S.O.S was passiert da

  • Hallo Forum,

    ich bin ziemlich verzweifelt und weiß mir nicht mehr zu helfen.
    Seit ein paar Wochen geht alles schief. Zuerst sind mir in kurzer Zeit 3
    Mördermuscheln eingegegangen. Erst ein paar Tage nicht mehr richtig aufgemacht und dann gar nicht mehr.
    Zeitgleich hat mein marmorierter Schlangenstern angefangen segment für segment vonaußen her seine beine zu verlieren. Bei meinem olivgrünen, den ich schon ewig habe fängt es jetzt auch schon an.
    Da ich schon öfter gelesen habe, daß die Zeigerteile zum Dichte messen
    manchmal nicht mehr stimmen habe ich mir ein Refraktometer besorgt.
    Dies bestätigt zwar, daß die Dicht nicht wie mit dem Zeigerteil gemessen
    bei 1.022 sondern zwischen 1.024 und 1.025 liegt.

    Kann den das die Ursache alleine sein ? Bin jetzt schon langsam am verdünnen.
    Nitrit und Ammoniak = 0
    Phosphat 0.1
    Nitrat 10
    Calcium 430
    Magnesium 1200
    KH 10

    Wer kann mir einen Tipp geben????????????

    Gruß Maori

  • Maori,

    die Dichte sollte dne Tieren nicht so viel machen, da sie ja lansgam dran gewöhnt wurden. Das mit den Schlangensternen hört sich nach angeknabbert an. Was ist denn alles an Krebsen und Fischen in dem Becken?

    Wie lange steht das Becken schon?
    Mit welchem Test wurden die jeweiligen Werte ermittelt?

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo,

    ich denke mal, dass die Ursache für das Auflösen der Schlangensterne schon etwas zurückliegt. Das dauert meist eine Zeit, bis die Auflösungserscheinungen einsetzen.

    Ich würde darauf tippen, dass sich die Wasserwerte mal zu schnell geändert haben, eventuell die Dichte aufgrund falscher Anzeige deines alten Messgeräts.

    Kann aber auch sein, dass die Werte beim Tod der Muscheln kurzfristig ganz schlecht waren.

    Grüße
    Manuel

  • Hy,
    hab mal Deine alten Beitrage etwas durchgeforstet.
    Wie ist denn Dein Becken aufgebaut? Was fuer Steine sind drin? Evtl. n Bild waere nett.
    Benutzt Du immer noch das Quellwasser zum ansetzen?
    Was hast Du aktuell fuer einen Besatz?
    Fuetterst Du die Seesterne? Meine bekommen immer mal wieder 1-2 Algentabs ..
    Zu den Muscheln: Wie lange lebten die bei Dir?
    Gruß
    Roger

  • Zitat

    Original von maori
    Da ich schon öfter gelesen habe, daß die Zeigerteile zum Dichte messen
    manchmal nicht mehr stimmen habe ich mir ein Refraktometer besorgt.
    Dies bestätigt zwar, daß die Dicht nicht wie mit dem Zeigerteil gemessen
    bei 1.022 sondern zwischen 1.024 und 1.025 liegt.
    Gruß Maori

    Hi,

    du solltest bei deinem Refraktometer nicht die Dichte sondern die Salinität ablesen (normalerweise die rechte Skala) diese sollte zwischen 33 und 35 liegen.

  • Hallo,

    also die Wasserwerte habe ich alle mit Tropic Marin Tests ermittelt.
    Das Becken steht seit vier Jahren und ist mit lebendem Riffgestein eingerichtet worden. Die Schlangensterne habe ich einmal wöchentlich gefüttert. Daß sie angeknabbert werden schließe ich aus da ich nichts
    neues im Becken habe womit ich eine Krabbe eingeschleppt haben könnte.
    Das Quellwasser zum Ansetzten benutze ich immer noch.
    Die Muscheln lebten seit 2.5, 1.5 und 0.5 Jahren. Jeweils immer im November auf dem Stand von Claude Schumacher gekauft.

