"Miracle Mud" kontra "Jaubert System"

  • Hallo zusammen,

    da ich mich ja nun eine Weile schon mit der Theorie von Systemen beschäftige, die ohne Abschäumer auskommen, habe ich mal eine Frage an alle die schon mal mit dem "Miracle Mud" zu tun hatten - natürlich sind alle anderen auch gefragt :grinning_squinting_face: .

    Könnte es sein, daß durch den Schlamm, der ja auf den Bodengrund gegeben wird, im Bodengrund unter dem Schlamm eine sauerstoffarme Schicht entsteht?? :confused_face: Wenn ja, dann funktioniert der Schlammfilter ja genauso wie das Jaubertsystem, nur daß zusätzlich noch Algen gepflegt werden. Sind im Bodengrund unter dem Schlamm eigentlich Kleintiere zu finden? Wenn nein, dann ist es doch vielleicht doch nicht so schlecht diesen Schlamm einzusetzen, dann bildet sich vielleicht die sauerstoffarme Zone viel schneller als in dem herkömmlichen Jaubertsystem und die Bakterien konnen viel schneller mit dem Abbauen des Nitrates beginnen. Aber wenn das so ist, dann rechtfertigt nichts auf der Welt diesen hohen Preis von dem Schlamm (den findet man doch auch in jedem alten Becken - wenn man eins mal ausräumt. :] )

    Was meinen die "alten Hasen" von euch zu meinem Gedankenblitz.... oder die die einen Schlammfilter betreiben?


    MfG, Frank.

    PS: ich bitte um rege Diskussionen :smiling_face_with_sunglasses: :smiling_face_with_sunglasses:

    MfG, Frank


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    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • Hallo Frank,

    ich spiele mit dem Gedanken, ein Bypassbecken mit Jaubertsystem neben mein Filterbecken zu stellen und es als Nitratfilter zu benutzen.Das heißt, das Wasser wird aus dem Filterbecken in das Jaubertbecken und von da aus wieder ins Filterbecken geleitet. Das Jaubertbecken will ich als Algen und Gorgonienbecken betreiben, ohne viel Gestein und mit einer ausreichenden Beleuchtung.
    Es ist ein Versuch wert, denn wenn es funktionieren sollte, ist es auf jeden Fall preiswerter als ein Schlammfilter.
    Ich würde mir auch ein Schlammfilterr Hang on system holen, aber die kleinste Ausführung liegt bei ca. 300 Euro, und das ist mir ehrlich gesagt zu teuer.

  • Hi Sabine :smiling_face: Hi all :smiling_face:


    Jau, der Preis ist schon hoch, keine Frage.
    Allerdings du weisst ja das der Inhalt selber recht teuer ist ...bzw. das von dort der hohe Preise halt herrührt.

    Und man sollte nicht vergessen das man sich hier die Po4 Absorber spart, die man wohl beim Jaubertsystem (bzw. auch beim Berliner System) sicher noch einsetzen muss.
    Noch zum Jaubert System: Oder wachsen dort auch Algen ? Bzw. ist das Anpflanzen von Algen im filter dort nicht auch möglich ?

    Wenn ich rechne das ich alle zwei - drei Monate einen Liter Rowaphos nehme, der üblich so bei 45 Euro liegt dann komme ich auf das Jahr gerechnet auf c.a 150 € (so über dem Daumen) Und das wieder umgerechnet macht das Schlammfiltersystem wieder günstig, da sich der Preis dann auch wieder egalisiert.

