Qualle ins Becken?

  • Hab heute im Zoopalast in Wiesbaden eine kleine junge Qualle für 49 Euro gesehen.
    Kann man die problemlos ins Becken tun? Die sah super aus, aber ich weiß nicht ob die mit der Strömung klar kommt. Im Meer ist die Strömung aber auch sehr stark, glaube ich

  • Hi Adrian,
    bevor Du schwer haltbare Tiere wie Kraken, Pfeilschwanzkrebse und Quallen pflegen willst, solltest Du Dir erst mal entsprechendes Grundwissen über die Meerwasseraquaristik allgemein aneignen.

  • Hallöchen,

    ich kann mich da Klaus nur anschließen. Quallen sind im Übrigen nur in speziellen AQs zu halten (Größe, Strömung etc.) und selbst große Zoos haben selten mal ein Quallenbecken (das hat seine Gründe).

    Zum Thema Pfeilschwänze habe ich im anderen Thread schon etwas gepostet, aber hier noch mal was: Die Teile können bis 80 cm lang werden.

    Und Kraken haben in AQs nicht so die größte Lebensdauer, da würde ich als Anfänger auch mal die Finger davon lassen.

    Gruß,

    Michael

  • Zitat

    Original von Michael Riediger
    ...
    Und Kraken haben in AQs nicht so die größte Lebensdauer, da würde ich als Anfänger auch mal die Finger davon lassen.
    ...

    HI,
    Kraken haben in der >Natur auch nicht die soooo große Lebenserwartung... wenn man eine Krake 1 1/2 bis 2 Jahre hält, ist man schon recht gut... viel älter werden die in der Natur auch nicht.

    Gruß Mike

    Who the f*** is General Failure, and why is he reading my harddisk ??

  • Da hätt ich auch ein paar Fragen zu.

    Letztens hatte ich auf korallenriff.de einen Bericht über den Welke Shop in Lünen gelesen, wo ein 60l Becken mit blauen Wurzelmundquallen abgebildet ist. Nach Recherce u.a. beim Berliner Aquarium beschreiben sie diese Quallenart als "Anfängerqualle", da sie in den Polypen Zooxanthellen beinhaltet und so auch über eine entsprechende Beleuchtung zu ernähren sind. Ich habe die Tiere auch schon mal auf Bonaire in einer Lagune beim Schnorcheln gesehen, der Bagatellname dort war einfach Upside-Down Jellyfish.

    Meine Frage wäre nun, wie kann man die Tiere halten ? Also welche Beckengröße wäre minimal/optimal empfehelenswert, welche Beleuchtung braucht man, welche Wasserqualität, wieviel Strömung, eventuelle Filterung und welche sonstigen Rahmenbedingungen müssen erfüllt werden ? Ich habe die Tiere noch nie im Handel gesehen, wo könnte man so etwas bekommen ?

    Ich kann mir eigendlich nicht vorstellen, das irgendeine Qualle leicht zu halten ist, bzw. auch noch in einem 60l Becken.

    Wir haben jetzt nicht vor, dieses Jahr noch ein Becken zu stellen, erstmal wollen wir weiter Erfahrung sammeln, aber für die Vorplanung für (vielleicht) nächstes Jahr wäre etwas mehr Hintergrundwissen prima.

    Ich hatte J. Großkopf vor einer Woche mal eine PN geschrieben, er scheint jedoch nicht so oft hier im Forum zu sein.

    Hat jemand Erfahrung mit dem Thema oder welche Literatur ist empfehlenswert ?