    Welche Ursachen könnte es denn noch geben. Meine Scheibenanemonen sind auch völlig zusammengezogen bis auf ein Elefantenohr.Bin wirklich schon so gefrustet, daß ich schon ans aufhören denke.

    Gruß Maori

  • Hy,

    ich wuerde mal grob drauf tippen, dass irgendwas im Wasser war. Wuerde ueber n Kilo Aktivkohle filtern und Easy Life in 2-3 facher Dosierung reinkippen. Kann auf jeden Fall nicht schaden ....

    Was sagt die Temp. in dem Becken?
    Hast uns bitte n Bildchen?

    Wie alt sind Deine Lampen?

    Gruß
    Roger

  • Hallo Forum,

    nachdem ich inzwischen mit einigen Händlern telefoniert habe und unterschiedlichste Antworten gehört habe, denke ich daß die Aussage von dem Herrn von FloraZoo (Name weiß ich nicht mehr, Waidner oder so) der Sache am nächsten kommt. Immer voraus gesetzt daß ich beim messen der Wasserwerte ncihts falsch gemacht und nichts übersehen habe vermutet er Bakterien als Ursache, da normalerweise ein Schlagne stern sonst nciht so leicht tot zu kriegen ist und hier faulen im ja einfach die Beine ab.
    Er hat mir einen grösseren Wasserwechsel empfohlen und die Korallen bei denen es jetzt auch schon anfängt (Hammerkoralle beginnt sich das Gewebe abzulösen) mit Aminosäurenkonzentrat etwas zu unterstützen.

    Was mein ihr dazu??

    Könnte man vielleicht mit UV-Desinfektion und/oder Ozon etwas erreichen.
    Ich hoffe ihr könnt mir helfen bevor alles kaputt ist.

    Gruß Maori

  • Hy,

    also ich denke ein WW bringt da wenig - zumindets nicht gegen Bakterien. Gegen Gifte, Schadstoffe, falsche Werte usw. schon.

    Aminopräparate bringen evtl. n bissi was, greifen aber auch nicht die Ursache an ..

    Wenn (was ich nicht glaube) es Bakterien sind, dann ist ne UV sicherlich sinnvoll.

    Bleibe bei meinem letzten Post ...

    Gruß
    Roger

  • Hai
    Bakterien glaube ich nicht.
    Ich denke am ehesten an eine Vergiftung mit irgendetwas. Aber dafür kenne ich dein Aquarium nicht um dies zu beurteilen.
    Was ist mit dem Quellwasser?

  • Hallo,

    also das Quellwasser beutze ich seit vier jahren und es gab noch nie
    Probleme (was nichts heißen muß, ich weiß), selbst in dem Sommer 2003 wo es zeitweise nur wenig geregnet hat habe ich immer dieses
    Wasser benutzt.

    Ich habe am Wochenende einen Wasserwechsel gemacht und filtere schon ein paar Tage über Kohle. Zusätzlich gebe ich täglich Ultralife vom
    Aquaterrashop hinzu. Ist wohl so was ähnliches wie easylife nur in Pulverform zum selbst anrühren. Hat aber bisher alles ncihts gebracht.

    Bei meiner Hammerkoralle hat es am Samstag an einer Ecke auch angefangen (Gewebeverust) heute morgen war bereits die halbe Koralle
    befallen. Es schreitet unaufhörlich fort. Soll ich die Koralle gleich entfernen???

    Vergiftung mag sein, aber womit? Kann man das iregndwie feststellen.
    Und vor allem was kann man tun, außer mit Kohle zu filtern und Wasser zu wechseln????


    Kann eine Vergiftung auch zum Absterben der Arme der Schalngensterne führen. Es hat bei den Sternen wirklich am äußersten Ende der Arme langsam angefangen, also nicht miiten drin oder so, und sich wirklich von außen nach innen gefressen.

