Zwergenwuchs

  • Hallo

    Ich mache mal einen neuen Betrag auf. Er ist eigentlich die Folge von den Andeutungen die Joe macht, das Rauskommen könnte, das sich bestimmte Fische doch von der Größe her anpassen.

    Meine Meinung dazu ist eigentlich sehr Krass. Zwergenwuchs erreicht man sehr einfach im Jugendstadium durch falsche Ernährung oder Vergiftungen. Kann das Ziel unseres Handels sein damit der Hai in unser Becken passt.

    Hat jemand neben Nitrit und falscher Ernährung weitere sichere Ansätze wie Fische klein bleiben werden. Das vom Krokodil mit der niedriegen Temperatur fällt ja bei uns fast sicher weg.

    Mfg Michael hannig

    Ps ist kein Angriff gegen Joe, sondern ich halte es für besser schon im Vorfeld abzuklären das in solchen Fällen mal was nicht gestimmt haben muß. Ich weiß wir haben darüber schon mehrfach hier uns ausgetauscht, aber vielleicht fallen anderen ja noch Faktoren ein die auch reinspielen. Die Argumente der Beckengröße hatten wir schon mehrmals hier stehen und gehören Sicherlich neben der Tiefe zu den Hauptfaktoren.

  • Hallo Michael,

    Zwergwuchs entsteht auch durch den Platzmangel in den Becken, da sich die Tiere nicht richtig ausleben können und sich daher nicht richtig entfalten können.
    Aber auch die Konkurrenz spielt dabei eine grosse Rolle ! Denn in freier Natur, haben die einzelnen Tiere immer ein Gegenüber, dem sie nacheifern wollen und versuchen überlegen zu sein, quasi also ein Konkurrenzdruck, welcher sich jedes einzelne Individuum stellt um grösser zu werden als der andere oder kräftiger sein als der andere. Und das fehlt in den heimischen Becken und bei Einzelhaltung der Tiere, sowieso !

    Servus :smiling_face:

    Einmal editiert, zuletzt von Uncle Tom (17. Dezember 2002 um 06:24)

  • moin michael,

    no prob!

    auch in der natur kommt zwergenwuchs vor, soweit ich weis.

    so sind in zeiten allgemeiner nahrungsknappheit lebewesen in ihrem wuchs eingeschränkt.

    was aber überhaupt nicht zu bedeuten hat, dass es nun um diese schlechter bestellt ist.

    der kleinergebliebene verhält sich völlig normal in unserer beschützten umgebung, freut sich des lebens und ist quicklebendig.

    für den fisch ist unser becken sein lebensraum, dort wo er aufwächst.

    vergleichsmöglichkeiten fehlen im, da er keine solchen schlüsse ziehen kann.

    einzig alleine sind wir es, die sich verpflichtet fühlen, naturnahe bedingungen zu ermöglichen.

    und das bedingt, dass wir keinen 40cm groß werdenden
    fisch in unseren meterfuffzichbecken packen.

    ansonsten
    gruss
    joe

    http://www.korallenfarm.de H
    "C o r a l s - made in Germany"
    der weg ist das ziel!

    Einmal editiert, zuletzt von Joe (17. Dezember 2002 um 09:41)

  • Hallo Uncle Tom,

    ich glaube nicht, daß in der Natur der Wille zum Wachstum so individuell ausgerichtet ist. Das ist durch die Evolutionbiologie und -theorie (Darwin) längst geklärt. Die innerartliche Konkurrenz mit darauf basierendem Selektionsdruck sorgt im Laufe Zeit dafür, daß ein Merkmal (z.B. Größe) optimiert wird. Das einzelne Tier hat darauf keinen direkten Einfluß (das war die Theorie von Lamarck, wenn ich mich recht entsinne).
    Also: Die Größe des Tieres wird als Folge des Selektionsdrucks zum einen genetisch determiniert.
    Zum anderen hat die Umwelt einen direkten Einfluß auf das Individuum. Beispiel: Ein Löwenzahn, der auf einer Alm in den Alpen wächst, wird kümmern und Zwergenwuchs entwickeln. Verpflanzt man diese Pflanze (oder eine mit identischen Genmaterial) dagegen in eine saftige Flachlandwiese, wird der Löwenzahn sich zu einer stolzen Pflanze entwickeln.