    Gruss

    Rüdiger

    Ex-Becken: 230x80x70 mit 60cm Panoramaecke rechts - im Kreislauf ca.1350l - Technikbecken 100x60x40 + Nachfüll-/WW-Becken 40x55x50 - Umwälzung Abyzz 420 eco - 2x Tunze Stream 6100 - 2xHagen 802 - Abschäumer H&S F200 2x2001 - Eigenbaubeleuchtung T5 12x39W + 4x54W - UV DeBary 25W - Ozon Sander 100 - Balling mit Grotech TEC III + EP IV - IEM UO m. Boosterpumpe + Si Filter - 5% WW/Woche, wechselndes Salz --> Bilderthread | Aquabilderbuch | Aquabilderbuch altes 400l Becken

  • Hi,

    Also Erfahrung mit Quallen habe ich keine, jedoch gibt es im Wiener Tiergarten (Schönbrunn) ein Qualle-Aquarium, welches ich dir gerne beschreibe:

    Im Prinzip sieht das Aquarium einer sehr großen Waschmaschine sehr ähnlich, bei der man durch das Bullauge die Quallen beobachten kann.
    Man steht also vor einem runden Fenster; Wenn man sich das Aquarium (und nicht die Quallen) ansieht, sieht man innen die (Wasch-)Trommel, welche sich langsam aber stetig dreht.
    Dadurch kommt es zu einer für Aquarien wohl einzigartigen vertikalen "Kreis-Strömung".
    Die Quallen treiben in dieser Strömung, bewegen sich also im Uhrzeigersinn im Kreis.
    Beleuchtet wird dieses Aquarium mit sehr fahlem bläulichen Licht, was mich darauf schließen lässt, daß es sich nicht um Quallen mit Zooxantellen handelt.

    Erfahrungen aus dem Meer deuten für mich darauf hin, das an die Qualität des Wassers nicht soo extreme Ansprüche gestellt werden.

    Prinzipiell denke ich aber, das Quallen in ein Arten-Becken mit speziellen Bedürfnissen gehören, und würde auf eine Private Hälterung dieser verzichten.

    In Groß-Aquarien oder wissenschaftlichen Aquarien sind diese Tiere ja echt schön anzusehen, aber ein Becken mit 2-3 dieser Tiere und sonst fast nichts dazu zuhause stehen zu haben, wäre mir auch zu langweilig anzusehen. Mal ganz abgesehen von dem relativ hohem Aufwand bei der Haltung.

    Will niemeandem etwas ausreden... nur meine pers. Meinung.
    Jeder wie er mag.

    Gruß aus Wien,
    Mike

    Who the f*** is General Failure, and why is he reading my harddisk ??

  • Zitat

    Original von Mike Vavryn
    HI,
    Kraken haben in der >Natur auch nicht die soooo große Lebenserwartung... wenn man eine Krake 1 1/2 bis 2 Jahre hält, ist man schon recht gut... viel älter werden die in der Natur auch nicht.

    Gruß Mike


    Hallo Mike,

    das stimmt sicherlich, aber umso wichtiger erscheint es mir, daß diese Tiere dann nur von erfahreneren Meerwasseraquarianern gehalten werden.

    Gruß,

    Michael

    P.S.: Wie ginge es Adrian heute, wenn er statt einem Pfeilschwanz einen Blauringkraken gekauft hätte? :grinning_squinting_face: :winking_face:

  • Die Quallen in Schönbrunn, für alle dies interessiert.... Die Fotos sind etwas dunkel, aber dort isses ja auch ziemlich dunkel....

  • Hallo,

    ich hatte mal einige Exemplare einer "upside down" Quallenart gepflegt, die ich wohl in Polypenform über lebende Steine eingeschleppt hatte. Die Tiere hatten offenbar auch Zooxanthellen, jedenfalls sind sie einige Monate lang ohne spez. Fütterung gewachsen (bis ca. 3 cm Durchmesser), bevor sie dann verschwunden sind. Mein Becken hatte seinerzeit nur eine geringe laminare Strömung, die ich durch Luftheber erreicht hatte. Das hat wahrscheinlich erst die Entwicklung zur Meduse möglich gemacht (keine Zerlegung in Strömungspumpe).

    Grüsse,

    Martin

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