Probleme mit Pseudocheilinus hexataenia

  • Hallo,

    mein Pseudocheilinus hexataenia wurde zeitgleich mit einem Cirrhilabrus rubriventralis in unser 180er Riffbecken eingesetzt. Leider hat der Sechsstssreifenlippi den Cirrhilabrus ziemlich in die Mangel genommen, so dass dieser irgendwann tot neben dem Becken lag. Hab dann zwei Macropharyngodon bipartitus eingesetzt und gehofft, dass die zahlenmäßige Überlegenheit vor Übergriffen schützt. Ein echt blöder Fehler, der hexataenia attakiert die beiden höchst aggressiv. Einen der beiden musste ich bereits aus dem Ablaufschacht bergen. Da es nahezu unmöglich ist die Fische wieder rauszufangen habe ich mir gedacht, ich biete dem Sechsstreifenlippi einen Partner, da sie ja dann angeblich weniger aggressiv sein sollen?

    Kann das gut gehen, oder gibt es andere Lösungen? Wie erkenne ich beim Hexataenia Männchen oder Weibchen bzw. handelt es sich hierbei um protogyne Zwitter?

    Danke und Grüße,
    Martin

  • Hallo Martin,

    ich hatte auch mal so nen Stinkstiefel von Sechsstreifen im Becken, er hatte sich dann mit nem Riffbarsch zusammen getan und die beiden waren dann das Killerteam gegen jeden neuen Fisch.

    Das Zusetzen eines zweiten Sechsstreifen war komplett problemlos. Anfangs hatte ich auch Vorbehalte, ob das gut geht, habs deshalb mit ner Schwimmschule versucht. Der alte Sechsstreifen hat sich sofort für den neuen interessiert, ohne jegliche Aggressionen. Die beiden haben sich sofort verstanden und sich dann auch für keinen anderen Fisch mehr gekümmert, auch nicht um Neuzugänge.

    Einen Geschlechtsunterschied gibts glaub ich nicht, ich hatte auch keine Auswahl, hab den einzigen gekauft, den es grade noch gab.

    Viele Grüsse Kathrin

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  • Danke für die schnelle Antwort, wie du dir wohl denken kannst, BRENNT das ganze . ..

    Werd morgen sofort losfahren und einen kaufen . . . und hoffen dass es bei mir auch so gut klappt

    Vielen Dank,
    Martin

  • Hallo nochmal,

    vielleicht kannst Du das mit der Schwimmschule auch versuchen, nur so zur Sicherheit, falls es nicht gleich klappen will. Ich hab mir dafür so nen Plastikkasten aus dem Süsswasserbereich besorgt, so nen Ablaichkasten bzw. Aufzuchtkasten. Den ins Becken gehängt, da konnte der neue sich umsehen und die anderen konnten sich auch ahn ihn gewöhnen. Und wenns schief geht, bekommt man den Fisch eben auch wieder gut raus.

    Viele Grüsse Kathrin

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    Einmal editiert, zuletzt von brombeere (17. Juni 2006 um 00:44)

  • Martin,

    in meinen Becken haben die Biester aber auch als Gruppe keinen neuen Lippfisch in Ruge gelassen. Auch wenn deine als Paar friedlich sein können, werden sie Aufgrund des beschränkten Platzangebotes vermutlich auch weiterhin jeden Futter- und Raum Mitstreiter vertreiben bzw töten.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Schon zu spät, der neue Lippi hängt mit Beutel im Becken. Der alte zeigt keinerlei Aggressionen, werde den neuen bald entlassen und hoffen dass sich alles etwas zum Guten wendet . ..

  • Also die 6Streifen Lippis untereinander sind absolut Problemlos, die beiden Bipartius sind noch eingegraben . . .

  • Hallo,

    hab den Beitrag noch mal hochgeholt. Mich würde interessieren, wie die Sache ausgegangen ist (ich möchte das Gleiche versuchen).

