Ocellaris atmet schnell und frisst nicht

  • Hallo !

    Ich habe vor ca. 2 Wochen meine ersten A.Ocellaris Fische in mein Riff eingesetzt. Beide Fische sind angeblich Nachzuchten und noch relativ jung (ca. 4cm).

    Die Fische haben sich in den ersten Tagen sehr verschreckt gewirkt. Einer der beiden hat sich mittlerweile eingewöhnt, frisst brav Frostfutter und Flockenfutter und zeigt eigentlich ein sehr agiles Verhalten.

    Der andere (kleine) Clown macht mir aber ziemliche Sorgen. Nicht nur dass er so gut wie nichts frisst, mittlerweile schwebt er apathisch über einem Stein und hat seine Atmung deutlich beschleunigt. Die Kiemendeckel spreitzt er nach Aussen.

    Begonnen hat es damit, dass er über dem Auge in der weissen Binde Grübchen bekommen hat. Seit gestern hat auch der gesunde Fisch diese Grübchen - verhält sich jedoch normal.

    Kann mir jemand Rat geben, wie ich vor allem den kleineren der beiden helfen kann? Bzw. hat jemand Erfahrungen mit diesen Grübchen bzw. Flecken in der Binde überhalb der Augen ?

    BTW: Meine Wasserwerte sind in Ordnung gem. Salifert.

    Herzlichen Dank im Voraus,

    Harald Maier-Kern

  • wie lange steht das Becken schon?
    Hast du auch eine Anemone für die beiden im Becken?
    Welche Tiere sind sonst noch im Becken?
    Gibts vielleicht ein Bild von den "Grübchen"?
    Hast du eine UV-Anlage oder Ozon zur Hand?
    Erzähl mal ein bissel mehr über dein Becken, die Technik etc.

    Einmal editiert, zuletzt von Steffen Schwarz (12. Juli 2005 um 15:52)

  • Hallo !

    Danke erstmal für die schnellen Antworten.

    Zu meinem Becken:
    100x50x50 mit 100kg Lebendgestein
    Besatz derzeit ausschließlich mit Weich- und Röhrenkorallen.

    Das Becken hat eine Standzeit von rund 3 1/2 Monaten und hat brav alle Phasen des Einfahrens durchlebt.

    Die Wasserwerte sind OK - Nitrit 0, Nitrat 0,5 lediglich Phosphat seit dem Füttern auf 0,1 angestiegen (alles Salifert Testergebnisse). Salinität von 1023,75 bei einer Temperatur von 25-26 Celsius.

    Technisch wird im Becken abgeschäumt und 2 Strömungspumpen mit je 2000l/h werden wechselseitig betrieben (6 Std. Rythmus). Beleuchet wird mit Aquamedia Oceanlight 150W + 2*38W Blau (9 Std. HQI und 13 Std. Blau). Nachts scheint ein Mondlicht mit geringer Intensität.

    Ich verwende derzeit weder Ozon noch UV oder irgendwelche Reaktoren. Lediglich Knop Calzium+ und Magnesium+ werden zudosiert.

    Besatz: 2 Ocellaris (davon einer eben ziemlich angeschlagen), 9 Einsiedler und seit gestern 1 Blauer Zwergkaiser und 2 Weissbandputzer Garnelen.

    Die Löcher sehen eigentlich nicht aus wie Löcher bzw. Frassspuren aus dem anderen Threat sondern eher wie schuppige Grübchen.

    Der Fisch bewegt seine Kiemen pro Sekunde rund 2x und wird immer passiver.

    Leider sind beide Ocellaris bis dato noch nicht in meine Lederkoralle eingezogen. Auch Nachts haben sie keine optimale Schlafstelle und liegen quasi am Livesand auf.

    Was möglicherweise noch dazukommt ist, dass im Becken scheinbar 2 Krabben sitzen - alle Fangversuche sind jedoch bisher gescheitert. Einen Übergriff durch die Krabbe ist allerdings derzeit auszuschließen.

    Auf dem beiliegenden Bild (besser gings so rasch nicht) kann man die Grübchen leider nur sehr unscharf und weniger ausgeprägt als in Natura erkennen.

    Ich hoffe ich hab nix wichtiges Vergessen,

    Harald

  • Laut Auskunft des Händlers war er dort schon 6 Wochen lang mit etlichen anderen Ocellaris im Becken und hat brav gefressen bzw. ist auch gewachsen.

    Aus meiner Sicht ist der Händler absolut vertrauenswürdig.

  • Hallo Zusammen,
    hat jemand schon die Tatsache in Betracht gezogen, dass bereits der Kampf um das Geschlecht begonnen haben könnte ?. Da sie nun in einem neuen Becken sind, kommt diese Annahme doch nicht von ungefähr.

  • Zitat

    Original von Arno
    Hallo Zusammen,
    hat jemand schon die Tatsache in Betracht gezogen, dass bereits der Kampf um das Geschlecht begonnen haben könnte ?. Da sie nun in einem neuen Becken sind, kommt diese Annahme doch nicht von ungefähr.

