Lets go! Wie aber am Besten?

  • Nachdem ich letzte Woche mein Becken (100x50x60) vom Händler abgeholt habe, stelle ich mir nun die Frage wie es nun weitergeht...
    Technik wurde bis auf den Heizstab installiert, das Basisgestein habe ich auf eine Lichrasterplatte verteilt. Salz und Live Sand sind griffbereit. Die lebenden Steine habe ich noch nicht bestellt aber schon mal beim Shop von Herrn Schumacher nachgefragt.

    Meine Wassertest kommen am Donnerstag, UO-Anlage habe ich keine, Antwort von der Gemeinde bzgl. detailierter Wasserwerte ist noch ausständig, bislang habe ich diese Werte erhalten:
    Messung vom 05.10.05
    PH 7,6
    Leitfähigkeit 337
    Nitrat 5 mg/l
    Chloride 2 mg/l
    Fluoride 0,36 mg/l
    Sulfate 20 mg/l
    Arsen 36 :winking_face_with_tongue:
    Arsenwert ist über der gesetzlichen Sollgrenze, dieser macht mir neben den noch unbekannten Silikat und Phosphat Werten am meisten Kopfzerbrechen. Diese Werte werde ich aber am Do selber messen.

    Nun eure Meinung, kann ich bereits mit Wasser auffüllen oder sind diese Werte ungeeignet?

    Und würdet ihr den Bodengrund (Live Sand in Säcken) schon vor den lebenden Steinen einbringen oder nicht? Hat das einen Vorteil oder nur den Nachteil dass man den Mulm schlechter absaugen kann?

    Ich hoffe ihr könnt mir einige Tips geben und danke euch schon mal für die Antworten.


    Beste Grüße

    Manuel

  • Hallo Manuel,

    den Bodengrund immer nach den Steinen einbringen; sonst kann es a) im Sand drunter gammeln und b) grabende Tiere etc die ganze Konstruktion durch untergraben zum Um/Einstürzen bringen....

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Hallo Markus,

    das Basisgestein habe ich bereits drin, das Foto ist von letzter Woche! Könnte ich jetzt also nach dem befüllen und aufsalzen problemlos den Live Sand reintun? (Vorausgesetzt ich kann dieses Wasser verwenden)

    Grüße

    Manuel

  • Hallo Manuel,

    Hast Du als Basisgestein nur die eine Riffsäule vom Foto?
    Also wie gesagt, es sollte halt sichergestellt sein, dass keine Steine auf die Sandfläche gelegt werden....
    (Hast Du meinen Thread bzgl. des Steinaufbaus gesehen?)

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Hallo Markus,

    Nein ich hab ca. 12 kg totes Riffgestein auf die Lichtrasterplate links von der Säule gelegt. Ich werde heute Abend mal ein Foto vom Aufbau machen und morgen reinstellen.
    Ist es besser die Steine miteinander zu fixieren (Kabelbinder, Kleber) oder lose zu lassen um im Notfall alles auseinanderzunehmen?

    Kann vielleicht jmd. zum Arsengehalt noch was sagen?

    Grüße

    Manuel

  • Der Arsengehalt kann eigentlich nicht stimmen.

    In meiner detaillierten Laboranalyse von unserm Wasser hier in der Gegend(Harzwasserwerke) liegt er bei 0,1 Mikrogramm/L, der Grenzwert liegt bei 10 Mikrogramm/L.
    Leider hast du die Einheiten vergessen, aber ich würde da nochmal drauf schauen oder schleunigst mal beim Wasserwerk nachfragen :winking_face:

    Einmal editiert, zuletzt von Galgenstrick (13. Juni 2006 um 11:43)

  • Hallo Manuel,

    beides hat Vor und Nachteile - ein mit Kleber fixierter Aufbau ist nicht gerade leicht zerlegbar, da kann man dann eigentlich nur das einzelne Teil als ganzes rausnehmen. (Kabelbinder kann man ja zerschneiden).
    Bei loser Stapelung von Steinen können diverse "Tierchen" wie z.B. Seeigel allerdings schon einiges "durcheinanderbringen" was bis zum Einsturz gehen kann (und ein gegen die Scheibe krachender Stein könnte eventuell fatale Folgen haben). Durch aufeinanderstapeln ist man wahrscheinlich (abhängig von den Steinen) auch im Riffaufbau eingeschränkt.

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Nee, leider nicht! Der Wert ist deutlich über dem Grenzwert, der ist auch bei uns wie du sagst bei 10 mikrogr./L. Ich wohne erst seit kurzem in dieser Gemeinde, hier ist das Problem aber scheinbar lange schon bekannt.... :winking_face_with_tongue:
    Was ich jetzt nicht weiß ist ob diese Konzentration bereits schädlich (ich lebe zwar noch...) für Meerwassertiere/bakterien ist, und ob eine UO oder Harzanlage hilft. Ansonsten sind die Werte (denke ich) nicht so schlecht.

    Grüße

    Manuel

  • Tjo, also mit arsen ist das so ne Sache, es lagert sich soweit ich weiß im Körper an, allerdings kann man sich durch kleinste Dosen auch an einen gewissen Arsengehalt gewöhnen.
    Adlige im Mittelalter, bei denen Arsen als das Mordgift schlechthin galt, pflegten immer mal kleinere Mengen bewusst zu nehmen und verkrafteten dabei Dosen bis zum fünffachen der normalen lethalen Menge.