    Das heißt für die Aquarienfische: Zwergwuchs ist immer eine Adaptation an suboptimale (um nicht zu sagen schlechte) Umweltbedingungen. Dieses können Schadstoffe im Wasser, Streß oder begrenzter Raum sein. Im günstigsten Fall hat dies für das Individuum keine Auswirkungen, im schlechten Falle wird die Vitalität und die Lebensdauer begrenzt.
    So gesehen sind Bedingungen zu schaffen, die Zwergenwuchs verhindern.

    Matthias

    3 Mal editiert, zuletzt von MHeil (17. Dezember 2002 um 12:55)

  • Hallo,

    ich kann Joe nur voll und ganz zustimmen!

    Zu dem möchte ich z.B. Anemonefische anführen, das Weibchen ist oft größer als die Männchen, wobei ich glaube dass beide die gleiche Wasserqualität sowie gleiches Futter haben dürften. Stirbt das Weibchen und eins der Männchen wird zum Weibchen, so erkennt man dies auch oft wieder an der Größe. In der Meereswelt ist es halt oft so, das unterdrückte Tiere aus Eigenschutz kleiner bleiben als das dominante Tier und sowie ich mich erinnern kann, ist das nicht nur alleine auf Fische beschränkt.

    Gruß

    Sascha

  • Hallo Sascha,

    bei den Anemonenfischen ist das Weibchen (das alpha Weibchen) immer das größte Tier! Alle kleineren Tiere sind untergeordnete Weibchen (beta,...) oder Männchen. Nur das alpha-Tier pflanzt sich fort. Ein Männchen kann sich nach dem Tod des Weibchen zu einem Weibchen umwandeln. Es handelt sich hierbei um eine Strategie der Natur, den in einer Population vorhandenen Genpool optimal weiterzugeben. Das hat mit Zwergenwuchs überhaupt nix zu tun!

    Matthias

    Einmal editiert, zuletzt von MHeil (17. Dezember 2002 um 12:59)

  • Hallo MHeil,

    Du darst das Beispiel mit dem Löwenzahn nicht als Vergleich nehmen, denn die Alp ist nicht die natürliche Vorkommensumgebung dieser Pflanze.
    Ich setze ja auch nicht z.B. einen Fisch aus dem tropischen Bereich ins Kaspische Meer !
    Du muss die Tiere schon in den gleichen Umweltbedingungen belassen, sonst stimmen die natürlichen Grenzen ( Temperatur, Wasserbeschaffenheit und Umgebung ) nicht mehr !

    Servus

  • Hi Tom,

    meine Worte!

    Laß den Fisch im Meer und er wird groß, sperre ihn im zu kleinen Aqua ein und er bekommt Wachstumsstörungen.

    Matthias

  • Hallo Matthias,

    glaube du hast nicht so ganz verstanden worum es mir ging. Tatsache ist doch das Aufgrund einer Dominanz eines Tieres, es möglich wenn nicht sogar wahrscheinlich ist, das andere Tiere kleiner bleiben als meinetwegen das Alpha Tier. Wiso ist das für dich Genetik und wenn Fische im Aquarium nicht die gleiche größe erreichen wie im Meer dann Zwergenwuchs ? Mangelernährung ist sicherlich die Hauptursache für mangeldes Wachstum keine Frage.

    Was mich bischen an den Antworten bis jetzt stört, ist das es teilweise auch Tiere gibt die im Aquarium größen erreichen die sie im Meer meisten nicht erreichen. (Wenn sicher auch die minderheit der Pfleglinge) Gleiches gilt fürs Alter. Müssen wir dann das Meer für diese Arten streichen, weil nicht Artgerecht ? Zudem kommt es auch vor das gerade die Art die bei dem einem klein bleibt bei einem Anderem in einem noch kleinerem Aquarium gleichgroß wenn nicht noch größer ist ? Ist das dann keine Genetik ? Ich glaube, ganz so einfach darf man es sich nicht machen.
    Was ist überhaupt die Norm für eine Größe ? Das was in Buch 1. als Maximallänge steht ? In Buch 2. beiläufig erwähnt wird. ? Irgendwo in irgendwelchen Tabellen im Internet zu finden ist ? Was der Hobbytaucher im Urlaub vor Ort selbst gesehen hat ?