    So zumindest meine Denkensweise.
    Im großen muss ich nach wie vor noch mit Rowaphos oder Mitbewerberartikel arbeiten, im kleinen aber wo der Hang on dran ist, ist sei januar nichts weiter gemacht worden.
    Und dort liegt der Po4 Wert bei 0,07 mg (gesamt Phosphat)

    Nun aber noch eine schöne Nacht euch allen :smiling_face:


    Zitat

    Original von sabine
    Hallo Frank,

    ich spiele mit dem Gedanken, ein Bypassbecken mit Jaubertsystem neben mein Filterbecken zu stellen und es als Nitratfilter zu benutzen.Das heißt, das Wasser wird aus dem Filterbecken in das Jaubertbecken und von da aus wieder ins Filterbecken geleitet. Das Jaubertbecken will ich als Algen und Gorgonienbecken betreiben, ohne viel Gestein und mit einer ausreichenden Beleuchtung.
    Es ist ein Versuch wert, denn wenn es funktionieren sollte, ist es auf jeden Fall preiswerter als ein Schlammfilter.
    Ich würde mir auch ein Schlammfilterr Hang on system holen, aber die kleinste Ausführung liegt bei ca. 300 Euro, und das ist mir ehrlich gesagt zu teuer.

  • Hallo Robert,

    Soweit ich mich in das Thema eingelesen habe wird sogar Phosphat von den Bakterien benötigt um im Jaubert-System Nitrat abzubauen. Daher sehe ich eigentlich keinen Unterschied zwischen dem Jaubert und dem Schlamm-System. Auch kann man im Jaubert-System Algen anpflanzen. Das Jaubert-System soll sogar ein Kalkreaktor einsparen, denn durch den fehlenden Sauerstoff soll angeblich der PH-Wert sinken (kann das jemand bestätigen?), was wiederum den Effekt des Kalkreaktors auslöst. Laut verschiedenen Berichten von Aquarianern die Becken mit dem Jaubert-System schon mehrere Jahre lang betreiben muß in regelmäßigen Abständen (es gibt unterschiedliche Aussagen zwischen einem halben und einem Jahr) Bodengrund nachgefüllt werden, was ja wiederum auf den Kalkreaktoreffekt schließen läßt.

    MfG, Frank.

    MfG, Frank


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  • Hallo Frank,

    Zitat

    Original von iXware
    Soweit ich mich in das Thema eingelesen habe wird sogar Phosphat von den Bakterien benötigt um im Jaubert-System Nitrat abzubauen................

    sämtliche Organismen, nicht nur die im Meer benötigen Phosphor (Phosphat) als lebenswichtiges Element. Wird es nicht zugeführt, sterben alle Lebewesen .......allerdings auch, wenn es zu viel davon wird. Nitrate werden von Nitrobacterbakterien veratmet, die die Nitratmoleküle zerlegen und den für sie wichtigen Sauerstoff entnehmen. Dies wird allgemein als Denitrifikation bezeichnet, die überall dort einsetzt, wo kein freier gelöster Sauerstoff mehr vorhanden ist. Dabei ist es egal ob ein entsprechendes Filtersystem Jaubert, MiracleMud, Nitratfilter oder Huber-BNF heißt. Es wird jedoch recht ungemütlich, wenn Wässer stagnieren und als Folge davon Schwefelbakterien mit der Produktion von Schwefelwasserstoff beginnen. Viele Süßwasseraquarianer können ihr Leid darüber klagen, daß plötzlich und unerwartet ganze Aquarienlandschaften entvölkert worden sind und auch so manches Meerwasseraquarium habe ich wegen Schwefelwasserstoff "abnippeln" gesehen. Solche Systeme in unerfahrenen Händen halte ich für potentiell hochgefährlich.

    Jeder Mensch soll sich sein Aquariumsystem gestalten dürfen wie er es mag, jedoch sollte er sich zumindest auch über mögliche dunkle Seiten im klaren sein um abwägen zu können ob er so etwas beherrschen kann oder nicht.

  • Hallo Ralph,

    das Jaubertsystem ist ein standartisiertes System mit genau definierten chemischen Prozessen. Da in dem Plenumwasser noch ca. 0,5mg/l Sauerstoffvorhanden ist,kommt es nicht zur Schwefelveratmung.(Nicht zu verwechseln mit dem Schwefelnitratfilter).
    Die Gefahr des nächtlich sinkenden Sauerstoffgehaltes in einem Jaubertsystem kompensiere ich damit, das ich es als Algenfilter laufen lasse und ihn 24 Stunden beleuchte. Oder ich beleuchte nachts, wenn das Hauptbecken aus ist, und tagsüber lasse ich es aus.
    Das sind aber noch alles rein theoretische Überlegungen.