    Ist die Theorie mit den Bakterien wirklich so abwegig?
    Was ich noch vergessen hatte zu erwähnen, zeitgleich sind auch plötzlich rote Schmieralgen aufgetaucht, mit denen ich bisher keine Probleme hatte. Oder hänt dies mit der Belastung dirch die Absterbenden Tiere zusammen.


    Hat niemand mehr eine Idee was man tun könnte????????????????

    Gruß Maori

  • moin,

    woran es liegt, wird sich wohl auf diesem wege nicht ermitteln lassen, dazu ist das ganze zu komplex und die daten zu gering.

    ich persönlich würde alle ein bis zwei tage wasser wechseln, min. 10x,leicht vodka zugeben, um über bacs ev. eine bindung der schädlichen stoffe zu erreichen, und zusätzlich den abschäumer sehr feucht einstellen, um möglichst viel rauszuholen.

    die kohle nach 2/3 tagen wieder raus, sonst gibts bei den vorgeschädigten tieren durch die rapide änderung u.u. noch mehr probs.

    mfg
    michael

  • Hmmm ...

    also wenn Kohle nix bringt und n WW auch nicht . *gruebel*

    Zur Not wuerde ich mal nen 50% WW mit Osmosewasser! und Markensalz machen. Die zu sehr vorgeschaedigten Korallen werden das kaum ueberleben, aber evtl. rettest Du so den Rest.

    Wie sind eigentlich die restlichen WW? Ca, Mg, PO4, NO2, NO3,...?

    Gruß
    Roger

  • Hallo allerseits,

    doch, ich glaube eher an Bakterien. Kannst du dir kurzfristig Wasser aus einem eingefahrenen Becken besorgen und ein Notbecken einrichten?

    Dann würde ich die Tiere herausnehmen und umsetzen. In dem alten Becken könnte man dann einen Versuch mit Metronidazol machen, ohne Gefahr zu laufen, die ganze Beckenbiologie platt zu machen. Es ist wie gesagt ein Versuch, eigentlich bräuchte man eine Keimbestimmung.

    Viele Grüße
    Christine

  • Hallo Maori,

    ich tippe, wie Harald und andere auch, auf Vergiftung. Ammonium wurde schon ausgeschlossen und wird durch Ultra Life etc. auch gebunden. Andere Giftstoffe teilweise sicher auch.

    Ich würde versuchen einen großen Teilwasserwechsel (min. 25 %) zu machen und diesmal Umkehrosmosewasser für das Salzwasser zu verwenden. Das halte ich für den einzigen Weg, das Brunnenwasser als Ursache ziemlich sicher auszuschließen. Einsatz von Kohle und UltraLife nötigenfalls wiederholen.

    Je nach Untergrund kann Grundwasser/Brunnenwasser sehr jung sein und Schadstoffe wie Pestizide können in kurzer Zeit eindringen, da braucht nur einmal ein langlebiges Produkt eingesetzt worden zu sein.
    Vermutlich stammt das Brunnenwasser nicht aus einem Wasserschutzgebiet.

    Achte auch auf andere Möglichkeiten von Vergiftungen. Wurden blanke Metallteile von Pumpen freigelegt? Ist irgend etwas vielleicht ins Aquarium gekommen?

    Ich kann mir nicht wirklich gut vorstellen, dass Koralle, Muschel und Schlangensterne von den gleichen Bakterien so kurz nacheinander geschädigt werden, bin aber kein Tierartzt.

    Mit dem Verlust weiterer Tiere musst Du leider trotz aller Maßnahmen rechnen, da ein Schlangenstern, der beginnt sich aufzulösen (Armteile zu verlieren), praktisch schon tot ist.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Mensch Meister Balling!
    Ist schon mal einer auf die simple Idee gekommen, daß es irgendwann mal zu warm war in dem Becken? TridacnaMuscheln verzeihen sowas nicht. Meist sterben sie auch ein paar Wochen später, nachdem die Temperatur über 30° ging, deshalb bringt man es nicht in diesen Zusammenhang!
    Ansonsten salzige Grüße von der viel zu warmen Ostsee (21°C)

