Xenien machen Probleme

  • Hallo,

    ich hatte aufgrund einer Urlaubsabwesenheit im letzten Jahr (Mai 2005) Probleme mit gestiegenen Wasserwerten, d. h. Nitrat 20 mg und Phosphat 0,1 mg.
    Mein Pfleger hat wohl zuviel und zu gut gefüttert.

    Das hat nun bis vor wenigen Wochen gedauert und jetzt hab ich die Werte wieder bei 3 mg Nitrat und 0,04 mg Phosphat.

    Jetzt hab ich aber Probleme mit meinen Xenien. Innerhalb von 14 Tagen gehen diese Massiv zurück.
    Ich frage mich nun ob dies an zu geringen Nährstoffwerten liegt oder evt. die seit 3 Monaten angewendete Aktivkohle gegen Gelbstrich den Xenien nicht gefällt. Vielleicht geht es auch einher mit den vor 3 Wochen erneuerten HQI Brennern.
    Mehr Nährstoffverbrauch ?

    Was kann ich machen ?

    Gruß

    Guido

  • moin,guido

    wie hältst du es denn mit jod? meine xenia im pferdchenbecken(nährstoffreiches wasser) wuchern mit der caulerpa um die wette,seit ich täglich jod(lugolsche lsg) zugebe.

    war eigentlich nur als algendünger gedacht,hat aber enorm gewirkt!

    mfg
    michael

  • Hi Gudio

    Wie Gerd vollkommen korrekt schrieb, Xenien sind empfindlich auf plötzliche starke Reduzierung der im Wasser vorhandenen Stoffe, vor allem eben durch Kohelfilterung.

    Das mögen sie nicht sonderlich. Mach Kohle raus und das sollte sich geben.

    Es gibt im übrigen keine genaue Angabe, bei dem einen, weil vermutlich mehr gelöste Stoffe, macht es nichts, bei dem anderen halt schon.

  • Danke, ich hatte vorsorglich direkt am gleichen Abend die Kohle entfernt.

    Mal sehen was jetzt die Xenien machen.

    Gruß

    Guido

  • Meine Xenien degenerieren leider seit einigen Wochen auch - aber nur im Hauptbecken - im Technikbecken gehts denen immer noch gut ...

    Gruß
    Roger

  • du versuchst doch auch momentan mit einem massiven Kohleeinsatz deine Gelbstoffe loszuwerden - da wundert mich das Kümmern der Xenien nicht. Meine sind gerade teilweise auch nicht ganz so fit,
    zumindest muss ich momentan nicht roden. :winking_face:

    Ausserdem hab ich da noch diesen fiesen Borsti der scheinbar Xenien frisst.

  • Hy Steffen,

    massiven Kohleeinsatz hatte ich schonmal ohne dass die Xenien gemuckt haben. Und wieso muckt nur ein Teil der Xenien? Das Wasser ist doch im ganzen Becken gleich ...

    Gruß
    Roger

  • und jetzt sind alle Xenien im gesamten Becken verschwunden.

    Und ich behaupte der Grund hierfür ist der seinerzeit recht schnell abgesenkte Nitratwert. Auch eine Becherkoralle hatte zeitweise Probleme.

    Jetzt habe ich seit einer Zeit wieder einen konstanten Wert von 5 mg Nitrat.

    Die Becherkoralle hat sich mittlerweile erholt und fühlt sich mit dem etwas höheren Wert sicherbar wohler.
    Die Xenien war aber nicht zu retten. Weder die Anhebung des Nitratwertes noch die Zugabe von Jod brachten eine Besserung.

    Ich würde gerne wieder Xenien zusetzen und möchte die gerne vorbereiten.

    Bringt hier die präventive Zugabe bzw. die Vorwegzugabe von Jod Vorteile???

    Gruß

    Guido

  • Hi Guido,

    Auch wenn manche behaupten, dass eine Ioddosierung nichts bringt, habe ich schon das Gefühl, dass es nützt.

    Vor einigen Wochen habe ich einen kleinen Ableger einer sehr schönen, honigfarbenen Art bekommen.