    Ich denke das das Thema auch so ein bischen in Richtung Tierschutz, Tierliebe oder quälen wir alle Tiere zum spaß, weil wir Sie zum angucken hinter Glas halten geht. Dazu gab es hier aber schon reichlich Diskussionen. Letztlich muss jeder für sich selber entscheiden was er für verantwortbar hält. Sicher wäre es nicht falsch, wenn der eine oder andere vor dem Besatz über seine Aquariumgröße nachdenken würde, dann wären wohl die meisten Themen bezüglich NO3, PO4 hinfällig.

    Gruß

    Sascha

  • Ein Beispiel aus der Welt der Teichfische:
    in einem kleinen Teich werden die Koi´s einfach
    nicht so groß wie in einem Riesigen "SEE".
    Da kann ein jeder Teichbesitzer ein Liedchen von
    Trällerln, ich bin zwar auch dafür jedem Fisch eine möglichst artgerechte Umgebung zu bieten,
    aber es gibt auch Leute die es übertreiben(Jemand der einem gleich ein paar aufs Maul hauen will weil man doch behauptet ein Fisch passt sich der AQ-Grösse an), solche Leute sollten dann doch gleich alle Fische im Meer lassen .

  • hallo tom,
    ich denke nicht, daß fische sich der aquariengröße anpassen (tolles argument für fischhändler) sondern vielmehr an die theorie durch unterdrückung und unzureichendes futter. fische haben winzig kleine mägen, die es in der natur den ganzen tag über zu füllen gilt, da kein vorrat (wie bei meinem ranzen) angelegt werden kann. diese möglichkeit hat ein fisch in fast keinem aquarium der welt (schon gar nicht wenn man nitratwerte gen null halten will). die wenigen fische die weltweit gesehen wenigstens ausreichend gefüttert werden, müssen dann oftmals aus platzgründen abgegeben werden. die theorie mit dem löwenzahn stimmt schon, da bei kalten temp. der stoffwechsel verlangsamt wird. (ich lasse mein becken trotzdem auf 25 grad :smiling_face:

    Einmal editiert, zuletzt von Simon Schreiber (17. Dezember 2002 um 19:11)

  • Zitat

    Original von MHeil
    ich glaube nicht, daß in der Natur der Wille zum Wachstum so individuell ausgerichtet ist. Das ist durch die Evolutionbiologie und -theorie (Darwin) längst geklärt. Die innerartliche Konkurrenz mit darauf basierendem Selektionsdruck sorgt im Laufe Zeit dafür, daß ein Merkmal (z.B. Größe) optimiert wird. Das einzelne Tier hat darauf keinen direkten Einfluß

    Hallo Matthias,

    diese Aussage zum Konkurenzwachstumsdruck(dolles Wort) kann ich bestätigen.

    Mein älterer Palettendoc war cirka ein dreiviertel Jahr
    alleine und muckerte so vor sich hin.Nachdem ich ihm
    einen kleineren Partner zur Seite gestellt habe ist der
    (oder besser beide)richtig aufgeblüht und die Längen-
    zunahme verbesserte sich sichtbar.

    Das habe ich bisher gar nicht in Zusammenhang gesehen....aber nach deinem Beitrag fiel es mir sofort
    ein.

    Da ist was drann !!

    Gruß Jürgen

    Panoramabecken 200x70x60, Photon Plus 2x400W Megachrome Coral 14K E40 + 4x54W T5 Aqua Science Special 15K, 2x Tunze Stream 12000 l/h,ATK Abschäumer150cm mit The Pump 40

    Die Summe der auf der Erde vorhandenen Intelligenz bleibt ewig gleich. Nur die Bevölkerung wächst ständig...

