Folgendes Problem:

  • Seit Ende 2001 habe ich nun ein Meerwasserbecken (250l). Dieses lief immer ganz gut und wurde im Sommer 2003 auf ein 400l (inkl. Filter etc. 480l) umgesiedelt. Im neuen Becken habe ich das Problem das keinerlei Steinkorallen darin überleben (mal abgesehen von meiner Physogyra lichtensteinii und einer Pavona cactus). Weichkorallen wachsen alle super, nur die Steinkorallen reagieren nach wenigen tagen mit rapider Gewebeauflösung (in Fetzen). Ich konnte noch nicht feststellen woran das liegt, da ich das selbe Problem habe, unabhängig von den Werte. Auch im alten Becken hatte ich dieses Problem schon.
    Zum Überblick mal meine Werte:

    8 ph
    26 °C
    6 KH
    0,2 Nitrit
    5 Nitrat
    0,3 Phosphat
    1720 Mg
    444 Ca
    Redox 371

    Details über das Becken, Filter etc. auf meiner Hp.
    Seit kurzer Zeit habe ich nun auch das Problem das ich ständig Po4 habe und nicht weiss woher. Setze zur Zeit Contraphos ein.

    Sämtliche Steinkorallen würden in mein Ablegerbecken übersiedelt wo sie sich alle super regeneriert haben und auch wachsen:

    Werte:
    6 KH
    Nitrat Nitrit 0
    Phoshat 0,05
    1400 Mg
    360 Cl

    Es wäre super wenn ich es mal hinkriegen würde, das in meinem Hauptbecken auch Steinkorallen wachsen, deshalb bin ich für sämtliche Tipps dankbar. Ich denke schon daran das Becken mit komplett neuem Material nochmal zu starten.

  • Hi Esther,

    ich würde es mal mit Bakterien versuchen, die sollten deine Biologie wieder in den rechten Rahmen rücken, den Mg Wert solltest du durch WW auf 1300 drücken .

    Grüße Resa

  • Kann es sein, dass Du in Deinem Becken Kunststoffe oder Steine hast, die verschiedene Gifte abgeben? Oder Metalleinschlüsse haben? Oder anderswie Gifte / Medikamente reinbekommen?

    Vielleicht mal ueber Kohle filtern um evtl. vorhande Gifte rauszubekommen.

    Gruß

    Roger

  • über kohle hab ich schon öfter gefiltert, scheint aber nicht das problem zu sein. an steinen habe ich als unterbau 2-3 kalksteine und dann lebendgestein.... was könnten die abgeben?

  • Bei Steinen kenn ich nur Metalleinschlüsse ... ob das Deine haben? k.A. Wie stehts mit Kunststoffen in Deinem Becken? Styropor?

    Gruß

    Roger

  • nein, hab keine kunststoffe drin, nur die übliche verrohrung eben. die metalleinschlüsse in den steinen müsste man doch sehen oder?

  • Also ich kenne 2 Faelle die die Probleme dadurch beseitigt hatten, dass man die Kalksteine rausnahm - nur bei einem waren nach dem kleinklopfen farbige Einschluesse zu sehen (Metalloxid). Wenn es solche sind, dann sieht man die nicht immer aussen - vielleicht ist der EInschluss ja mittig? Vielleicht ist auch noch was anderes nicht sichtbares drin? k.A.

    Ist ein klarer Fall von rumraten und rumprobieren IMHO

    Gruß

    Roger

  • Zitat

    Original von Esther Kobula
    sollte ich nicht die steine grundsätzlich gegen frisches LS austauschen?

    Wäre eine Alternative, meist versucht man einiges zu retten in der Hoffnung auf wenig Kosten, meistens übersteigt aber recht schnell der Versuch das Becken aufzupäppeln die Kosten vom neu eingebrachten LS.
    Auf Unterbauten aus Kalkstein, Tuff oder totes LS würde ich verzichten , lieber weniger LS und später was dazu kaufen .

    Cu Resa

  • Habe grade auch einige Kilo aus einem Becken bei mir geworfen. Hatte die bei ner Komplettbeckenübernahme mitgenommen und nun fliegen die endgueltig raus.

    Gruß

    Roger

  • Du sollst ja nicht das ganze Gestein wechseln - Das "Nicht Lebendgestein" tut ja schon ...

    Und danach einige Wochen warten und WW machen ...

    Gruß

    Roger

  • Hi,

    nur Bakterien werden Dir wenig helfen wenn Du sie nicht zum wachsen bringst, sprich Biomasse aufbaust.

