karibik - korallensterben

  • tag forum,

    habe gerade die letzte ausgabe vom 'sporttaucher' gelesen.

    dort wird u.a. erwähnt, dass in der karibik die elchgeweihkoralle - acropora palmata - durch ein bakterium dezimiert wird, das auch in menschlichen fäkalien zu finden ist.

    bei den korallen löst es die sogenannten ' weissen pocken' aus.

    stellenweise sind bereits 95% der palmata befallen/abgestorben.

    nachzulesen auf der homepage des VDST unter http://www.vdst.de

    dies zur info.

  • Hallo Joe


    habe über dasThema gestern in der Uni Stuttgart diskutiert , Si sind der meinung das die dort gefundenen e coli Bakterien das nicht ausgelöst haben können.


    Das mit den 95 % ist so nach dem Reef monitoring program auch nicht richtig.

    Offensichtlihc wirde da mal wieder in stark belastetem Wasser gemessen , denn wo kommen sonst e-coli vor ?

    dann hat man sich umgeschut und es waren die meisten tot , so komm ich dann auch auf die 95 %


    Bis dann Claude


  • tag claude,

    ...........und das magazin hat wieder 'ne schlagzeile.

  • Hallo ihr beiden,


    habe gerade im Meewasseraquarianer 4/99 einen Artikel gefunden, wo ein Zusammenhang zwischen der Wüstenstaubverfrachtung aus Nordafrika und dem Sterben der karibischen Steinkorallen und Gorgonien gesehen wird. Korallenkrankheiten wie die Schwarzband-o. Weissbandkrankheit, die bakterielle "Korallenpest" o. die Aspergillosen fallen mit den Jahren zusammen, wo die atmosphärische Staublast am höchsten war. Dieser Staub enthält Sporen von Bakterien, Viren und Pilzen, dazu auch noch Eisenverbindungen, die ein starkes Algenwachstum zur Folge haben was wiederum die Korallen schädigt.

    Da könnte doch auch etwas dran sein, oder ?

  • Zitat

    Original von sabine
    Hallo ihr beiden,


    habe gerade im Meewasseraquarianer 4/99 einen Artikel gefunden, wo ein Zusammenhang zwischen der Wüstenstaubverfrachtung aus Nordafrika und dem Sterben der karibischen Steinkorallen und Gorgonien gesehen wird. Korallenkrankheiten wie die Schwarzband-o. Weissbandkrankheit, die bakterielle "Korallenpest" o. die Aspergillosen fallen mit den Jahren zusammen, wo die atmosphärische Staublast am höchsten war. Dieser Staub enthält Sporen von Bakterien, Viren und Pilzen, dazu auch noch Eisenverbindungen, die ein starkes Algenwachstum zur Folge haben was wiederum die Korallen schädigt.

    Da könnte doch auch etwas dran sein, oder ?


    hallo sabine,

    zusammenhänge scheinen da zu sein.

    andererseits ist ja oft mit bakterien/viren so, das organismen, die noch niemals im verlauf der jahrhundertausende mit fremden bakterien/viren in kontakt gekommen sind, keine abwehrstrategien haben , um sich gegen diese zu erwehren.

    wie u.u. menschliche fäkalbakterien, oder so.

  • Hallo Sabine und Joe

    natürlich liegt da was dran
    aber der Punkt ist ein anderer
    Fäkalbakterien müssen den Korallen nichts anhaben
    es leigt eher daran das die Nähstoffwerte und auch die allgemine Belastung des Wassers zu hoch ist . und das ist eben dort der Fall wo die Coli Bakterien vorkommen !
    in sauberen Wasser gibt es die nicht

    Es ist auch ein Unterschied zwischen Staublast und Fäkalbakterien. der Staub an sich ist ja nicht das Problem.

    Bakterien und Pilze müssten dann schon marin sein um eine Auswirkung zu haben und die flöiegen nicht gleich mit dem Staub der Wüste durch die Gegend

    Ob der Pilz nicht schon lange da war und nur durch die geschwächte Wiederstandskraft sich durchsetzen kann mag mal dahingestellt sein
    ´
    gerade Gorgonien sind da ein wenig empfindlich wenn es um Veränderung der Umwelt geht .
    auf der anderen Seite ist ihr Wuchspotential eben auch sehr hoch .

    ich habe gestern mit einem Freund telefoniert der auf den Florida Keys lebt
    von den hier angesprochenen Problemen weiss er nichts
    und nach den Wärmeperoiden würde auch alles wieder schön wachsen
    und er ist oft im Wasser !!!


    bis dann und schönen guten morgen

  • Barriere-Riff vom Hungertod bedroht
    In Teilen des australischen Barriere-Riffs sind bis zu 90 Prozent der Korallen ausgebleicht

    Eines der größten Naturwunder der Welt, das australische Barriere-Riff, könnte bald aussterben (im Bild bereits ausgebleichte Korallen).


    Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie australischer Forscher. Hält der Trend an, wird eines der größten Naturwunder der Welt schon bald absterben.

    ***
    Das Drama, das sich an der australischen Ostküste unter dem Meeresspiegel abspielt, ist sogar aus der Luft zu erkennen: Weißen Sandbänken ähnlich ziehen sich Berge von Korallen über den dunklen Hintergrund des Sandbodens.

    Was für den Laien schön aussieht, ist für den Experten Grund für höchsten Alarm. "Wir könnten Zeugen des Beginns des langsamen Untergangs des Riffs sein", meint Terry Done vom australischen Institut für Meereswissenschaften. Done ist einer von mehreren Autoren einer umfassenden Studie, die sich mit dem Phänomen der Ausbleichung der Korallen am Barriere-Riff befasst.

