hier wieder mal eine Pressemitteilung:
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Antike Aquakultur bestätigt Meeresanstieg
Römische Fischteiche als Beweis für steigenden Meeresspiegel
London (pte, 17. August 2004 15:59) - Römische Fischteiche in Küstenzonen
haben Forscher auf die Spur gebracht, dass der Meeresspiegel in den
vergangenen 2.000 Jahren extrem gesteigen ist, berichtet das
Wissenschaftsmagazin New Scientist http://www.newscientist.com . Demnach
ist der größte Anstieg allerdings in den vergangenen 100 Jahren passiert,
berichten die Forscher.
Meeresspiegel-Veränderungen werden nach der relativen Bewegung zwischen
dem Land und der Ozeanoberfläche gemessen. Damals, als die Römer an der
Tyrrhenischen Küste diese ersten Aquakulturen betrieben haben, lag der
Meeresspiegel etwa 1,35 Meter unter dem von heute, berichtet der
Wissenschaftler Kurt Lambeck von der Australian National University in
Canberra. Seit 1900 stieg der Meersspiegel zwischen einem und zwei
Millimeter. Die Messungen haben jedoch erst im Jahr 1900 begonnen.
Frühere Meeresspiegelmessungen konnten bisher nur anhand von geologischen
Daten vorgenommen werden. Dabei war die Messgenauigkeit allerdings stark
eingeschränkt. Der Wissenschaftler untersuchte die Änderungen der
geologischen Verhältnisse an der italienischen Küste und die Folgen der
Eiszeit. Im Wissenschaftsmagazin Earth and Planetary Science Letters
konnte der Forscher beweisen, dass geologische Prozesse dazu führten,
dass das Land sich in den vergangenen 2.000 Jahren um 1,22 Meter hob.
Daraus konnte Lambeck ableiten, dass der Meeresspiegel um 13 Zentimeter
gestiegen ist.
Es gebe zwar keinen Beweis dafür, dass der Mensch für diesen Anstieg
verantwortlich ist. Der Forscher schließt allerdings aus, dass ein
natürlicher Prozess einen solchen Anstieg bewirkt haben könnte. Auch der
britische Forscher Jonathan Gregory von der University of Reading findet
die Resultate signifikant.
(Ende)
