KH-Werte am Kalkreaktorauslauf ?

  • Hallo Forianer,

    wollte mal wissen, wie Eure ( jene die einen Kalkreaktor betreiben ) KH-Werte am Kalkreaktorausgang sind und wie ist die Wassertrübheit im Reaktor ?
    Denn D. Knop erläutert ja in seiner Literatur, dass man diesen mit etwa 16 fahren sollte.
    Nun ich hab mal gestern gemessen ( ich fahr mit dem Jetstream 1 von Schuran ) und kam auf umgerechnet etwa 36 :confused_face: ( kann man das überhaupt einfach so messen ? ), wobei das Wasser im Reaktorrohr nicht milchig trübe war, sondern eher transparenter aussah.
    Gemessen hab ich mit einem Salifert-Test. Mein Reaktor resp. pH--Regler ist zur Zeit ungefähr so eingestellt, dass er bei 6.25 CO[H]2[/H] zuführt und bei 6.11 die Zufuhr von CO[H]2[/H] unterbricht.

    Einmal editiert, zuletzt von Uncle Tom (13. April 2004 um 06:54)

  • Hallo Tom,

    schreibt er wirklich 16 am Austritt des Kalkreaktors? Das kommt mir etwas schwachbrüstig vor. Mit dieser KH fahren ja manche ihr ganzes Becken. Um ein Becken mit z.B. KH 7-8 auf KH 12 zu bekommen, muss der Kalkreaktor aber eine sehr hohe Literleistung haben. Mit ein bis zwei Tropfen pro Sekunde käme man da nicht sehr weit.
    Bei mir messe ich am Ausgang zwischen 25 und 30 KH, würde mir aber mehr wünschen, da bereits überschüssiges CO2 aus dem Reaktor entweicht.
    Die Messung des KH-Wertes ist in der Tat etwas durch die hohe gelöste CO2-Menge gestört. Dies erschwert in der Regel die Ablesbarkeit des Umschlagpunktes. Die Werte sind aber durchaus auswertbar. Im schlimmsten Fall ist die KH etwas höher als gemessen.
    Frank

    Grüße,

    Frank

  • Hallo Tom,

    Schuran Jetstream 1: Auslauf zwischen KH 30 und 40

    Ein Nachteil ist das CO2, welches mit ins Becken kommt und meinen pH-Wert ziemlich absenkt. Allerdings habe ich damit bisher keine Probleme mit den Bewohnern gehabt ...

    Gruß Ralf :grinning_squinting_face:
    {400l-Riff,Aquastar-automatisiert,HQI 2x150W+Blau/Mondlicht,Ström.-Ebbe/Flut/Wellen,Kalkreaktor,Ozon,UV,Stand+Dichte-Regelung mit autom. Wasserwechsel,Titan-Kühler,Rieselfilter,Zeovit,autom. Plankton+Spurenelemente/Aminosäuren-Dosierung}

  • Hallo Pedro,

    ich habe zur Zeit pH 6,4 eingestellt, da der Reaktor für mein Becken eigentlich überdimensioniert ist ... aber ich ändere dies auch je nach Inhalt (Korallenbruch, Rowalith ...)

    Gruß Ralf :grinning_squinting_face:
    {400l-Riff,Aquastar-automatisiert,HQI 2x150W+Blau/Mondlicht,Ström.-Ebbe/Flut/Wellen,Kalkreaktor,Ozon,UV,Stand+Dichte-Regelung mit autom. Wasserwechsel,Titan-Kühler,Rieselfilter,Zeovit,autom. Plankton+Spurenelemente/Aminosäuren-Dosierung}

  • Hallo Frank,

    D. Knop schreibt einen KH von 16 ( beim Reaktorauslauf ) als optimal in dem Band 2 " Steinkorallen ". Ich betreibe meinen Reaktor auch mit einem KH von ca. 36, bei einem pH-Wert im Reaktor zwischen 6.11 und 6.25. Er schreibt darin, dass höhere Werte von 20 oder gar 30 zu Ausfällungen führen können, wenn das Auslaufwasser ins Aquarienwasser tropft.

    @ Ralf,

    Du kannst den Auslauf über Korallenbruch rieseln lassen um das restliche CO[H]2[/H] aus dem Wasser zu lösen, damit der CO[H]2[/H]-Gehalt im Aquarienwasser gering bleibt. Dieser sollte aber ohnehin gering sein, da der Reaktor über einen Gasabscheider verfügt, welcher bei geringem Durchfluss eigentlich recht gut funktioniert.