  • Hallo Sabine,

    mir war nicht bekannt, daß Du ein Jaubert-System installiert hast oder installieren willst.

    Meinen Beitrag habe ich ausschließlich wegen des zitierten Textauschnittes geschrieben. Dir unterstelle ich einfach mal, daß Du Dich in dieser Materie bewegen kannst und auch die Voraussetzungen für den Betrieb eines biologischen Systems sicher beherrschst.

    Für Dich war dieser Beitrag auch nicht bestimmt.

  • Hallo Sabine,

    ich habe in einem Buch (leider habe ich mir den Titel nicht gemerkt, da ich in der Buchhabdlung gelesen habe :grinning_squinting_face: ) gelesen, daß beim Jaubertsystem eine Belüftung mit Ausströmerstein mit eingebaut werden soll um dem Sauerstoffmangel vorzubeugen. Weiterhin muß man daruaf achten daß der Bodengrund nicht verklumpt, denn sonst kommt es zur Bildung von Schwefelwassserstoff.

    Ich denke mal, daß in diesem Fall der Schlammfilter einen Vorteil hat, denn da kann nichts außer dem Wasser in die Schicht mit dem Korallensand,was die Bakterien zu Schwefelwasserstoffbildung bringen würde. Beim Jaubertsystem soll man ja - wenn ich richtig informiert bin - auch 2 Schichten Korallensand verschiedener Korngröße einsetzen, wobei die feinere Schicht oben sein soll.

    Frank.

    MfG, Frank


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  • @ Ralph

    Du kennst doch bestimmt viele Aquarianer, ist darunter vielleicht jemand, der ein solches Becken im Betrieb hat? Weil Bücher und Zeitschriften alleine sind doch sehr theoretisch und auch vom Verfasser etwas einseitig.
    Möchte mich vorher gegen alle Eventualitäten absichern, und da ist ein Erfahrungsaustausch immer gut.
    Das Jaubertsystem reizt mich deswegen, weil es erstns eine schon länger erprobte Methode ist als der Schlammfilter, ich es als seperates Becken für Tiere wie Gorgonien o. Seepferde benutzen kann (was beim Miracle mud Hang on system schlecht geht),und es als Nitratfilter fungiert. So habe ich ein System mit zwei Funktionen.

    @ Frank

    ich habe mich schlau gelesen, und Jaubert empfiehlt nur eine Korngröße von 2-5mm und eine Schichthöhe von mindestens 10cm. In der oberen Schicht laufen die aeroben und in der unteren Schicht die anaeroben Prozeße ab. Dadurch, das im Plenumwasser noch Restsauerstoff vorhanden ist, wird das Wachstum von unerwünschten Organismen( z.B. Schwefelbakterien) verhindert. Der Bodengrund pappt nur dann zusammen, wenn bei extrem hohen KH Werten gleichzeitig ein bestimmtes Kalksubstrat, das als Oolithic Sand bezeichnet wird, angewandt wird.
    Schwefelwasserstoff wird nur bei einem sehr niedrigen Rhedoxwert und sehr wenig Austausch von Wasser und dadurch resultierenden Nitratmangel gebildet.Wenn die Bakterien kein Nitrat vorfinden,aus dem sie den Sauerstoff entziehen können, dann werden sie auf Scwefelverbindungen zurückgreifen. Durch das Plenum aber diffundiert ständig Wasser durch die Kiesschicht und tauscht sich langsam und kontinuierlich aus.Daher ist es eher unwahrscheinlich, das es zu Problemen kommt. Man muß das Oberflächenwasser nur Sauerstoffreich halten(z. B. Sprudelstein), dann tritt die Diffusion ein, und es kommt zu keinem Stillstand.
    Ich hoffe, ich habe es einigermaßen verständlich rübergebracht und ich habe keinen Denkfehler gemacht. ansonsten bin ich für alle Korrekturen und Denkanstöße dankbar, weil ich mich erst schlau mache, bevor ich etwas ausprobiere.

