leitwertmeßgeräten


    ...nein da stimmt es nicht! Es ist egal ob 12°C oder 29°C >>>zumindest die besseren Geräte rechnen den Wert um!!! Automatische Kompensation, was ja praktisch den richtige Wert bezogen auf 25°C anzeigt! Obwohl der tatsächliche Leitwert je nach Temperatur anders wäre.

    Jedoch:
    Nur ich vertraue einem Refractometer auch nicht BLIND.
    Es ist doch ein Messverfahren wo man anhand des bekannten Lichtbrechungswertes einer Flüssigkeit alles mögliche messen kann. So z.B. auch Fette/Öl usw. Nur ist die Zusammensetzung des Beckenwassers nicht nur eine Annahme?
    Es ist auf NaCL-Lösung geeicht. Meersalz hat etwa 80% >>> aber kann es durch den Anteil anderer Salze ein falsches Ergebnis zeigen? Anderer Lichtbrechungswert? Zumindest würde es erklären warum die Messergebnisse bei einer Verschiebung so auch Ionenverschiebung soweit voneinander abweichen können!

    Zitat

    da diese beiden Meßwerte (Dichte & Temp, oder Leitwert & Temp.) zusammen sehr schlecht handelbar sind, macht es Sinn daraus die Salinität zu ermitteln. Diese ist TEMPERATUR UNABHÄNGIG.

    ...ja ob dieser WERT eine sichere Aussage hat???

    Ich weis es nicht und Frage deshalb!

    Gruss Sven

  • Nochmal, Hallo Sven

    a) Refraks: ich persönlich bin von Refrak's auch nicht begeistert. Bei einer Skala von ca 2 cm Länge einen Wert von 1..100 abzulesen finde ich alles andere als optimal. Ob die von Dir genannten Gründe auch noch dazu kommen ?? da muss ich ehrlich gesagt passen. Auzßerdem brauchts Du ein Refrak das auf Meerwasser geeicht ist !

    b) Spindeln: Das die auf einer gewisse Normtemperatir hin geeicht sein müssen ist ja klar. Schließlich ist das nichts anders als eine Messung nach dem archimedischen Prinzip. Ein Thermometer ist in den wenigsten Spindeln integriert. Und wenn schon was würde das bringen, Die Spindel taucht bei unterschiedlichen Wassertemperaturen, aufgrund des Dichteunterschiedes, einfach unterschiedlich weit ein. Zeigt damit auch ein unterschiedliches Ergebnis an. D.H umrechnen entweder auf Dichte bei einer gewissen Normtempertaur (z.B @25°C) oder gleich auf eine Einheit die Temperaturunabhängog ist, also Salinität in [psu] muss man als Anwender ohnhin machen.

    c) Leitwertmeßgeräte: Schön wer so ein Gerät hat das gleich mit umrechnet.

    lG Martin

  • Zitat

    Original von Martin Kuhn
    Hi Thomas
    das von Dir gewünschte ist schon lange in ACalc eingebaut

    - Tabsheet: Salz-Berechnung
    - Salinitäts Umrechnungen wählen
    - Wert in dem von dir gewählten Meßverfahren eingeben, Meß-Temp. eingeben
    -> Wert bei 25°C (Norm-Temperatur...) wird rechts angezeigt

    lG Martin


    Hatte ich noch gar nicht gefunden. Das Menü war eingeklappt, vielleicht sollte ich mal die Anleitung lesen :yrf

    Danke dir


    Übrigens, ihr redet immer über geeichte Geräte. Die Geräte sind aber nur kalibriert, sonst wäre ein Stempel vom Eichamt drauf

  • Mit einer Spindel messe ich die normale Dichte und nicht die relative, oder?

    Danke für die Tabelle, Martin! :thup

    Einmal editiert, zuletzt von Claus Arnold (7. Mai 2007 um 14:38)

  • Hallo Sven,

    leider schafft es bis heute noch kein mir bekanntes Leitwertmessgerät (und ich kenne einige davon),
    eine exakte Temperaturkompensation für Meerwasser hinzubekommen.

    Miss einfach mal zum Spaß eine Meerwasserprobe bei 25°C, stell sie eine Stunde in den Kühlschrank, und miss
    dann nochmal.

    Der von dir angegebene Dichtewert für 25°C passt einigermaßen zum Refrakwert, dein Leitwert müsste aber
    bei über 53 mS/cm liegen.

