Erfahrungen das beste Diagnose Mittel?!!

  • Wie jeder Anfänger der sich intensiv mit unserem Hobby beschäftigt und X Bücher wälzt, googelt bis die Frau die Scheidung auspricht und und und kommt in einschläger Literatur immer der Hinweis mit zunehmender Erfahrung kann man am besten den Zustand/ Wohlbefinden unser Pfleglinge abschätzen. Nach meinen ersten Jahr kann ich diese ziemlich inhaltslose Aussage nur mit einem fetten "Jawohl das stimmt" beantworten. Die Erfahrung ersetzt keine noch soaufwendige Technik, sie macht das Leben an manchen stellen etwas einfacher. Der Punkt nun folgender, was sind denn das für Erfahrungen die man weitergeben könnte, also ich meine nicht so spezielle Sachen wie mache ich bspw. Wodka Methode richtig. Sondern Bspw. wie lest oder deutet Ihr den allgemeinen Zustand / Wohlbefinden eurer Becken. Denke dabei an sowas, stimmt es z.B das wenn die Xenien mit hoher Frequenz Pumpen das die Wasserqualität gut ist und und und. Vielleicht gibt es eine Menge solcher Anzeichen die man mal zusammenschreiben könnte bzw teilen / diskutieren könnte, die sich eher am Rande der sonst oft bis zum Exzess geführten technisch / chemischen Diskussionen aufhält.

    Grus
    Marc

  • Hallo Marc

    Was Du das vorhast ist mit Sicherheit eine gute Idee, doch frage ich mich, wie man das umsetzen kann. Alleine schon so ein einfach zu sehender Punkt wie die Pumpgeschwindigkeit von Xenia kann von diversen Faktoren beeinflusst werden, Nährstoffgehalt des Wassers ist nur einer davon. In meinem alten Becken reagierten die pumpenden Xenien negativ auf zuviel Spuris, auf Schwankungen im Nitratgehalt aber kaum. Andere Aquarianer berichten von ganz anderen Beobachtungen. Jeder dieser "Anzeiger" kann nur im Zusammenhang gesehen werden, und die sind (Vorsicht Phrasendrescher) nunmal in jedem Becken anders.
    Das Herausfinden von bestimmten Indikatoren ist und bleibt wohl etwas, was jeder Aquarianer einfach lernen muss, eine gute Beobachtungsgabe lernt man in keinem Buch und auch nicht bei google, das kann nur die Zeit bringen. Jeder Punkt der hier genannt würde, kann in einem anderen Zusammenhang etwas anderes bedeuten (siehe meine Xenien). Genau hier setzt ja dieses Forum an, wenn die Leute Fragen haben dann sollen sie fragen, aber auch bitte schön so viele Informationen wie möglich liefern, in den meisten Fällen ist damit das Problem ja schon recht gut einzugrenzen.

    Grüße

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Hallo Marc
    Ein etwas merkwürdig gewählter Threat Titel (hätte ich jetzt fast überlesen), aber wie ich finde eine höchst interessante Idee. Ich denke wir sollten die Anfänger wirklich ermutigen Veränderungen in ihren Becken zu beobachten, viel zu oft liest man Thraets mit "Ich poste mal meine Werte, was soll ich jetzt machen" ohne das überhaupt ein Problem besteht. Wenn wir ein Bewusstsein erreichen können das die Beobachtung das wichtigste ist, so ist schon viel erreicht. Natürlich kann so eine Liste nur mit vielen Einschränkung, wie "tendenziell" oder "eventuell" erstellt werden. Aber trotzdem hilft es dem Anfänger bei der Suche nach falschen Parametern.
    Z.B. Becken mit gutem Kalkalgenwachstum: Ausgewogenes Verhältnis der Mineralien Mg, Ca und CO3
    Becken mit gutem Wachstum von Weichkorallen, Farben der SPS eher bräunlich, noch mit farbigen Wachstumsspitzen, eventuelles Grünalgenwachstum auch nach der Einfahrphase = eher Nährstoffreiches Becken, Nitrat und Phosphatwerte warscheinlich erhöht.
    Blasse Farben bei SPS, kaum Wachstum, evtl. Cyanos = tendenziell Nährstoffarmes Becken, Tendenz zur Limitierung von Nitrat und Phosphat, wenig Spurenelemente
    Wie gesagt, alles nur Beispiele, vielleicht könnte man eine Tabelle erstellen und wie ein FAQ irgendwo veröffentlichen.

