Geschlechtsänderung beim Macropharyngodon bipartitus ?

  • Ich halte in meinem Becken den genannten Lippfisch. Es war mal ein Pärchen von dem das Weibchen das farbenfrohe, sehr klar und stark gezeichnete Tier war. Beim Gegenpart hingegen war die Farbzeichnung sehr unklar, verwischt und matt.
    Nun ist leider vor einiger Zeit das männliche Tier verstorben. Somit lebt das Weibchen allein. In den letzten zwei bis drei Tagen beobachte ich eine Veränderung der Zeichnung am Fisch. Nun sieht die Zeichnung aus wie einst beim Männchen.
    Verhält es sich etwa so wie bei Anemonenfischen?

    Gruß Maze

  • Zitat

    Original von Matthias Schlangen
    Das heißt der Fisch ändert sein Geschlecht und damit auch seine Zeichnung?


    Richtig. Männchen und Weibchen sind bei Macropharyngodon bipartitus total versch. gefärbt.

  • @ Klaus

    Zitat

    Männchen und Weibchen sind bei Macropharyngodon bipartitus total versch. gefärbt

    Das konnte ich ja bei der Haltung des Pärchens beobachten.

    Aber ändern die Tiere auch ihr Geschlecht? Wenn ja, unter welchen Voraussetzungen bzw. nach welchen Kreterien?

    Maze

  • Hi,
    Natürlich verändert sich das Geschlecht mit der Umfärbung. Weshalb sollte sonst eine Veränderung der Färbung stattfinden. Der Unterschied ist auch nicht eine verwaschene/klare Zeichnung, sondern sie (Mann, Frau) sehen total versch. aus in Färbung und Zeichnung.
    Soviel ich weis gibt es bei vielen Lippfischen eine Zwangsumwandlung Weib - Mann. Aber Peter kann Dir dazu sicherlich mehr sagen.

  • Zitat

    Natürlich verändert sich das Geschlecht mit der Umfärbung.

    Das bezieht sich dann nur auf die Großzahnlippfische und nicht auf Anemonenfische. Soweit ich weiß ändern sie nur ihr Geschlecht und ihre Körpergröße und nicht ihre Färbung...

    Maze

  • Zitat

    Original von Matthias Schlangen
    Das bezieht sich dann nur auf die Großzahnlippfische und nicht auf Anemonenfische. Soweit ich weiß ändern sie nur ihr Geschlecht und ihre Körpergröße und nicht ihre Färbung...


    Du hast ja nach diesem Fisch "Macropharyngodon bipartitus" gefragt und nicht nach der Geschlechtsumwandlung von Amphiprion :confused_face:

  • Gut. =)
    Aber warum macht er das jetzt in meinem Becken wenn er doch keinen Gegenpart hat? Aus welchen Gründen geschiet so etwas bei einem nun allein lebenden Fisch?

    Gruß Maze

  • Hi Matthias,

    Die Geschlechtsumwandlung erfolgt normalerweise aufgrund von Dominanz gegenüber einem Artgenossen, sprich bei zwei Jungtieren, folglich Weibchen, wird das stärkere Exemplar zum Männchen.

    Ich halte es nur für logisch konsequent, daß bei einem einzeln gehaltenem Tier automatische eine Umwandlung zum Männchen, dem in diesem Fall dominanten Geschlecht erfolgt, solange kein Druck eines Stärkeren dies verhindert.

    Ohne es wirklich zu wissen, behaupte ich, um dein Beispiel vom Anemonenfisch aufzugreifen, daß dieser im Falle einer Einzelhaltung auch als "dominantes" Weibchen leben würde.

    Viele Grüße
    Inken

  • Hi Joe,

    Glaube ich gerne. Die Zwangsumwandlung ist ja auch von anderen Fischen bekannt bzw. wird vermutet. Ich denke da so an Anthias & Co.

    Ich denke aber auch, daß es neben der "automatischen Umwandlung" auch eine Umwandlung gibt, die durch fehlenden Druck/Dominanz eines anderen Tieres ausgelöst wird.

    Ist natürlich nur eine Vermutung, aber das würde gut zu Matthias Beispiel passen :O

    Viele Grüße
    Inken

  • Zitat

    Original von Joe
    aus meiner erfahrung kann ich sagen, dass ein lippfischweibchen sich immer zwangsumwandelt. auch bei einem beherrschenden,anwesenden männchen.


    Demnach wäre es ja falsch sich 2 Exemplare zu holen um Paarhaltung zu erreichen (wenn man kein Zweitbecken hat für später). Lieber Einzelhaft? Weil zwei sich prügelnde Männchen will doch auch keiner?!

    Grüße
    Hanno

  • Hallo,

    nun dann muss ich doch noch etwas dazu sagen ... :winking_face:

    Ich denke alle haben - irgendwie - recht. Es gibt Beispiele wo ein Umwandlung erfolgte obwohl ein Männchen vorhanden war, aber auch Beispiele des gleichen Fisches wo es nicht passiert ist.

    Ich persönlich bin der Meinung das es von vielen Faktoren abhängt ob ein Weibchen sich umwandelt. Da ist der Sozial Druck zum einen und die "Gene" zum anderen. Wenn der Mann eine starke Dominanz besitzt kann es gut sein das das Weibchen sich gar nicht umwandelt. Wenn der Mann dagegen eine Memme ist gehts es sicherlich schneller. Vermutlich werden die farbenfroheren und oftmals aktiveren Männchen im Meer eben viel schneller Beute von Raubfischen, so das sich dort die Frage nach der Zwangsumwandlung nach Lebenstagen X erst gar nicht stellen wird. Und ich glaube nicht daran das ein Fisch sich nach Zeitpunkt X umwandeln muss.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

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