Urocaridella - rock cleaner shrimp

  • Hallo,

    Hat wer Erfahrung mit dieser Garnele? Wieviel lassen sich davon zusammen halten? Mit was für Fischen pflegt ihr sie zusammen? Tragen sie regelmäßig Eier? Wo kann man diese Garnele bekommen?

    Fragen über Fragen ... bin sehr neugierig etwas zu erfahren. Im Internet ergab meine Recherche leider nicht wirklich viel.

    Gruß
    Timme

  • Hi Timme

    Wir haben einige diese kleinen Garnelen, die gelbe Art sp, aber auch rot weisse. Komme aber gerade nicht aufs Lexikon wegen der genau Namen.

    Wir haben sie mit zartem Fischbesatz also nur Grundeln im kleinen Becken.
    Sie halten schon recht lange, die gelbe Art ca. 1 Jahr die weiss/rote schon über 2 Jahre.
    Sind recht versteckt lebend, man sieht sie aber.

    Eier = konnte ich noch nicht beobachten, schaue aber darauf nicht.

    Gekauft habe ich sie über Welke Lünen. (kommen von Dr. Heeger marine-fauna)

  • Timme,

    sind sehr scheue Tiere, die wirklich auch nur mit Minifischen zusammengepflegt werden sollten. Meine haben sich leider recht schnell verflüchtigt und ich gehe davon aus sie sind Futter geworden.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hi Timme

    Nun habe ich den Spiegel des Lexikons genutzt und kann mit Namen dienen.

    diese hier


    Urocaridella antonbruunii

    haben wir schon lange, sowohl im grossen (1000 Liter) als auch im kleinen Becken (200 Liter)
    Im grossen schweben sie nachts durchs Becken, im kleinen sieht man sie auch bevorzugt nachts, aber tagsüber auch. Und dort schweben sie eben nicht.
    Sind über 2 Jahre bei uns, was erstaunlich ist für diese Art im Aquarium uim Gegensatz zu anderen Garnelen. Hätte gedacht das sie nicht so lange halten.

    Diese hier

    Urocaridella spp.

    hat nicht so lange gehalten, ca. 1 Jahr rum meine ich mich zu erinnern.

  • Mein Becken umfasst derzeti 750 liter brutto. Ich hoffe das belibt auch so und es läuft über nacht nicht was raus :face_with_tongue:
    Ich plane den Fischbesatz umzustellen oder von derzeit 2 gelben doktoren einem palettendoc, einem zerstrittenem Paar signigobius und einem paar anemonenfischen etwas umzustellen.
    Meine utopische Vorstellung umfasst ein Becken mit Grundeln und kleinen Fische nur. Ein Becken wo man erstmal reinschauen muss um ein Fisch zu entdecken. Ein Becken wo einem nicht die geballte Ladung Fisch entgegenschlägt.
    Eviota- und Trimma-Arten, Neongrundel im Schwarm Maskengrundeln und Peppermintgobbies z.B..als das was manche als grobes Zooplankton bezeichnen. Ich überlege gerade, was alles so in Frage kommt. Sorgen macht mir nur wo ich halt sowas gut beziehen kann. Ich hab schon ein paar Hinweise aber über jeden Kontakt freu ich mich.


    P.S.: Ausserdem durchsuche ich gerade das Netz nach Info zur Grundelzucht. Da die Neongobys sich recht gut halten lassen und auch schon kommerziell gezüchtet werden, werde ich mich erstmal hierdran wagen. Klappt es, werden die zweiten Kandidaten wohl Coryphopterus personatus sein, aber das ist wohl ferne Zukunft.

    Planktonzucht ist in Arbeit und im speziellen auch die Coppepodenzucht. Ohne Pods gehts nicht bei Grundeln.

    Einmal editiert, zuletzt von Timme Denker (10. Dezember 2005 um 21:01)

  • Timme,

    kalr geht das ohne Pods. Ich pflege alle meine Arten nur mit Frostfutter und maximal am Anfang Artemia Nauplien. Das Problem ist das die einzelnen Arten Teritorial sind. Z.B. Trimma - die leben ganz und gar nicht in der Gruppe. Zwar kann man ohne Probleme viele Tiere in einem Becken halten, aber jedes besetzt ein Revier. Ich habe 7 Trimma striata in 120x40x40 und ab und an sehe ich mal 5 gleichzeitig.