    Gruß Armin

    Gruß Armin

  • Zitat

    Original von Armin Glaser
    Hallo Sven,

    leider schafft es bis heute noch kein mir bekanntes Leitwertmessgerät (und ich kenne einige davon),
    eine exakte Temperaturkompensation für Meerwasser hinzubekommen.

    Miss einfach mal zum Spaß eine Meerwasserprobe bei 25°C, stell sie eine Stunde in den Kühlschrank, und miss
    dann nochmal.

    Der von dir angegebene Dichtewert für 25°C passt einigermaßen zum Refrakwert, dein Leitwert müsste aber
    bei über 53 mS/cm liegen.

    Gruß Armin

    Hallo Armin,

    vorweg möchte ich die Leitwertmessung nicht überbewerten! Und es ist ja auch kein 0-8-15-Teil was ich da habe.

    Nur zum Einen ist wie bei der Spindel die Referenztemperatur 25°C (also normale Beckentemp.) und somit sicher im Idealbereich für die Genauigkeit.
    Zum Anderen ist die Empfindlichkeit schon recht hoch in Bezug auf ANDERE Salze neben NaCl im Vergleich zum Refractometer oder der Spindel.

    Den Spaß...eine Meerwasserprobe bei 25°C, stell sie eine Stunde in den Kühlschrank, und miss
    dann nochmal. Ja schon gemacht... und stimmt schon bei 7°C ist die Abweichung größer wie sie sollte!
    Nur hat die Temp. wohl auch was mit der Löslichkeit der Salze zu tuen und Kondensat verfälscht es auch.
    Letztlich hatte die Probe bei wieder 25°C einen höheren Leitwert.
    Im Becken kann ich beliebig oft hintereinander messen... der Wert ist jedesmal gleich.
    Nun ist es ja so das es Prüf/Kalibrierlösung 50mS gibt und es zeigt mit 49,8mS einen recht genauen Wert an.

    Nun stellt sich mir aber die Frage... was stimmt mit dem Wasser nicht wenn der Leitwert zu niedrig im Vergleich ist?
    Zumindest ist es mir aufgefallen ... 2 Leute die Probleme mit ihren fischen hatten und eben einen viel zu niedrigen Leitwert! Laut Refractometer aber die richtige Salinität!

    Zufall oder eben doch nicht? Auch wenn man gewisse Toleranzen als Normal betrachten kann... dann aber nicht so krasse Unterschiede! Ionenverschiebung?

    Keine Ahnung, aber schon ein Fragezeichen wert.


    Gruss Sven

  • ...oder mal anders betrachet könnte man sagen:
    1: entweder man ignoriert es und meint der Leitwert ist halt ungenau!

    2: man sieht die Abweichung zum Sollwert nach Tabelle etwas kritischer.
    Ist der Leitwert denn nicht eine Aussage in Richtung Elektrolyte?

    Zitat

    Der von dir angegebene Dichtewert für 25°C passt einigermaßen zum Refrakwert, dein Leitwert müsste aber...


    ...stimmt und solche Abweichungen verfolge ich schon über viele Monate und nicht nur bei mir.
    Es scheint was nicht zu stimmen im Becken und doch ist nach den üblichen Wassertests alles ok!
    NUR nicht der Leitwert! ...gute Frage WAS da los ist und mehr wie großen WW fällt mir bislang dazu nicht ein.

    Gruss Sven

  • Hallo Sven,

    natürlich wird der Leitwert von den enthaltenen Elektrolyten bestimmt, aber das sind die gleichen Elektrolyte,
    die auch die Refraktion und die Dichte bestimmen. Du könntest natürlich Lösungen herstellen, in denen die
    Relationen zwischen Leitwert und Dichte ganz anders gelagert sind als in Meerwasser, zB Zuckerlösung, aber
    da drin könnte kein Fisch und keine Koralle leben.

    Bei der von dir genannten Leitwertabweichung drängt sich der Verdacht auf, dass die Temperaturkompensation
    des Geräts nicht auf 25°C eingestellt ist. Für 20°C würde der Wert besser passen, bei 21,5°C wäre er perfekt.
    Kontrollieren noch mal die Einstellung, die meisten Geräte sind zumindest zwischen 20 und 25°C umschaltbar.
    Und miss auf jeden Fall bei der Referenztemperatur, damit der Temperaturkompensationsfehler nicht zum Tragen kommt.

    Gruß Armin

    PS: Ist die Referenzlösung mit 50 mS/cm bei 20 oder 25°C angegeben ?

    Gruß Armin

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!