    Wenn Phosphateinschlüsse in Steinen drin sind, dann müssten die durch Säure freigesetzt werden. Es ist zwar so, dass z.B. bei der Nitrifikation (Ammoniumumbau zu Nitrit und Nitrat) Säure frei wird, aber das ist auch nur Rätselraten. Einfach so löst sich aus den Steinen nichts raus.

    Nun ist es ja aber auch nicht selten, dass man mal ein Phosphatgehalt von 0,3 mg/L hat. Ich würde versuchen, es weiterhin mit Contraphos zu versuchen, anstelle das ganze Becken umzuräumen und dadurch das System aus dem Gleichgewicht zu bringen.

    Aber bei der BEschriebung denke ich nicht dass es am Phosphat liegt, dann wachsen Steinkorallen vielleicht schlecht, aber in Fetzen abreissendes Gewebe durch zu viel Phosphat? Früher waren 0,3 mg/L Phosphat beinahe die Regel, da hielten sich Acropora und Co aber auch schon.

    Wie sieht es denn mit dem Weichkorallenbesatz aus? Weichkorallen-dominierte Becken zeigen dieses Phänomen sehr oft.

    H Hersteller

  • Ja, sehr viele Weichkorallen, dich wachsen ja auch wie blöd. Im Gegensatz zum Hauptbecken wachsen jedoch im Ablegerbecken die Xenias so gut wie gar nicht und verkümmern eher noch...


    wie man sieht... sehr viele Weichkorallen

    Einmal editiert, zuletzt von Esther&Thilo (12. August 2004 um 14:24)

  • Echt nettes Becken, würde da gar keine kleinpolypigen reinsetzen, dass sieht doch so klasse aus.

    Ohne es beweisen zu können würde ich aber mal darauf tippen, dass es an den Weichkorallen liegt. Die produzieren fiesse Toxine, die man mit Aktivkohle meist nicht binden kann. Da hilft dann nur Ozon, und dass finden Weichkorallen wieder nicht nett und gehen dann schlecht auf.

    Ich würde Dir raten, mach Dir lieber das Ablegerbecken als reines Steinkorallenbecken, und lass das Hauptbecken so wie's ist.

    H Hersteller

  • Ester @ das sehe ich genau wie Joerg. Das ist doch wirklich ein tolles Becken. Da würde ich keine Experimente machen.

  • Ja das stimmt schon. Aber irgendwie möchte ich ja doch auch Steinkorallen halten und mein Ablegerbecken is nicht besonders gross (116x38x30) also dürfte es da vermutlich schnell eng werde und ein Steinaufbau lässt sich auch nicht richtig realisieren....


    ich brauch ein größeres becken, nein eine größere wohnung, ein haus :ydevil

  • Uiii...

    Also ich hätte anfangs 100%ig auf die Kalksteine getippt die im Becken sind... Aber jetzt wo ich das Bild sehe...

    Mmmh, sind echt viele Weichkorallen ! Aber sieht auch super Klasse aus !!! Also bevor du was an den Steinen änderst, versuch es (so wie Jörg auch schon schrieb) weiter mit dem Contraphos oder:

    versuch es mal mit einem externen Algenrefugium... Oder ein Miracle Mud als Hang On...

    So kannst du jeder Zeit wieder eingreifen falls es mit den Caulerpa doch nicht klappt...

    Gruß Oliver

  • Also wenn ich mir das Becken so anschaue ... hmm .. Wieso willst Du umsteigen? Lass es so - sieht super aus.

    gruß

    Roger

  • Hallo Esther,

    ich muss auch sagen... Suuuper Becken und lass es am besten so wie es ist. Hier rein zu reisen kann das ganze zum kippen bringen - und das nur für SPS? (Die hat doch jeder ;))
    Möglicherweise könnte es klappen wenn Du eine größere Anzahl Steinkorallen (keine Ableger) auf einmal einbringst... ist nicht sicher aber man sagt ja im Allgemeinen das sich Stein - und Weichkorallen in etwa gleicher Anzahl im Becken befinden sollten, damit es mit der gemeinsammen Pflege klappt. Großpolypige sind da weit weniger empfindlich... vielleicht eine Alternative.
    Eventuell vor dem einsetzen intensiver Abschäumen und über Kohle filtern.
    Deine Wasserwerte sind ja ganz in Ordnung, Nitrit sollte nicht nachweisbar sein und Mg ist etwas hoch.

    Bei einem Freund ist es ähnlich, viele Weichkorallen und Anemonen und der am letzten Freitag eingesetzte SPS - Ableger hat bereits am Sonntag das Gewebe verloren.

    Überlege es Dir lieber noch mal, bei dem Becken hätte ich jedenfalls Skrupel was zu verändern.

    Gruß
    Udo

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