  • Hi Leute!
    Also was hier so teuer ist wurde schon vor 20Jahren erfunden. Nur hieß es damals Strandpflanzenfilter. Da wurde mit Algenfilter und Strandpflanzenfilter gearbeitet.
    Ich denke im Prinzip das Gleiche nur, das Kind hat einen neuen Namen bekommen und es wird mit Schlamm betrieben. So mein Gedanke, so wie Ralph d. Huber schreibt. Also es ist ein zweischneidiges Schwert.

    Gruß Geri

  • @ Sabine,

    ich habe auf verschiedenen englisch und (dank google) französisch -sprachigen Webseiten von 2 Korngrößen gelesen - die untere Schicht soll soll mit einer Korngröße von 3-5mm aufgebaut werden und mind. 1-2 Zoll (also ca. 2,5 - 5cm) stark sein und die obere Schicht mit 1-3mm Korngröße und 2-3 Zoll stark... ich habe aber auch andere Seiten gefunden auf denen nur von einer Schicht mit einer Korngröße von 3-5mm und einer Schichtdicke von 4-5 Zoll die Rede war.


    Frank.

    MfG, Frank


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  • Hallo Frank,

    ich bezog mich auf die Artikel von Julian Sprung Koralle 10/2001 S. 70 und von Marc Languet Meerwasseraquarianer 1/2001 Seite 29, wo ausdrücklich darauf hingewiesen wurde (bei Marc Languet sogar, das Prof. Jaubert ihm dazu geraten hat),
    nur eine Korngröße zu verwenden. Ich denke, das sich die Schichten im Laufe der Zeit wahrscheinlich doch etwas vermischen werden.

  • @ sabine,

    also sollte ich doch unbedingt diese Artikel aus den Zeischriften mal lesen; ich schicke dir mal eine PN

    Frank.

    MfG, Frank


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  • Hallo Gerald :smiling_face: Hall @ all :smiling_face:

    Sicherlich wurde schon vor vielen Jahren mit Algenbecken gearbeitet. Aber um hier erfolg zu haben war es halt meist so das das Algenbecken die selbe Größe hatte wie das Hauptbecken.

    Ich denke das hier das Ecosystem einen ganz anderen Weg geht. Alleine durch die Inhaltsstoffe und die paar Algen!! ist es der mir derzeit beste Po4 Absorber, sowie Nitratfilter den ich kenne :smiling_face:
    Und ich muss ganz ehrlich sagen, man braucht dazu keinerlei großen aquaristischen Kentnisse um dieses System zu betreiben. Im Grunde kann man hier wenig falsch machen. Das allerdings ist meines Wissens beim Jaubertsystem etwas anderes. Hier sollte man tunlichst den Bodengrund in ruhe lassen.


    Zitat

    Original von gerald schneider
    Hi Leute!
    Also was hier so teuer ist wurde schon vor 20Jahren erfunden. Nur hieß es damals Strandpflanzenfilter. Da wurde mit Algenfilter und Strandpflanzenfilter gearbeitet.
    Ich denke im Prinzip das Gleiche nur, das Kind hat einen neuen Namen bekommen und es wird mit Schlamm betrieben. So mein Gedanke, so wie Ralph d. Huber schreibt. Also es ist ein zweischneidiges Schwert.

    Gruß Geri

  • Hallo Robert:-)

    ich sehe es genauso wie Du. Die biologische Leistung des Schlammfilters scheint mir doch wesentlich stärker zu sein als beim Jaubert-System. Und gerade hier liegt doch eine enorme Chance. Wenn man es sich erlauben kann stärker zu Füttern ohne eine merkbare Zunahme der Wasserbelastung zu haben, ergeben sich doch völlig neue Möglichkeiten in der Haltung von Filtrieren (z.B Gorgonien, Dendronephtia...)
    Anaerobe Zonen gibt es sowohl beim Jaubert-System als auch beim Schlammfiltersystem. Die bakterielle Aktivität ist bei dem Schlammfilter wohl wesentlich stärker (wie auch immer...) und darauf kommt es schließlich an. Allerdings ist es wirklich Schade, dass der Preis doch relativ hoch ist, da es dadurch nur eher langsam verbreitet wird und die positiven Erfahrungen noch eher rar sind.

