zwei lesenswerte? Artikel im AAOM

  • Hi Ilja,

    Danke, schöne Artikel!

    Das mit den "Yellow-Tang-Nachzuchten" klingt interessant. Habe dazu in dem Artikel leider wenig Konkretes gefunden.

    Zitat

    In fact, yellow tang larvae were kept alive for 40 days.


    Das sind zwar schon recht erfreuliche Neuigkeiten, aber von einer wirklichen Nachzucht kann da doch noch nicht die Rede sein...
    (Mal davon abgesehen, daß 40 Tage vermutlich auch schon revolutionär sind...)

    Oder hab ich da was überlesen?

    Viele Grüße
    Inken

  • Ja, den Link hab ich gesehen.
    Die Fotos sind natürlich einmalig. Auch wenn Larvale Stadien von Doktoren in der Literatur zu Genüge als Zeichnungen vorhanden sind, ein Foto ist schon was ganz anderes.

    Ich hätte mich noch über ein paar Infos zu den Zuchttechniken gefreut, ist aber verständlich, daß das top secret bleibt :winking_face:

    Viele Grüße
    Inken

  • Hallo Ilja,

    da haben offenbar einige Leute weder Kosten noch Mühen gescheut, endlich wieder einmal eine unabhängige Salzuntersuchung machen zu lassen.

    Die Ergebnisse werfen ein ziemlich schräges Licht auf den erklärten Metallphobiker Shimek. Nachdem er selbst erklärt hat, seine Theorie sei so lange gültig, bis sie wiederlegt worden sei, ist sie jetzt zum zweiten oder dritten Mal und diesmal unabhängig, gründlich wiederlegt worden.
    Wir können jetzt also beruhigt aufhören auf die Schwermetalle zu starren, wie das Kaninchen auf die Schlange :D, zumal sich unter den Schwermetallen eine ganze Reihe lebensnotendiger Spurenelemente finden, die eventuell schneller aus dem Aquarium verschwinden, als uns lieb ist, weil sie gerne unlösliche Hydroxide und Carbonate bilden.

    Die Studie hat leider ein paar Schönheitsfehler: Die im Meerwasser gemessenen Werte werden nicht mitveröffentlich sondern es werden Literaturwerte angegeben. Sinnvollerweise hätte man eine Wasserprobe aus einem Riffgebiet jeweils mitlaufen lassen und diese Daten angeben können. Wäre eine gute Referenz gewesen.
    Chance verpasst!
    Auch die Nachweisgrenze habe ich für die meisten Werte nicht finden können, wäre aber eine wichtige Information.
    Beim Wismuth hätte bei den meisten Salzen ein "below detection limit" in die Grafik gehört an Stelle des Balkens.

    Insgesamt aber voll lobenswert, diese Untersuchung, auch wenn uns die Vorlieben der Seeigel-Larven (oder nur der Experimentatoren?) weiterhin ein Geheimnis bleiben.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner

    Zitat


    Die Ergebnisse werfen ein ziemlich schräges Licht auf den erklärten Metallphobiker Shimek.

    Schau Dir mal seinen Sermon im "Ask Dr. Ron" Forum auf Reefcentral an. Da meint er immer noch davon, dass alle Messungen voellig unsinnig und unnoetig sind, nur Bioassays koennen uns etwas sagen.

    Zitat


    Die Studie hat leider ein paar Schönheitsfehler: Die im Meerwasser gemessenen Werte werden nicht mitveröffentlich sondern es werden Literaturwerte angegeben. Sinnvollerweise hätte man eine Wasserprobe aus einem Riffgebiet jeweils mitlaufen lassen und diese Daten angeben können. Wäre eine gute Referenz gewesen.
    Chance verpasst!
    Auch die Nachweisgrenze habe ich für die meisten Werte nicht finden können, wäre aber eine wichtige Information.
    Beim Wismuth hätte bei den meisten Salzen ein "below detection limit" in die Grafik gehört an Stelle des Balkens.


