Glasrosen - Vermehrung ?

  • Hallo zusammen,

    ich habe einige Glasrosen bei mir im Becken.
    Da ich diese ungebetenen Gäste wieder los werden möchte habe ich sie in letzter Zeit mit Salzsäure bekämpft. Ohne recht großen Erfolg. Ich vermute das sich durch das zersetzen der Glasrose kleine Teile ins offene Wasser gekommen sind und sie sich an andere Stelle wieder angesiedelt haben. :angry_face:

    Ich bin dazu übergegangen und hab die betroffenen Steine und Korallen aus dem Becken genommen und habe sie übern Waschbecken von den Glasrosen befreit. Auch so war ihnen nicht her zu werden.
    Aber warum ? :confused_face:

    Kann es sein, das die Glasrosen beim entnehmen aus dem Becken noch schnell ihre Nachkommen ans Becken abgeben ? Kann das jemand bestätigen oder dementieren ?

    Andreas

  • Hallo Andreas,

    es wird seit langem gemunkelt, dass Glasrosen bei Stoerungen jeglicher Art ihre Nachkommen ins Wasser abgeben. Ich habe das sehr gut verfolgen koennen in einem kleinen Nanobecken. Die Glasrosen lebten dort ziemlich ungestoert und nichts passierte. Dann spritze ich die GR ab und es erschienen dutzende Kleine GR. Nachdem ich die dann auch vernbichtet hatte war Ruhe.

    Mit der "aus dem Becken nehm" Methode hatte ich allerdings Erfolg. Ich habe dabei etwas Salzsaeure in die Gr gespritzt, 5 Minuten einwirken lassen, die GR im ganzen abgezogen und den Schelim nochmal mit Salzsaeure betraeufelt. Wieder 5 Min einwirken lassen und rein ins Wasser mit dem Becken.

    Gruß
    Roger

  • Hallo Andreas

    Torsten und Daniela aus der Schweiz haben das mal ganz gut durch eine Lupe beobachtet. Als eine Berhia Schnecke sich über eine Glasrose hermachte, kamen in dem Moment des Gefressenwerdens aus dem Mundraum viele kleine (nur mit der lupe zu sehen ) Glasrosen raus. Es scheint eine Art Schutz zu sein um eben noch schnell nachkommen zu produzieren.
    Interessant ist hierbei auch das die Schnecken dann Ihr Eigelege dort in der nähe ablegen. So haben die bald schlüpfenden Schnecken gleich die richtige Glasrosrengrösse zum mampfen.

    Daher halte ich das für durchaus sicher das Glasrosen bei gefahr dies machen.

  • Hallo Andreas ,
    hatte auch das Problem, habe die GR mit Essigesenz (etwas Wasser dazu)abgespritzt. Funktioniert sehr gut, aber nur mäßig anwenden.also nur 4-5 Stück pro Tag abspritzen sonst weiß ich nicht ob das Wasser umschlägt.

  • moin,

    interessant wäre sowieso,warum sich glasrosen vermehren :winking_face_with_tongue:

    habe seit jahren eine vorzeigeglasrose im becken,an die ich nicht rankomme.trotz massiver fütterung habe ich aber über die jahre nur ca 3 bis vier kleine gefunden :]

    :winkmbb

    mfg
    michael

  • Da kann man von Glück sagen, aber meist breiten sie sich in irgendwelche Ecken aus wo du die nich siehst oder nicht ran kommst.Hab'se selbst schon im Unterbecken gefunden (ganz klein und winzig).
    Fazit: wenn sie sich ausbreiten wollen, dann tun sie das auch. Hatte früher ein 400L becken und da wuchsen Xenia wie''Sau''. In meinen jetztigen (1200L) nix!
    GR brauchste nur '' zuverletzen'' und schon haste ne' Plage!! Dann kann man auch nur versuchen zu minimieren!!WEG kriegst'se wohl nie!!

  • Hi zusammen

    An sich müsste man nur einen zielsicheren Fressfeind im Becken haben.
    Wir haben auch viel versucht aber mit den Fischen die dafür bekannt sind kein wirkliches Glück gehabt.
    Das abspritzen ist auch nicht immer das Optimum (anwendung) und Erfolg (manchesmal doch eher nur mässig)

  • Hi Gerd,

    Das kann ich bestätigen, die L. wurdemanni (oder auch L. rathbunae) sind m.E. in ausreichender Anzahl eine sehr sichere Methode zur Bekämpfung von Glasrosen.