    Gruß
    Oliver

  • Ich sehe solche Filter wie auch die Nitratfilter mit einiger Skepsis, weil ich den von Ralph Huber beschriebenen Effekt im Süßwasser selber schon erlebt habe. Damals handelte es sich um einen Drei-Kammer-Filter, der mit relativ schwachem Durchfluss betrieben wurde, weil ich in dem Becken keine starke Strömung haben wollte.

    Irgendwannn war mir die Strömung ZU schwach, da habe ich den Filter wieder stärker aufgedreht. Wie ich nach einiger Zeit wieder hinschaue, waren sämtliche Skalare am abkippen! Von den 7 Stück konnte ich nur noch 2 retten.

    Was da passiert ist, habe ich erst später verstanden. Anscheinend hatten sich in dem verwinkelten Filter sauerstofffreie Zonen gebildet und besagte Schwefelbakterien angesiedelt. Wie ich dann den Filter stärker laufen ließ, wurde das Zeug wohl ins Becken gespült.

    "Definierter Sauerstoffgehalt" klingt ja gut, aber funktioniert das wirklich? Im ganzen Boden? Auch noch nach 2 Jahren?

    Nachdem ich selber erlebt habe, was so passieren kann, möchte ich persönlich das nicht haben. Was natürlich nicht ausschließen soll, das andere das Risiko in den Griff bekommen können.

  • Hallo Oliver,

    das hört sich an, als ob du schon ein Jaubertsystem betrieben hast. Wie sind deine Erfahrungen?

  • Hallo Sabine,

    Zitat

    Original von sabine
    @ Ralph
    Du kennst doch bestimmt viele Aquarianer, ist darunter vielleicht jemand, der ein solches Becken im Betrieb hat? Weil Bücher und Zeitschriften alleine sind doch sehr theoretisch und auch vom Verfasser etwas einseitig.
    Möchte mich vorher gegen alle Eventualitäten absichern, und da ist ein Erfahrungsaustausch immer gut. Das Jaubertsystem reizt mich deswegen, weil es erstns eine schon länger erprobte Methode ist als der Schlammfilter, ich es als seperates Becken für Tiere wie Gorgonien o. Seepferde benutzen kann (was beim Miracle mud Hang on system schlecht geht),und es als Nitratfilter fungiert. So habe ich ein System mit zwei Funktionen.


    ich hatte bereits einen Beitrag zum Thread als Antwort auf Deine Frage geschrieben, aber irgendwie ist der Artikel im Nirwana verschwunden "weil ich nicht eingeloggt war" obwohl ich natürlich eingeloggt gewesen bin !

    Nein, von meinen Freunden und Bekannten, die ich teilweise schon ein Vierteljahrhundert kenne, macht niemand mehr Experimente, insbesondere nicht mit filternden Systemen. Selbst mein eigenes System, welches ich ja immer noch verwende funktioniert nur wenn man sich absolut an die Vorgaben hält, ansonsten mutiert auch dieser zur Nitratschleuder. Ich hatte Robert deshalb auch gebeten diesen Beitrag zu meinem Filtersystem von der Homepage zu nehmen, weil ich viele Anfragen dazu bekam und den Menschen aber nicht vermitteln konnte, daß sie sich unbedingt an die beschriebenen Vorgaben halten müssen um den Erfolg damit zu haben, wie ich es dann auch im Beitrag beschrieben hatte.

