IKS Leitwertmodul -> Anzeige?

  • Hallo zusammen

    Habe schon diverse Themen in diesem Forum über dieses Problem gelesen. Jedoch, dachte ich mit in der Zwischenzeit hätte IKS seine Produkte verbessert! Es gibt zwei Sachen die mich einfach nicht befriedigen:
    [list=1][*]Genauigkeit des Leitwertmoduls? Ich messe die Dichte normalerweise mit dem Präzisions-Ärometer (Schwebekörper) der Firma Tropic Marin. Der gemessene Wert dort gibt mir die Angabe von 1.023. Das Leitwertmodul von IKS, das etwa das 5 fache kostet, gibt mir eine Dichte von 1.025 an! Gibts da einen Trick, wie man die anpassen kann beim IKS. Eventuell mit einer Indexierung?
    [*]Für das Kalibrieren sind ja zwei Eichlösungen dabei. Jedoch kann das Leitwertmodul nicht direkt in den Behälter ein gesteckt werden, da das Modul zu dick ist. Ansonsten beim pH-Modul klappt das reibungslos!
    [*]Die Verbindung zwischen IKS und dem Modul ist nicht mit BNC verschraubt, sondern direkt. Ansonsten sind doch die meisten Module via BNC verschraubt. Ist dies ein älteres Model?
    [*]Kann es sein, dass IKS dieses Modul gar nicht mehr pusht! Auf der Website nicht mehr zu sehen. Eventuell zuviele Probleme?
    [/list=1] Ich bin dankbar für eure Meinung.

    Einmal editiert, zuletzt von olivier (28. Juli 2006 um 08:03)

  • Hi Olivier.

    Zunächst solltest du mal gucken, ob du den grauen Sensor mit dem blauen Ring oder den neuen schwarzen hast. Ich habe die Meßwerte des alten, grau/blauen Sensors mit Excel alle 2min. dokumentiert und die Kurve sah wirklich erschreckend aus. Alle paar Minuten zackte der Wert wild nach oben oder unten. IKS hat den Sensor daraufhin sehr stressfrei und kulant gegen den aktuellen, schwarzen umgetauscht. Jetzt liegen die Werte deutlich näher an der Realität.

    Den genauen Wert des TM Aräometers treffe ich aber auch nicht. Bei mir liegt das Aräometer bei 1023, der IKS leicht daneben z.B. bei 1022,6.

    Das Problem mit dem zu kleinen Eichbehälter hatte ich auch. Ich habe mir eine Eichlösung von Aqua Medic gekauft, da paßt der Sensor rein. Da fragt man sich natürlich, ob IKS das jemals ausprobiert hat.

    Ich habe nach wochenlangem Rumprobieren das Eichen immer päpstlicher durchgeführt und die Ergebnisse sind tatsächlich immer etwas besser geworden. Also konkret:
    - Prüfen, ob das Modul auf Seewasser steht (ist aber standardmäßig so).
    - Eichlösung zum Temperaturausgleich immer im Technikbecken schwimmen lassen. Dann hat man beim Eichen immer eine korrekt vorgewärmte Lösung.
    - Eichen, wenn das Wasser und damit die Eichflüssigkeit bei 25° liegen (bei mir morgens).
    - Vor dem Bestätigen des Menupunkts "Sensor in Eichlösung" einige Minuten warten und den Sensor so lange in der Eichflüssigkeit lassen.

    Wenn der Sensor danach immer noch falsche Werte anzeigt, kann man das Ganze auch über die Temperatur etwas verbiegen. Wenn also deine Eichlösung 25° hat, gibst du beim Eichen 30° ein. Damit verschiebt sich die Meßwertgerade entsprechend.

    Beim aktuellen, schwarzen Sensor ist auch kein BNC dazwischen.

    Insgesamt ist das der IKS-Eingang, der mir am wenigsten Nutzwert bringt. Das Aräometer ist genauer und mit einer Messung alle paar Tage auch ausreichend "schnell".

    Gruß
    Stefan

  • Hallo Der_Stevie

    Nun, mein Modul ist komplett schwarz. Somit sollte dies die neue Version sein :smiling_face: Bei dir stimm dies wenigstens fast mit den Werten überein. Bei mir ist es Meilen weit auseinander. Ich meine, das kann doch nicht sein, dass ich nicht die richtigen Werte für das Eichen eingeben muss? Das Modul ist ja eines der Teuersten und für dieses Geld, will ich auch etwas was funktioniert. Oder wer kauft sich was für ca. Euro 230, und es funktioniert nicht richtig. Also ich definitiv nicht!
    Arrrggg! :angry1:

  • Hallo Olivier,

    das mit dem Leitwertsensor ist so eine Sache, da spielen so viele Parameter eine Rolle das der Wert kaum zu gebrauchen ist.

    Sieh dir mal diese Leitwert-Kurve an.

