Silicattest von Salifert

  • Hallo,
    wenn ich Osmosewasser teste, bekomme ich einen Wert von >3mg/l herraus. Teste ich das Wasser aus der Anlage ist der Silicatwert fast 0. Funktioniert dieser Test nicht bei Osmosewasser oder gibt es in einer Anlage irgendwas ausser dem Einsatz von z.B. Silicarbon das Silicat abbaut. Wenn die Anlage immer wieder mit dem Osmosewasser nachgefüllt wird, müßte der Wert doch höher liegen.
    Aufbau Osmose: Filterung Aktivkole, Feinstfilter, Osmose, Silikatfilter. Ich gehe davon aus, dass der Silikatfilter erschöpft ist, dann müsste aber doch in der Anlage ein höherer Wert sein.
    Bernd


    ...hier war einmal eine Signatur ...

  • Hallo Bernd,

    wie alt is der Test denn?

    Ich kann eine dunkle und kühle Lagerung nur Empfehlen. Im Kühlschrank sollte man aber aufpassen daß die Pulver kein Kondenswasser ziehen durch häufige Verwendung. Diese Tests welche recht häufig verwendet werden sollten also entweder mit einem Trockenmittel ausgstattet werden (somit Umfüllen in ein etwas größeres Gefäß/Apotheke z.b.) oder aber ausserhalb des Kühlschrankes gelagert werden an einem relativ Kühlen Ort im Haus.

    Auch auf das Haltbarkeitsdatum sollte man achten. Ich verwende die Tests Grundsätzlich nur max. ein Jahr. Was danach übrig ist fliegt raus.

    Der SI Test von Salifert ist meiner Meinung nach auch ein guter und zuverlässiger Test.

  • Test Haltbar bis 6/06.

    Ich denke der Test ist OK. Ergebnis Salzwasser/Osmosewasser ist reproduzierbar. Nur ist das Osmosewasser welches für die Anlage verwendet wird Si > 3mg/l und in der Anlage Si < 0.1 mg/l.

    Das eine ist eben Osmose, das andere Salzwasser aus Anlage mit mehreren 1000l.

    Gut Si Wert der Osmose kann sich langsam aufgeschaukelt haben und nicht alles Wasser der Osmose landet in der Anlage aber woher die riesen Differenz?

    Kann ich dem Testergebnis für Osmose > 3mg/l vertrauen, ist ja von den Wasserwerrken durchaus realistisch. Dann müßte der Silikatfilter hinter der Osmose erneuert werden.

    Bernd


    ...hier war einmal eine Signatur ...

  • Hallo Bernd,

    also ist der Test Relativ neu oder?

    Denke auch daß er Ok ist.

    Wir haben hier kein Si im Ausgangswasser daher auch kein entspr. Filter, deiner Beschreibung zufolge könnte es schon der SI Filter sein. Du kannst das ja mal etwas Gegenprüfen wenn du die bisherige Betriebsdauer des Filters und den Ausgangswert Si zum Vegrleich heranziehst.

  • Test ist relativ neu.

    Ausgangswert Si ist relativ schwirig weil ja im Osmose schon ein tiefblauer Wert erreicht wird. Könnte höchstens im Ausgangswasser noch blauer sein.
    Hier mal die Werte vom Wasserwerk:
    Ph 7,38 dH16,3 Ca 85,9 Mg 18,8 Na 5,6 Ka 1,3 Fe < BG Mangan < BG Al < BG Clorid 8,5 Nitrat 23,8 Nitrit < BG Sulfat 16,8

    Bernd


    ...hier war einmal eine Signatur ...

  • Hi Bernd,

    na soviel blauer wird er dann nicht sein im Ausgangswasser. Das SI wird ja erst der Osmoseanlage Nachgeschaltet entnommen. Ist also rein von dem Wert her ja annähernd so wie im Ausgangswasser.

    Daß ihr in Ravensburg aber derart schlechte Wasserwerte habt schokiert mich etwas um ehrlich zu sein. So weit Weg bin ich ja gar nicht. Kannst du mal in Erfahrung bringen weiviel Eigenwasseranteil ihr habt und vor allem wo er herkommt? Würde mich mal Interessieren. Ein Großteil wird Bodenseewasser sein. Das allein ist aber normalerweise recht gut. Wohnst du in einer Gegend wo Intensive Landwirtschaft betrieben wird? - Das Allgäu ist ja nicht allzuweit entfernt.

    Einmal editiert, zuletzt von Esther&Thilo (15. März 2005 um 00:05)

  • Hey mann wir Trinken hier doch nicht die Dreckbrühe, in die unsere Abwässer fließen, die schicken wir die Alb hoch und zu den Stuttgartern :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:
    Ravensburg wird komplett aus eigenen Brunnen mit Grundwasser versorgt. Nix Bodenseewasser hier. Um den genauen Einzugsbereichs für mein Wasser im Ortsteil zu bekommen müßte ich bei den TWS anrufen. Steht so nicht in deren "Käsblättle".
    Landwirdschaft gibt es hier schon viel und daß dürfte der Ausschlag für diesen Tollen Nitratwert sein.
    Wer mal gesehen hat wie fleißig das Tolle Bodenseeobst gespritzt wird, bekommt davon schon ein anderes Bild.
    Mahl sehen ob ich es schaffe dass der Silikatfilter der Osmoseanlage erneuert wird.

    Nitrat habe ich in meinem Becken unterhalb der Nachweisgrenze, das scheint über Osmose und mein LS wohl gut abgebaut zu werden. Muß den Nitratwert des Osmose gleich heute abend mal bestimmen. (Test No2/3 Tropic Marine und Merk)

    Bernd


    ...hier war einmal eine Signatur ...