    Mit Jaubert wird es sein wie bei allen anderen biologischen Systemen auch, derjenige der es entwickelt hat kann vorzüglich damit arbeiten leider jedoch die wenigsten, die es sich zulegen. Darüber hinaus prophezeihe ich jedem pflegerisch zu betreuendem Filtersystem daß es sich nicht durchsetzen wird wenn der zeitliche Aufwand größer ist als das Wechseln von Schnellfilterpatronen. So etwas avanciert extrem schnell zum lästigen Übel das nervt und immer seltener die Anforderungen zum erfolgreichen Betrieb erfüllt werden. Dann wird es gefährlich für die Beckeninsassen.

    Ich schreibe hier nur von meinen eigenen Erfahrungen und die von vielen anderen, die mir aus Anschauung bekannt sind. Und glaube mir, wenn ein Eiweißabschäumer irgendwann nicht überlaufen würde, wäre auch dort die Pflege eher katastrophal. Das kann man auch an so manchen Beiträgen erkennen, wo dann empfohlen wird einen Schlauch in den Schaumbehälter einzubauen und den in einen größeren Behälter zu führen . Das sich bei solchen Maßnahmen immer mehr schaumreduzierende Fette im Schäumer anlagern wird dann in kauf genommen.

    Sorry, daß es so lang geworden ist aber mit Jaubert oder MiracleMud kann ich Dir nicht helfen.

  • [QUOTE]Original von Robert Baur
    Hallo Gerald :smiling_face: Hall @ all :smiling_face:

    Sicherlich wurde schon vor vielen Jahren mit Algenbecken gearbeitet. Aber um hier erfolg zu haben war es halt meist so das das Algenbecken die selbe Größe hatte wie das Hauptbecken.

    Ich denke das hier das Ecosystem einen ganz anderen Weg geht. Alleine durch die Inhaltsstoffe und die paar Algen!! ist es der mir derzeit beste Po4 Absorber, sowie Nitratfilter den ich kenne :smiling_face:
    Und ich muss ganz ehrlich sagen, man braucht dazu keinerlei großen aquaristischen Kentnisse um dieses System zu betreiben. Im Grunde kann man hier wenig falsch machen. Das allerdings ist meines Wissens beim Jaubertsystem etwas anderes. Hier sollte man tunlichst den Bodengrund in ruhe lassen.

    Hi Robert! :smiling_face:
    Na sagen wir halt, so um die 20-30% des Hauptbeckens. Mein Algenfilter ist eigentlich heute nur mehr für Jungfische, denn als Algenfilter wäre er zu klein.
    Habe leider nicht mehr den Platz dafür. Aber als ich noch den großen Algenfilter hatte, konnte ich mich nie über NO3 oder PO4 beklagen.
    Möchte kein Urteil über Miracle Mud abgeben, denn ich kenne den Aufbau nicht.
    Wenn ich mehr Freizeit und Hintergrundinformationen habe, werde ich mich mit der Schlammpackung sicher auch auseinandersetzen. :smiling_face:
    Denn neugierig bin ich schon und experimentierfreudig sowieso. :grinning_squinting_face:

    Gruß Geri

  • Hallo Gerald :smiling_face:

    Oh ja experimentierfreudig sind wir ja auch...grins.
    Ob das immer so gut ist ist dann wieder eine andere Frage.

    Wir haben ja nun seit 10 Monaten den Schlamm im Einsatz und sind mit der Entwicklung sehr zufrieden. Mitunter ist das ein Grund warum nun im großen Aqua auch ein halbes Schlammfiltersystem (ein Refugium) zum Einsatz kommt.
    Ich denke das es dieses System einfach sehr schwer haben wird auf dem Markt, einfach weil viele die als Händler verkaufen nicht so genau wissen was genau es ist und wie es funktionieren soll. Aber ich denke das ist wie mit anderen Dingen auch, gutes setzt sich durch - schlechtes verschwindet wieder vom Markt. Aufhalten glaube ich lässt sich das System nicht mehr.

