Hallo Leute,
wolte mal wissen, ob man Phosphatadesorber mit hoher Strömung betreiben sollte oder ob tiefere Strömung die Arbeitsweise des Adsorbers effizienter macht ?
Hallo Leute,
wolte mal wissen, ob man Phosphatadesorber mit hoher Strömung betreiben sollte oder ob tiefere Strömung die Arbeitsweise des Adsorbers effizienter macht ?
Hallo Uncle Tom
Ich erlaube mir einen Artikel zu verlinken den ich erst vor ein Paar Tagen ins Netz gestellt habe.
Es geht hierbei eher darum wie die Art der anwendung ist, nachfolgend dann auch das eher wenig Strömung im Schwebefilterverfahren sicher von Vorteil ist.
Hallo Robert,
danke für den Link !
Diesen Bericht kannte ich bereits schon, hab in vor 3 Tagen gelesen. Das Schwebeverfahren dient in meinen Augen primär mal dazu, dass das Adsobersubstrat möglichst viel Fläche aufzeigt und so möglichst effizient das Phosphat aus dem Wasser zieht. In einer solche Säule muss die Strömung ja eher klein sein, sonst wird das Adsorber-Substrat nach oben gedrückt und dann hat man wieder das gleiche Problem, wie wenn es von oben nach unten fliesst " weniger Fläche, dadurch Adsorberleistungsverlust " also weniger Bindekraft.
Doch wie steht es mit der Strömungsgeschwindigkeit " Durchflussrate " damit das einzelne Adsober-Körnchen effizient das Phosphat aus dem Wasser zieht, muss die Flussrate stark oder schwach sein, wenn man eine anderes Filterprizip mit dem Adsorbersubstrat anwendet, z.B Rotation ?
Hallo Tom,
die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Je langsamer die Strömungsgeschwindigkeit, desto besser erstmal die Adsorption weil mehr Zeit dafür bleibt. Gleiches gilt auch für z.B. Ionentauscher und Aktivkohle. Der Hintergrund ist das Verhalten gemäß der sog. Langmuirschen Adsorptionsisotherme. Die besagt, dass bei genügend Zeit ein maximaler Grenzwert an Stoff adsorbiert wird (Was eben draufpasst). Danach stellt sich ein Gleichgewicht zwischen Adsorption und Desorption ein. Je mehr Zeit du dem System gibst, desto wahrscheinlicher hast du den optimalen Ggw-Zustand erreicht.
Problem ist nur, dass das unwirtschaftlich ist, weil bei so geringer Flussrate zuwenig Wasser gereinigt wird. Du must daher einen Kompromiss aus optimaler Reinigung und Flussrate wählen:
Zwei Extreme:
1.) Wenig Wasser verlässt den Adsorber, ist aber praktisch PO4-frei
2.) Viel Wasser verlässt den Absorber, enthält aber noch Reste von PO4, dafür hast du aber eine größere Menge gereinigt.
Für das geschlossene System Aquarium bedeutet das, dass es mehr oder weniger egal ist, ob du z.B. das Beckenwasser einmal langsam über den Adorber jagst oder in der gleichen Zeit zweimal schnell. Da gemäß der besagten Isotherme die anfängliche Adsoption besonders stark ist würde ich dennoch eher die letztere Variante bevorzugen. Einfach weil nicht gewährleistet ist, dass alles Wasser den Adorber auch wirklich gesehen hat.
Ich hoffe, jetzt alle Klarheiten beseitigt zu haben.
Frank
da ich keine zusätzliche pumpe installieren wollte, hab ich den rücklauf der förderpumpe mit einem 5 mm luftschlauch angezapft und das wasser fliesst durch den adsorber zurück ins technikbecken.
ich habs mal ausgelitert ,sind so ca 60 l / h .
das ganze läuft einwandfrei mit rowaphos oder ultraphos.
einen vorteil sehe ich darin ,dass ich mit einer schlauchklemme den durchfluss reduzieren kann, wenn ich den po4 gehalt langsam senken will.
Hallo Zusammen,
danke für die Erklärungen, klingt plausibel.
Habe eben gedacht, dass der Adsorber eine gewisse Strömungsrate benötigt, um effizient zu arbeiten.
Doch demnach spielt es eigentlich keine Rolle, ob ich nun weniger Wasser besser reinige oder viel Wasser geringer reinige, da ich eh eine hohe Strömungsumwältung im Becken habe und sie das Wasser gut vermischt.
Bei der ersten Variante ist in dem Fall, das Adsorbat schneller erschöpft und muss vermehrt getauscht werden.
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