Vergesellschaftung schwarzer Occelaris

  • Hat jemand Erfahrung mit der Vergesellschaftung verschiedener Arten von Clownfischen? Bei einem befreundeten Aquarianer geht es konkret darum, ob er zu einem schwarzen Occelaris einen "normalen" Occellaris zusetzen kann.

    Sonja
    :jumping:

  • Hallo Sonja,

    wir haben ein gemischtes Pärchen seit einigen Jahren - waren mal 2 Paare. :frowning_face:

    Die beiden verstehen sich prima und haben zusammen nun eine eigene WG gegründet. Würde man es an der Farbe nicht sehen, man würde die beiden sowieso für ein Pärchen halten, da sie quasi unzertrennlich sind. Allerdings haben wir uns sagen lassen, es ist nur ein 'irgendwie chemisch' schwarz gemachter Ocellaris (hab schon wieder vergessen wie das gemacht wird).... Nach nun etwa 3 Jahren haben wir nämlich einen kleinen orangen Fleck entdeckt, vorn am Maul.


    Lieben Gruß
    Jenny

  • Hi Sonja,

    Ist kein Problem, da es sich nichtmal um verschiedene Arten handelt, sondern die Schwarzen nur eine Standortvariante darstellen.

    So richtig ästhetisch finde ich es zwar nicht, aber den Tieren schadet es bestimmt auch nicht.

    Der einzige Grund, das nicht zu machen wäre, wenn man mit dem Zuchtgedanken spielt.

    @Jenny

    Zitat

    Allerdings haben wir uns sagen lassen, es ist nur ein 'irgendwie chemisch' schwarz gemachter Ocellaris


    Halte ich für ein Gerücht, daß das geht :winking_face:
    Lasse mich aber gerne überzeugen...

    Der orange Fleck am Maul hat aber nichts zu bedeuten, das ist normal. Schwarze Ocellaris werden übrigens auch erst nach einigen Wochen langsam schwarz, ein heller Bereich am Maul bleibt oft mehrere Monate erhalten.


    Viele Grüße
    Inken

  • Hallo Sonja

    Da sollte wirrklich OHNE Probleme gehen und kann nur den Anderen zustimmen

    In meinem Aufzuchtbecken habe ich richtig viele und alle gemischt.

    Gruss Michael

  • Also, wenn ich das jetzt nicht durcheinander werfe hat Claude uns das einmal erklärt. Es gibt schwarze Ocellaris die durch 'Bestrahlung' gefärbt sind. Dabei wird das Gelege mit einer Radon-Nadel 'bestrahlt'...

    Joachim Grosskopf hat uns einmal im Gespräch versichert das sich 'echte' schwarze Ocellaris nicht zu Orange umfärben.

    Einmal editiert, zuletzt von Thorsten Busse (19. Dezember 2005 um 21:25)

  • Hallo Inken!

    Was meinst du denn damit??!?

    Zitat

    So richtig ästhetisch finde ich es zwar nicht, aber den Tieren schadet es bestimmt auch nicht

    Wenn sie sich wohl fühlen, wirds doch wohl egal sein, oder??

  • Hi zusammen,

    @Thorsten
    Hm, klingt interessant. So recht glauben kann ich es nicht, aber wer weiß. Vielleicht kann sich der liebe Claude ja nochmal dazu äußern.

    @Gerlinde
    Verstehe nicht so ganz was Dich an der Aussage stört. Habe doch selbst gesagt, daß diese Vergesellschaftung für die Tiere problemlos ist.

    Ich finde es persönlich nur eben nicht sonderlich ansprechend, Tiere in einer Konstellation zu halten, die in der Natur so nicht vorkommt, wenn es anders sehr einfach möglich wäre.
    Ist aber nur meine subjektive Meinung, ich habe nicht vor, da irgendeine Empfehlung auszusprechen.

    Viele Grüße
    Inken

  • Hallo Inken!

    Nicht falsch verstehen, bitte, aber mich stört einfach das Wort Ästhetik in diesem Bereich. Viele artverwandte Fische sind höchstwahrscheinlich entstanden durch solche Verpaarungen. Gerade auch bei Kaisern ist es ja auch bekannt, dass sie sich auch in der Natur "vermischen" und dass dadurch verschiedene Kreuzungen entstehen. Also, ich glaube nicht, dass man da so gegen die Natur verstößt, wenn sich zwei artverwandte Fische zusammenfinden.