    Hallo Arno

    In diesem Fall wären aber mehr die Flossen und das Maul in Mitleidenschaft gezogen, so jedenfalls meine Beobachtungen bei meinen zwei schwarze Ocellaris.

    Gruss Ruedi

    Seit 23.2.2007 / Seit August 2017 stillgelegt
    AQ: L300,B150,H80 / CL Abyzz 4xA400 / Rückförderung A200 / LED AI HYDRA 52/ Genisis Bandfilter / Diakat B+ / JNS Abschäumer

  • Heute hat es eine weitere Veränderung beim kranken Ocellaris gegeben:

    Extrem schnelle Atmung und Grübchen in der Weissbinde waren ja schon bekannt.

    Nun hat er auch im Vergleich zum gesunden Ocellaris stark verkleinerte Augen. Dh. die Augen sind nicht mehr völlig schwarz sondern haben einen äußeren orangen Ring - als ob er völlig übermüdet wäre (siehe Bild).

    Kennt jemand ein solches Phänomen bei Fischen ?

    Des weiteren bewegt er sich nun fast gar nicht mehr von der Stelle und hat leider auch heute nix gefressen.

    Herzlichen Dank für Eure Hilfe,

    Harald

  • Situationsbericht: Der kranke Ocellaris hat noch immer die gleichen Symptome - schnelle Atmung, verkleinerte Augen, lethargisches Verhalten, Appetitlosigkeit.

    Mittlerweile mache ich mir schon Gedanken, ob man das Tier so leiden lassen soll. Aber die Hoffnung gebe ich nicht auf, dass sich vielleicht der Zustand spotan wieder umkehrt.

    Hat noch jemand einen Tipp für mich?

    Danke, Harald.

  • Hallo !

    Erstmal zu Beginn: Der Ocellaris lebt noch, atmet aber noch immer total schnell, spreitzt die Kiemen und magert völlig ab. Er hängt jetzt den ganzen Tag nur noch mehr am Boden in einer Ecke bzw. unter einem Stein und rührt sich nicht. Wenn er die Atmung nicht hätte, könnte man glauben er ist schon tot.

    Auf anraten meines Händlers habe ich nun noch einen Blauen Zwergkaiser einsetzt - dieser sollte das Becken ein wenig beleben, da sich die beiden Ocellaris vielleicht zu einsam fühlen. Das könnte entsprechenden Stress auslösen.

    Nachdem ich den Zwergkaiser für einem Tag im Becken hatte - er hat brav gefressen und schwamm gleich von Beginn an umher - musste ich heute feststellen, dass er tot am Boden liegt.

    Für mich wird jetzt mysteriös, da dieser Zwergkaiser schon 8 Wochen beim Händler im Becken war und keine Krankheitsymptome aufzeigte - gibt sowas wie plötzlichen Fischtod oder liegt eine Infektion bzw. Bakterienbefall bei mir im Becken vor ?

    Bitte um Hilfe...

    Harald

  • Mensch Harald
    ...wenn doch was im Becken nicht richtig ist kanns Du doch keinen neuen Tiere einsetzen :yrf Hat Dein Händler mal nachgefragt oder vielleicht Wasser gefordert um das selbst nochmal zu testen?? ICH finde das extrem seltsam und würde den Händler mal nach seiner Meinung fragen---zumal das ja wohl echt nen dickes Ding zu sein scheint was da in Deinem Becken abgeht!!


    Marcus

  • Zitat

    Original von Harald Maier-Kern
    Auf anraten meines Händlers habe ich nun noch einen Blauen Zwergkaiser einsetzt - dieser sollte das Becken ein wenig beleben, da sich die beiden Ocellaris vielleicht zu einsam fühlen. Das könnte entsprechenden Stress auslösen.


    Hi Harald,

    Nun, das was dein Händler dir da gesagt hast, ist leider absoluter Schwachsinn, anscheinend wollte er dir nur etwas veraufen!

    1) Ein Paar Ocellaris fühlt sich normalerweise vollkommen wohl miteinander. Auf artfremde Gesellschaft sind sie bestimmt nicht angewiesen. Viele Leute halten diese Tiere paarweise in Artenbecken, das funktioniert einwandfrei.

    2) Selbst wenn sich die Tiere einsam fühlen sollten, provoziert dies bestimmt nicht solche ernsthaften Erkrankungen.

    3) Wie Marcus schon sagte, es ist absolut verantwortungslos, in ein Becken mit kranken Tieren neue Fische einzusetzen.
    Das möchte ich Dir jetzt nicht zum Vorwurf machen, aber der Hänlder hat dich vollkommen falsch beraten. Ich würde seine Tips in Zukunft mit Vorsicht genießen.

    Viele Grüße
    Inken

  • Hallo !

    Erstmal Danke für die prompte Reaktion.

