Trübung und Sandschicht auf dem Gestein nach Befüllung

  • Hallo zusammen!


    Gestern hab ich das LS ins Becken und am Abend 5 Säcke Sand reingefüllt (den feinen Aragamax). Ich habe ihn absichtlich nicht ausgewaschen, um nicht zu viele feine Partikel zu verlieren. Ich hab auch versucht, das so vorsichtig wie möglich zu machen, hat aber nicht viel geholfen.

    Das Wasser ist daraufhin erwartungsgemäß milchig geworden. Hier im Forum hab ich dann gelesen, dass sich die Trübung im Laufe mehrerer Stunden wieder gibt. Naja, immerhin hatsich die Sichtweite von gestern abend 2cm auf heute früh 5cm verbessert. Ich hab jetzt mal die Strömungspumpen abgeschaltet, um das ganze zu beschleunigen.

    Mein Problem ist aber (noch) nicht die Trübung, sondern dass ich heute morgen gesehen habe, dass alle Steine (so weit ich sehen konnte) mit einer Sandschicht bedeckt sind. Die Frage ist, wieviel das dem Lebendgestein ausmacht und wie ich das am besten wieder wegbekomme. Wenn ich warte, bis das Wasser klarer ist, damit ich was sehe, und dann ne Strömungspumpe drauf halte, hab ich sofort wieder die Suppe im Becken.

    Kann jemand was dazu sagen?


    Viele Dank!

  • Hallo Klaus,
    ich würde auf jedenfall die Pumpen sofort wieder anmachen!!
    Den Sand auf den Steine kannst Du doch einfach mit ner Pumpe runterblasen.
    Und dann Tee trinken.....

    Gruß Jens

    >''`,°> . . . <°,"'<

  • Hallo Claus

    Jens hat schon fast alles gesagt, Pumpen sofort wieder an, von den Steinen kannst Du den Sand ja erstmal auch von Hand wieder runterwedeln. Ansonsten würde ich mir mal Gedanken über die Ausrichtung der Pumpen machen oder ganzen Mist wieder rausschmeißen und ein externes DSB betreiben.
    DSBs im Aquarium halte ich inzwischen für keine gute Lösung mehr. Entweder Du hast so viel Strömung, dass sich kein Dreck ablagert, aber dann fliegt auch der Sand, oder Du hast zu wenig Strömung und über kurz oder lang sammelt sich der Detritus im Sediment. Da hilft dann auch kein Reinigungsteam, wobei hier in D, im Vergleich zu USA, sowieso aufgrund der wesentlich höheren Kosten von solchen Tieren viel zu wenige eingesetzt werden.
    Verstehe mich nicht falsch, DSB können echt klasse funktionieren, haben aber in einem Aquarium meiner Meinung nach nichts verloren. Mein neues Becken hat ein großes Refugium, im Becken selber ist der Boden verschäumt.

    Grüße

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Hallo,

    danke für Eure Antworten. Die Pumpen laufen wieder. Den Sand runterzumachen wird schwierig, weil das ganze Becken trüb ist und ich nichts erkennen kann. Dann muss ich halt mal im Trüben fischen. Der Abschäumer schäumt immer einen Teil von dem ganz feinen Zeug ab, das ich dann entfernen kann. Damit könnte man echt Gips machen, so fein ist das. Riecht auch so.
    Wegen der Trübung wart ich mal ab. Wenn sich bis heute Abend nix tut, verstell ich mal die Strömungspumpen.

    @Jens K.:
    Ich will nicht wieder die DSB-Diskussion losbrechen. Mein Händler und Beckeneinrichter hat mir das DSB empfohlen. Er richtet schon seit einigen Jahren Becken mit DSB ein und mit gutem Erfolg. Als ich gelesen hatte, dass man ein DSB auch in den Unterschrank packen kann, war es schon zu spät. Mein Schrank ist so gebaut, dass kein DSB drin Platz hat. Aber ich bin ja experimentierfreudig und hoffe, dass ich nicht auf die Schnauze falle.
    Zu den Straßenkehrern. Vor kurzem hab ich einen Artikel gelesen, in dem Nassarius spp. als die idealen DSB-Bewohner beschrieben werden. Sie fressen sowohl Detritus als auch Algen, aber keine Tiere. Außerdem graben sie sich in den Boden ein und kommen zum Fressen raus. Bei Michael kostet eine Nassarius 1,95 Euro. Das finde ich o.k. 30-50 Stück davon dürften schon ordentlich aufräumen.
    Die Einsiedler sind zum größten Teil für ein DSB ungeeignet. Sie fressen zwar augenscheinlich Algen, ernähren sich aber in Wirklichkeit von den Kleinslebewesen darauf. Es gibt so gut wie keine rein herbivoren Einsiedler. Iris hat irgendwo einen Link zu einem sehr interessanten Artikel darüber gepostet. Das aber nur nebenbei, weil´s mir gerade einfällt.

  • Du kannst auch einen Pumpe mit einem Filterschwamm reinhängen (Schnellfilter), der hilft auch gewaltig.

    grüße ANdi

  • Hallo Claus

    Nee, die DSB Diskussion müssen wir echt nicht wieder anfangen. Wenn Du 100 € in Schnecken investieren willst, ist das schon mal 3 mal mehr als die meisten Leute. In USA sieht das aber trotzdem noch ganz anders aus, da werden Nassarius oder ähnliche Arten gleich im 50er und 100er Pack angeboten, 50 Stück für 30 Dollar oder so. Da wirft man mal eben ein paar mehr ins Becken. Neben den Schnecken würde ich noch diverse andere Tiere einsetzen, grabende Seesterne, Seemäuse, Seegurken. Die Auswirkungen von Einsiedlern auf die Funktions eines DSB halte ich für absolut überzogen, Du müßtest wohl schon ein paar Hundert einsetzen, damit die wirklich was anstellen können.
    Außerdem würde ich regelmäßig (Achtung Dr. Shimek, bitte keinen Herzinfarkt kriegen) einen Teil des Bodens mit der Mulmglocke sauber machen. Immer nur so 10 oder 20 % vom Boden, aber regelmäßig. Das stört die Bakterien nur wenig, so eine Störung stecken die in ein paar Stunden wieder weg.

    Grüße

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Jetzt hab ich die Diskussion doch wieder angefangen... :angry_face:

    edit: Hier ist der Link zu den Einsiedlern

    Einmal editiert, zuletzt von Claus Arnold (19. April 2007 um 15:45)

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