    Klar für die Zucht ist es nicht so optimal ( obwohl ich das eigentlich auch sehr interessant finde ), aber jeder will ja auch nicht züchten, oder :grinning_squinting_face:

  • Hi Gerlinde,

    Hm, das klingt ja durchaus nicht unschlüssig.

    Nur ich denke, der Vergleich mit Kaisern ist nicht ganz korrekt. Meines Wissens handelt es sich z.B. bei Centropyge Hybriden ausschließlich um sterile Exemplare, die nicht weiter fortpflanzungsfähig sind. Daher ist es unwarscheinlich, daß nur durch einmalige Hybridisierung eine neue Art entsteht.
    Kann natürlich sein, daß ich mich täusche. Dann berichtige das bitte.

    Bei Anemonenfischen kommen durch Kreuzungen innerhalb der Gattung Amphiprion aber fortpflanzugsfähige Individuen zustande. So leicht würde das in der Natur kaum gehen, die bekannten Kreuzungen kamen soweit ich weiß durch Mangel an Partnern der eigenen Art aufgrund von lokaler Überfischung zustande.
    Wenn die Entstehung neuer Arten generell so schnell ginge, hätten wir wohl permanent mit neuen Arten zu tun.

    Aber im Grunde ist das ja auch garnicht das Thema.

    Eigentlich sind wir uns doch einig, daß die Vergesellschaftung der beiden Farbformen vollkommen okay ist :smiling_face:

    Auch wenn ich es nicht sonderlich schön finde, es gibt in der Aquaristik Dinge, die sind viel weniger schön :winking_face:

    Viele Grüße
    Inken

  • Hi zusammen,

    also das mit dem Bestrahlen kann ich mir auch nicht so recht vorstellen, aber wer weiß ...

    Das die Schwarzen eine leicht orange Schnauze haben ich nicht ungewöhnlich, das haben meine auch. Die Jungen färben sich auch
    erst nach einiger Zeit schwarz um, am Anfang sind sie eher schmutzig orange (siehe Bild 2, dort sind ganz junge orange und schwarze zusammen)
    Bild 1 zeigt ein Rudel Schwarzer, die ca. 3 Monate alt sein müssten und Bild 3 zeigt welche die ca. 1,5 Monate alt sind ....

  • Hallo Inken!

    Du hast sicherlich recht, der Vergleich mit Kaisern ist nicht korrekt. War ja auch nur als allgemeines Beispiel gedacht :winking_face:

    Ich kann und will dich diesbezüglich natürlich auch nicht berichtigen ( hab ja auch gar nicht das Fachwissen dazu, aber das weißt du bestimmt :grinning_squinting_face: und ich möchte auch dein Fachwissen nicht in Frage stellen)

    Das wir in unseren Becken die Natur nicht annähernd nachahmen können, sollte uns aber auch klar sein. Daher glaub ich auch, dass in unseren Becken auch nicht alle Gesetze der Natur anzuwenden sind. Bei uns haben Fische keine Freßfeinde ( oder nur wenige ) - entspricht absolut nicht der Natur. Und wenn sich dann in so einem Becken Fische als Paar zusammentun, die nicht einer Art sind, finde ich das sehr interessant, aber sicherlich nicht unästhetisch.

    Ich finde es auch nicht unästhetisch, dass meine zwei Ocellaris jetzt schon die dritte Lederkoralle bewohnen, obwohl sie auch drei Anemonen im Becken haben. Sie machen fast täglich " Korallen-surfing", aber den Anemonen widmen sie keinen Blick ( grad mal am ersten Tag )
    Und ich glaube nicht, dass die unglücklich oder artfremd gehalten werden, weil sie hätten ja die Möglichkeit!!! :wink

  • Hi Gerlinde,

    Zitat

    Original von Gerlinde Stifter
    Und wenn sich dann in so einem Becken Fische als Paar zusammentun, die nicht einer Art sind, finde ich das sehr interessant, aber sicherlich nicht unästhetisch.


    Naja, ich finde, es ist immernoch ein Unterschied, ob sich soetwas zufällig ergibt, oder ob man Tiere gezielt in dieser Konstellation zusammensetzt.

    Allerdings befindet man sich mit dieser Diskussion auf einer Ebene, in der es letztendlich um haltungs-theoretische Details geht, die zum einen stark von subjektiven Meinungen der Tierhalter abhängen und zum anderen vermutlich nicht wesentlich über das Wohlbefinden der gehaltenen Tiere entscheiden.

    Daher stimme ich gerne mit Dir überein, gut ist, was dem Fisch gefällt :smiling_face:

    Viele Grüße
    Inken

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