Blaustreifenseenadel bekommt Nachwuchs

  • Hallo allerseits,

    mein Blaustreifenseenadelpärchen bekommt Nachwuchs. Ich habe schon den Bericht von Michael über die Zucht der Sulu-Seenadeln gelesen, aber sonst nicht viel im Internet gefunden.

    Ist es sinnvoll, das Männchen vorher heraus zu fangen, weil ich nicht weiß, wann die Babys kommen (leider habe ich die Paarung nicht beobachten können)?

    Weiß jemand, zu welcher Tageszeit Seenadeln ihre Jungen bekommen?

    Könnt ihr mir Tipps geben über mögliches Aufzuchtfutter?

    Viele Grüße
    Christine

  • Christine,
    leider kann ich Dir keine Tipps geben, aber
    [SCHILD]RESPEKT[/SCHILD]

    Deinen Tieren geht es anscheinend SUPER GUT bei Dir....erst die Seepferdchen und nun die Seenadeln! Klasse!!! Ich bin echt begeistert...!

  • Hi Christine,

    Habe zwar auf dem Gebiet keine Erfahrungen, ich denke aber, daß Brachionus als Aufzuchtfutter geeignet wären. Vielleicht geht es ja sogar mit den Platinum-Artemia, die Du auch für die Pferde verwendest.
    Eine Kombination von beidem wäre sicher empfehlenswert.
    Das Männchen würde ich nicht herausfangen, ich denke, die Chancen, daß durch den entstehenden Streß etwas passiert, sind recht groß.

    Gruß
    Inken

    PS: Kann mich Ilja nur anschließen, finde ich toll, daß es mit dem "Nachwuchs" so gut klappt bei deinen Fischen :smiling_face:

  • Hallo Inken, hallo Ilja,

    Danke für eure Antworten.

    Ich mach denen was ins Futter :D.

    Also das größte Problem ist jetzt für mich, die frischgeschlüpften Nadeln aus dem Becken zu bekommen. Ich versuch`s mal mit der Lichtkegelmethode. Und danach werde ich wohl ausprobieren müssen. Die Brachionuskultur läuft ja mittlerweile, und ein Teil bekommt Platinum Artemien. Mal sehen, ob`s klappt.

    Viele Grüße
    Christine

  • Hallo Christine,

    ich hatte mal ein Päärchen und habe es auch versucht, aber nicht geschafft.

    Die Seenadeln scheinen abends zu gebären. Etwa 1 bis 2 Stunden nach Abschalten des Lichtes habe ich mit einer Taschenlampe (rotes Licht) ins Becken reingeleuchtet. da konnte ich dann die kleinen Seenadeln sehen (Augen reflektieren das Licht). Ich habe sie dann mit einem Schlauch abgesaugt. Evtl. würde sich eine Lichtfalle anbieten.

    Gefüttert habe ich mit frisch geschlüpften Artemien, aber die scheinen für die Neugeborenen zu groß zu sein, einen weiteren Versuch mit kleinerem Futter ist an unserem Umzug und des Zeitmangels bisher ausgeblieben.....

    Wünsche Dir viel Erfolg,

    Gruß
    Marc

  • Hallo allerseits,

    heute Nacht hat sich noch nichts getan mit dem Nachwuchs.

    @ Oliver:
    Das Becken ist klein und wird mit Schlammfilter betrieben. Es wimmelt darin von Kleingetier, aber natürlich fressen die Nadeln und Pferdchen auch Frostfutter.

    Die Seepferdchen haben in den letzten Wochen alle 13 Tage Nachwuchs bekommen, so dass inzwischen 3 Würfe da sind 8o, der nächste kommt voraussichtlich am Sonntag.

    Das Becken sieht aus wie "Kraut und Rüben", aber den Tieren scheint es zu gefallen.

    Viele Grüße
    Christine

  • Hallo Christine,

    wie groß sind die Nadeln?