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Auch ein Schlangenstern lebt nicht ewig...
    Aber im Ernst: Wir hatten früher (das können heute sicher auch viele Händler bestätigen)immer viele Tridacna Ausfälle Ende Sommer. Natürlich denkt man sich dabei zunächst nichts, bis wir mal im Roten Meer beobachtet haben, daß nach eine Hitzewelle sämtliche Muscheln auf dem Riffdach gestorben waren, da reimt man sich den Rest dann zusammen und beobachtet genauer.
    In der Tat vertragen die Muscheln die 30° Grenze sehr schlecht, sterben aber merkwürdigerweise erst nach mehreren Wochen. Anfangs öffnen sie sich nicht mehr so richtig, dann immer weniger und irgendwann sitzen die Garnelen drauf...

    Apropos schnodderig: Gibt´s bei der Dr. Biener GmbH noch so´n Job, wo man den ganzen Tag im Internet surfen kann? Ich habe zwar den Ost - Stempel, aber wirklich schon mal ein paar Jahre als "echter Meeresbiologe" gerabeitet... :grinning_squinting_face:

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Hallo Thorsten,

    surfen in der Ostsee ist doch bei den Temperaturen bestimmt schöner!

    Ich habe die automatische E-Mail-Aktivierung angestellt, insofern sitze ich zwar viel vor dem Rechner, habe aber eher anderes zu tun als gebannt auf das Forum zu starren. Surfen kann man mal in der Pause, zum abtrocknen reicht die Zeit schon nicht mehr. :grinning_squinting_face:

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hi,

    hört sich wirklich übel an, was da bei Dir passiert.

    Das Problem liegt ja in erster darin, dass Du die Ursache (noch) nicht herausgefunden hast. Aber da verschiedene Spezies gleichzeitig betroffen sind, kann es meiner Meinung nach nur an einer Veränderung des Wassers liegen. Meine persönliche Vermutung ist, dass es am Quellwasser liegt. Auch wenn Du Jahrelang keine Probleme mit dem Wasser hattest, so kann es doch durchaus sein, das die sich Qualität des Quellwassers durch irgendeinen Umstand geändert hat (Pestizide, plötzlich auftretender erhöhter Eisen oder sogar Kupfergehalt (!), oder vielleicht stimmt auch der Sauerstoffgehalt nicht mehr. Fakt ist, dass Du es im Moment nicht heraus findest. Mein Tipp (zumindest würde ich dies machen): Auf jeden Fall einen UV-Klärer einsetzen, der gegen mögliche Bakterien wirksam wird, dann zusätzlich Aktivkohle, die gegen Schadstoffe im Wasser wird. Zusätzlich auf jeden Fall das Quellwasser sofort absetzen und Leitungswasser oder Osmosewasser rein. Am besten einen großen Wasserwechsel von 30 - 40 %. Wenn dies alles nichts hilft (also spätestens nach wenigen Tagen): Alle Tiere raus in ein separates Becken, und dann in deinem Becken einen kompletten Wasserwechsel plus Wechsel des Untergrundes, damit du mögliche Schadstoffe/Bakterien rausbekommst. Wenn Du neuen Untergrund einbringst, nimm am besten Lifesand, das hilft dem schnellen Einfahren des Beckens. Berichte mal anschließend, wie es gelaufen ist.

    Gruß

  • Hallo,

    also ob es was nützt she ich noch nicht wirklich. Ich werde erstmal noch einen großen Wasserwechsel machen und die Aktivkohle nochmal erneuern. Abschäumer läuft ebenfalls auf Hochtouren.

    Grundsätzlich würde mich mal eure Meinung zum Thema Ozon und
    UV interessieren. Wie sind eure Erfahrungen und würdet ihr dazu raten
    oder nicht (unabhängig von meinem altuiellen Problem).

    Ob ich es noch brauche weiß ich nicht, da ich immer noch mit mir ringe
    ob ich aufhöre oder nicht. Mal sehen.

    Gruß Maori

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