  • Hi Bernd,

    Si wird im Becken nie abgebaut nur biologisch gespeichert und durch Wasserwechsel nicht entfernt, bis ein Oberwert erreicht ist und dann hast du Probleme.
    Im übrigen kann man mit dem Salifert Test auch Werte bis 30 mg/l eindeutig bestimmen, lies einmal die Gebrauchsanleitung.

    mfg
    Rüdiger
    -------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    200*70*70
    Giesemann 260 moonlight plus, 2*250W Coral
    ATI Powermodul 4*80W Aquablue Spezial
    2*Stream 6100, Multikontroller
    Tunze Wavebox
    ATI Abschäumer
    ATI Kalkreaktor Typ 2
    200l Jaubert
    IKS-Steuerung ph, Redox, Temp, Pegel
    Spuris nach erweiterter Balling-Methode mit drei Lösungen

  • Hallo Bernd,

    jaja :grinning_squinting_face: Wir haben hier jedenfalls Traumwasser also macht ihr wohl doch was falsch :grinning_squinting_face: :face_with_tongue:

    Also wenn ihr kpl. Eigenversorger sind dann haben wir das übel wohl schon. Wie du schon sagst, die Landwirtschaft welche in deiner Gegend Betrieben wird hats in sich :frowning_face:

    @Rüdiger,

    so ganz kann ich deiner Aussage nicht folgen, Schwämme benötigen z.b. Si für ihre Sklerite. Das wird zwar auch in gewisser Hinsicht nur eingelagert, aber ist ja nachher ein fester Bestandteil eines Tieres. wird also auch nicht mehr abgegeben.

  • Hi Thilo,

    die biologische Bindung erfolgt durch Anlagerung an die im Becken befindlichen Materialien, in der Wasserversorgung wird so ein gewünschter Korosionsschutz an den Rohr- und Pumpwandungen erreicht. Nur ein geringer Anteil wird auch von den Tieren absorbiert, schütte doch mal testhalber Si belastetes Wasser in ein Testbecken, du wirst überrascht sein, wie schnell der Schmier auf der Scheibe hängt. Bis zu einem gewissen Grad ist die Biologie im Becken tolerant gegenüber der Belastung, wird aber ein gewisser Schwellenwert erreicht, erlebt man eine Schmieralgen und Cyano Epidemie, welche nur schwer wieder unter Kontrolle zu bringen ist. Vorallem alle Parameter sind OK, auch Si ist im Wasser meist nur > 0,1mg/l nachweisbar. Nimmt man aber eine Bodengrundprobe und bearbeitet diese mechanisch und misst anschliessend den Si-Wert im gefilterten Wasser, kommt man in Bereiche von über 10mg/l. Habe selbst diese Erfahrung durch eine defekte UO hinter mir und habe anschliessend Tests in Nano-Becken gefahren, wo gezielt nur der Si-Parameter verändert wurde und bin auch noch dabei, aber als bisheriges Ergebnis ist genau dieser Effekt von mir beobachtet worden. Als kleiner Denkanstoss sollte man auch überlegen, warum gerade viele Langzeitbecken trotz Topwerten plötzlich diese Plagen haben?

    mfg
    Rüdiger
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    2*Stream 6100, Multikontroller
    Tunze Wavebox
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    ATI Kalkreaktor Typ 2
    200l Jaubert
    IKS-Steuerung ph, Redox, Temp, Pegel
    Spuris nach erweiterter Balling-Methode mit drei Lösungen

  • Hallo Rüdiger,

    ich dnek ganz so einfach ist das nicht, Si wird wohl von einigen Tieren verbraucht.

    Aber folgendes Beispiel für welches ich bis heute keine Erklärung gefunden habe: Meine kleine Anlage mit 400Litern Wasser netto und fast nur Steinkorallen verträgt überhaupt kein Silikat, kürzlich war das Mischbettharz nach meiner UO-Anlage erschöpft und ich bekam Spuren von Silikat ins Wasser, viel kann es aber eigentlich nicht gwesen sein da die KH immer NN war und prompt kamen die Kieselalgen und Silicarbon wird fällig. Wasserwechsel pro Woche ca. 10% und natürlich Auffüllen.

    Mein Kumpel hat ca. 500 Liter Wasser netto, wechselt kein Wasser und füllt mit reinem Leitungswasser (Si ca. 8 mg/l und 5-8 Liter am Tag) auf aber von Schmieralgen keine Spur, warum ?(, bei mir wär sofort die Hölle los.

    Gruß Henry

  • Hallo Rüdiger,

    Danke für deinen Denkanstoß. Wie lange liest du schon mit bzw. hast das Forum mal aufgearbeitet zwecks Wasseraufbereitung UO/Cyanos etc.?

    Dein Fall wie du ihn hattest scheint mir Plausibel das aber zu verallgemeinern hm.. ich weiß nicht so recht. Denke eher nicht.

    Mein Vater hat ebruflich sehr viel mit den hiesigen Wasserwerken zu tun. Ich habe kein Si im Ausgangswasser. Auch sonst ein Top Wasser. Im ernst. Habe ich schon öfter geschrieben. Es ist also nicht Bedingung daß Si zum Schutze der Leitungen grundsätzlich eingesetzt wird.

    Auch die Sache mit den Cyanos. Ihre Ursache ist bis heute nicht Vollständig geklärt. einige halten zwar den Si Parameter als verantwortlich, andere aber auch das Reinstwasser. Sicher gibt es noch einige weitere Möglichkeiten.

    Auch die Einlagerung im Bodengrund so ohne weiteres kann ich nicht bestätigen.

    Aber halte uns auf dem laufenden mit deinen Tests ist sicherlich wichtig für uns alle.

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