Hallo Acroporavermehrer!
Ein Problem drückt mich eigentlich schon die ganze Zeit;
ich habe eine Nachzucht einer Acropora cerealis seit einem Jahr im Becken. Sie hat jetzt einen Durchmesser von ca. 40 cm und wuchs eigentlich hervorragend.
Bis vor sechs Wochen die nicht so sehr beströmte Seite allmählich die Farbe verlor.
Claude Schuhmacher meinte nach Sichtung die Ursache in Strudelwürmern gefunden zu haben; ich schätze sehr seine Meinung, aber hier vermutete ich eine andere Ursache!
Jedem erworbenen Wildfang (ob Michael Mrutzek o.a.) wohnt eine Krabbe bei. Alle SPS habe ich bis jetzt erfolgreich vermehrt. Die Mutter-Stöcke, in denen eine Krabbe haust, wird an der Basis der Verastungen von ihr saubergehalten, d.h. Futter o.ä. das sich in der Koralle fängt, wird entsorgt.
Bei Nachzuchten ohne Krabbe wird die Sache wohl etwas schwieriger mit Zunahme des Volumens der Koralle. Die Strömung 'pfeift' hier nicht mehr durch's Geäst, also kann sich hier was ablagern, was der Acropora auf Dauer nicht bekommt.
Es tat mir in der Seele weh, den großen Stock zu zerteilen, bzw. einen 'Strömungskanal' in der Mitte durch zu brechen, da sie festgewachsen ist.
Aber die Vermutung war richtig. Seit die Acropora an der Basis durch die Strömung wieder sauber wird, kommt die Färbung wieder und die Polypen kommen langsam wieder zum Vorschein.
Vielleicht eine blöde Frage:
Kann man eigentlich woher Korallenkrabben bekommen, um sie dann in Nachzucht-Acroporas einzusetzen?
Nach meiner Meinung hausen sie ihr Leben lang in einer Koralle und wandern nicht von einer zur nächsten?
Aber irgend wann müßen sie doch auch mal ihrem Trieb folgen und Junge machen?
Servus Stefan