    Nur bedeutet das einen sehr hohen finanziellen Aufwand bei großen Becken, außerdem kann man ja nicht in jedem Becken Garnelen halten.

    Bei mir im Seepferdchenbecken (da wo ich Glasrosen habe...) würden Garnelen nur als sehr teures Futter enden :frowning_face:

    Viele Grüße
    Inken

  • Zitat

    Bei mir im Seepferdchenbecken (da wo ich Glasrosen habe...) würden Garnelen nur als sehr teures Futter enden unglücklich

    @inken.

    wie gross sind denn deine pferde? ich kann mir nicht wirklich vorstellen, das ein Seepferdchen eine Wurdemannigarnele frisst.

    grüsse vom ebenfalls glasrosengeplagten benny

  • Hi Benny,

    Ich habe ein Paar H. reidi und das größere Tier (das Männchen) ist ca. 15cm groß.

    Große Arten wie H. reidi fressen sehrwohl Garnelen.

    Größere Exemplare (4-5cm) werden zwar nichtmehr gefressen, das schaffen sie dann doch nicht, aber sie werden zumindest attackiert und getötet.

    Ich habe da geung Erfahrungen geamcht, denn das Weibchen, das kein Frostfutter frisst, bekommt neben der Fütterung mit Lebendmysis auch gelegentlich Futtergarnelen.

    Man täuscht sich da bei Seepferdchen sehr leicht und unterschätzt, was die alles verdrücken können.

    Als ich die Pferdchen als Jungtiere bekam, haben sie als erste Amtshandlung eine 6er-Gruppe Thor amboinensis gefressen, die ich, im Glauben die Pferdchen seien noch zu klein um Garnelen fressen zu können, unvorsichtiger Weise im Seepferdchenbecken gelassen hatte.

    Nun aber genug OT :winking_face:

    Viele Grüße
    Inken

  • ok, ich bin auch von ausgewachsenen garnelen ausgegangen.

    naja derzeit schwanke ich noch zwischen ein paar wurdemanni und einer eigener berghia-zucht.

    auch wenn die berghia als nahrungsspezielisten für glasrosen gelten, kenne ich niemanden, der sein becken (also ab 300 liter sag ich mal) glasrosenfrei bekommen hat damit.

  • Hi Benny,

    Wenn Du die Möglichkeit hast, Garnelen zu halten, dann nimm L wurdemanni bzw. rathbunae.

    Das ist m.E. die sehr viel sicherere Variante gegenüber Berghias.

    Viele Grüße
    Inken

  • Zitat

    Original von Robert Baur
    Als eine Berhia Schnecke sich über eine Glasrose hermachte, kamen in dem Moment des Gefressenwerdens aus dem Mundraum viele kleine (nur mit der lupe zu sehen ) Glasrosen raus. Daher halte ich das für durchaus sicher das Glasrosen bei gefahr dies machen.

    Hallo Robert,

    habe auch davon gehört, und glaube das sogar hatte selbst schon Probleme sobald man eingegriffen hat uind einige weiter ebrichteten da auch shcon. Gab erst vor einigen Wochen einen Thread indem auch Ruedi das bestätigte.

    Damit das aber immer so ist wage ich zu bezweifeln, weil explizit betrachtet bekäme ja dann niemand diese Plage in den Griff.

    Denkbar wäre daß es a) doch versch. Arten gibt, oder b) sie erst ab einer bestimmten größe diese nennen wirs mal "Schutzfunktion" haben. Letzeres käme für mich am ehesten in betracht.

    Gruß Thilo

  • Hallo Thilo

    Ja sicher, das denke ich auch. Sie werden das ganz sicher erst ab einer gewissen Reife/Größe machen. Auch muss man in Betracht ziehen das es unterschiedliche Arten gibt, so sehr erforscht ist das ja wohl eher nicht.

  • Hallo,

    Glasrosen sind, wie alle Anemonen, in der Lage, in ihrem Inneren Jungtiere auszubrüten, und das tun sie auch, wie alle anderen Anemonen. Ich denke dieses Ausstoßen bei einem Angriff geht nur wenn die jungen eben gerade so weit sind; d.h. es sind genug lebensfähige Jungtiere da, die das Muttertier eben durch ausstoßen retten will- aber dass Angriff und Entwicklungsstand der Jungtiere so zusammentreffen kann zwar vorkommen, ist aber bei weitem nicht die Regel.

    Und dementsprechend sind nur große, gut genährte Tiere dazu in der Lage, denn schlecht genährte wandern und knospen dabei.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!