    Größte Organstruktur

    640 einzelne Riffe wurden untersucht, das Ergebnis ist erschreckend. Mit seinen 2000 Kilometern Länge ist das Barriere-Riff die größte von lebenden Organismen aufgebaute Struktur auf unserem Planeten. Das Riff, eigentlich eine Ansammlung von 2600 kleineren Korallenriffen, ist ein einzigartig vielfältiges Ökosystem. 4000 verschiedene Muschel-, 1500 Fischarten sowie Tausende von Schalentieren und Schwämmen leben im und am Barriere-Riff.

    "Gestresste" Korallen

    Doch um die Zukunft dieser bemerkenswerten Lebensgemeinschaft steht es schlecht. Wie die Studie zeigt, sind fast 60 Prozent des Meeres-Naturparks, zu dem der größte Teil des Barriere-Riffs gehört, in unterschiedlichem Ausmaß von Ausbleichung betroffen.

    Zur Ausbleichung kommt es, wenn Korallen "gestresst" werden: durch Umweltverschmutzung etwa, oder durch zu hohe Wassertemperaturen. Dann wird der Ernährungszyklus unterbrochen - der Koralle droht der Hungertod.

    Dramatisch ist die Situation vor allem in südlichen Gebieten. Dort gibt es Regionen, in denen bis zu 90 Prozent der Korallen ausgebleicht und da-mit akut vom Absterben bedroht sind. Über die Ursachen der erhöhten Meerestemperaturen besteht auch in Expertenkreisen keine Einigkeit. Viele Forscher fordern aber mehr finanzielle Mittel, um einen möglichen Zusammenhang zwischen Treibhausgasen, Klimaveränderung, Temperaturerhöhungen und der Ausbleichung von Korallen zu ergründen.

    Eindeutig negativen Einfluss auf die Gesundheit des Riffs hat die Landwirtschaft, die gerade in den südlichen Küstengebieten sehr intensiv ist. Tausende Tonnen Dünger fließen jedes Jahr ins Meer.

    Doch obwohl das Riff zum UNO-Weltkulturerbe gehört, unternimmt die australische Regierung noch immer zu wenig, um seine Zerstörung einzudämmen. Das jedenfalls behaupten Kritiker wie die australische Umweltorganisation Wilderness Society.

    Ölförderung

    Auch die Bedeutung, die das Riff für die australische Tourismusindustrie hat, anerkennt die Regierung nicht im erhofften Ausmaß. Nach dem Opernhaus in Sydney und dem Uluru (früher Ayers Rock) ist das Barriere-Riff alljährlich die wichtigste Attraktion für Millionen Besucher aus aller Welt. Trotzdem erlaubt die Regierung weiterhin die kommerzielle Nutzung von Fisch- und Krustentierbeständen und schließt selbst die zukünftige Ölförderung im Umfeld des Riffs nicht aus.

  • Hallo Leute


    Im moment sind doch die 80 er wieder richtig am kommen
    Allerdings erinnere ich mich auch daran das alle sagten
    bis ins Jahr 2000 Haben wir nicht einen gesunden Baum mehr
    bzw alle Wälder sehen so aus wie die von Fichtelgebirge

    Fakt ist heute : wir haben mehr Wald als je zuvor !

    Die Meldungen über das Korallensterben kommen immer wieder und das mit horrenden Zahlen .
    die tatsächliche Bedrohung bleibt uns doch sowieso verborgen.

    Allerdings sind sie mit Sicherheit nicht soweit geschädigt wie es immer wieder dargestellt wird

    Die Australier sind nicht blöd und ich denke die haben
    ihren Naturschutzbereich tadellos in Schuss,
    im übrigen zu unserem Leidwesen denn eine sinvolle Nutzung der Riffe muss sich nicht schädigend auswirken.
    aber es darf ja nichts heraus !


    Bis dann
    Claude

  • Zitat

    Original von C. Schuhmacher
    Hallo Sabine und Joe

    und die flöiegen nicht gleich mit dem Staub der Wüste durch die Gegend

    Hallo Claude,
    und ob die mit dem Staub fliegen. Das ist eines der möglicherweise bisher unterschätztesten Probleme überhaupt. In weltweiten Forschungsprogrammen wird mit LIDAR-Technik sowohl die Verbreitung von Staub (PM10, PM2,5 und kleiner) auch die Verbreitung von angebundenen Bakterien untersucht. Und diese Viecher sind sehr anpassungsfähig. Aber alles was hier berichtet wurde sind bisher reine Spekulationen. Es gibt bisher keinen seriösen Nachweis, was wirklich die Ursache ist. Und wie so oft ist die Ursache wahrscheinlich eine Kombination aus x, Y, Z........
    Grüße, Rainer

  • hallo Thomas!

    sorry, da ging beim kopieren der letzte satz verloren: :winking_face:

    (Urs Wälterlin aus Cairns, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 03./04.08.2002)

    es handelt sich um einen Artikel einer österr. Tageszeitung.
    der Autor ist Korrespondent der Süddeutschen Zeitung in Australien.

    lg, Freddie!

  • Hallo Rainer
    genau das meinte ich
    aber , die Bakterien sind j anicht neu
    die muss es auch schon vor was weiss ich wie lange gegeben haben ebenso wie die Pilze
    also lang genug Zeit Abwehrkräfte zu bilden
    es hat eher etwas mit Wassertemp uns Belastung zu tun
    das dann noch Bakterien kommen ist bei jedem geschwächten Körper normal

    Claude

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!