Tiere aus Nordsee oder Mittelmeer für Aquarium geeignet ?

  • Habe da mal ne Frage.

    Lassen sich Tiere aus der Nord- bzw. Ostsee oder dem Mittelmeer mit in ein Riffaquarium setzen ?

    Habe den Salzgehalt der Ostsee gemessen und mit 1.010 bestimmt. Lassen sich da z.B. Muscheln oder Quallen in ein Becken setzen mit einem Salzgehalt von 1.023 ? Langsam umgewöhnen ? Tröpfchenmethode ?

    Wie sieht es z.B. mit Einsiedlern und kleinen Fischen / Anemonen aus dem Mittelmeer aus. Überleben die in einem Riffaquarium ?

    Ist es sinvoll solche Tiere ins Aq zu setzen oder macht das nur ärger ? Einschleppen von Krankheiten, Algen, Parasiten, etc... ?

    Würdet ihr mir dazu raten oder besser Finger von lassen ?

    Vielen Dank schonmal im voraus für Ratschläge !

  • Das größte Problem der Mittelmeertiere ist die Temperatur !
    Ich kenne einige die solche Tiere in ihren Becken pflegen, ich selbst würde sie nur in einem Artenbecken halten, wenn es überhaupt sein müsste!
    Bei Aktinien scheint es auch im normalen Riff- Becken zu funktionieren, bei Einsiedlern auch, bei den meisten werden leider die Garnelen durch die Temperatur gekocht.Bei den Fischen kann ich nichts dazu sagen, da ich keinen kenne der sie pflegt!
    Ich würde es sein lassen , die Tiere sind im Handel auch nicht viel preiswerter, höchstens du sammelst sie selbst ein.Mfg Alex

  • Zitat

    Original von Platos
    Lassen sich Tiere aus der Nord- bzw. Ostsee oder dem Mittelmeer mit in ein Riffaquarium setzen ?

    die Tiere aus der Ostsee passen nun wirklich nicht in ein Riffbecken - 1.) ist die Ostsee ein Brackwassergewässer und 2.) sind die Temperaturen viel niedriger als in den Riffbereichen der Meere, so daß Du die Tiere eigentlich nur umbringen würdest

    bei den Tieren aus der Norsee würde mit im Moment keines einfallen, daß in ein Riffbecken passen würde - schon vom Temperaturbereich her nicht.

    MfG, Frank


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    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • Tiere aus dem Mittelmeer sicherlich, wenn man bedenkt was für Wassertemperaturen in den kleinen "Ebbetümpeln" herrschen die man an den Küsten so findet. In unserem Becken haben wir zur Zeit 28 Grad und sehr muntere Einsiedler, Schnecken, 2 Lippfische, ein paar Schleimfische und einen kleinen Drachenkopf, alle aus dem Mittelmeer und alle putzmunter. Schwämme und Wachsrosen gedeien ebenfalls auf dem Mittelmeergestein.

  • Hi zusammen

    Man kann nicht bedenkenlos jedes Mittelmeertier im Tropischen Becken halten, der grund wurde schon genannt. Die Temperatur. Es gibt aber einige die auch höhere Temperaturen auf Dauer wegstecken.

  • HI,
    also das die Pferdeaktinie es gut verkraftet,ist ja bekannt,auch die
    Felsengarnele Palaemon elegans lässt sich gut bei höheren Temperaturen halten
    (bei mir mussten sie erst vor einem Paar Stenopus kapitulieren)
    Der schwarze Schlangenstern Ophiocomina nigra ist fast ein Kosmopolit ,er kommt von Vest-Afrika bis (fast)Nord-Norwegen vor,
    weshalb er auch bei mir im Becken landete,was bisher gut ging.
    Auch einige Arten von Seescheiden mögens gern warm,das habe ich aber noch nicht ausprobiert(werde es bald nachholen)
    Man muss natürlich aufpassen, das man bei solchen Experimenten die Tiere gut im Auge hat;am besten sammelt man sie denn auch in der warmen Jahreszeit,damit der Übergang nicht zu heftig wird.
    Ausserdem ist hier ein kleineres Artenbecken sicher besser geeignet.
    (bei einem grossen Riffbecken mit vielen wertvollen Steinkorallen würde ich
    schon etwas vorsichtig sein)
    Als witziges Beispiel kann ich hier auch noch eine Alge,Codium fragile nennen,die ich vor einigen Wochen aus einem eiskaltem Gezeitentümpel in mein Becken gesetzt habe,wo sie bestens gedeiht.
    Es handelt sich aber hierbei auch um eine Art ,die hier eigentlich nicht hingehört und sich erst in den letzten Jahren hier eingebürgert hat.
    Als ich noch ein kaltes Nordseebecken betrieb,hatte ich Schwierigkeiten
    mit dieser Art...
    Schöne Grüsse Thomas
    Hier ein Bild:

  • Hi Thomas

    Codium fragile scheint weiter verbreitet zu sein, und recht anpassungsfähig ist sie wohl auch.


    Ich fand folgendes darüber auf:
    http://www.thalgo.de/algen.php?id=41

    Gehört zur Familie der Grünalgen. Heimat: Mittelmeer, Atlantik, Ärmelkanal, Indischer Ozean, Pazifik. Sehr verbreitet in gemäßigten Gewässern an den Felsküsten von Japan, Australien und Südafrika. Sie lebt auf Felssubstrat und erreicht eine Größe von 20 bis 50 cm. In Japan ist Codium fragile auch bekannt als „Miru“ und wurde dort in einem Buch bereits im 8. Jh erwähnt. Sie ist noch ein sehr wichtiger Bestandteil in vielen japanischen Zeremonien und Feiertagen, wo sie dann frisch oder gekocht verwendet wird. Von innen angewendet, wirkt diese Alge antibakteriell, blutgerinnungshemmend und ist in der Volksmedizin als Wurmmittel bekannt. In der Kosmetik wird sie eingesetzt, weil sie stark befeuchtend wirkt, den Mineralienhaushalt stimuliert und ausgleicht, Freie Radikale bekämpft und die Hautregeneration durch die Stimulierung der Fibroblasten (Zellen, die das Bindegewebe aufbauen) fördert. Ihre zahlreichen Mineralien (Natrium, Magnesium, Kalzium und Phosphor) sorgen für das osmotische Gleichgewicht, die Permeabilität und Selbstschutzreaktionen der Zellen. Ihre Fett- und Aminosäuren halten die Feuchtigkeitsversorgung aufrecht und sind wichtig für die Synthese von Kollagen und Elastin. Das in ihr enthaltene Carbamid (Harnstoff) verbessert die Durchlässigkeit der Haut und deren Feuchtigkeitsspeicherfunktion.


    PS: Anfrage wegen Bilderlaubnis habe ich per PN geschickt .-)

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