Problem bei Vergesellschaftung Chelmon rostratus und Zebrasoma flavescens

  • Hallo zusammen,

    nach langem Überlegen habe ich mir gestern einen Chelmon rostratus gekauft.
    Ich habe mir vor dem Kauf auch nochmal zeigen lassen, dass er gut frisst, da das eigentlich meine grössten Bedenken waren...

    Seit seinem Einzug ins Becken, haben meine beiden Zebrasoma flavescens aber nichts besseres zu tun, als ihn permanent zu jagen! :loudly_crying_face:
    Seit gestern hockt er daher ganz zurückgezogen in einer kleinen Ecke und traut sich nicht mehr raus.
    Fressen möchte er auch noch nicht so richtig, aber das könnte ja auch noch an der Eingewöhnungsphase/ Stress liegen...

    Weiss denn jemand, was ich gegen das Jagen machen kann oder sind das nur (ganz normale) Revierkämpfe zwischen den Zebrasoma flavescens und dem Chelmon, die sich wieder legen?
    Ich hatte von Problemen einer Vergesellschaftung dieser beiden Arten eigentlich bislang noch nichts gehört, daher bin ich jetzt etwas ratlos und besorgt... :confused_face:

    Bin für jede Antwort dankbar!!!

    LG,
    Jessica.

  • Heb mir auch vor zwei Monaten ein Chelmon rostatus gekauft und meine beiden Zebrasoma ging auch so ca drei tage auf ihn los aber jetzt verjagt mein Chelmon sogar die Zebrasoma beim Fressen damit er als erstes dran kommt !!
    Wie groß ist denn dein Becken und sind genug versteckmöglichkeiten drin?
    Und du solltest mehr füttern so das die anderen Fische sehen das trotz neuzugang noch genug futter da ist für alle

  • Die flavescens sind eben sehr revierbildend und dominant, meist legt sich das nach ein paar tagen wieder und das gegenteil tritt ein, d.h. sie schwimmen zusammen.

    Ich hatte in meinem alten becken so einen schwimmverband von hepatus, flavescens, navarchus und chelmon. Als die tiere zu gross wurden und ich sie abgab blieb nur der chelmon den ich in meinem zwergkaiser becken halte, werde mal schauen ihm wieder einen passenden gefährten zu geben. :winking_face:

    Achte aber drauf das es der flavescens nicht zu sehr übertreibt je nach grösse und konstitution kann es so ein bursche auch schaffen einen chelmon nieder zu machen.

    Wie sind denn die grössenverhältnisse der beiden zueinander?! =)

    Einmal editiert, zuletzt von Jochen I. (21. Mai 2006 um 15:38)

  • hallo,

    erstmal vielen Dank für die schnellen Antworten!

    der Chelmon ist nicht viel kleiner als der Zebrasoma flavescens.
    Versteckmöglichkeiten sind auch genug vorhanden.

    Gruß,
    Jessica.

  • Manchmal hilft es einen Spiegel am Becken anzubringen, so dass sich die agressiven Tiere auf ihr Spiegelbild konzentrienen.

  • Jessica,

    ich würde auch empfehlen die Doktoren mit Grünfutter (Salat, Löwenzahen etc) an eine ander Stelle im Becken zu locken und dem Chelmon damit mehr Ruhe zu gönnen.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo,

    vor dem selben Problem stand ich auch schon einmal, außer zwei Z. flavescens haben auch noch zwei Korallenwächter echten Stress verbreitet, ich hatte die Möglichkeit das Becken mit einer Plaxiglasplatte in zwei Bereiche zu unterteilen, nach drei Tagen war dann Ruhe und heute läßt sich der Chelmon von niemanden mehr beeindrucken.

    Gruß Henry

  • ...also das mit dem Spiegel habe ich gerade ausprobiert, die Doks sind aber leider wenig davon beeindruckt.
    Also bin ich gerade auch noch ein wenig Löwenzahn pflücken gegangen, jetzt schlagen sie sich erstmal die Bäuche voll.
    Aber sobald der Chelmon aus seinem Versteck kommt, gibt´s wieder Stress.

    Habe Chelmi vorhin mit einer Pipette versucht, in seinem Versteck mit Artemia zu füttern und da hat er dann ja auch etwas von genascht.
    Es soll zumindest nicht daran scheitern, dass er in seinem Versteck nichts zu futtern kriegt!

    Also soweit ich das Euren Erfahrungen entnehmen kann, legt sich das Ganze ja im Normalfall nach einigen Tagen wieder.
    Dann sorge ich mal für ausreichend Futter (auch im Versteck) und lenke die Doks etwas ab und hoffe, dass sich der Stress dann bald legt.

  • wenn der chelmon frisst, siehst nicht schlecht aus.
    versuch ihn halt häufiger mit kleinen portionen zu füttern.
    Vermeide jeden anderen stress, und dann hat sich das in 1 bis 2 tagen eingespielt.

    und wenn du so nen kleinen kosmetikspiegel hast, den kann man auch ins becken stellen, lenkt dann den doc garantiert ab

    Einmal editiert, zuletzt von Thomas Geisel (21. Mai 2006 um 18:27)

  • Hallo Jessica,

    leider kann auch ich nicht über gute Erfahrungen mit der Vergesellschaftung
    von Zebrasoma flavescens und Chelmon rostratus berichten.

    Es kommt scheinbar aber immer auf das jeweilige Tier an, auch hier sind
    Unterschiede im Verhalten immer wieder zu beobachten.

    Meinen ersten Zebrasoma flavescens hatte ich ca. 1 1/2 Jahre im Becken, als ich einen Chelmon rostratus erwarb.

