Statikfrage

  • Sodelle ... jetzt hab ich erst überwiesen bevor ich poste - sonst gehts wieder unter :smiling_face:

    Nach meiner letzten Frage bezüglich AQ Aufteilung hat mir meine Frau klargemacht, dass das Haus zu klein ist für meine Vorstellungen. Also muss ich jetzt mit meinen Aquarien rauf unters Dach in mein Büro - dort und nur da habe ich Entscheidungsfreiheit. Habe mir auch schon einen Abfluss legen lassen und einen Zufluss durch den ich das Nachfuellwasser hochpumpen will.

    Nun stelle ich oben 2 Becken auf: Mein 425l Becken wird mein "Technikbecken" und steht etwas abseits auf dem Boden unter einer Schräge. Direkt daneben ist der Abfluss für den Wasserwechsel. Mein neues Hauptbecken möchte ich nun gerne so aufstellen, dass man es von allen Seiten einschauen kann. Dazu sollte es ja schonmal 70cm lang sein (oder tief, breit?) - also muss ich ein neues Becken kleben lassen. Die beiden Becken stehen etwas getrennt im Raum um nicht alles auf eine Punktbelastung zu legen.

    Nun aber mein Statikproblem: Das neue Becken soll so ca. 600-700 l haben, soll aber nur auf einem Sparren stehen.

    Nun suche ich eine geniale Idee wie ich die Last auf die nebenliegenden Sparren verteile. (In der Mitte unter dem Sparren ist eine tragende Wand). Der Bodenaufbau besteht (von unten) aus dem Sparren, einer 18mm Spanplatte, dann 2mm Trittschalldaemmung, dann 18mm OSB Platte, dann 2 mm Trittschalldaemmung, dann 6mm Klick Laminat.

    Die Sparren sind 10cm breit, 20cm hoch und 67cm ausseinander.

    Ich koennte nun Quersparren einziehen zur Unterstuetzung oder aber in der 18mm OSB Schicht einige Eisenstangen quer zu den Sparren einarbeiten.

    Hat jemand noch eine andere Idee dafuer? Was denkt Ihr darueber?

    Gruß

    Roger

    Einmal editiert, zuletzt von RHT (6. Juli 2005 um 14:52)

  • Hallo Roger !

    Ich gebe dir nur den Tip ein Statiker zu diese sache zu befragen ! ! ! ! Du könntest die Last mit einer ganz dicken Platte verteilen, aber wie gesagt, frage einen Statiker !!! So ein Becken auf Holzsparren ist schon ganz schön heftig. Mag sein das die Sparren das Becken tragen !? Aber was ist nach einem Jahr !? Es kommt ja auf die "Dauerbelastung" an ! Holz arbeitet !

    Gruss Gerd

  • Hallo Roger,

    es ist eine Frage der Durchbiegung. Der Balken wird die Last halten. Es kommt auf die Spannweite an. Wenn der Balken in Feldmitte (Wand) unterstützt wird erhöht sich die Tragkraft ganz entscheident. Die Länge geht zum Quadrat ein. Was eventuell ein viel größeres Problem ist, sind die Schwingnungen der Holzbalkendecke. Das heißt, die Schwingungen übertragen sich auf deas Becken! Die Setzungen können bis 3 cm betragen. Wie sieht es dann ein Geschoss drunter aus. Es ist wirklich empfehlenswert einen Statiker zu Rate zu ziehen. Du kannst eine Pauschale vereinbaren. Z.B. 1 Stunden vor Ort und rechnerischen Nachweis mit 1 Stunde zusammen etwa 80-120 €. Sollte dir die Sache wert sein. Das Becken mit allem drum und dran kostet schließlich wesentlich mehr.

    Vieleicht konnte ich ein wenig helfen?!
    Gruß
    Stefan Kadatz

  • Hallo,

    ich frage ja einen Statiker - nennt sich Bauleiter vor Ort. Nur haette ich gerne noch Parallelmeinungen. :smiling_face:

    Also in das Büro wollten die mir eigentlich 3,5 Tonnen Estrich kippen - gut, waere etwas gleichmaessiger verteilt gewesen :smiling_face: Die habe ich nun weggelassen weil mir die 10 cm, Hoehenverlust zu viel waren und ich nicht so recht den Sinn der Aktion eingesehen habe.