    Aber warten wir es ab :smiling_face:


  • Hi Robert!
    Also jetzt bin ich noch neugieriger geworden und habe natürlich im Internet Seite für Seite durchgekaut. :smiling_face:

    So weit klingt es ganz logisch, aber zwei Jahre soll die Nährstoffzufuhr funktionieren und Eiweiß soll er auch noch abbauen.
    Dafür werden 10 Gallonen Wasser in der Woche gewechselt. :confused_face: Das ist ja schon die Nährstoffzufuhr und sonstiges.
    Der Wunderschlamm ist eigentlich nur die nützliche Bakterienfauna und die habe ich beim Algenfilter auch.
    Aber ich denke Du hältst uns sicher am laufenden.
    Hoffentlich ist er wirklich so positiv wie Du denkst.
    Irgendwas ist sicher dran, na mal sehen was.
    Nichts für ungut.

    Gruß Geri

  • Hallo Gerald :smiling_face:


    Alles kein Problem :smiling_face:

    Ich wechsle ca. 5-10% im Monat, mehr nicht. An Spuris kommt derzeit nur Strontium und Jod dazu.


  • Hallo an alle,
    ich möchte als Neuer im Bord auch mal was zu diesem Thema schreiben.
    Ich werde mein nächstes Becken auch mit einem Jaubert-System ausrüsten. Ich sage auch warum.
    Ich habe es satt, ständig neue technische Spielereien
    auszuprobieren, mal abgesehen von finanziellen Aufwand.
    Ziel ist es ein System zu schaffen, das mit minimalem Aufwand funktioniert und bei dem die laufenden Kosten erträglich sind. Das man solch ein Becken nicht mit zig´Fischen und Korallen zubuttert ist nun mal Tatsache.
    Man muß sich nur dran halten. Tut man es nicht ist man wieder beim technischen Hochrüsten. Aber gerade das wollte ich ja verhindern.
    Mein altes Becken lief nach dem Berlin-Verfahren.
    Es hat soweit auch gut funktioniert. Hauptmangel ist jedoch die geringe Planktonfülle bzw. tierisches Kleinzeug. Der Abschäumer und die Pumpen haben nicht mehr viel vom ehemals vorhandenen Microleben übrig gelassen. Deshalb werde ich in Zukunft ein der Natur angelehntes System verwenden weil ich es für absolut notwendig halte, um gesunde Verhältnisse in Becken zu schaffen und den Kleintieranteil im Becken stätig zu steigern.

  • Hallo Puschi :smiling_face:

    Im Grunde ist das abolust okay, ich kann das gut nachvollziehen. Aber mir fehlt selber halt einfach das Wissen rund um das System. Die Abhandlung in Fachzeitschriften kenne ich allerdings schon.
    Ich bin selbst jemand der seit jahren die Berliner Methode fährt und schon durchaus damit zufrieden ist. Was mich stört ist einfach das der Nitratgehalt nicht ganz runter geht und wir schon ewig auf 25 mg festhängen. Po4 ist trotz der Verwendung von Korallenbruch nicht dramatisch, aber filtern über einen Absorber muss ich doch hin und wieder.

    Was mich vielmehr am Schlammfilter gefallen hat ist die hohe Dichte an Kleinstlebewesen die man im Filter hat, dort ist Mysis, die laichen, was dann den Beckeninsassen in jeder Form zu gute kommt. Inwieweit das nun im großen auch der Fall ist werden wir sehen, denn dort arbeitet nur ein halbes Schlammfiltersystem das ergänzend zum Abschäumer arbeitet.

    Ich denke das Plankton an sich immer wichtiger wird, von daher kommt mir ein solches System dann schon eher entgegen.

    Aber ich denke das es in jedem Fall noch zu früh ist, da unser kleines System nun erst 10 Monate läuft. Aber Spaß macht es schon tierisch :smiling_face:


  • Hallo Puschi,

    dein Ansatz geht meiner Ansicht nach schon in die richtige Richtung, nur du kannst so ein System leider nicht mit "alten" Steinen hochziehen. Da mußt du zumindest ein Teil mit neuen frischen Steinen einfahren. Um genug neue Microorganismen einzuschleppen, die du dann in der ersten Zeit ausreichend mit Plankton füttern mußt. Das ganze sollte dann einige Zeit haben um sich zu stabilisieren und das möglichst ohne Fressfeinde.
    Dieses System muß mit großer Wahrscheinlichkeit für immer mit Plankton zugefüttert werden.

