Eigenschlammfilter

  • Hallo an Alle !

    Hmm, ääh, ich weiss nicht, ob die Frage wirklich sinnvoll und intelligent ist ...
    Notfalls verlinikt mich halt zum "Trottel des Monats" Thread :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:

    Glaubt Ihr, ist es technisch möglich, statt des Miracle Mud Schlamms Schlamm
    aus einem Badeteich oder See (ich hätte in der Gegend den Neusiedler See)
    für einen Schlammfilter zu verwenden ?

    Können sich die im Süsswasserschlamm lebenden Bakterienstämme auf Salzwasser
    umstellen ?

    Wenn ja, wärs eine ganz nette Ersparnis.

    Grüsse aus Wien,
    Karl

    Juwel Vision 450l, 4xT5, Multiflotor 1000
    Nano 40l (Asylbecken für Krabben etc.)

  • Hallo Karl,

    öhm... :grinning_squinting_face: wieso schreibst es dann.... :face_with_rolling_eyes:

    wie kommst denn da drauf? :face_with_tongue:

    Die biol. Funktionen im Süßwasser sind nicht mit jenen aus dem Meer identisch auch wenn sie ähnlich funktionieren, aber das wird dir wohl kaum gelingen diese "umzustellen"

    Wer nen Schlammfilter möchte der muß schon in den sauren Apfel beissen und eben das entsprechende Päckchen Schlamm kaufen.l

    Alles in allem gesehn ist ein Becken nach MM Prinzip doch recht üpnstig zu betreiben, oder zumindest nicht teuerer wie herkömmliche Systeme, dafür aber natürlicher. Ich bin voll Zufrieden damit.

    Leng Sy hat rund 10 jahre an dem Schlamm Experimentiert, eher er uns in der jetzigen Form zugänglich wurde. Denke das kommt nicht von Ungefähr :winking_face:

    PS: Der nächste kommt dann und will über "Bier" filtern weil da ja auch Alkohol drin ist was die Baks füttern kann :grinning_squinting_face: :face_with_rolling_eyes: :tongue:

  • Hallo Karl,

    Grundsätzlich kannst Du dir einen Schlammfilter selber zusammenstellen. Du wirst dann aber eben keinen Miracle Mud haben sondern deinen Eigenen.
    Deinen Seeschlamm kann man durchaus zum beimpfen nutzen besser ist natürlich etwas Schlamm aus dem Meer. Dabei stirbt zwar vieles ab, das was übrigt bleibt wird aber seinen Job tun.
    Das ausschließliche Verwenden deines Seeschlammes ist gefährlich.
    Bevor es die entsprechenden Produkte im Handel gab wurde auch Schlamm, Gartenerde und ähnliches zum Beimpfen von Filtern genutzt.
    Leider wird heute manchmal vergessen, dass die Meeresaquaristik nun schon über 150 Jahre alt ist.
    Schlammfilter sind nicht erst von EcoSystem erfunden worden. Die haben "nur" ein marktfähiges Produkt Namens "Miracle Mud" draus gemacht (Das ist nicht abwertend gemeint!!!).
    Der Vorteil eine fertigen Produktes gegenüber der Eigen-Variante ist natürlich das viele Unsicherheitsfaktoren minimiert sind und eventuelle Klippen leichter zu umschiffen sind.
    Wichtig ist, dass Schlamm aus natürlichen Gewässern ein ganze Reihe von chemischen Bestandteilen akkumuliert die nicht ins Aquarium gehören. Da kann eine Sedimentanalyse hilfreich sein. Sollte es für deinen See eigendlich geben, da das ja ein Nationalpark ist (wie ich im Internet gesehen habe) und solche Gewässer auch immer das Interesse von Limnologen wecken.
    Soweit du Lebendgestein drin hast und kein UV bzw. Ozon benutzt, wird die Besiedelung aber auch langsam von dort erfolgen.
    Bauanleitungen für Schlammfilter gibt es zum Beispiel im Internet.
    Du solltest mit einer Einfahrzeit von mind. 6 Monaten rechnen.
    Mit etwas Zeit, Gedult und Fingerspitzengefühl sollte das schon was werden.
    Wenn es dir darum geht einen Schlamfilter zuhaben und "nur" Geld sparen willst ist das fertige System besser. Das was du an Geld sparst packst Du andererseits mindestens an Zeit und möglichen Misserfolgen wieder drauf.

    Viel Erfolg
    Johannes

    3 Mal editiert, zuletzt von Johannes Peschke (18. Januar 2005 um 11:04)

  • @ Johannes,

    eine Einfahrzeit von 6 Monaten beim Schlammfilter (MM) widersprechen meinen eigenen Erfahrungen. Ich habe schon 2x einen Schlammfilter Eingefahren und jedesmal hat er nach spätestens 3 Wochen optimal funktioniert.