    Gruß

    Kai

    336 l + 100 l Technikbecken, Photon Plus 1x400W HQI + 6x39W T5, 2x Tunze Stream 6000 mit Multicontroller, Zinn Cyclon Abschäumer, MM Hang on, 47 Kg indon. Lebendgestein + 17 Kg Fidji Lebendgestein

  • Hi Kai,

    das Weibchen ist ca 7 cm, das Männchen 8 cm und deutlich kräftiger.

    Gruß
    Christine

  • hallo Christine,

    ich wünsche viel erfolg!
    bin mir aber nicht so sicher, ob Du mit den brachionus viel erreichen wirst. wenn Du ein paar kleine copepoden auftreiben kannst, wäre das sicher das beste. ich siebe die immer mit den artemiasieb aus und verwende die kleinen, welche durchrutschen und die großen mit den eipaketen setze ich zurück (wenn die zöglige größer werden, mach ichs dann genau umgedreht).

    halt uns doch auf dem laufenden, wie es klappt.

    einen schönen gruß,

    patrick

  • Zitat

    Original von Christine Ehrhardt
    Das Becken sieht aus wie "Kraut und Rüben", aber den Tieren scheint es zu gefallen.

    Hallo Christine,

    das ist es ja gerade :winking_face:

    Habe an einem Becken eigentlich nur Vorübergehend gedacht keinen Abschäumer keinen Schnellfilter. Quasi nur Wasserwechsel und eben gut eingefahren mit auschließlich Live Sand und Lebend Gestein. Ergebniss war daß sich ausser den Seenadeln (D. excisus) auch die Pferdchen (H. barbouri) besser Vermehrten als im Technisierten Becken. Die Jungtiere haben dann aber ein Becken mit standesgemäßer Technik bekommen.

    Die Blaustreifennadeln fütterte ich mit Copepoden aus dem roten Meer (sehr kleine Art) und nach 4 Tagen mit Brachionus. Später dann mit Artemia Nauplien und letzendlich Frostfutter. Es hat aber lange gedauert bis ich dann gerade mal 3 davon bekam.

    Du kannst aber guter Hoffnung sein, den wenn sie einmal Laichten werden sie das ziemlich sicher nur Regelmäßig tun, so daß du die Gelegenehit öfters bekommst es zu Versuchen.

    Auch von mir Viel Glück :smiling_face:

  • Hallo Thilo,

    Bei dir hat die Aufzucht also schon geklappt. Das ist ja super!
    Woher hast du die Copepoden? Kann man irgendwo einen Zuchtansatz herbekommen? Die Copepoden aus meinen Becken wollen sich nicht so recht vermehren. Vielleicht sind es auch nicht die geeigneten Arten?

    Viele Grüße
    Christine

  • Hallo Christine,

    Ja so lange bis mein Pärchen vermutl. durch die schlechten Artemien gestorben ist :loudly_crying_face: Habe ich mal im Forum berichtet.

    ich hatte meinen Copepoden Ansatz damals von der Uni über J. Dürbaum bezogen, der ist Fachmann auf diesem Gebiet und hat mir sehr viel geholfen Anfänglich.

    Als er noch bei Schuran war, konnte man über Schuran auch Ansätze und Anleitungen nebst dazugehörigem Futter und die entsprechenden Siebe beziehen. War ne feine Sache, aber das fand nicht so den Absatz wie man mir mitteilte.

    Einen Zuchtansatz kann ich dir Schicken das ist kein Problem. Vielmehr problematisch wird sein das ganze jetzt innerhalb kurzer Zeit in geeigneter größe und Menge hinzubekommen. Auch muß man etwas Fingerspitzengefühl entwickeln für die Handhabung der Zucht. Mir kippte das Anfänglich öfters, u.a. weil ich eifnach zuviel drüber gelesen habe und eben alles erdenklich geschriebene auffasste und umgehend umsetzte. Viele Aussagen stehen für mich heute aber Widersprüchlich bzw. sind schlecht zu Verallgemeinern weil es wohl wesentlich mehr Arten gibt die im Unmlauf sind wie bislang Angenommen. Steckt halt alles noch in den Kinderschuhen sozusagen.

