Hallo,
nachdem das ja nun doch zu einer politische Diskussion geworden ist, möchte ich auch noch
ein paar Takte dazu sagen.
Ich finde es unerträglich wie einige Leute rumheucheln und die Moralapostelkeule
schwingen.
Frau Riefenstahl hätte sich sicher besser verhalten können während des Krieges aber ich
kann nicht aktzeptieren, das sie als Mülleimer für die Pseudomoral einer ganzen Nation
herhalten muss und das nach mittlerweile fast 60 Jahren.
- Abs - einer der Chefs der Deutschen Bank während des Krieges hat das Zahngold der Juden
für die Nazis zu Geld gemacht und daran profitiert. Er hat nach dem Krieg die Deutsche
Bank wieder aufgebaut. ..na wieviele von den Kritikern haben ihr Konto dort?
- der Regisseur von Jud Süß hat nach dem Krieg Komödien gedreht und niemand hat sich
aufgeregt. Jud Süß ist sicher mehr vorzuwerfen als den Riefenstahlfilmen. Und niemand hat
sich aufgeregt.
-wieviele Firmen, die heute noch dicke Profite machen haben sich an Zwangsarbeitern
bereichert und nach dem Krieg weiterproduziert.....jeder von Euch hat Produkte von denen
zu Hause....!
-Richard Wagner, ein erklärter Antisemit wird vergöttert in Bayreuth von der gleichen
Gesellschaft, die Riefenstahl verurteilt. Komisch hier trennt man Werk und Gesinnung.
(Will damit nicht sagen, dass das gut ist).
-Führungseliten Hitlers haben in der neu gegründeten Bundeswehr ein neues Heim gefunden.
-an die Taten unserer Eltern- und Großeltern will ich gar nicht groß erinnern.....
Worauf ich hinauswill: Wenn man meint, Frau Riefenstahl kritisieren zu müssen, dann soll
man wenigstens konsequent sein und nicht aus Unwissen heraus den Moralisten spielen, der
in Wahrheit ein kleingeistiger Pseudomoralist ohne Hintergrundwissen ist, der
populistische, einseitige und schlecht recherchierte Berichte aus Sendungen wie "Aspekte"
usw. zitiert.
Leider passt diese: "Ich hau mal mit in die Kerbe-Haltung" ohne eigentlich zu wissen
worüber man redet und eigentlich sogar das tut was man bei anderen kritisiert zum auf
Effekthascherei ausgerichteten Zeitgeschehen. (Michael Friedmann ist übrigens auch so
einer.)
Und um das wieder auf das Enstehen der Diskussion zu beziehen.... Sicher hätte Ralph
seine Begeisterung für den Unterwasserfilm etwas diplomatischer formulieren können. Aber
da kam dann ein Herr Yurian, der mit null Sachwissen die Chance genutzt hat Aufrur zu
praktizieren - was ihm ja auch gelungen ist.
Ciao,
Jörn