    Grüße
    Gert

  • Hi,

    ich weiß zwar nicht wie die angesprochene Geschichte ausgegangen ist. Bei mir wars jedenfalls letzte Woche so, dass ich zu meinem absolut friedlichen hexataenia-Bock (bisher Einzelgänger) zwei junge zugesetzt habe, damit er endlich einen Mini-Harem hat. Die ersten 3 Tage hats ganz gut ausgesehen, gegenseitiges Beschnuppern und leichtes Jagen. Aber dann hat der Bock plötzlich durchgedreht und hat einen jungen totgebissen, ich hatte keine Chance einzugreifen. Er hat bisher keinen einzigen Neuzugang angegriffen!!! Beide jungen hexataenia hatten noch die weißen Linien am Maul und einen eher flachen Körperbau (bei den meisten Männchen, die ich bisher gesehen habe war der Körperbau hoch, "Buckel"). Die einzige Erklärung, die ich im Moment habe ist, dass der getötete Junge eine etwas blauere Farbmorphe war und vielleicht deshalb als Konkurrent erkannt wurde oder evtl. schon männliche Ansätze hatte???

    Das andere Jungtier ist voll akzeptiert.

    Ciao
    Joachim

    P.S.: diese Geschichte soll aber niemanden von diesem wunderbaren Fisch abhalten. Ist für mich vom Verhalten einer der interessantesten Fische überhaupt. Außerdem leben sie ziemlich lange (hatte vor 20 Jahren einen, waren zu der Zeit eine absolute Rarität bei uns, da sie niemand halten wollte, und der hat in meinem Becken 8 Jahre gelebt und ich habe ihn dann bei der damaligen Beckenauflösung weitergegeben, ist also vermutlich noch älter geworden).

    ab 02/20 - 80 x 100 x 65; bis 12/19 165 x 100 x 80; SPS, LPS, Weichkorallen


    Rüdiger Nehbergs Menschenrechtsorganisation TARGET kämpft erfolgreich gegen die Genitalverstümmelung von Mädchen, Infos unter:
    http://www.target-human-rights.com

    Einmal editiert, zuletzt von Joachim K (9. Februar 2007 um 20:48)

  • Hallo Joachim

    Interessante Beobachtung.

    Wir hatten mal vier Sechstreifenlippis eingesetzt (im Abstand von wenigen Tagen) wovon einer nach einigen Monaten nicht mehr zu sehen war.
    Bei unserem Supergau verschand der dritte, verblieben sind aber noch zwei die nun auch seit der Interzoo 2004 zusammen schwimmen und sich blendend vertragen. Es ist ein wunderschönes spiel zu sehen wie sie miteinander umgehen.

  • Hallo,

    leider ist die Geschichte nicht gut ausgegangen. Das aggressive Tier musste ich rausfangen, was kein so besonderes Problem war, da er sein Spiegelbild attakiert hat wie ein tollwütiger Köter. Ich hab eine Glasscheibe ins Eck gestellt und den Spiegel positioniert und als er sein Gegenüber bekämpft hat einfach das Eck abgesperrt. Den Fisch hat mir ein Händler abgenommen. Ich hatte mich damals schon gewundert was er ständig wie besessen an meiner Marea Stream herumpickt, bis ich gemerkt habe, das er sich in diesem reflektierendem Aufkleber spiegelt und sein vermeintliches Gegenüber angreift.

    Der kleinere friedliche Fisch ist leider krank geworden (Symptome Schleimhautfetzen hingen wie Fussel vom Körper) und dann war er plötzlich verschwunden. Irgendwann kurz darauf stellten wir fest, dass unser grüner Schlangenseestern ganz komisch geschwollen ist. Der Zusammenhang ist uns aber erst viel später bewußt geworden.

    Die beiden M. bipartitus schwimmen immer noch im Becken und erfreuen sich bester Gesundheit.

    Der P. hexataenia ist für mich einer der schönsten Fische überhaupt, ich werde mich aber hüten je wieder einen zu erwerben.

    Grüße
    Martin

  • Hallo Robert,

    wie gesagt, untereinander haben sich die Tiere bestens verstanden. Aber der größere von den beiden hätte die M. bipartitus gekillt.

    Da das Becken mittlerweile voll besetzt ist, werd ich auch keine Hexataenias mehr einsetzen.

    Grüße
    Martin

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