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    Als nächstes Manko wäre der Aufwand zu nennen. Ich habe 5 x 12 L. Becken alleine wegen der Copepoden. Man sollte die Zucht auch immer Unterteilen falls mal etwas Schief geht. Dann sollte man Schauen daß möglichst wenig äussere Einflüsse die Kultur beschädigen können. Also möglichst Staubdicht usw. Wenn man es vernünftig machen will muß man sich also schon in ner separaten Zimmerecke eine kleine Anlage Aufbauen. Bei mir ists mittlerweile ein eigener Raum für die Futtertiere.

    Auch Wasserwechel usw. wird Erfahrungsgemäß gerade bei solchen Zuchten eher vernachlässigt, - "sind ja keine Fische drin" - aber da kommt meist auch die Quittung. Vom Aufwand her sind 5 solcher kleinen Aufzuchtbecken mit etwa 3 Nanobecken dieser größe zu Vergleichen.

    Die Copepoden Art scheint recht Robuist zu sein wenn man andere Aussagen diesbezüglich als Vergleich heranzieht, Allerdings kann es passieren daß bei schlechter Aufzucht/Hälterung deine Tiere Verhungern oder zumindest Hungern obwohl sie Mengenmäßig genug Copepoden Aufnehmen.

    Den Bericht von Michael hast du ja schon gelesen. Der ist echt gut meiner Ansicht nach!

    Ich kam Leider noch nicht dazu mehr zu Schrieben, habe auf meiner Homepage aber schon Angefangen zu berichten über Futtertiere.

    Möchte nun aber nicht schon wieder einen Bericht Ankündigen der erst in geraumer Zeit entsteht ...Es gibt vieles Aufzuholen welches Vorrang hat :winking_face:

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    Letzter wichtiger Punkt ist die Fütterung.

    Beste Erfahrungen habe ich mit einem selbstgemachten Mix. Da habe ich aber nicht mehr arg viel da, und das kannst du nur im Sommer draussen machen, ist nämlich ne riesen Schweinerei und riecht entsprechend :grinning_squinting_face:

    Mein Vorschlag ist, Versuche mit deinen derzeit zur Verfügung stehenden Mitteln etwas Erfahrung zu Sammeln, und sobald es einigermaßen warm wird und man wieder Futter machen kann mache ich mich umgehend ans Werk und dann kann ich auch einen Zuchtansatz bessser Versenden wenn du magst.

    Ein Versuch wert, wäre auch mal die Produktserie "BabyStar" der Fa. InterRyba. Hier hätte ich noch verschiedene größen da. Falls du etwas benötigen solltest geb Bescheid.

    Meine Nachzuchtarbeiten ruhen momentan da ich seit fast einem Jahr immer noch am Becken umstellen bin :face_with_rolling_eyes: und auch beruflich sehr angespannt bin. Siehe Homepage :face_with_rolling_eyes:

    Meinen Fischen Schmeckt das lebende Zubrot aber auch ausserodentlich. - des einen Leid, des anderen Freud :winking_face:

    Aber es wird wieder weiter gehen :smiling_face:

    2 Mal editiert, zuletzt von Esther&Thilo (8. Februar 2005 um 19:09)

  • Hallo Thilo,

    vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

    Im Moment probiere ich auch vieles aus und lese viel. Man kann, denke ich, gar nicht genug Infos bekommen. Ich habe in einem extra Raum eine Phytoplanktonzucht mit verschiedenen Planktonarten begonnen und eine Brachionuszucht. Außerdem teste ich verschiedene Methoden der Anreicherung, also Selco, aber auch eine eigene Mischung. Bei vielem wieß ich noch gar nicht, wozu ich es mal brauchen kann, aber ich denke, schaden kann das experimentieren ja nicht.

    Weißt du, wo ich H. Barbouris bekommen kann?

    Viele Grüße
    Christine

  • Hallo Christine,

    ja hört sich richtig gut an soweit :smiling_face:
    Wer derzeit Abgabetiere hat bei H. barbouri weiß ich Leider nicht.

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