  • Zitat

    Original von Simon Schreiber
    hallo tom,
    ich denke nicht, daß fische sich der aquariengröße anpassen (tolles argument für fischhändler) sondern vielmehr an die theorie durch unterdrückung und unzureichendes futter. fische haben winzig kleine mägen, die es in der natur den ganzen tag über zu füllen gilt, da kein vorrat (wie bei meinem ranzen) angelegt werden kann. diese möglichkeit hat ein fisch in fast keinem aquarium der welt (schon gar nicht wenn man nitratwerte gen null halten will). die wenigen fische die weltweit gesehen wenigstens ausreichend gefüttert werden, müssen dann oftmals aus platzgründen abgegeben werden. die theorie mit dem löwenzahn stimmt schon, da bei kalten temp. der stoffwechsel verlangsamt wird. (ich lasse mein becken trotzdem auf 25 grad :smiling_face:

    Hallo Simon,

    ich hätte mal eine Frage an Dich. Sind in deinem Bekanntenkreis wirklich so viele "Tierquäler" die Fische mit Hungermägen und Rippenspan vor sich hin vegetieren lassen?

    Die meisten Fische die ich zu sehen bekomme, haben jedenfalls fast ausschließlich dicke, volle runde Bäuche, es sei denn es handelt sich um Händlerbecken.
    Im Gegenteil, oft Frage ich mich, ob der Fisch überhaupt sein "normales" Alter erreichen wird, oder an Überfettung stirbt. DICK ist nicht = GESUND!

    Ich bezweifle ob die Quantität der Futterzugabe wirklich noch gesteigert werden muss. Ein Umdenken bei der Qualität bzw. Bedürfnis orientierte Fütterung ist meiner Ansicht nach eher von Nöten.

    MfG

    Sascha

  • Zitat

    Original von MHeil
    Hallo Sascha,

    bei den Anemonenfischen ist das Weibchen (das alpha Weibchen) immer das größte Tier! Alle kleineren Tiere sind untergeordnete Weibchen (beta,...) oder Männchen. Nur das alpha-Tier pflanzt sich fort. Ein Männchen kann sich nach dem Tod des Weibchen zu einem Weibchen umwandeln. Es handelt sich hierbei um eine Strategie der Natur, den in einer Population vorhandenen Genpool optimal weiterzugeben. Das hat mit Zwergenwuchs überhaupt nix zu tun!

    Matthias

    Hallo Matthias,
    es ist fast, aber nicht ganz so. Anemonenfische sind simultane Hermaphroditen, also Zwitter und das bleiben sie auch. Das gilt übrigens für fast alle Barschfische. Es ist bei den Anemonenfischen so, daß der stärkste Fisch als Weibchen fungiert und der zweitstärkste Fisch als funktionelles Männchen. Alle anderen Fische einer Anemonenfischgruppe sind in Wartestellung, sowohl sexuell als auch im Wachstum. Wenn eines der dominanten Tiere verschwindet, dann rückt der nächststärkste nach. Damit sollten wir uns auch von der falschen (oft in der Literatur erwähnten) Aussage trennen, daß in einer Anemone ein Paar mit einigen Jungfischen leben kann. Die "Jungfische" sind nämlich oftmals genauso alt wie das funktionelle Paar. Die Umwandlung ist zumindest im Aquarium und bei Amphiprion clarkii auch rückgängig zu machen, wie Thaler nachweisen konnte.
    Ansonsten ist die Diskussion ganz interessant!
    MfG Helmut

  • hallo sascha,
    ich verstehe nicht, wie du auf meinen bekanntenkreis mit abgemagerten fischen kommst. ich habe nicht gesagt, das fische im aquarium nicht 'fett' werden können. fakt ist aber, das in keinem 'normalen' aquarium die fische den ganzen tag durchgehend fressen können (aunahme algenfresser bei entsprechndem algenbestand, den aber fast kein riffaquarium aufweisen kann) so wie es ihr physiologischer aufbau erfordern würde. auch sind sie gezwungen, die von uns gereichte nahrung zu fressen (wobei sich in dieser hinsicht doch schon ein starkes umdenken gezeigt hat, wenigstens abwechlungsreicher zu füttern) ich möchte hier auch nicht den moralapostel spielen, daß wir alle tierquäler sind, dann dürfte ich selbst auch keine tiere halten. wir versuchen alle, unsere tiere so artgerecht wie möglich zu halten, aber das meer werden wir niemals perfekt simulieren können. ich verzichte also lieber auf ein paar steinkorallen und hau dafür den nitrat noch ein bischen hoch :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:
    ps: meine fische sind eigendlich auch zu fett

