Haltbarkeit von Salz - und Osmosewasser

  • Hallo,

    2 Fragen die mich schon seit langer Zeit beschäftigen, vielleicht könnt ihr mir bei der Antwort behilflich sein...

    Ich habe gern immer etwas Salzwasser auf Vorrat zu Hause, somit setze ich immer rd. 60 Liter an und brauche die so nach und nach auf. Mir ist aufgefallen das dieses Wasser nach einiger Zeit einen abgestandenen Geruch aufweist... bei einer überprüfung der Wasserwerte desselben fallen jedoch keine Abweichungen auf. Das Wasser wird immer stark umgewälzt ist aber nicht luftdicht verschlossen.
    Wie lange ist eurer Meinung nach Salzwasser haltbar bis sich schon irgendwelche biologischen Prozesse in gang setzen oder die Spurenelemente anfangen auszufallen?
    Wäre es besser das Wasser nach dem Auflösen luftdicht zu verschließen und nicht mehr umzuwälzen... nur kurz vor der Entnahme?
    Wie ist das beim Osmosewasser... wenn ich hier z.B. 120 Liter auf Vorrat mache und täglich 3 Liter brauche - komme ich 40 Tage hin. Hält das so lange... luftdicht ohne umwälzung - oder doch besser leicht in bewegung halten?

    Was ist eure Meinung dazu?

    Gruß
    Udo

  • Hallo Udo

    Salzwasser muss immer bewegt werden. Klar unterliegt angesetztes Wasser auch dem einfahren das heisst die Biologie spielt mit. So würde ich das nicht zu lange im Eimer laufen lassen. Was schlimmes aber wird nicht passieren solange das Wasser umgewälzt wird. Meist ist aber eher frischeres Wasser noch besser..

    Bei Reinstwasser wenn Luftdicht verschlossen sehe ich kein Problem. Bei Osmosewasser wäre es mir zu unsicher ich würde es ein wenig bewegen.

  • also bei Reinstwasser, wenn es wirklich sauber ist, und der Behälter keinerlei Verunreinigung aufweist, gibt es keine Probleme.
    Ich halte mir in einem 1000Ltr. Faß, welches im Freien steht und der Domschacht nur abgedeckt ist, immer einen Vorrat.
    Kann mal sein, daß das Wasser 4 Wochen drin stehen bleibt. Keinerlei Form von Algenbildung (Behälter ist milchig durchscheinend), auch ohne Wasserumwälzung.
    Bei Salzwasser und Osmosewasser, wie von Robert beschrieben.

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (21. August 2004 um 08:52)

  • Hallo,

    also verstehe ich das so, das kaum noch jemand Salzwasser auf Vorrat zu Hause hat...
    Wasser aus einer Osmoseanlage mit nachgeschalteten Reinstwasserfilter könnte man aber einen Vorrat anlegen.

    Gruß
    Udo

  • Hallo Udo!

    Ich habe im Technikraum ein Glasbecken mit ca. 400 Liter. Das wird Anfang des Monats mit Osmosewasser gefüllt, danach mit Salz gemischt und im laufe der kommenden 3 bis 4 Wochen verwendet. Bis jetzt konnt ich keinerlei Nachteile durch diese Art des Wasserwechseln feststellen. (Becken steht in einem stark dunklen und kühlen Raum).

    Für das Korallenriffbecken vewende ich das Wasser fast immer innerhalb der ersten Woche. Für das Fischbecken eben 3 bis 4 Wochen.

    Servus,
    Peter

  • Ich würde nur frisch angesetztes Wasser verwenden , da wenn man das Wasser zu lange stehen lässt die Spurenelemente oxydiren .

    MfG Dennis

  • Zitat

    Original von Dennis
    Ich würde nur frisch angesetztes Wasser verwenden , da wenn man das Wasser zu lange stehen lässt die Spurenelemente oxydiren .

    MfG Dennis

    Hallo Dennis,

    ist schon klar das frisches Salzwasser am besten ist... und das Spurenelemente nach einiger Zeit ausfallen könnten (was meines Wissens nach nie so richtig analysiert und bewiesen wurde). Oxydiren tun sie nur bei intensiven Kontakt mit Luftsauerstoff... deshalb sollte man ja auch eine Umwälzpumpe und keine Luftpumpe mit Auströmerstein zur Wasserbewegung einsetzen.

