Neues Becken, viel zu schwer!?!

  • Moin Moin,

    noch 6 Wochen, dann ist es endlich soweit, daß neue Becken kommt. 150X70X60cm (brutto 630 l). Ich denke, daß es mit Untergestell aus V2A komplett an die 700KG wiegen dürfte.

    Jetzt zu meiner Frage, wenn ich das Untergestell mit 6 M14 Gewindestangen und Verbundmörtelankern in der Wand befestige, hält das ganze auch auf einer Holzbalkendecke. Es steht direkt in einer Ecke zwischen Aussenwand und Raumtrennwand. Selbstverständlich werde ich eine Lastverteilende Platte von ca 2m² unter das Becken stellen.

    Was meint Ihr????

    Eine schöne Woche!

  • Zitat

    Original von JestersTear
    Moin Moin,

    noch 6 Wochen, dann ist es endlich soweit, daß neue Becken kommt. 150X70X60cm (brutto 630 l). Ich denke, daß es mit Untergestell aus V2A komplett an die 700KG wiegen dürfte.

    Jetzt zu meiner Frage, wenn ich das Untergestell mit 6 M14 Gewindestangen und Verbundmörtelankern in der Wand befestige, hält das ganze auch auf einer Holzbalkendecke. Es steht direkt in einer Ecke zwischen Aussenwand und Raumtrennwand. Selbstverständlich werde ich eine Lastverteilende Platte von ca 2m² unter das Becken stellen.

    Was meint Ihr????

    Eine schöne Woche!

    moin jester,

    nun, tlw. an der wand festmachen und tlw. auf den holzboden stellen hat zufolge, dass im bereich der wand
    das gestell setzungsicher fixiert ist, an der seite zum raum hin jedoch aufgrund der nachgebenden holzbalkendecke eine setzung erfährt.

    das untergestell wird sich verziehen mit dem effekt, dass das becken brechen kann.

  • Hallo,

    Deine Holzbalkendecke wird mit einer ständigen Verkehrslast von 2KN/m² gerechnet, was in etwa 204kg/m² entspricht.
    Wenn Du nun Dein Becken, was bei Dieser Größe mit Besatz/Steinen/Unterschrank wohl eher 800kg wiegt auf 2m² stellst (also 400kg/m²) möchte ich nicht drunterstehen. Das wird durchschlagen, oder sich mind. verziehen.
    Die Verankerung in der Wand ist eine gute zusätzliche Möglichkeit, Du solltest aber auch die Auflagefläche vergrößern, also mind. 3-4m² und keine punktuelle Belastung. Wichtig ist auch das das Becken nicht parallel zu den Balken der Decke steht sondern quer drüber, so das mind. zwei Balken belastet werden.
    Garantie gibts keine!!!
    Gruß Till

  • bei den Verkehrslasten muß man auch noch aufpassen - wenn das Haus schon älter ist, dann würd ich mal annehmen, daß die Verkehrslast noch kleiner als 200kg/m² ist.

    Frank.

    MfG, Frank


    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • Ich trage mich auch gerade mit dem Gedanken, mein Becken von 300l auf 600-700l zu vergrößern. Klar, daß auch ich mit dem Thema Statik schwanger gehe.

    Darum hier die ergänzende Frage: was kann ich mir unter einer lastverteilenden Platte vorstellen? Konkret: Welches Material? Welche Stärke? Wo ist sie angebracht?

    Falls es sich um eine einfach unter dem Untergestell liegende Platte mit größeren Maßen als das Untergestell selbst handeln sollte, streikt allerdings spontan meine einfache Bauernlogik: Das wäre doch so, als wenn ich mich in die Mitte einer halb aufgeblasene Luftmatraze stellen würde und dann das Wort "Lastverteilung" dafür in Anspruch nähme.

  • Hallo Andreas,

    Zitat

    Original von Andreas Stein
    ......Das wäre doch so, als wenn ich mich in die Mitte einer halb aufgeblasene Luftmatraze stellen würde und dann das Wort "Lastverteilung" dafür in Anspruch nähme.

    dann hast Du eine punktförmige Last ! Wenn Du aber über die Luftmatratze Beispielweise eine Küchenarbeitsplatte legst und Dich dann in die Mitte der Luftmatratze stellst, so wird Dein Gewicht auf eine größere Fläche verteilt.