    Die Studie hat nicht nur ein paar Schoenheitsfehler, die ist meiner Meinung nach absolut unvollstaendig und in der jetzigen Form eine Verschwendung von Geld und Speicherplatz. Wo sind die Blank Werte, mit welchem Geraet in welchem Labor wurde gemessen, wie wurden die Proben zwischen Ansatz und Messung gelagert etc. etc. etc. Und was ich am schlimmsten finde sind die fehlenden Fehlerbalken. Wenn ich in so einem Spurenbereich arbeite und keine Fehlerbalken angebe, dann kann ich mir das Messen auch gleich sparen.
    Was die natuerliche Seewasserprobe angeht, so muss die nicht unbedingt mitlaufen, denn die Werte schwanken in der Natur z.T. auch ganz erheblich. Auch hier waeren Angaben ueber die Varianz sehr hilfreich.

    Die Leute sollen endlich aufhoeren so zu tun als arbeiten sie wissenschaftlich wenn sie doch nur fortgeschrittene Liebhaberei betreiben. Das geht bei einigen Leuten ja sogar soweit, dass sie obwohl sie an einem wissenschaftlichen Institut arbeiten, Veroeffentlichungen auf AAOM etc. als ECHTE (=peer reviewed) Veroeffentlichungen listen. Dem nicht so kundigen Leser wird damit etwas vorgegaukelt, bzw. er wird krass verarscht. Ausserdem ist das wohl auch eine ganz billige Methode die eigene Veroeffentlichungsliste voll zu kriegen, arm dran wer auf sowas zurueckgreifen muss. Vielleicht sollten diese Leute doch den Job wechseln.

    Zitat


    Insgesamt aber voll lobenswert, diese Untersuchung, auch wenn uns die Vorlieben der Seeigel-Larven (oder nur der Experimentatoren?) weiterhin ein Geheimnis bleiben.

    Ganz davon abgesehen das uns die Vorlieben von Seeigel Larven weiterhin ein Raetsel bleiben kann ich diesem ganzen Wust von Salz Analysen (Shimek und die ganzen Antworten darauf) nicht wirklich irgendetwas positives abgewinnen.

    Gruesse

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Hallo Jens,

    ich wäre mal nicht so streng :D, andere erzählen auch viel. Guck dir mal die ganzen Lampenspektren mit diesem und jenem Balast an, ohne dass man wirklich weiss, was die Tiere und was die Pfleger wollen bzw. schön finden. Manche finden´s trotzdem gut.

    Was die Meinung von Dr. Ron angeht: Von mir aus, das sollte er aber nicht mit so einem Käse unterlegen; Firmendaten neben Untersuchungsdaten neben Forschungsdaten, das eine eigentlich jeweils mit dem anderen nicht vergleichbar. Wenn er nur seine Ergebnisse veröffentlich hätte, ok; Aber er belegt ja seine vorher schon vorhandene Metallophobie wieder einmal damit und das ist, was bei vielen Leuten hängen geblieben ist, voll daneben!

    Das mit den Fehlerbalken wird ja im Text erklärt: Eine Messung, ein Wert, keine Fehlerbalken. Ob das gut ist, naja ....

    Was hättest du gegen Meerwasser aus einem Riffgebiet? Mindestens 95% der Tiere die wir pflegen stammen aus Riffen oder ähnlichen tropischen Küstengebieten. Wenn´s dann irgendwann eine zweite Analyse aus einem anderen Riffgebiet gibt sieht die vielleicht wieder ganz anders aus, na und ...? Die Wasserwerte, mit denen wir jetzt handeln, wurden irgendwann auf hoher See geschöpft, ohne Küsteneinfluss usw. Soll das jetzt besser sein?

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner

    Zitat


    ich wäre mal nicht so streng :D, andere erzählen auch viel. Guck dir mal die ganzen Lampenspektren mit diesem und jenem Balast an, ohne dass man wirklich weiss, was die Tiere und was die Pfleger wollen bzw. schön finden. Manche finden´s trotzdem gut.

    Ja gut, ich rege mich nicht mehr auf und werde wieder ganz lieb und friedlich, versprochen

    Zitat

    Das mit den Fehlerbalken wird ja im Text erklärt: Eine Messung, ein Wert, keine Fehlerbalken. Ob das gut ist, naja ....

    Buaaaahhh, das hatte ich ueberlesen. Oh yeah, so macht Chemie doch Spass, einmal messen und schon geglaubt.....warum machen sich diese komischen Wissenschaftler immer solche Arbeit mit den ganzen unsinnigen Replikaten, Blanks und internen Standards?

    Gruesse

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

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