    Die Balken um die es geht sind durchgehend, haengen links und rechts an den grossen Tragbalken des Hauses und sind halt in der Mitte von der Wand gestuetzt.

    Alternativ kann ich das Becken na klar quer stellen. Also direkt auf einer Wand -- ueber 3 Balken oder sowas verteilt. Waere sicherlich sicherer, aber die andere Alternative ist schöner. Sonst muss sich auch jeder an meinen Chaosschreibtisch druecken um Fische zu beobachten ...

    Gut, ich kann das Becken auch kleiner machen (100X70X70 oder so) - aber wer will das schon :smiling_face:

    Gruß

    Roger

  • hiho

    alternativvorschlag (finde das mit dem estrich eigentlich unsinn weil der ja trozdem "nur" auf dem einen sparen trägt im bereich des aq´s...=

    boden aufsägen so das mann an die sparren kommt ....dann von den 2 sparen die links und recht des sparen sind der sich später unter dem aq befindet verstrebungen jeweil von links nach rechts (zum sparen quer) verlegen(bzw verschrauben ) abstand hierbei 50 cm abstand quersparen zu quersparen ....)(material ca 10x10 cm leimbinder (bucheholz oder kieferbalken müsste ne ecke dicker gewählt werden (ca 14x14)

    dann über diese neue querverstebten sparen ne stahlplatte legen dicke hier ca 20-30 mm ...diese stahlplatte so ausrichetn befestigen das sie nachher wieder bündig mit dem eigentlichen fussboden abschliesst......aq schrank drauf ...fertig ......


    habe einen ähnlichen aufbau eines 600 liter beckens beim vater unten gemacht (1,6x0,6x0,6) gewicht ca 900 kg (hier steht der aq schrank auf laminat der direkt auf der staltplattte liegt..)......becken steht seit mittlerweile 1 jahr (da stand voher ca 6 jahre lang nen 300 l und nen 200 l technikaq .......

    gruss dirk

    p.s. jegliche haftung ausgeschlossen da ich die genauen gegebenheiten bei dir nicht kennen ......

    150x60x60 cm Weichkorallen only
    8x54watt 2xTunze 6000 +Ati 2500
    TB 1.0x0.5x0.4

  • Also das mit dem Bauleiter vor Ort bringt nichts. Es muß ein Satiker sein. Auch die Variante mit dem zwischensetzen der Balken bringt nur etwas, wenn die statisch wirksame Höhe in Vertikalrichtung groß genung ist. Sprich die Sparren müssen hoch sein. Die Stahlplatte bringt zusätzlich eigentlcih nur Last. Der Estrich hätte eine gute und ausreichende Querverteilung gebracht. Die Verkehrslast ist bei dir sicherlich nach DIN 500 kg pro m². Das ist eine Menge. Die eingesparte Last vom Estrich kann man dazu rechnen. Der Aufbau wäre aber sicherlich nicht 10 cm sondern etwa 20mm Trittschall und 45mm Estrich.

    Die Idee die Sparren mit einer Art Wechsel zu verbinden ist nicht schlecht. Nur muß die Verbindung entsprechend ausgeführt sein. Große Balkenschuhe zum Beispiel. Mit einer OSB Platte als Querverteilung, Stärke 25mm ist die Sache dann auf der sicheren Seite. So wie du das Beschreibst denke ich das du mit dem Becken keine Probleme bekommst. Kleiner machen würde ich es nicht. Ärgerst dich später. Die Veriante es quer zur Spannrichtung der Balken aufzustellen ist natürlich die Beste.

    Gruß
    Stefan Kadatz

  • Hy Ihrs,

    danke mal für die Antworten, vielleicht kommen ja noch mehr :smiling_face:

    Wisst Ihr eigentlich, was eine 30mm Stahlplatte, 160cm x 70cm wiegt? Habe jetzt mein Tabellenbuch nicht hier, schaetze das aber mal so auf 250-300kg je nach Stahlart. Wie soll ich das Teil in den zweiten Stock bekommen? (Dach ist schon drauf, Kran faellt aus)

    Die Stahlplatte wuerde das Becken am durchbiegen hindern, wenn sich aber die Balken darunter biegen, kommt das Becken in eine Schräglage.