  • Im Bücherantiquariat taucht hin und wieder ein Buch auf, welches ich gerne jedem empfehlen möchte der gezwungen ist den Fußboden zu entlasten.

    Das Buch heißt WUNDER IM WOHNZIMMER und wurde von Arend van den Nieuwenhuizen geschrieben und ist in dem Stuttgarter Verlag A. Kerner in einem Umfang von 160 Seiten erschienen.

    Das Buch wendet sich eigentlich ausschließlich an den Süßwasseraquarianer jedoch sind etliche Aquarien beschrieben die an die Wand gehängt wurden oder sonstwie das Gewicht vom Fußboden nehmen. Dabei ist die Technik für jedes Aquarium ausführlich beschrieben und auch bebildert.

    Man erhält mit diesem Buch eine großartige Sammlung von Problemlösungen wenn man das Aquarium nicht einfach überall aufstellen kann.

  • Meine Idee war/ist, daß das ein 700 kg schweres Aquarium mit einer Grundfläche von einem m³, welches auf einer z.B. 19 mm vier m³ großen Holzplatte steht, ungefähr dasselbe ist, wie ich auf einer halb aufgepumptem Luftmatraze stehend. Daher meine Frage nach günstigem/notwendigem Material, Stärke und Fläche der Luftmatraze, äh - lastverteilenden Platte! :face_with_tongue:

  • Hallo Andreas,

    eine 19mm spanplatte ist für eine Lastverteilung überhaupt nicht geeignet. Stell dich doch mal auf so eine Platte drauf, die biegt sich unter deiner Last so doll, daß jedes Aquarium schon längst gebrochen wäre. ich denke mal für kleinere Becken reicht eine 40mm-Küchenarbeitsplatte, für größere Becken würde ich schon eine Stahlbetonplatte nehmen. Zu den Einzelheiten würde ich aber auf alle Fälle einen Statiker befragen....

    Frank.

    MfG, Frank


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  • Also Lastverteilende Platte heißt, eine Platte die das Gewicht, welches auf eine kleine Fläche entfällt auf eine entsprechend größere verteilt wird. Das man hierfür eine Stahlbetonplatte benötigt, halte ich zwar für etwas übertrieben, aber richtig ist, es muß eine starre Platte sein, die in ihrer Stärke der zu verteilenden Last in relation zur Fläche auf die verteilt werden soll entsprechen muß! *lufthol* :smiling_face:

    Hierfür halt ich eine Siebdruckplatte von 20 mm Stärke
    für ein Becken wie mein oben beschriebenes von ausreichend, solange die Balken im Boden einen Abstand von 60cm nicht überschreiten.

    Aber mir ist das seit ca 1 Std. egal, mein Vermieter rief mich gerade an und sagte mir er habe sich vertan, ich stehe auf einer Betondecke! *hüpf*

    Nu kann mir nix mehr passieren!

  • Zitat

    Original von Ralph D. Huber
    Im Bücherantiquariat taucht hin und wieder ein Buch auf, welches ich gerne jedem empfehlen möchte der gezwungen ist den Fußboden zu entlasten.

    Das Buch heißt WUNDER IM WOHNZIMMER und wurde von Arend van den Nieuwenhuizen geschrieben und ist in dem Stuttgarter Verlag A. Kerner in einem Umfang von 160 Seiten erschienen.

    Das Buch wendet sich eigentlich ausschließlich an den Süßwasseraquarianer jedoch sind etliche Aquarien beschrieben die an die Wand gehängt wurden oder sonstwie das Gewicht vom Fußboden nehmen. Dabei ist die Technik für jedes Aquarium ausführlich beschrieben und auch bebildert.

    Man erhält mit diesem Buch eine großartige Sammlung von Problemlösungen wenn man das Aquarium nicht einfach überall aufstellen kann. 

    ^
    Hallo Ralph,
    super Buch. Darin schmöker ich immer wieder. Aber die aufgehängten Aqua. sind "Holländische Becken" mit ca.35 (40)cm höhe x 35(40)cm tiefe.
    Aber hier, bzw. im alten Forum, hat doch mal jemand geschildert wie er sein (großes?) Becken komplett an die Wand gehängt hat. Da muß halt mal die Suchfunktion benützt werden.