    Was das nun für die Fische bedeutet, kurz gesagt, keine Ahnung.
    Hab leider nichts hier zu der genauen Wirkung von Arsen auf die Umwelt, evtl. findet man da bei google was. Ansonsten würde ich mir darüber nicht zuviele Gedanken machen.
    Arsen steht in der gleichen Hauptgruppe wie Stickstoff und Phosphor und sollte von einer UO ähnlich gut zurückgehalten werden, auch wenn ich das nicht belegen kann. hw hat eine umfangreiche Tabelle für die Firmeneigenen UO´s vielleicht steht da was.

  • Mein TIPP: Nicht ohne Osmoseanlage, das haut nur in ganz seltenen Fällen hin und ansonsten verlierst du vor lauter Algen und Wasserproblemen schnell die Lust am Hobby.

    Nichts überstürzen ...!

    Gruß
    Lars

  • Hallo Manuel,

    im natürlichen Meerwasser kommt Arsen (As) nur in verschwindend geringen Konzentrationen vor, Muscheln, Garnelen und gewisse Algenarten reichern es aber trotzdem bis zu 175 mg/kg an. Das Verteilungsprofil von Arsen und die mittlere Verweildauer weisen es als Nährstoff aus.

    Arsen kann sowohl durch Umkehrosmose wie auch durch Ionentauscher aus dem Wasser entfernt werden, wobei die UO das Arsen nur zu 94% - 96% zurückhält.

    Nach der Lektüre bei Wikipedia.de schätze ich das Arsen als beherrschbar ein. Es sollte auch dann, wenn es schon ins Aquarium gelangt ist, durch normale PO[T]4[/T]-Adsorber auf Eisen- oder Aluminiumbasis entfernt werden können.

  • Also wenn in meinem Trinkwasser 36 µg/L Arsen wären würde ich erstmal an meine Gesundheit denken und nicht an die Eignung fürs Aquarium. Schon Konzentrationen von 50 µg/L werden als bedenklich angesehen und wie bereits erwähnt liegt der Grenzwert laut Trinkwasserverordnung bei 10 µg/L.

    wo wohnst du denn genau ?

  • Hallo!

    Danke für eure Beiträge,

    @ Thomas
    genau das habe ich auch gelesen:

    Zitat aus Wikipedia:
    "Für die Entfernung von ionischem Arsen aus dem Trinkwasser gibt es Verfahren, die auf Adsorption an Aktivkohle, aktiviertem Aluminiumoxid oder Eisenhydroxid-Granulat beruht. Daneben werden auch Ionenaustauscher verwendet. "
    Also müßte es mit Zeolith, Tonmineralerde, oder eben Adsorber auf Eisenbasis gefiltert/aufbereitet werden können.

    Steffen
    ich wohne in Südtirol, insgesamt gibt es da 33 Gemeinden die mit diesem Problem zu kämpfen haben, bis vor einigen Jahren war der Grenzwert 10 mal so hoch. Ich muss sagen ganz beruhigt bin ich trotzdem nicht, die Ausschreibungen für die Arbeiten an einer Wasseraufbereitungsanlage wurden laut Auskunft bereits gemacht und scheinbar ist es eine Frage von einigen Monaten bis die Anlage in Betrieb geht.

    Ich glaub ich werd ab heute nur mehr Mineralwasser aus dem Supermarkt trinken...

  • Ich würde das tote Riffgestein und die Riffkeramik vorher noch gründlich mit Osmosewasser spülen bzw. wässern. So bekommst du einen Teil der toten Inhaltsstoffe schon vor der Befüllung aus dem Gestein raus. Alles gut untersuchen und ggf. Reste entfernen. Bei uns ist z.B. durch einen trockenen Muschelrest in den toten Basisgestein ein Faulprozess in Gang gekommen, der sogar ein faulendes Nest im frischen Bodengrund hinterlassen hat. Das ist uns zum Glück noch rechtzeitig aufgefallen.

    Der Riffsäule kannst du durch das Spülen einen Teil des Silikats entziehen, welches durch den Herstellungsprozess immer in den Riffkeramiksachen enthalten ist, ansonsten hast du auf den Sachen ein nettes Algenwachstum in der Einfahrphase.

    Gruss

    Rüdiger

    Ex-Becken: 230x80x70 mit 60cm Panoramaecke rechts - im Kreislauf ca.1350l - Technikbecken 100x60x40 + Nachfüll-/WW-Becken 40x55x50 - Umwälzung Abyzz 420 eco - 2x Tunze Stream 6100 - 2xHagen 802 - Abschäumer H&S F200 2x2001 - Eigenbaubeleuchtung T5 12x39W + 4x54W - UV DeBary 25W - Ozon Sander 100 - Balling mit Grotech TEC III + EP IV - IEM UO m. Boosterpumpe + Si Filter - 5% WW/Woche, wechselndes Salz --> Bilderthread | Aquabilderbuch | Aquabilderbuch altes 400l Becken

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