Frage der negativen Wirkung von PO4?

  • Hi Leuts,

    wie ja jedem bekannt ist, sollte der PO4 wert im riffbecken ziemlich bei 0,0 liegen. Doch wenn ich hier die ganzen threads durchlesen, finde ich immer wieder angaben von 0,1 bis 1,0 mg Phosphat. Kaum einer hiet hat 0 mg ....

    Ist PO4 also doch nicht so gefährlich, wie immer propagiert wird?

    Viele grüße,

    :grinning_squinting_face: iP!!

    iP's Most Rated Sept/06:
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  • Hallo IP :smiling_face:

    Doch an sich schon.

    Wie Dieter Brockman in seinem Vortrag in Lünen berichtete gibt es Untersuchungen wonach nach ca. einem Jahr bei zu hohen Phospahtwerten Acroporas Probleme bekommen und dann irgendwann trotz der einjährigen Tolerierung es zu Problemen kommen könnte. Hierbei geht man aber von hohen Werten so um 1,0 mg aus.

    Dazu kommt noch das bei hohen Werten die Tiere erst mal nur braun werden. In wie weit die Tiere das noch wegstecken ist dann einfach Glückssache. Es gibt eingie die haben höhere Werte und manche Tiere (SPs) stecken es einigemassen weg. Eines ist aber klar das Tiere bei dauerhaft höheren Werten eben nicht so aussehen wie bei niedrigen. Dazu kommt auch die Gefahr das sich Algen das angelagerte Phospaht irgendwann zu nutze machen könnten.

    Alles gründe den Po4 Wert unten zu halten.

  • Hallo

    Ich denke das kommt auf die Tiere an die man pflegt.
    Für meine Tiere ist ein PO4 Wert von 0,1 viel zu hoch.
    Bei mir ist da kein Wachstum mehr, sie werden braun, an den Spitzen bilden sich Algen, unter den Stöcken bilden sich Algen, weiß-rosarote Steinkorallen werden gelb-braun, Violettdurchgefärbte werden braun mit violetten-Spitzen, neueingesätzte extrem Farbige sterben von unten her ab usw...

    Für mein Becken ist ein Nitratgehalt von 0,0 , Phosphat 0,04-0,00 , 4L Phytoplankton und einige Tropfen Essigsäure Täglich das optimale. Eigentlich wie in der Natur auch.
    Ich glaube auch das wir uns nicht fragen sollten wie lange es die Tiere gut vertragen, sondern wir sollten uns noch viel mehr an der Natur orientieren um ihnen die gewohnten Bedingungen zu bieten.

  • ich denke, das man den PO-Wert nicht unabhängig vom NO³ Wert betrachten darf (wie Wasser und Brot Vergleich von use). Das eine ohne das andere oder im verkehrten Verhältnis ->Probleme.
    Im großen Becken hatte ich im freien Wasser mit Merck gemessen 0,nix PO4 bei 2mg NO³. Dann kochte ich Wasser mit Bodengrund, habe nochmals gemessen: 0,046 mg PO4. Alle Acros, die auf dem Boden standen, hatten Top-Farben, die auf den Steinen stehenden nippelten alle ab, bis auf ein paar ganz harte; denke darum, das sich am Boden ein anderes Mikroklima aufbaut, als in der Höhe auf den Steinen (natürlich nur im Aquarium)

    Ich bin darum der Meinung, Werte bei PO4 bis 0,1 sind vollkommen i.O., solange NO³ im richtigen Verhältnis steht.

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (21. Juni 2004 um 09:11)

  • @ Robert: :smiling_face:

    Yep, das sind alles gründe die dafür sprechen, doch scheinbar kriegt das mittlerweile kaum mehr jemand gebacken, die 0,0 grenze einzuhalten?!
    Ich meine, bei dir wachsen die korallen ja auch, trotz nachweisbarem PO4....


    Zitat

    Original von Fritz.S
    Ich glaube auch das wir uns nicht fragen sollten wie lange es die Tiere gut vertragen, sondern wir sollten uns noch viel mehr an der Natur orientieren um ihnen die gewohnten Bedingungen zu bieten.


    ----> Yep Fritz, da hast du recht. Kein widerspruch! Das sollte auch keine diskussione werden, wie viel korallen aushalten... Im gegenteil.

    :grinning_squinting_face: iP!!

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  • Hallo

    Stefan hat da sicherlich recht aber ich glaube man sollte nicht nur das PO4 und NO2 Verhältnis betrachten sondern wen man ein Nährstoffarmes Becken mit bunten Steinkorallen halten möchte dann sollte man auch das benötigte Plankton welches dann die wichtigen Nährstoffe transportiert nicht vergessen.

    Nur wenn die Nährstoffe so gering wie in der Natur sind sprich PO4 0,05 werden die Steinkorallen auch die Zooxanthell-dichte gering halten die natürlichen Farben zur Geltung kommen.
    Nur wen die Koralle dann die benötigte Nahrung auch Phosphat in Organischer Form (Phytoplankton aufnehmen kann bildet sie kräftige Korallieten (Gehäuse von den Polypen aus)bringt kräftigere Polypen zum Wachstum und fängt aktiv Phytoplankton. (so sieht's bei mir jedenfalls aus).

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