    Eine gute Schrankkonstruktion mit senkrechten Waenden verhindert das Durchbiegen auch zu einem Bruchteil des Gewichts :smiling_face:

    Der Bauleiter hat übrigens das Wort "Statiker" auf seiner Visitenkarte und hat scheinbar auch die Berechnungen des Hauses gemacht. Hoffe mal der weiss n bissi was er macht.

    Bei den dazwischenzusetzenden Balken dachte ich auch an 10x20cm Balken mit den Balkenschuhen, die auch im Dach verbaut sind.

    Den Boden muss ich dazu nicht mal aufsägen, nur die Spanplatten abschrauben :smiling_face:

    Die Durchbiegung des Laengsbalkens ist aber auch das, was mir etwas Bedenken macht. Gibts hierfür keine Richtwerte ähnlich wie beim Stahl - sowas wie ne Elastizitätsgrenze oder ähnliches? Erfahrungswerte?

    Habe das Haus leider im Rohbau übernommen und konnte daher keine weiteren Stahlträger zur Rohbauzeit kostengünstig einziehen lassen.

    Der Fussbodenaufbau war übrigens wirklich mit 10 cm geplant - Standardestrichaufbau - 5cm Daemmung, 5cm Estrich

    Gruß

    Roger

    Einmal editiert, zuletzt von RHT (7. Juli 2005 um 00:13)

  • Hi Roger,
    ich WETTE das ne 40er Multiplexpaltte sich auch nicht verbiegt.... 30Stahl...was soll denn da drauf --- 160X70 und 200HOCH ?? Das ist vollkommen Übertrieben... und 160X70 40er Multiplex wiegt vielleicht 50 Kilo...
    Falls Dir das nicht reicht kannst du ja ne Carbon(CFK) Platte nehmen.. wiegt dann nur 5KG oder so ist haltbarer als Stahl...kostst allerdings nen "bischen" :winking_face:

    Marcus

  • Hallo und Danke.

    Meister Deters hat auf alles Antworten :smiling_face: Aber sein Tool stimmt nicht so ganz. Bei meiner Deckenlänge (6 Meter) darf ich nichtmal ein 10x10x10cm Becken aufstellen - es kommt immer das Ergebniss "zu hoch" :smiling_face:

    Liegt aber dran, dass die tragenden Waende drunter nicht beruecksichtigt werden. Aber mal schauen was der Statiker sagt - falls er überhaupt etwas sagt ...

    Gruß

    Roger

    Einmal editiert, zuletzt von RHT (7. Juli 2005 um 11:52)

  • hiho

    im grunde kannst du die tragende wand darunter als auflager verwenden sprich hier halbiert sich deine stützlänge auf 3.0 meter ......

    bei 150 cm abstand zur wand bekommst du nen ergebsnis was passt (bei 1.6x0,7x0,7)))


    gruss dirk

    p.s. aber lass den statiker ruhig mal nachrechen um das gewissen zu beruhigen .....(ist in dem fall eh sinvoll da nur er die genauen gegebenheiten vor ort kennt...

    multiplex geht auch (denke halt immer in stahl berufswegen ..)


    gruss dirk

    150x60x60 cm Weichkorallen only
    8x54watt 2xTunze 6000 +Ati 2500
    TB 1.0x0.5x0.4

  • Zwischenstand:

    Der Bauleiter hat nun doch einen Statiker eingeschaltet. Mal schauen wie lange das dauert. Nach ersten Berechnungen bin ich jedoch von der schoenen Lösung abgekommen und habe nochmal umgeplant.

    Werde wohl ein Becken machen lassen - 60 hoch, 80 tief und 150 breit oder so. Da hat dann der hochkommende Besucher ne 80er Stirnseite zum betrachten und ich am Schreibtisch ne 150er Laengsseite. Dieses Becken werde ich dann wohl auf eine tragende Wand stellen. Problem ist nur, dass die Wand nicht bis in den Keller durchreicht und somit das Gewicht indirekt auf der Betondecke EG / 1.OG ruht. Damit ist die Holzdecke fast belastungsfrei, nur muss mir jetzt ein Statiker noch sagen obs die Betondecke aushaelt.