  • Da hast Du vollkommen Recht Jens, ich dachte da eher an sowas wie eine Sammlung zu einzelnen ins Forum geworfenen Anregungen. Bleiben wir bein Beispiel der Xenien da hast Du ja gerade mit Deiner Antwort einen ersten Punkt abgeliefert. Die Summe der unterschiedlichen Einzel Beobachtungen wie Bspw. Deine + Beobachtungen Andere könnte vielleicht jemanden (wie mir) der erstmal ein Gefühl dafür bekommen muss was ist wann wo wie in Zusammenhang zu setzen extrem hilfreich. Klar kann man auch versuchen durch recherchieren der einzelnen Threads sich irgendwie ein Bild zu machen, wenn man das geschriebene erstmal richtig interpretiert. Warscheinlich sehe ich aber das zu einfach :yrf, aber spannend fände ich schon allein die Info wie verschiedene Leute vorgehen was Sie beachten und wie gerade die Besonderheiten in den Becken sind. Ich denke die Summe der Unterschiede/ Beckentypen und vielleicht Kleinigkeiten sind ja die Dinge die intressant sind. Aber wahrscheinlich kann man das auch nicht so einfach alles beschreiben.

    Lg
    marc

  • Hallo Lars mir ist kein Besser eingeafallen ?(... Ja Du hast es genau so ausgedrückt wie ich es gedacht hatte... Die großen Zusammenhänge findet man ich jedem Wälzer mal kurz Chemisch angerissen, oder eine Material Schlacht. Oder man verschlinkt Fossa / Nielsen und lernt es auswendig, aber ob man das über zich Seiten sehr gut erklärte dann auch begreift sei dahin gestellt. Und bei Problemen wollte ich gar nicht ansetzen sondern einfach einen Austausch geballt über die Dinge die Erfahrungen die andere Nutzen.

    LG
    Marc

  • Hallo Marc,

    ich finde die Idee super. Mit dem Fachwissen was hier versammelt ist, sollte sowas doch auf die Beine zu stellen sein : ) Ich könnte mir das aufbereitet in etwa so vorstellen (runter scrollen zum "Compatibility chart" auf http://www.reefkeeping.com/issues/2003-04/hcs3/index.php). Natürlich viel komplexer und mit anderen Fixgrößen.

    Mich persönlich würden zum Beispiel "Indikator-Korallen" (mir fällt grad nix besseres ein :haeh:) brennend interessieren. Also Korallen die schnell anzeigen, wenn etwas aus dem Ruder läuft... Da gibts sicher noch jede Menge anderer spannender Themen...

    Freu mich auf mehr,
    Andrea

  • Hallo,

    ich bin der Meinung das sich unsere Becken in so vielen Mikro Prozessen unterscheiden, das man das "lesen" von Korallen und Fischen sicher schwer auf einen Punkt zu bringen ist. Zumal viele Verhaltensweisen oder Farbausbildungen auch schwer zu interpretieren sind (was ist die richtige Farbe, Polypen Expansion oder Pumprate)

    Auf jedem Fall ist es richtig, das ein aufmerksamer Beobachter Probleme viel schneller erkennen kann.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo,

    also jedes Becken ist ein "Unikat"..läuft vom Aufbau bis zum Besatz anders.Schwer um zuverallgemeinern...
    So wie Peter schon sagt: was is das "richtige" Polypenbild, oder die "richtige" Farbe (ich hab im Becken ca. 5 Ableger einer Koralle...alle fast auf gleicher Höhe...jede hat ein anderes Polypenbild und auch andere Farben)

    aber Beoabachtung denke ich auch ist das A und O... man muß ja net 5 Stunden vorm aqua hängen, aber wenn man dies jeden Tag macht (auch wenns nur paar Minuten sind) erkennt man schnell,wenn was net stimmt.

    Also ich merk's gleich wenn was net in Ordnung is.....vom Verhalten der Fische (gab aber bis jetzt noch keine Probleme) oder Korallen. Sobald eine Koralle nicht das gewohnte Polypenbild zeigt(ausgenommen Neubesatz),schau ich gleich was net stimmen könnte und wirke,wenn möglich, entgegen.....