    @all

    Ich - rein persönliche Meinung... - meine das es schon wichtig ist immer einen kleinen Vorrat an fertig angesetzten Salzwasser parat zu haben... es gibt doch immer mal einen Fall wo man sowas gebrauchen könnte. Zum Beispiel einen unerwarteten Neuzugang welcher eingewöhnt (eingetropft) werden muss - womit ersetzt ihr dann das fehlende Wasser... oder ein Notfall z.B. Undichtigkeit an der Verrohrung, Schlauch abgeplatzt, man liest es ja häufiger - plötzliches Sterben von Tieren (Ratschlag: mach mal nen Wasserwechsel - Antwort: setze ich nachher gleich an = man verliert wertvolle Zeit :face_with_tongue: )etc. etc. Bei einem Kumpel von mir ist mal über Nacht die Strömungspumpe abgefallen (Saughalter haben sich gelöst)... die hat sich dabei so blöde gedreht das das Wasser über den Beckenrand geschwappt ist... als er das Drama bemerkte war das Becken fast halb leer :winking_face_with_tongue: - war ein Süsswasserbecken und er konnte normales Leitungswasser nachfüllen... aber vor sowas sind wir nicht unbedingt gefeit - müssen halt erst mal Wasser ansetzen und bis das fertig ist... den Tieren gut zureden :winking_face: :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:

    Irgendwo stand da mal ein interessanter Artikel zu geschrieben, glaube es war im Meerwasseraquarianer... da hatte sich schon mal jemand zu diesem Thema Gedanken gemacht. Er kam zu dem Schluss das man Salzwasser sehrwohl über längere Zeit, ohne Umwälzung, lagern kann... ohne das es wesentlich an Qualität verliert. Ich glaube der Artikel war von Renke, bin mir aber nicht sicher.
    Habe die älteren Ausgaben leider nicht mehr und kann deshalb keine genaue Quelle nennen... wer weis mehr darüber und kann mir eventuell die Ausgabe nennen bzw. den Artikel kopieren?

    Gruß
    Udo

    Einmal editiert, zuletzt von Udo Oehler (22. August 2004 um 19:04)

  • Hallo Udo,

    ich glaube ich kann dir aus Sicht des Chemikers in allen Punkten nur zustimmen. In die Diskussion um das (Salz)wasser wird mal wieder zuviel Esoterik gepackt. Das Osmosewasser hält sich zunächst unendlich, was soll auch schon passieren. Wasser ist unkaputtbar :face_with_tongue: Selbst wenn sich Algen darin bilden, was eigentlich eher selten der Fall ist da keine Nährstoffe enthalten sind, was solls? Im Salzwassermillieu des Beckens haben die keine Chance und gehen sofort kaputt, gleiches gilt für alle möglichen Süsswassererreger die sich darin gebildet haben könnten (ebenfalls sehr unwahrscheinlich). Und ob die noch im Osmosewasser enthaltenen Nährstoffe in Form von Salzspuren oder in Form von toten Algen einbringst ist dann auch egal. Eine Umwälzung für Osmosewasser wäre Energieverschwendung.
    Ausreichend Salzwasser immer zu bevorraten ist sicher ein Luxus den ich auch gerne hätte. Ich glaube die Gefahr von zu frischem Salzwasser ist größer als die von zu altem. Dass etwas ausfällt wird immer behauptet aber nie dokumentiert. Wer hat denn die Analysendaten zu den Spurenelementen? Theoretisch möglich ist das mit dem Ausfällen. Es sind dann aber keine Oxide sondern Carbonate die ausfallen. Ich habe es aber nie beobachtet. In meinem kleinen Vorrat fällt nichts aus. Und selbst wenn, dann lieber im Fass als im Becken. Was nicht gelöst bleiben will fällt sowieso aus. Eine Umwälzung für komplett gelöstes Salzwasser ist ebenfalls reine Energieverschwendung. Die darin gelösten Ionen brauchen weder Sauerstoff noch Bewegung. Eine Lösung hält sich aufgrund der Brownschen Molekularbewegung selbst homogen.

    Grüße,
    Frank

    Grüße,

    Frank

    Einmal editiert, zuletzt von Dr. Frank Dübner (23. August 2004 um 10:23)

  • Hallo Frank,

    sehr interessanter Beitrag :smiling_face:

    Ich denke auch das einzelne Bestandteile so oder so ausfällen werden. Wie schnell das geht weis keiner... genau so wenig wie man weis ob den unsere Tiere in der kurzen Zeit, in welcher diese Bestandteile überhaupt verfügbar sind, davon profitieren können. Ist halt alles nur reine Spekulation ohne jeden Beweis :winking_face:

    Gruß
    Udo

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