    Ich sehe nicht den Wert an sich, sondern nur die Schwankung. Es ist schon erstaunlich was sich da so an Werten ergibt.

    Ansonsten kannst du dir ja mal diesen Artikel ansehen. Hier wird das ganze Thema etwas näher beleuchtet.

    mfg Stephan

  • So sah übrigens die Kurve des blau/grauen Sensors aus (aufs Bild klicken):

    Messpunkte alle 2 Minuten. Das war wie würfeln :grinning_squinting_face:

    Der neue ist eigentlich schon ganz ordentlich. Immer vorausgesetzt, du hast auch einen Temperatursensor am IKS zur Kompensation.

    Gruß
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Der_Stevie (28. Juli 2006 um 11:12)

  • @ Der_Stevie

    Ich sehe, du hast auch eine relativen hohen Leitwert. Nun, wenn ich das umrechne in einen Widerstand, bekomme ich von 56.5 mS/cm (G=1/R -> R=1/G) = 17kOhm :grinning_squinting_face:
    Somit hat mein Becken 17kOhm. Eigentlich könnte man dies auch mit einem Universalmessgerät messen oder? Einfach die beiden Elektroden ins Becken schmeissen. Hab leider keines bei mir, sonst wäre dieser Test sicherlich interessant.

  • Müsstest du dafür nicht den Elektrodenabstand immer konstant halten? Also auch beim Eichen?

    Außerdem hättest du keine Temperaturkompensation. Ansonsten ginge das sicher.

    Aus meinem Diagramm oben solltest du allerdings nicht auf konkrete Werte bei mir schliessen. Der blau/graue Sensor ging wirklich nach dem Mond. 10x kalibriert, 11 Ergebnisse :frowning_face:

    Gruß
    Stefan

  • Jo, hab meine auch schon mehrmals Kalibriert und immer in etwa den selben Wert bekommen. Also so falsch kann es ja nicht sein. :grinning_squinting_face:

    Also die mS/cm (pro cm), somit macht man daraus 17kOhm/cm :face_with_rolling_eyes:

    Egal. Dänke mir, wenn ich das gewusst hätte, würde ich mir heute kein solches Modul mehr kaufen. Dafür kriegst du ca. 6 Ärometer :ylol

  • Zitat

    Original von olivier
    Dafür kriegst du ca. 6 Ärometer :ylol

    Schon, aber was machst du mit 6 Aräometern? :winking_face:

    Mein LW-Modul war bei einem Sonderangebots-Paket von IKS dabei. Wirklich bezahlt habe ich also nichts dafür. Von daher ärgere ich mich nicht wirklich darüber. Irgendwie gehört das zu einem kompletten IKS ja auch dazu. Mehr Vertrauen habe ich auf jeden Fall zum Aräometer, nur aufgrund des IKS Wertes würde ich nie Veränderungen am Wasser vornehmen. Da ich dem Ding also eigentlich nicht traue, ist der echte Nutzwert auch bei mir gering, da hast du schon recht.

    Gruß
    Stefan

  • Das Leitwert Modul (kenne aber nur das schwarze) ist an sich sehr gut. Bei mir zeigt es zwar auch einen falschen Wert an (traurig bei dem Preis, ich weis), aber dafür ist es sehr konstant, was wie ich finde viel wichtiger ist. Es driftet auch über längere Zeit kaum, ist also schön Wartungsarm.

    Wenn man den korrekten Wert kennt (z.B. 1,023 IKS zu reell 1,0235), dann rechnet man eben immer 0,0005 drauf oder wenn man es komfortabel haben möchte, korrigiert man den Wert wie schon hier beschrieben mit Hilfe der Temperaturvorgabe beim Eichen.

    Was die Eichlösungen angeht: Man sollte NIEMALS die Elektroden direkt in die Behälter stecken, denn damit verunreinigt man sich doch die Flüssigkeiten. Daher für jeden Eichvorgang FRISCHE Flüssigkeit verwenden, z.B. in kleine Schnapsgläser umfüllen und dann nach dem Eichvorgang verwerfen. Gute Tips allgemein zum Eichen und Pflegen von Elektroden findet man bei Lars Sebralla:

    http://www.lars-sebralla.de/meerwasser/merfahrung.html

    Gruß
    Sven

  • Der nette IKS-Hotliner meinte, daß es kein Problem sei, den Sensor direkt in die 50er Lösung zu stellen. Die würde da auch auf Dauer nicht drunter leiden. Mein Händler meinte, er macht es genauso. Kritischer ist es wohl bei der anderen (1er?) Eichlösung.

    Ich spüle den Sensor vor dem Eichen aber immer mit Osmosewasser und versuche, ihn auch etwas zu trocknen.

    Gruß
    Stefan

  • Wenn man ihn vorher trocknet ok, aber sonst verdünnt man die Eichlösung mit Osmosewasser, was dann auf Dauer logischerweise niemals mehr 50ms ergeben kann.

    Gruß
    Sven

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