    Eviota Arten sind bei mir recht scheu und besetzen auch Reviere. Ob sich das bessert wenn man permanent Minifutter zufügt wäre eine Untersuchung wert.

    Du solltes auch bedenken das die Grundeln unbedingt einen Beifisch benötigen der ihnen die Angst nimmt. Ich nutze dazu verschieden Apogon Arten. Am besten A.leptacanthus der läßt die Grundel auch in Ruhe.

    Passen tun dann noch Grammistes oder Nemaleotris Grundeln. Auch kleine Anthias wie Pseudanthias randalli oder P. parvoristris gehen. Dazu Stonogobius und Alpheus für den Boden und einige Seenadeln und das Bild ist rund :grinning_squinting_face:

    Man bedenke aber auch, das die Grundeln oft recht kurzlebig sind und für ihre Größe leider auch recht teuer. Dann noch der Faktor das viele Arten nur recht selten zu bekommen sind, alles in allem kein einfaches Unterfangen.

    Ich baue gerade ein Sensibelchen Becken für solche Fische auf. Nur T8 Beleuchtung, mäßige Strömung nur ruhige Fische. Mal sehen wie das klappt.

    Geplanter Besatz:

    Paar Amblyeleotris randalli + Paar Alpheus bellulus -> bereits eingezogen
    2 Doryrhamphus pessuliferus -> bereits eingezogen
    6 Pseudanthias kasihwae -> bereits eingezogen
    Gruppe Proplepsis nocturna -> 1x bereits eingezogen
    4 Gramistes grammica --> beschafft, müssen nur Umziehen
    4 Nemaleotris helfrichi

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hi Peter,

    Zitat

    Original von Peter Schmiedel
    klar geht das ohne Pods. Ich pflege alle meine Arten nur mit Frostfutter und maximal am Anfang Artemia Nauplien.


    Ich glaube Timme meinte das in Bezug auf die Zucht :winking_face:

    Wobei laut Literatur zumindest Gobiosoma nur mit Rotiferen augezogen werden kann. Aber mit Copepoden ist bestimmt immer besser...

    Viele Grüße
    Inken

  • HI Timme

    finde ich eine klasse Idee.. in einem neuen Becken würde ich wohl auch auf viele Fische die ich heute halte verzichten.

    Wir haben so eine Art Becken schon, wobei wir dort Fische vom Sohneman aufnehmen mussten die gar nicht passen (riffbarsche die viel zu gross werden) Bis dahin waren zwei chromis die grössten im Becken gewesen.
    Ich bin allerdings auch erstaunt wie lange es klappt ohne das die Grundeln verschwinden. Die zwei Riffbarsche sind ca. 15 mal so gross wie die kleinen Grundeln. (Eviota und Trimma) vom Verhältnis her gesehen.

    Es sind noch zwei Eilatia drinn, dazu Priolepis nocturna als Paar.
    Dazu ein paar Garnelen (wurdemanni, amboinensis, und Uricaridella)
    6 Anemoenkrabben, einige andere Krabben.

    Zuchten kannst bei den ganz kleinen Grundeln (Trimma und Eviota) bisher vergessen. Zumindest wäre mir nichts bekannt.

  • Zitat

    Original von il Padrino
    Zuchten kannst bei den ganz kleinen Grundeln (Trimma und Eviota) bisher vergessen. Zumindest wäre mir nichts bekannt.

    irgendwer muss ja mal anfangen :winking_face:

    Deshalb werd ich mich da mal ranpirschen. Erster Meilenstein sind Neongobies dran.
    Würde das mir nach zigtausenden von Versuchen gelingen dann wäre ich schonmal seh stolz.
    Ich würde mir einen nächsten Meilenstein überlegen; Coryphopterus personatus wäre ein Ansatzpunkt.Im netz ist ein zuchtbericht über diese Grundel zu finden.

