Hier mal wieder eine Pressemitteilung:
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Statistiken in Nature und BMJ fehlerhaft
38 Prozent von 32 untersuchten Publikationen betroffen
Girona (pte, 28. Mai 2004 15:20) - Spanische Forscher haben entdeckt,
dass einige der in den Wissenschaftsmagazinen Nature
http://www.nature.com und British Medical Journal (BMJ)
http://www.bmj.com veröffentlichten Zahlen nicht korrekt sind. Es handelt
sich vor allem um statistische Fehler, wie der NewScientist
http://www.newscientist.com heute, Freitag, berichtet.
Forscher der Universität Girona http://www.udg.es haben 32
wissenschaftliche Veröffentlichungen aus Nature und 12 des BMJ des Jahres
2001 untersucht. Es zeigte sich, dass mindestens ein Fehler in 38 Prozent
der Arbeiten in Nature und in 25 Prozent der BMJ-Arbeiten vorhanden war.
Emili García Berthou, der die Untersuchung durchgeführt hat, schätzt,
dass vier Prozent der als signifikant eingestuften Ergebnisse in Wahrheit
gar nicht signifikant sind.
"Wir befürchten, dass derartige Fehler häufig in wissenschaftlichen
Publikationen auftauchen, wir wollen dazu aufrufen, vorsichtiger mit
Daten umzugehen", sagte García Berthou. Auch wurde festgestellt, dass die
Zahlen vier und neun sehr selten vorkommen, was wiederum bedeutet, dass
viele Fehler durch falsches Auf- oder Abrunden zu Stande kommen. Andere
Fehler sind vermutlich Tippfehler. Die Forscher führen die fehlerhaften
Publikationen auf den enormen Druck zurück, unter dem Wissenschaftler
stehen. García Berthou sieht vorzeitige Veröffentlichungen online als
eine Möglichkeit, Fehlern auf die Schliche zu kommen, noch bevor
Ergebnisse in der Druckversion zu lesen sind. (Ende)
Aussender: PTE