  • Hallo,
    ich find das echt intressant, weil jeder es auf seine Weise irgendwie macht, dies aber in Wort zu fassen scheinbar echt zu schwierig ist. Wenn ich das mal so bei mir Revue passieren lasse war ich am Anfang verdammt hilflos, das Auge immer an den paar mehr oder weniger genauen Messwerten. Mitlerweile ist das viel entspannter und sicherlich gibt es keine allgemein gültigen Aussagen die Polypen sollten x mm stehen und und und... bitte nicht falsch verstehen, ich rede genau von diesem Zwischending. Nur wenn ich jetzt genau beschreiben sollte wodran ich Dinge erkenne wirds schwer :yrf. Sorry das ich so damit nerve finde das aber verdammt intressant weil wie man an den Aussagen ja merkt, jeder sagt "aufmerksam beobachten" und ich bin mir fast sicher das jeder das auf seine Art und Weise macht, aber was und wie? Meistens sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht. Also, es ist nur ein Versuch mal dem Spruch "geschulter Blick" etwas zu ergünden und vielleicht ein paar Anregungen zusammenzubekommen oder überhaupt mal zu sehen wie unterschiedlich die Vorgehensweisen sind, Bspw. typischer Fall man kommt nach Hause und wirft den obligatorischen ersten Blick ins AQ, sicher schauen erstmal alle nach ob alles noch so steht wie gewohnt gewünscht... aber automatisch beobachte ich doch zB. wie stark hat sich die Scheibe zugesetzt, haben meine SPS nach dem gestriegen Tubastera futter Gelage noch ihre Polypen drausen und und und ... Also diese ganzen subjektiven Kleinigkeiten die man unterbewust automatsich aufnimmt .. und letzlich automatisch daraus Schlüsse zieht.

    Grus
    marc

  • Hi Marc,

    du meinst also in der Richtung wenn Koralle xy so aussieht könnte das folgende Urasache haben
    Koralle xxy macht dieses könnte auf dieses Zurückzuführen sein.

    Bei jemand anderem die selbe koralle macht dieses hatte den Grund von.

    so in der Richtung oder?
    Wenn ja hilft das sicherlich Neulingen zu verstehen was damit gemeint ist wenn die Aussage kommt wie stehen denn die Korallen da?

    Also find ich gut auch wenns bei jedem anders ist aber gerade das gesammelte wissen macht es verständlicher für den Laien.

    LG Matze

  • Hi Matze,
    um nicht missverstanden zu werden, wie bereits Jens, Peter und Nadine geschrieben haben es wird keine pauschale Aussage geben wie, das Polypenbild der Koralle XY muss folgendermaßen aussehen und wenn nicht dann stimmt genau das nicht. Sondern dieses zwischen Ding ich kann das vielleicht mal an einem anderen Beispiel festmachen. Die Frage die auch häufig als Anfänger gestellt wird oder die man sich stellt... Wie erkenne ich gutes oder schlechtes Lebengestein.... PENG erste Antwort am Geruch... sehr subjektiv aber schon ein Hinweis.. zweites vielleicht am möglichen Bewuchs Schwämme, Krusten oder der gleichen, dazu vielleicht der Tip beim Händler anzufragen wann den die nächste Frische Sendung reinkommt um vorbei zuschauen um sich die schönsten auszusuchen. Viele dieser Dinge findet man hier zu hauf verstreut oder in vielen Texten sehr guten Texten. Viele Infos haben auch nur im Zusammenhang mit den vorher erwähnten Einwenden Ihre Gültigkeit und Richtigkeit da zuviele Dinge von einander Abhänig sind und auch nur mit entsprechendem Background wissen zu verstehen sind. Ich versuche lediglich herauszufinden ob es bestimmte Dinge gibt die einfach zu vermitteln sind und die man durch bloßes Aufmerksammes beobachten erkennt. Beispw. Dosierung Spurenelemente oder gibt es ausser das mir die Fische tot umkippen oder kurzatmig sind Anzeichen auf eine hohe NO4 Konzentration. Weil klar kann man sich einen NO4 Test zulegen nur wer nutzt den noch nach der Einfahr Phase da ist doch das Geld Beispielsweise in einen vernüftigen Phosphat Test besser investiert.

    lg
    marc

  • ok...

    um das jetzt richtig zuverstehen meinst du:z.b. SPS-Korallen weisen RNT auf - XY kontrollieren..........

    oder Fische haben "Pünktchen" - ABC überprüfen.........