  • Hallo Simon,

    ich wollte deinen Bekanntenkreis nicht als Tierquäler bezeichnen oder bezichtigen, nicht das wir uns falsch verstehen. Ich dachte du sprichst da von eigenen Beobachtungen wenn du sagst dass Weltweit die wenigsten Fische ausreichend gefüttert werden. Irgendwoher musst Du deine Vermutung ja haben?
    Du sprichst vom physiologischen Aufbau der Fische und kleinen Mägen und das Sie in der Natur den ganzen Tag
    fressen, was im Aquarium nicht möglich ist. Wieso werden dann die Fische Fett trotz unzureichender Fütterung???
    Theoretisch müssten doch dann die Fische die nur 1x Tag gefüttert werden, alle die reinsten Knochen sein?
    Was das N03 angeht, wären wir dann wieder beim Punkt 1 von Michael. Zwergenwuchs aufgrund schlechter Wasserparameter :-D.


    Mit freundlichen Grüßen

    Sascha

  • Hallo Helmut,

    da hätte ich vor dem Schreiben doch erst mal in aktueller Literatur nachlesen sollen. Mein Stand war da wohl veraltet.

    Auf jeden Fall hat dieses interessante Phänomen bei den Anemonenfiscen nichts mit dem Entstehen des Zwergenwuchs zu tun, wie es in dieser Diskussion als Argument verwandt wurde.

    @ Sascha
    Jetzt bist Du vom Zwergenwuchs aus schon bei fetten Fischen gelandet! Die Fütterung ist nicht der einzige Parameter, der die Fischgröße bestimmt.
    Im übrigen finde ich, daß Du die eigentlich niveauvolle Diskussion in diesem Thread überflüssigerweise polemisiert.

    - nicht jeder Fisch muß den ganzen Tag fressen. Das müssen vor allem Pflanzenfresser, da pflanzliche Nahrung in der Regel kalorienärmer ist als tierische. Pflanzenfresser erkennt man im übrigen daran (naja, am toten Tier), daß sie einen verhältnismäßig langen Darm haben, da Bakterien die Nahrung erst aufschließen müssen. Viele Fleischfresser dagegen brauchen nicht ständig zu fressen.
    Gründe, warum Fische im Aquarium verfetten, sind u.a.: unphysiologische Zusammensetzung des Futters (z.B. zu viel Fett) oder das Angebot ist einfach größer als im Meer (es gibt öfters was zu fressen, wer kann dazu schon nein sagen...)


    Aber wie gesagt, die Beschränkung des Wachstums bei vielen Fischen (natütlich nicht allen!) im Aquarium basiert auf vielen Faktoren.

    Matthias

    3 Mal editiert, zuletzt von MHeil (18. Dezember 2002 um 15:03)

  • Hallo Sascha,
    das hast Du schön gesagt, die Fische werden 'fett' :grinning_squinting_face:
    Wenn wir uns von Pommes, Schokolade, Chips und Cola ernähren werden wir auch fett, bekommen aber mit Sicherheit Mangelerscheinungen. Fett und Kräftig sind nunmal zwei Paar Schuhe. Desweiteren denke ich, daß im Meer das Verhältnis zwischen Fressen und Bewegung deutlich anders ist als in unseren Becken (viel Bewegung + Futter = kräftigere Fische. kräftig, nicht fett)
    Kann sein, daß ich mit dieser Theorie falsch liege, ist aber auch die Meinung einiger Zoologen. Mich würde mal interessieren, was Harald dazu meint.

  • Hallo Simon,

    ich stimme dir voll zu!! Jetzt hast du dir auch selbst die Antwort gegeben, warum nicht ständig gefüttert werden muss. Evtl. weil die Fische im Aquarium einen geringeren Kalorienverbrauch haben als im Meer?

    Hallo Mheil, sorry das ich die eigentlich niveauvolle Diskussion in diesem Thread überflüssigerweise polemisiert habe. Mich hat das Thema interessiert. Ich werde mich aber bemühen mich demnächst auf Dein Niveau zu begeben.
    Im übrigen wollte ich mit den Anemonenfischen nur deutlich machen, das Fische evtl. Ihre Größe Aufgrund der Dominanz anderer Fische anpassen und das nicht alleine zwangsläufig an dem Aquarienvolumen liegen muss. (Was ja Jürgen R. auch aus eigener Beobachtung bestätigt hat)
    Und das passt sehr wohl als Argument in diese Diskussion !