    Die ersten Tage haben sich beide etwas behakelt, was ich jedoch überwiegend als normaes Revierverhalten ansah, da nach ca. 1 Woche Ruhe einkehrte.

    Leider musste ich den Zebrasoma flavescens wegen seiner Grösse, er war inzwischen fast 14 cm gross abgeben, da er nun immer wieder gegenüber dem Chelmon (ca. 7 cm gross), insbesonders bei der Fütterung aggressiever wurde.

    Nach 3 Wochen erwarb ich bei meinem Zoo-Fachhandel einen neuen Zebrasoma flavescens mit einer Grösse von ca. 4 cm und hoffte, dass
    dieser, allein wegen der Grösse sich im Becken unterordnen würde.

    Die ersten Tage war alles sehr friedlich, beide schwammen prblemlos nebeneinander her und ich war begeistert.

    Leider schwand meine Begeisterung nach ca. 5 Wochen.

    Der Zebrasoma flavescens, inzwischen wie alle anderen Tiere gut im Futter
    (kleines Bäuchlein), wurde von Tag zu Tag gegenüber dem Chelmon
    immer aggressiver.

    Es kam soweit, dass sich der Chelmon nur noch in einer oberen Ecke des
    Beckens aufhalten konnte und fast an kein Futter mehr heran konnte.

    Da er sich auch gegenüber den anderen "Mitbewohnern" zwischenzeitlich
    immer mehr aggressiv verhielt, habe ich ihn herausgefangen und zu meinem Händler wieder zurückgebracht.

    Nun habe ich wieder Ruhe in meinem Becken und werde den gleichen Versuch nicht noch einmal starten.

    Ich bin aber fast sicher, dass ich mit dem letzten Zebrasoma ein Tier erhalten hatte, welches von Natur aus dieses Verhalten mitbrachte, denn
    eigentlich sollen diese Tiere doch sonst sehr friedlich sein.

    Ich wünsche Dir, dass das Zusammenleben dieser beiden Tiere bei Dir besser funktioniert und ich würde mich freuen, wenn Du Diene weiteren
    Beobachtungen nach einiger Zeit nochmals ins Forum stellen könntest.

  • Hallo Alle

    Mein erster Versuch einen Chelmon in mein Becken einzusetzten endete schon am 2. Tag. Trotz das in meinem Becken viele Versteckmöglichkeiten sind, hat der Zebrasoma f. unentwegt nach dem fast gleichgroßen Chelmon gesucht. Wenn er ihn aufgestöbert hat, ist er mit einer Aggression über ihn hergefallen, was ich nicht für möglich hielt. Der Chelmon hat nichts gefressen und alle Versuche ihn rauszufangen sind auch gescheitert. Nach 2 Tagen lag er dann in einer Ecke des Becken mit einer riesigen seitlichen Verletzung (warscheinlich vom Zebr. fl.) .
    Vor kurzem hatte ich die Möglichkeit ein futterfestes eingewöhntes Exemplar eines Chelmon bekommen zu können.
    Ich probierte es diesmal etwas vorbereiteter.
    Ein lang geplanter Umbau des Riff`s stand an(viel zu viele Steine) und ich verlegte diesen auf den Tag des Chelmons.
    Nachdem ich mit Umbauen fertig war setzte ich den Chelmon ein und siehe da, bis heute gibt es nur ab und an mal ein kuzes Gerangel, aber eigentlich geht jeder seinen Weg.

    Gruß Matthias

    PS:Die Korallengrundel stänkern dafür mit ihm, wenn er zu nah an ihre Koralle kommt.

    Gruß Matthias

    Ein Mann spricht, um zu hören was er sagt, damit er versteht was er denkt !

    Einmal editiert, zuletzt von M. Kannegiesser (27. Mai 2006 um 08:03)

  • Hallo Harald,

    das geschilderte Verhalten deiner Fische ist ein gutes Beispiel um über die Grundlagen der Paarhaltung zu sprechen, denn in deinem konkreten Fall ist mit ziemlicher Sicherheit einiges falsch gelaufen. Das beschriebene Verhalten läßt mich annehmen, das die Fische nicht genug Schlaf und Versteckmöglichkeiten hatten und daher um diese kämpfen mussten. Dies kann durch zu kleine Becken aber auch durch unzureichend strukturierte Beckenaufbauten ausgelöst werden. Verstärkt kann das Verhalten noch werden wenn der Pfleger nicht ausreichend Füttert.

    Es gibt keinen logsichen Grund warum Chelmon und Zebrasoma sich nicht vertragen sollten. Die Nahrungsansprüchen und die Färbung sind völlig verschieden.

    Auf Korallenriff.de steht irgendwo mein Vortrag über Paar und Gruppenhaltung von Korallenfischen wäre vieleicht interessant zu diesem Thema.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo zusammen!

    Oh ja, mein Yellow Doc war auch so ein Stinker. Bei allem was halbwegs die Form
    eines Doctors hat und vieleicht sogar noch gelb ist, droht Gefahr.
    Ich hatte das Glück das mein Pinzetty gleich gefressen hat. Er frist nur Artemia
    was ich auch immer anbiete. Flocke ... keine Chance.
    Nach ein paar Tagen sollte sich der Stress legen.
    Meine sind heut ein Herz und eine Seele.
    Liegt sicherlich auch daran, das sie jeweils einzeln sind. Ist sicher nicht das Beste, aber den Korallen zuliebe geht man halt Kompromisse ein.
    Ach ja, Pinzetty frist leider auch großpolypige grüne Steinkorallen, mit Muscheln wars genauso. Gutes hat er auch - keine Glasrosen !!!

    MfG
    Dirk F. Grimm

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