    Steine weisen Faden- Schmier - und Bryopsisalgen auf - das und das kontrollieren und eventuell so und so beheben

    RICHTIG????

  • Ja Nadine die Dinge die jeder Aufgrund seines Erfahrungsschatzes automatsich im Kopf zusammensetzt, das das alles erstmal Indizien sein können. Jemand der Erfahrung hat macht dies automatisch... Und dabei geht es vorallem um die einfachen Dinge, woran erkennt man Beispielsweise ob ein Becken Nährstoff reich ist oder nicht? Kann man das erkennen? Gibt es indizien dafür? Der eine Berciht schwört darauf jeglichen Dreck und Schwebeteile loszuwerden, der andere Bericht weißt daraufhin das Fische gerade die im Dreck entstehenden Kleinstlebewesen sehr gut gebrauchen können, und die Verdauung der Fische gerade auch dafür ausgelegt ist (je nach Art natürlich). Wo ist der Punkt des Zuviel oder Zuwenig. Oder gibt es Indizien die man mit dem Auge erkennt ob sich im DSB oder einer hohen Sandschicht Fäulniss und schädliche Schwefelwasserstoffe bilden, ohne das ich herumwühle... all solche Kleinigkeiten, wo vielleicht der eine mit seinem Becken die Erfahrung gemacht hat der andere ein andere. Manche Aussagen sind eindeutig und gleich mache sind Aufgrund der Art und Weise wie die Becken gefahren werden anders. Ein Beispiel aus der Praxis... der Wolfgang C. der sich intensiv mit Filtrierer Beschäftig ist bei mir und erzählt mir neben läufig welche Menge er an Staubfutter so in sein Becken kippt, Teelöffelweise (Becken sind wohl von der Literzahl vergleichbar), ich hab das automatisch bei der nächsten Futterzugabe diese Ausage wargenommen und dachte mir komm hau ich jetzt mal mehr von dem Zeugs davon rein innerhalb einer sehr kurzen Zeit vermehrte sich die Schwämme prächtig und auch die Wasserwerte blieben genau so schlecht wie vorher. Fazit hätte ich weiterhin nach Dosieranleitung dosiert aus lauter Angst mein PO Wert explodiert, ich hätte nie mehr Staubfutter zugegeben, das als Beispiel wie man durch Dinge die andere ganz normal sind auf neue Gedanken gebracht wird und auch sehr schnell( ca. 8 -14 Tage in dem Beispiel) etwas am Becken erkennt und dazugelernt hat. Jetzt bitte nicht alle schreien ja, Du hast vergessen welcher Abschäumer und und und soll nur so als kleine Anregung dienen was es da so alles geben kann oder könnte...
    lg
    marc

    Einmal editiert, zuletzt von marc (1. März 2007 um 18:00)

  • mensch..du editierst mir zuschnell und zuviel..kann gar net so schnell antworten...... :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:

  • Ich habe für mein Becken inzwischen einige "Indikatoren" gefunden an denen ich mich orientiere.
    Das sind teilweise ganz banale Dinge aber bislang fahre ich gut damit.

    Wenn ich z.B. ins Becken greife und meine Hand/Arm riecht hinterher deutlich nach "Meer" (bzw. stinkt) muss mal wieder Kohle rein bzw. ist ein Wasserwechsel und/oder Easylife überfällig.

    Die Farbe meiner S. Hystrix zeigt mir immer relativ gut den Nährstoffgehalt des Beckens an,
    momentan ist sie wiede etwas dunkler -> ich brauch eigentlich keinen Test um zu wissen dass PO4
    wieder so um die 0,1 angelangt ist und wahrscheinlich auch das Nitrat bei 10 liegt.

    Meinen Fischen kann ich dagegen eigentlich nichts ansehen, ich hatte aber auch noch nie einen kranken Fisch im Becken bzw. wenn dann wars auch gleich rum. Das Verhalten meiner Fische ist immer gleich gestört - kommt der große Mann ans Becken werden alle nervös und betteln. :winking_face:

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