    Von Eviota und Trimma hab ich aber nichts gefunden bisher, das stimmt. Ich denke das sich vielleicht auf Japanischen Websites einiges verbirgt, da in Japan, so hörte ich, kleinere Grundel recht beliebt sind.
    Zunächst würde ich bei Eviota oder Trimmagrundeln erstmal die Gewohnheiten der Tiere beobachten wollen.

    PODs: tut mir leid, dass der Bezug zum letzem Satz nicht deutlich was. Es ging um die Zucht. Ich denke Pods sind als eine Art Schlüssel zu verstehen im Meerwasser, insbesondere bei dem Aufwachsen der Fische.

  • Hi Timme

    Zitat

    Original von Timme Denker
    Von Eviota und Trimma hab ich aber nichts gefunden bisher, das stimmt. Ich denke das sich vielleicht auf Japanischen Websites einiges verbirgt, da in Japan, so hörte ich, kleinere Grundel recht beliebt sind.

    Kein Wunder die meisten Grundeln kommen dort häufig vor.

    Ich finde es gut was du dir ausgedacht hast :smiling_face:

  • Die idee finde ich auch klasse,
    wäre nichts für mich aber das ist auf jeden Fall besser als zu grosse Tiere in den zu kleinen Becken. Ich möchte allerdings schon gerne ein wenig Bewegung im Becken sehen und nicht nur mit viel Geduld einen Fisch finden können.

    Ich kamm mir aber sehr gut vorstellen bei meinem geplanten 500l Becken auf den typischen gelben Doc zu verzichten und dafür lieber ein paar kleinere Gesellen zu halten. Am liebsten einen Schwarm kleinbleibender Fische aber da ist die Auswahl im Meerwasser ja nicht so wahnsinnig gross.

  • Zitat

    Original von Steffen Schwarz
    Am liebsten einen Schwarm kleinbleibender Fische aber da ist die Auswahl im Meerwasser ja nicht so wahnsinnig gross.

    oh naja, vorallem bei den Grundeln gibtes doch einige Arten, die im Meer als Schwarm auftreten.

    Auf korallenriff.de berichtet Claude z.B. über Eviota pellucida, die in Schwärmen von 20-30 Stück auftreten, bei einer Grösse bis zu 2.5 cm. Wenn man eine Gruppe von 5 Tieren hat und zwei bilden ein Paar würden diese beiden es natürlich schaffen die übrigen zu unterdrücken. So ein kleiner Schwarm würde nicht funktionieren. Das Problem was sich hier stellt ist, dass es schwierig ist eine entsprechend hohe Anzahl an Tieren zu bekommen, bzw. es noch keiner oder wenige es versucht haben sie in der Form zu halten. Meist bekommt man doch auch nur einige wenige Tiere. Natürlich scheint es dann sinnvoller diese im Paar zu halten.

  • Hi Timme

    Ich halte drei Garnelchen, die wohl zur Gattung Urocardiella gehören. (ähnlich U. antonbruunii) Sie schwimmen bei mir bevorzugt in einer etwas abgedunkelten Aquarien-Ecke mit schwächerer Strömung. Diese Ecke ist glücklicherweise vorne links :winking_face: d.h. ich kann die Garnelchen den ganzen Tag und auch nachts sehn. Ansonsten sind noch andere Garnelen, Grundeln und Leierfische in diesem Becken - Kein Fisch über 7cm und kein Doc 8).
    Eine Vergesellschaftung dieser Garnelen mit Seenadeln oder Kardinalbarschen habe ich bisher nicht gewagt. Zumindest bei den freischwimmenden Nadeln hätte ich da so meine Bedenken, und noch mehr bei den großmäuligen Kardinalbarschen.

    LG Martin

    PS.: Ich würde denken, daß man auch einen sehr viel grössere Anzahl dieser Garnelen in einem Becken zusammen pflegen kann. - Sie sind online ja auch nicht allzu teuer.

    The only reason many species have not yet been successfully reared is that too few people have tried (Naomi Delventhal)

    Many species might go extinct, as too few people look out for them (Martin Reith). Help to change this http://accion-salva-una-especie.org/

  • hall seegraswiese,

    danke für deinen information. wo bestellst du die garnelen denn online ?
    kannst mir ja ne pn schicken, falls wer meint es sei werbugn den namen zu nennen :winking_face:

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