CO2-Restgaseliminierung - Ausfällungen?

  • Hi,

    ich werde demnächst meine Anlage erweitern. Es wird auch ein 2. Kalkreaktor fällig, um den CA/KH-Bedarf überhaupt noch zu decken. Ich verwende momentan eine Gasreduktionskammer (GRK-1) von Grotech, um den PH-Wert des Auslaufwasser wieder halbwegs wieder auf Beckenniveau zu bringen, was sie derzeit schon nicht ganz schafft. Mit einem 2. Kalki wäre sie dann gänzlich überfordert.

    Nun gibt es ja Leute mit großen, selbstgebastelten Säulen, geüllt mit Korallenbruch, um alles restliche CO2 zu eliminieren. ISt das überhaupt sinnvoll? Wenn der PH-Wert wieder dem Ursprung entspricht, fallen dann nciht viele der gelösten Mineralien wieder aus? Folge wäre wenig Effizienz Kalkreaktoren und auf Dauer eine durch Kalkbrei verschlammende Säule.

    Was sagen die Chemiker dazu? Und wie sind Eure Erfahrungen mit solchen Säulen?

    Gruß
    Sven

    Einmal editiert, zuletzt von Sensay (11. Dezember 2006 um 12:48)

  • Da von den "Normalusern" anscheinend keiner was dazu sagen kann ...

    Armin wo bist du :grinning_squinting_face:

    Hab übrigens was gefunden:

    http://www.lars-sebralla.de/index2.html

    Demnach ist es ja eher kontraproduktiv, das Auslaufwasser einfach über das Substrat zu leiten. Meine Verschlammungstheorie dürfte damit auch bestätigt sein. Deshalb leitet Grotech in die Kammer immer frisches Wasser mit zu, um eine Verdünnung zu erreichen

    Nur wie sind denn die Erfahrungen der Leute mit so einer Säule? Mich würden die Werte am Auslaufwasser des Kalkis und die des Wasser aus der Säule interessieren.

    Gruß
    Sven

  • Hallo Sensay,

    ob der von dir zitierte Link die Quelle aller Weisheit ist, will ich mal lieber nicht kommentieren :grinning_squinting_face:

    Es ist richtig, dass ein Teil des Calciums in der Nachbereitungsstufe ausfällen kann. Wieviel das ist,
    hängt von der Einstellung des Kalkreaktors und vom Geschick des Konstrukteurs ab.
    Wenn der Reaktor richtig betrieben wird, wird sogar noch zusätzlicher Kalk in der 2. Stufe gelöst.

    Verhindert wird aber auf jeden Fall, dass überschüssiges CO2 ins Becken gelangt und den pH-Wert senkt.
    Und das ist viel wichtiger als ein paar Milligramm mehr oder weniger Calcium !


    Gruß Armin

    Gruß Armin

  • Hi Armin,

    was meinst du mit richtig betrieben? Richtig ist für mich:

    PH 6 - 6,3 im Auslauf, damit im Reaktor genug gelöst wird. Die Durchflussmenge regelt man dann je nach Verbrauch im Becken.

    Was soll man also noch falsch machen können und in wie weit ist die Nachbereitungsstufe davon abhängig?

    Gruß
    Sven

  • Hallo Sven,

    ein Problem besteht darin, dass die Menge des sauren Zuflusswassers, in deinem Fall pH 6-6,3
    abhängig vom Kalkverbrauch ist. Je mehr saures Wasser zufließt, desto stärker die pH-Absenkung im Becken.
    Da die Calcifikation selbst auch den pH senkt, kann sich dieser Effekt aufschaukeln.
    Dies kann durch die nachgeschaltete Stufe verhindert werden.

    Gruß Armin

    Gruß Armin

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