    Gruß Sascha

    Einmal editiert, zuletzt von Sascha Hauser (18. Dezember 2002 um 19:49)

  • Hallo @ all,

    ich bin zwar kein Biologe, möchte aber dennoch etwas dazu schreiben.
    Ich denke das hier etwas verwechselt wird.

    Bei dem Phänomen"Zwergenwuchs", dass hier beschrieben wird, bei dem sich gewisse Tiere oder auch Pflanzen ihrer Umwelt durch entsprechendes Wachstum anpassen ist kein Zwergenwuchs in dem Sinne. Es handelt sich hier um ein angepasstes Wachstum.
    Zwergenwuchs oder auch Kleinwüchsigkeit ist ein genetischer Defekt, bei dem ein Tier eine kleinere als von der Natur her gegebene Größe erreicht. Werden diese Tiere oder auch Pflanzen in ihre natürliche Umgebung gebracht, so bleiben sie so klein. Sie bekommen dann nicht ihre natürliche Größe. Anders bei den Tieren oder Pflanzen mit angepasstem Wachstum, werden sie in den natürlichen Lebensraum zurück gebracht, so setzt das Wachstum meist wieder ein, wobei sie nicht unbedingt ihre natürliche Größe erreichen.

    Ich hoffe,dass ich das hier so richtig wiedergegeben habe, was ich im Bio-Unterricht mal gelernt habe.
    Wenn nicht korrigiert mich bitte.

    Schönen Gruß micha

  • Hallo Sascha und Simon,
    begebt Euch mal nicht in solch ein gefährliches Fahrwasser. Seht Euch ganz einfach mal die Fische im Riff an und beantwortet Euch dann einige Fragen selbst! Alle Fische im Riff sind dick!

    Hallo Matthias,
    macht ja nichts, ich wollte das nur etwas zurecht rücken. Es sind ja noch keineswegs alle Fragen zu den Anemonenfischen beantwortet. Deshalb sind sie ja auch so interessant.
    Was das Fressen der Fische betrifft: natürlich haben verschiedene Familien/ Gattungen/ Arten auch verschiedene Futteransprüche. So fressen Fahnenbarsche und Chromis-Arten fast ständig. Beutegreifer haben da natürlich mehr Probleme satt zu werden. In unseren Aquarien werden aber hauptsächlich Dauerfresser gepflegt, sodaß eine mehrmalige Fütterung täglich durchaus angebracht ist. Dann kann man eben auch viele Fische als Paar halten, auch solche, von denen wir in der Literatur immer noch lesen, daß sie einzeln gepflegt werden sollen.
    Was die Größe betrifft: optimale Bedingungen sorgen für die etsprechende Größe! Zu "optimalen Bedingungen" zählen aber nicht nur gute Wasserwerte und ausreichendes Futter, sondern auch Platz und die Erfüllung sozialer Bedürfnisse.
    MfG Helmut

  • Was die Größe betrifft: optimale Bedingungen sorgen für die etsprechende Größe! Zu "optimalen Bedingungen" zählen aber nicht nur gute Wasserwerte und ausreichendes Futter, sondern auch Platz und die Erfüllung sozialer Bedürfnisse.
    MfG Helmut

    Ist doch meine Rede (OK, Du hast's etwas besser auf den Punkt gebracht) :]

  • Hallo Sascha,

    Zitat

    Original von Sascha Hauser
    ich stimme dir voll zu!! Jetzt hast du dir auch selbst die Antwort gegeben, warum nicht ständig gefüttert werden muss. Evtl. weil die Fische im Aquarium einen geringeren Kalorienverbrauch haben als im Meer?

    ich halte es für verhängnisvoll davon auszugehen das Fische sich im Aquarium weniger bewegen und darum die Nahrung gekürzt werden kann.