  • Zitat

    Original von JestersTear
    Aber mir ist das seit ca 1 Std. egal, mein Vermieter rief mich gerade an und sagte mir er habe sich vertan, ich stehe auf einer Betondecke! *hüpf*

    Nu kann mir nix mehr passieren!

    Hüpf nicht so doll, denn der Estrich könnte noch brechen. Auf einer Betondecke liegt dann eine Dämmung, meist Styropor, darauf kommt dann der Fließestrich. jetzt solltest Du noch herausfinden was für ein Estrich in deiner Wohnung eingebaut ist, dann kannst Du einen Statiker fragen wie hoch die Verkehrslast für diesen Estrich ist, aber dein Vermieter müßte Dir das auch sagen können, denn diese Berechnungen wurden ja schon für den Bauantrag gemacht... Übrigens solltest Du dich an die Verkehrslast halten, denn im Schadensfall kann dich dein Vermieter für Schäden am Gebäude haftbar machen. solch große Aquarien sind in den meisten Fällen vom Vermieter genehmigen zu lassen - und das am besten schriftlich

    MfG, Frank.

    PS: bei Anhydritestrich wäre ich sehr vorsichtig, da sind die Verkehrslasten längst nicht so hoch wie bei Zementestrich. Außerdem ist Anhydritestrich sehr feuchtigkeitsempfindlich, wenn der so richtig nass wird, kannst Du ihn herausreissen.....

    MfG, Frank


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  • Hi Ix,

    mein Statiker hat eine Nutzlast von 150kp/m²nach DIN1055 berechnet. Wieviel kg sind das nun pro m² ?

    mfg Uwe

  • Hallo Uwe,

    ich bin zwar kein Statiker, aber wenn ich mich an den Physikunterricht zurückerinnere (oh man, ist das lang her) dann war die Kraft (kp) mit dem Gewicht (kg)gleichzusetzen... Das würde bedeuten daß Du einen m² deines Fußbodens mit 150kg belasten darfst. Allerding sind Aquarien ruhende Lasten und dadurch noch anders zu betrachten Das kannst Du auch bei Olaf Deters nachlesen....

    MfG, Frank.

    MfG, Frank


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  • Hallo JestersTear,

    hast du die Reihenfolge nicht irgendwie durcheinander gebracht ?
    Normalerweise klärt man doch erst die Statik und bestellt dann das Becken.
    Das wäre ja so wie wenn man eine Frau heiratet ohne sie je gesehen zu haben, nur weil einem der Name gefällt :grinning_squinting_face: .
    Beides wäre mir eindeutig zu riskant !!

    Schöne Grüße

    Stephan

  • Hallo,

    ich hatte in eienr Ecke, Betondecke mit Estrich, ein Eckbecken mit Brutto 550 L, Unterschrank, Filter , Vorrat, = 700 KG. Estroch, keine Reakton. Bei Größeren Lasten an der Wand durch den Estrich Löcherbohren und mit Stahlfüßen ausgleichen und dann darauf eien Platte. Die Seite zum Raum hin wird Dir nie Brechen.

    Viel Erfolg

    UM

  • Zitat

    Original von longo
    Hallo JestersTear,

    hast du die Reihenfolge nicht irgendwie durcheinander gebracht ?
    Normalerweise klärt man doch erst die Statik und bestellt dann das Becken.
    Das wäre ja so wie wenn man eine Frau heiratet ohne sie je gesehen zu haben, nur weil einem der Name gefällt :grinning_squinting_face: .
    Beides wäre mir eindeutig zu riskant !!

    Schöne Grüße

    Stephan

    Da hast Du mit Sicherheit recht, aber für mich stand definitiv fest, daß ich ein solches Becken haben will, und wenn gar nichts gegangen wäre, hätte ich einen Doppel-T-Träger diagonal zwischen die Wände gespannt und darauf das Gestell für das Aquarium geschweißt, daß hätte einen Bombenangriff überlebt.

    Danke an alle, die mir so viele Tips gegeben haben.

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