    Über so ein System habe ich auch schon nachgedacht.

    mfg Stephan

  • Hallo Stephan

    nun, ich hatte schon neue lebende Steine im alten Becken. Habe auch vor, im neuen Aquarium einen gewissen Anteil lebender Steine einzubringen.
    Nur Lebendgestein zu haben ist ja auch nicht unbedingt notwendig. Der Nitratabbau soll sich ja im Bodengrund abspielen. Das Becken wird einen zentralen Riffpfeiler erhalten den ich mir wieder in Eigenarbeit herstellen werde. Nur so ist eine sinnvolle Rundumströmung möglich. Schon mal was von "Aragocrete" gehört? Unter http:\\http://www.garf.org ist das wunderbar beschrieben. Aus Korallenkies und weißem Zement kann man sich jegliche Riffformation erstellen. Habe gute Erfahrungen damit gemacht. Bei Bedarf kann ich ja mal ein Bild schicken.
    Weiterhin wird im Filterbereich ein sogenannter Diffusionsfilter eingebaut. Infos dazu gibt es unter http://www.aquaristik-hilfe.de. Mit seiner Hilfe sollte es gelingen ausreichend Kleinlebewesen im Aquariensystem am Leben zu erhalten bzw. einen Lebensraum ohne Fressfeinde anzubieten.

  • Hallo Robert,

    ich habe mich auch schon über den Schlammfilter informiert. Die mögliche Menge an Kleinstlebewesen in diesem Filter ist unbestritten enorm. Die Filterwirkung sicher auch. Nur leider haben die kleinen Viecher nur wenige Chanchen die nachgeschaltete Förderpumpe zu überleben. (jedenfals in der Standardeinrichtung). Das Filterbecken müßte schon über dem Hauptbecken hängen und selbständig ablaufen können. Das wäre noch eine Überlegung wert.
    Habe mich jedoch vorerst für eine andere natürliche Filtermethode entschlossen weil ich damit schon gute Erfahrungen gemacht habe. Ich meine einen Diffusionsfilter. Unter http://www.aquaristik-hilfe.de
    gibt es weitere Infos. Die blauen Schwämme sind durch und durch mit Schwämmen und anderem Kleinzeug bevölkert. Und das stabilisiert das Becken nicht ganz unerheblich

    Puschi

  • Hallo Puschi,

    das mit dem extrem langsamen Durchfluß ist sehr gut. Solch ein Ansatz habe ich auch für mein neues Unterschrankfilter-System vorgesehen. Das mit dem Blauenschwamm sehe ich sehr kritisch, da das die reinste "Nitrat-Schleuder" ist. Vor einigen Monaten hatte ich in meinem Becken einen Schwamm eingebaut, nach einiger Zeit wunderte ich mich darüber das mein Nitrat-Wert anstieg. Ich hatte nicht mehr an den Schwamm gedacht. Als mir eingefallen ist was ich vor Wochen geänder hatte hab ich den Schwamm sofort entfernt und der Nitrat-Gehalt stieg nicht mehr weiter.

    Daraus folgt für mich soetwas kommt mir nicht mehr ins Becken.

    Das der Phosphat-Wert auch steigt konnte ich nicht feststellen, da ich den Wert mittels Adsorber gegen Null halt. Der Wert würde aber auch ansteigen, also ganz vorsichtig mit den Schwämmen.

    mfg Stephan

    PS: Ich benutze keine mechanische Filterung und das klappt sehr gut. :]

  • Hallo Puschi, hallo ihr anderen,

    eventuell sollten wir das ganze unter einem neuen Themeneintrag weiter diskutieren, natürlich nur wenn es von interesse ist.

    mfg Stephan

    PS: Sonst sucht es sich immer so schlecht im Archiv. :loudly_crying_face:

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