    1. ist Dir nicht bekannt wieviel Kalorien ein Fisch in Abhängigkeit zur Umwelt verbraucht. Selbst die notwendige Nahrungsmenge in den jeweiligen Entwicklungsstadien sind nicht oder nicht hinreichend bekannt. 2. Ist nicht bekannt, oder ebenfalls nicht hinreichend, wieviel Kalorien das angebotene Ersatzfutter bereitstellt. 3. Ist auch ein Doktorfisch im Aquarium ohne Unterlass unterwegs. 4. Fressen (um beim Doktor zu bleiben) diese Tiere den ganzen Tag ohne Unterlass. Das sind alles Informationen die wir einfach nicht so über den Daumen abhandeln können. Einziger verwertbarer Hinweis ist der von Helmut, daß es im Riff einfach keine mageren Fische gibt ! Mir jedenfalls ist all die Jahre, die ich in tropische Meeren meinen Urlaub verbringe, bisher niemals ein "schlanker" Fisch begegnet. Die sehen alle aus als wären sie "hochschwanger" ! Und so kommt es relativ häufig vor, daß meine Fische 6x täglich (und auch öfter) Futter bekommen und das einzige was ich erreiche ist, daß meine Fische keine eingefallenen Bäuche oder Gräten haben. So genannte "verfettete" Fische habe ich überhaupt noch nicht gesehen.

    Meine persönliche Meinung dazu:
    wenn man nicht so viel Futter in sein Aquarium einbringen möchte, dann muß man auf solche Tiere im Interesse der Tiere auf eine Haltung verzichten. Das ist auch ein Grund dafür, daß ich für deutlich stärkere Eiweißabschäumer plädiere.

    Mir ist bewußt, daß ich mich mit meinen Ansichten nicht durchsetzen kann aber vielleicht doch zum Nachdenken.

  • Hallo Helmut,


    Schließe mich dem ohne weiteren Kommentar an!

    Hallo Ralph,

    zuviel Fett/Eiweiß in der Ernährung hat viele ungesunde Folgen, der Dicke Bauch fällt nur rein Optisch am meisten auf. Ich meine auch im Meerwasseraquarianer vor nicht allzu langer Zeit einen Artikel darüber gelesen zu haben, bzw. es ging um den Tod eines Fisches, wobei die Fettleibigkeit beiläufig erwähnt wurde. Ich möchte aber jetzt nicht unbedingt andeuten, das eine Fütterung 6x Täglich ungesund ist, kommt halt mit sicherheit auf den Inhalt der dargebotenen Nahrung an.

    Dein Zitat : "Meine persönliche Meinung dazu:
    wenn man nicht so viel Futter in sein Aquarium einbringen möchte, dann muß man auf solche Tiere im Interesse der Tiere auf eine Haltung verzichten. Das ist auch ein Grund dafür, daß ich für deutlich stärkere Eiweißabschäumer plädiere."

    Kann ich auch nur Unterstreichen! Soweit ich weis betreibst Du aber einen relativ schwachbrüstigen Abschäumer, gehe ich recht in der Annahme, das du einen Verhältnismäßig geringen Besatz hast ? Ich meine ,das über deinen Besatz nicht so viele Infos zu finden sind.

    MfG

    Sascha

    3 Mal editiert, zuletzt von Sascha Hauser (18. Dezember 2002 um 22:24)

  • Hallo Sascha,

    >>zuviel Fett/Eiweiß in der Ernährung hat viele ungesunde Folgen, der Dicke Bauch fällt nur rein Optisch am meisten auf. Ich meine auch im Meerwasseraquarianer vor nicht allzu langer Zeit einen Artikel darüber gelesen zu haben, bzw. es ging um den Tod eines Fisches, wobei die Fettleibigkeit beiläufig erwähnt wurde.<<

    auch ohne tiefergehende Kenntnisse über die Verwertbarkeit von Nahrung bei unseren Fischen vermute ich mal ganz ungeniert, daß ich nicht ausschließlich kranke Tiere ob ihrer "Fettleibigkeit" im Meer beobachte.


    Ich möchte aber jetzt nicht unbedingt andeuten, das eine Fütterung 6x Täglich ungesund ist, kommt halt mit sicherheit auf den Inhalt der dargebotenen Nahrung an.

    ich gehe sogar soweit anzunehmen, daß es unerläßlich ist die Fische mindestens mit dieser Häufigkeit zu füttern.