    Vielleicht nur Zufall, aber ich glaube 6 Monate ist übertrieben.

    MfG Marcus

  • Zitat

    Original von Marcus Nitzsche
    @ Johannes,

    eine Einfahrzeit von 6 Monaten beim Schlammfilter (MM) widersprechen meinen eigenen Erfahrungen. Ich habe schon 2x einen Schlammfilter Eingefahren und jedesmal hat er nach spätestens 3 Wochen optimal funktioniert.

    Vielleicht nur Zufall, aber ich glaube 6 Monate ist übertrieben.

    MfG Marcus

    Hi Marcus,

    so sehe ich es auch :winking_face:

    MM hat nicht umsonst ein Produkt was für Otto-Normal Anwender Verkauft werden kann. Daß es immer wieder "Spezialisten" gibt die das eine oder andere hinbekommen ohne aquaristische Produkte sollte uns nicht dazu Veranlassen ebenfalls diesen Weg zu gehen.

    Oftmals steckt ein jahrelanges Studium etc. dahinter und diese Materie kann man in einem Hobby niemals so Erkunden bzw. Erforschen. jedenfalls nicht wenn es um den Schlammfilter geht.

    Wie gesagt es stecken 10 Jahre da drin. Denke nicht daß Karl jahrelang Experimentieren will. Daß es seit dem Miracle Mud aber auch Trittbrettfahrer gibt und welche die auch ein Stück vom Kuchen abhaben wollen ist normal , so ist das bei vielen Produkten.


    Johannes,

    hast du dir mal so einen eigenen Schlammfilter Zusammengebastelt und vor allem auch bestückt mit "Seeschlamm"? (in der Aquaristik, nicht in der Nutztierzucht)

  • Hi Peter,

    Karl sucht aber was fürs Meerwasser. Wie ein Teich o.ä. funktionieren kann steht hier Denke ich nicht zur Debatte :face_with_rolling_eyes:

  • Wie gesagt:

    !!! Den Schlamm zum Beimpfen, NICHT MIT SEESCHLAMM BESTÜCKT !!!
    Gleiches gilt auch für Schlamm aus dem Meer.

    Ersteres funktioniert, letzteres geht mit Sicherheit schief.

    Die 6 Monate kommen grob übern Daumen gepeilt wie folgt zustande und gelten ohne Hilfsstoffe und mit jungfräulichen Materialen.

    Schlammpartikel sind komplexe Strukturen aus organischen und anorganischen partikulären und gelösten Bestandteilen.
    Damit organisches Material partikulär akkumuliert wird, müssen anaerobe Verhältnisse herrschen sonst werden die organischen Bestandteile abgebaut bzw. gehen in Lösung.
    Bevor der anaerobe Teil zum laufen kommt, läuft auch ein Schlammfilter als aerober Filter wofür man Ihm die obligatorischen 6 Wochen geben sollte. Ein wesentlicher Teil des Schlammfilters ist die sich anschließende anaerobe Phase. Um ein anaerobes Mileu ohne Hilfsstoffe voll funktionstüchtig am Laufen zu haben benötigt man etwa 3 Monate. Erst dann erfolgt eine sukzessiver Aufbau von "Schlamm".
    Aufbauende und abbauende Prozesse benötigen nochmals etwa 1 Monat um sich halbwegs einzupendeln und zu stabilisieren.

    Schneller gehts auf rein natürlichem Wege ohne Hilfstoffe nicht.

    Natürlich lassen sich diese Prozesse durch Zugabe von Hilfstoffen wie verschiedene Komplexbildner oder schwerabbaubare Stoffe wie z.B. Cellulose beschleunigen. Diese kommen aber im Aquarium in der Regel nicht vor. Die Prozesse werden ebenfalls durch eine hohe organische Last des AQ-Wassers beschleunigt.
    Schlamm aus einem laufenden System zu verwenden beschleunigt ebenfalls. Demgegenüber steht aber das Risiko der Abgabe von akkumulierten Schadstoffen.

    Wie gesagt: Zeit, Geduld und Fingerspitzengefühl gehören dazu. Sonst besser das fertige System.

  • Hallo zusammen,

    da ich ursprünglich aus einer Gegend komme, in der viel Granit abgebaut wird, habe ich mich damals echt gewundert als ich den MM erhielt: "Mensch, das kennst du doch ...".
    Es sieht aus wie verwitterter Granit, umgangssprachlich auch "Katzengold" (in der Oberlausitz) genannt. Vielleicht ist es ja sowas ähnliches?!?

    MfG Marcus

  • Hallo Marcus,

    so etwas ähnliches wird wohl u.a. auch drin sein, "Katzengold" kennen wir hier auch. Aber wer weiß wieder in welchem Reinheitsgrad und welche weiteren Elemente sind da noch drin?

    Also Preis hin oder her, ich Denke der orig. MM ist sein Geld wert. :smiling_face:

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