    Problem ist n bissi, dass das Becken dann unter einem Dachfenster steht und somit Sonneneinstrahlung hat .. aber ok ...

    Gruß

    Roger

    Einmal editiert, zuletzt von RHT (12. Juli 2005 um 14:16)

  • Ach so? Dachte das gilt fuer beide Aquaristikarten ...

    Na dann passts ja :smiling_face:

    Bin schon wieder am weiterspinnen :smiling_face: 150x80 ist ja gleich ne nette Grundflaeche - da kann man nicht einfach so Steine reinbauen .. Bin in Gedanken schon mit Beton usw. am Pfeiler formen ... *g*
    Aber wenn ich mir die Arbeitsliste fuers Haus noch anschaue, wirds wohl eine Quick and Dirty 1:1 Migration des alten Beckens (der Becken) und dann mit der Zeit evtl. ein Neudesign ...

    Gruß

    Roger

    Einmal editiert, zuletzt von RHT (12. Juli 2005 um 15:03)

  • Zwischenstand:
    Bauleiter macht nix, ich habe die Adresse vom Statiker nicht, Geschaeftsfuehrer reagiert nicht .. *seufz* Und ich muss doch das neue Becken bestellen.
    Das alte Becken hat mittlerweile (nachdem ich es zugegebenermassen 6 Wochen vernachlaessigt habe) leider auch Probleme und ich würde es lieber jetzt als morgen umziehen. Naja, erstmal Korallensterben in den Griff bekommen *sigh*

    Gruß

    Roger

  • Sodelle ...

    in meinem alten Becken hat es einen meiner grossen Seriatopora Stöcke geliefert. Keine Ahnung wieso. Die anderen Stöcke sehen gut aus (wuchert bei mir ziemlich die Koralle - ca. 20-30 Ableger), die anderen Steinkorallen auch und die abgebrochenen Stücke unter dem Stock sehen auch noch gut aus. Aber selbst die segmentierten Teile der grossen Koralle sind verstorben. WW waren etwas abgesackt, aber das dachte ich mir fast - habe druch den Bau das Becken zu sehr vernachlaessigt. (Wie meine Familie und meinen Vogel auch).

    Die Koralle habe ich bei ausgeschalteter Stroemung rausgenommen und dann grosszuegig segmentiert. Die Segmente gingen in ein Extrabecken, der Rest steht nun auf meinem Schrank. Habe zwar keinen auffaelligen Schleim bemerkt aber sicher ist sicher.

    Ok, zum Thema: Statiker hat mir eine Freigabe bis 800kg gegeben, wenn ich es auf eine tragende Wand stelle. Werde mich also so auf 600-700l beschraenken muessen. Auf den Sparren wollte er nicht mehr als 200l genehmigen. Nun muss ich das Becken also so aufstellen, dass der Besuch nur von der "Seitenscheibe" reinschaut und ich vom Schreibtisch auf eine Laengsseite schauen kann.

    Ich dachte dabei an ein Becken, 80cm breit, 150cm lang, 60cm hoch, 2 Waende einsehbar.

    Hat zufaellig jemand Ideen wie man so ein Becken gut gestalten kann oder irgendwelche Bilder?

    Gruß

    Roger

  • Pst :smiling_face: Wenn Du es keinem sagst, verrat ich es auch nicht weiter :smiling_face:

    Werden ein paar Kilo mehr, aber er sagte muendlich das geht schon, er will es nur nicht bescheinigen. Aber ganz davon abgesehen hat so ein Becken ja z.B. 60cm Hoehe und voll ists eh nie bis oben hin.

    Das Technikbecken wandert schon an eine ganz andere Ecke um den Statiker zu befriedigen. Hat aber auch nur 450l :smiling_face:

    Eigentlich wollte mir der Hausbauer ja 3 Tonnen Estrich reinkippen - die habe ich mir gespart. Da wird das Becken schon das Haus nicht zum Einsturz bringen.

    Gruß

    Roger

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