    Soweit ich weis betreibst Du aber einen relativ schwachbrüstigen Abschäumer, gehe ich recht in der Annahme, das du einen Verhältnismäßig geringen Besatz hast ? Ich meine ,das über deinen Besatz nicht so viele Infos zu finden sind.

    Gelegentlich beschreibe ich schon meinen Tier/Fischbesatz. Da ich nicht ständig neue Tiere kaufe und mein Aquariumbesatz überwiegend sehr alt wird, gibt es keinen Anlass immer wieder darüber zu schreiben, da ich mich dann nur wiederholen würde. Aber recht hast Du mit Deiner Vermutung, daß ich gemessen an den meisten Aquarien wohl sehr wenige Fische in meinem Becken habe. Es sind aber immerhin zehn an der Zahl, wobei die größten ein Pterois radiata sowie ein Calloplesiops altivelis sind. Dafür habe ich brutto 750 Liter zur Verfügung.

    Ich meine aber auch, daß das schon ganz schön voll ist aber mein "schwachbrüstiger" Schäumer schafft das schon. Es ist übrigens ein selbst hergestelltes Modell mit einer 1500 L/h Injektionspumpe und einem Sander Mammutausströmer, der mit einer WISA 300 auf einer Kontaktrohrlänge von 140 cm betrieben wird.

    Sollte ich auf ein käufliches Modell zugreifen wollen/müssen, käme für mich übrigens nur ein Schäumer von Knop in Frage. Bisher bin ich aber mit der Leistung meines eigenen Abschäumers absolut zufrieden.

    Das alles sind natürlich meine eigenen Gedanken und Meinungen die sich niemand zu eigen machen muß. Jedoch sehe ich den Erfolg z.B. auch darin begründet, daß mein ältester Fisch (der Mirakelbarsch) nun seit rund 19 Jahren im Becken schwimmt, noch immer sehr mobil ist und ich glaube, daß ich soviel wohl nicht verkehrt gemacht haben kann.

    Auch andere Aquarianer die ich zum Teil schon sehr viele Jahre persönlich kenne, haben eine ähnliche Einstellung und können solche Erfolge vorweisen. Darunter ist auch einer, der einen Zanclus pflegt an den ich selber mich nicht herantraue aber es ist ein wirklich prachtvoll entwickeltes Tier und es ist eine Freude ihm zuzusehen.

  • Hallo Ralph et al.,

    bzgl. der häufigen Fütterungshäufigkeit stimme ich Dir voll zu.
    Probleme gibts aber, wen man Pflanzenfresser, die in der Natur auch mal tierische Nahrung verzehren, mit 'Fleischfressern' (=übliche Kleintierfresser) vergesellschaftet.
    Die gelegentlichen Kleintierfresser, die ihre fleischliche Nahrung aus Aufwuchs etc. entnehmen, sind womöglich besonders gierig nach dem Frostfutter und verfetten hemmungslos !
    In der natur bekommen sie eher wenig tierische Nahrung und sind deswegen besonders gierig danach.
    Selbst beobachtet an Burtonis und Rüsselbarben, bekannt von Malawis und besonders einigen Tanganjika-Arten (allesamt Süßwasser, aber das Prinzip ist wohl dasselbe.) Eine Artentrennung bei der Fütterung ist eher unrealistisch;-)

    Da ich die ewig hungrigen -und nicht verfettenden- Elefantenrüsselfische halte, muß ich u.a. deswegen einige Fischarten abgeben.
    Dies ist übrigens ein Grund, warum ich keine Doktoren halten will, weil die übgrigen mich interessiierenden Fische eher Kleintierfresser sind.
    Resumee also: Allesfresser mit Schwerpunkt Pflanzen nicht mit Fleischfressern zusammenhalten! Die Schäden zeigen sich oft erst nach Jahren.

    Grüße
    Ulrike

  • tag ulrike,

    nun, meine docs bekommen kein zusätzliches grünfutter.

    einzig was im becken so wächst wird abgeweidet.

    anzeich von irgendwelchen mängeln gibt es nicht.

    einzig die wuchsgrösse scheint in die richtung des zwergenwuchses zu zeigen.

    was aber keinen einfluss auf ihre vitalität hat.

    ältester doc ist mind. 14 jahre.

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