    Da sie am Anfang etwas kümmerlich da standen, habe ich begonnen, täglich 1Tropfen Betaisodona-Lösung auf 100l zu dosieren.

    Natürlich ist der Zeitraum viel zu gering, um eine seriöse Aussage machen zu können und vielleicht ist es auch nur die beendete Akklimatisierungsphase, aber ich habe das Gefühl, die Xenien blühen seitdem regelrecht auf.

    Ich würde es an deiner Stelle einfach mal ausprobieren. Solange man Iod nicht überdosiert, kann es kaum schaden und so ein Fläschchen kostet ja auch nicht viel.

    Viele Grüße
    Inken


    Nachtrag: Vorwegzugabe bringt nichts, da Iod im Aquarium schnell verschwindet (durch Abschäumung oder was auch immer) und eine starke Überdosierung nicht nur nichts bringt, sondern auch schädlich ist.

  • Hi Guido,

    ich filtere seit ca 4 Wochen mit einer geringen menge Kohle (Start mit der Zeo Methode)
    seit dem wachsen bei mir Xenien ohne ende. Vorher verkümmerten sie bei mir immer...

    Habe mittlerweile No3 und Po4 gegen Null - vorher waren meine Wasserwerte auch
    nicht viel höher (No3 ca 2 Po4 gegen 0,048) - allerdings hatte ich massive Probleme
    mit Glasrosen. Eventuell Nesselstoffe die das Wachstum der Xenien beeinflussen ??

    Obwohl diese ja gerade durch Kohle herausgeholt werden sollten . Hmm - manchmal
    schwierieg mit der Natur :winking_face:

    Liebe Grüesse,
    Hans-Jörg

  • der Nitratwert in meinem Becken ist <1 mg/L
    und trotzdem wuchern die Xenien um die Wette.

    Auch Kohlefilterung stecken sie eigentlich klaglos weg,
    ich hänge aber auch nur einen Strumpf ins TB und verwende
    keinen Wirbelbettfilter oder ähnliche zwangsdurchströmte Maßnahmen.

  • Hallo! Bei mir wollten die Xenien vor 3-4 Jahren auch nie richtig wachsen.
    Auf eine zusätzliche Joddosierung regierten sie sehr schnell und positiv.
    Da ich nach und nach immer mehr Steinkorallen ins Becken setzte, stagnierte das Wachstum bei den Xenien aber enorm. Ich wechselte das Salz und dosierte von da an täglich Calciumchlorid, und seit diesem Tag wuchern die Xenien bei mir regelrecht. Ich gehe davon aus, dass die Jodarmut im vorherigen Salz durch den Wechsel aufs neue Meersalz ausgeglichen wurde, und wie schon gesagt, seitdem dosiere ich täglich Calzium in Form von Calciumchlorid, und das hat den Auschlag gegeben. Die Xenien wachsen rasend schnell, ich produziere sehr viele Ableger. Im Moment mache ich mein zweites 500 Liter Becken voll mit den Bali-Xenias.
    Auch ich habe immer einen Strumpf Aktivkohle im Filtersumpf, und konnte diesbezüglich keine negative Veränderung bei den Xenien feststellen. im Bezug auf die Vernesselung durch andere Korallen, haben mir Krustenanemonen an einem Tag sehr viele Xenien "niedergemacht"!Ich habe die Krusten entfernt, und Ruhe ist.
    Auch konnte ich feststellen, das alle Korallen in meinen Becken einen etwas höheren Nährstoffhaushalt lieben, der auch aus meinem hohen Fischbesatz resultiert.
    Aber wie auch schon oft gesagt, beim Einen wachsen die Xenien wie Unkraut, beim Anderen wollen sie überhaupt nicht wachsen. Hier spielt das jeweilige Beckenmilieu natürlich eine entscheidende Rolle!

    Hier noch ein kleiner Auschnitt der Xenien in meinem Becken. Durch einen Brennerwechsel vor 2 Wochen sind die Polypen im Moment wesentlich kürzer. Nach Anpassung an das Licht, sind die Polypen meist 10-15 cm lang.
    Gruss! :wink

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