    Es sind nach wie vor 2 Ocellaris im Becken. Der Gesunde hat sich in seinem Zustand nicht verändert. Er ist zwar ein bisserl scheu, und versteckt sich gerne unter der Filterpatrone - er macht aber einen 100% gesunden Eindruck.

    Dh. keine schnelle Atmung, er frisst brav und hat auch optische keine Probleme.

    Der Händler hat für den Tod des Zwergkaisers keine Erklärung, er meint, es handelt sich um einen entweder um eine Vergiftung (z.B. Seegurke - die habe ich aber nicht im Becken) oder um einen plötzlichen Schreck, welcher zum spontanten Tod geführt hat.

    Der Zwergkaiser hat übrigens Bissspuren gleich nebem dem Mund (siehe Bild) aufgewiesen - wobei mein Händler meinte, dass ich wohl irgend ein Tier am Kavader zu schaffen machte. Als plötzliche Todesursache hat er diese Bissspuren definitiv ausgeschlossen.

    Wie soll ich nun weiter vorgehen ? UV Filtern, Kohle, Wasserwechsel ???

    Irgendwie habe ich keine Ahnung mehr, wie ich beurteilen soll, ob und wann mein Becken OK ist. Einen weiteren Fisch möchte ich nicht opfern müssen.

    Vielleicht ist aber auch alles nur Zufall ? - keine Ahnung.

    liebe Grüsse,

    Harald

  • Hi Harald,


    ich denke nicht das es Zufall ist. Denke eher das es etwas mit der Standzeit des Beckens zu tun hat, es ist evtl. einfach noch zu frisch. Ich würde erstmal von weiterem Besatz absehen. Sieh erstmal zu das sich dein Ocellaris wieder erholt. Das kannst du positiv unterstützen mit einer vitaminreicher Fütterung ( Multi,Knobi, Aleo, usw. ).

    Was machen die Garnelen ?

    EIns habe ich aber noch, das Salz. Welche Sorte nimmst du ?
    Zweitens, hast du eine Osmose Anlage, bzw ne Entsaltzungsanlage für dein Frischwasser ?

    Grüße

    Holger

  • Hallo allerseits

    Der Verlauf sowie die subcutanen Blutungen sowie die ulcerativen Verletzungen um das Maul des Zwergkaisers sprechen eindeutig für eine Vibrioneninfektion.

    Nun fragt sich woher? Was hast du gefüttert?

  • Hallo !

    @ Holger:

    Ich verwende eine Osmoseanlage (ohne Harz und Kohle), da mein Ausgangswasser (Brunnenwasser) erhöhte Nitratwerte und eine in Bezug auf Trinkwasserqualität eine zu hohe Bakterienzahl (lt. Trinkwasseruntersuchung im Labor) aufweist. Das produzierte Osmosewasser ist mit Ausnahme von leicht erhöhten Silikatwerten OK.

    Ich hoffe bzw. nehme an, dass die Osmoseanlage natürlich die Bakterien aus dem Wasser entfernt ?!?

    Salz verwende ich das Tropic Marin Reef Salt. Wobei ich feststellen musste, dass dort zu geringe Menge an Calcium und Magnesium vorhanden sind. Ich dosiere daher Knop Calzium + und Knop Magnesium + regelmäßig dazu.

    Den Garnelen geht es übrigens gut.

    @ Harald:

    Vibrionen - hört sich nicht gut an. Ich füttere derzeit Golden Gate Artemia und Tetra Marin Flockenfutter.

    Wie kann ich das Risiko einer Vibrioneninfektion minimieren ?

    Danke und liebe Grüsse,

    Harald

    Einmal editiert, zuletzt von Harald Maier-Kern (20. Juli 2005 um 09:28)

  • Hallo Harald

    Ich bin zwar nicht Harald aber möchte trotzdem antworten.

    Es gibt hier mehrerer Möglichkeiten. Zum einen bringen die Fische die Krankheitskeime oft mit, (Fang, Zwischenhälterung, Händlerhälterung) sie fressen eigentlich gut, man sieht ihnen kaum was an, ausser ab und an rötliche Stellen. (zumindest war das mein Eindruck.) Das muss aber nicht mal sein.

    Dann fallen sie um. Harald kann das vermutlich weit besser erläutern als ich.

    Frostfutter immer gut mit Leitungwasser spülen und vom zeitlichen her direkt verwenden. Nicht länger aufheben.

  • Mein letzter Bericht zu diesem Threat:

    Der kranke Ocellaris ist heute nacht verschwunden. :loudly_crying_face: Ich nehme an, dass er nun verendet ist (offensichtlich verhungert), und meine Krebse, Krabben und Garnelen ihn feinsäuberlich aus dem Becken entfernt haben.

    Ich werde jetzt noch 4 Wochen warten, ob die im Becken befindlichen Tiere sich in ihrem Gesundheitszustand verändern. Wenn nix geschieht, setze ich einen neuen kleineren Ocellaris und weitere Fische ein.

    Danke für eure Antworten,

    Harald

    Einmal editiert, zuletzt von Harald Maier-Kern (22. Juli 2005 um 09:01)

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