    Einmal editiert, zuletzt von Uncle Tom (13. April 2004 um 12:40)

  • Hi Tom,

    tun´s auch ein paar Biobälle aus Kunststoff? Und gibt es keine Probleme mit Ausfällungen über diesen kleinen "Rieselfilter"?

    Gruß Ralf :grinning_squinting_face:
    {400l-Riff,Aquastar-automatisiert,HQI 2x150W+Blau/Mondlicht,Ström.-Ebbe/Flut/Wellen,Kalkreaktor,Ozon,UV,Stand+Dichte-Regelung mit autom. Wasserwechsel,Titan-Kühler,Rieselfilter,Zeovit,autom. Plankton+Spurenelemente/Aminosäuren-Dosierung}

  • Hallo Tom

    finde ich nicht schlecht einen KH von 36 am Ausgang.
    Ich habe einen ausgang von 45KH wenn die Füllung neuwertig ist.
    meinen Kalkreaktor hat ein Kolege selber konstruiert.

    noch einen schönen Tag

    Gruss Markus

  • Hi Tom,

    ok, dass mit den Ausfällungen beim Eintropfen ins AQ lässt sich verstehen, habe es aber selbst nie beobachtet. Theoretisch würde das alkalische Milieu das kohlensaure Calciumhydrogencarbonat zum Carbonat fällen, wäre denkbar. In diesem Fall würde ich den Reaktor auch nicht so sauer fahren, habe selbst max. pH 6,5. Die Lösung sollte aber in jedem Fall klar aus dem Reaktor laufen, sonst stimmt was mit dem Substrat nicht, enthält also unlösliche Bestandteile. Natürlich kann man einen Kalki auch mit KH 16 betreiben, dann ist halt die Durchflussrate höher einzustellen, um auf die gleiche Menge zugeführten Bicarbonats zu kommen. Ich glaube an dem "Leistungsdiagramm" zum Jetstream kann man das ganz gut ablesen.

    Ralf,
    die sog. Nachreaktoren erfüllen nach meiner Einschätzung nur denn Sinn, das gelöste, überschüssige CO2 aus der Lösung auszutreiben. Das geht auch mit Biobällen. Dass auf diesem Weg noch mal Kalk gelöst wird halte ich für unwahrscheinlich, da der pH-Wert zu schnell in neutrale steigt.
    Frank

    Grüße,

    Frank

  • Hallo Ralf,

    der Ausgang kann über eine kleine Menge ( Handvoll ) Korallenbruch tröpfeln, damit das überschüssige CO[H]2[/H] gebunden wird, ob dann Kalk gelöst wird oder nicht, spielt an diesem Punkt keine Rolle, da es ja drum geht, das Zuviel an CO[H]2[/H] aus dem Ausgangswasser zu entfernen :winking_face:

    @ Markus,

    Dein Kalkreaktor hab ich gesehen und finde ich eine Klasse konstruktion. Doch ein KH von 45 am Ausgang find ich recht hoch, was sicher zu Ausfällungen führt. Oder tropft Dein Ausgangswasser, bevor es ins Beckenwasser fliesst auch noch über alkalische Materialien, da Du sicher mit einem niedrigen pH-Wert fährst ?

    @ Frank,

    es ist schon richtig, dass wenn man den Kalkreaktor mit geringerem pH fährt und einen geringeren KH-Wert nutzen möchte, man eine höhere Durchflussrate einstellen muss, doch verschwindet meiner Ansicht nach die gröbere Blasenbildung im Reaktionsrohr ( die Strömung welche durch die Blasen erzeugt werden ), was zusätzlich auch noch hilft das Kalksubstrat zu lösen, da man ja mit einem niederen pH- Wert ( also weniger CO[H]2[/H] ) fährt, was schneller vom alkalischen Material gebunden wird.

  • In den Anfangszeiten des Kalkreaktors (Herbbinghaus...) war das erklärte Ziel eine möglichst hohe kH aus dem Reaktor zu bringen - die gewünschte Karbonathärte im Becken war damals aber auch noch 12 - 16....

    Das Problem der hohen kH zeigt sich schließlich in Ausfällungen, und viele Becken haben Mühe, die kH auf einen optimalen Wert von 6-8 zu drücken.

  • Zitat

    Original von Stefan Ott
    und viele Becken haben Mühe, die kH auf einen optimalen Wert von 6-8 zu drücken.

    Hallo Stefan,

    das ist sicher richtig ... man kann aber mit ein bißchen Calciumchlorid im Nachfüllwasser für den Verdunstungsausgleich hervorragend gegensteuern und so läßt sich ein sehr schön stabiles System einstellen:
    Kalkreaktor als Grundlast, Calciumchlorid zum Feintuning.

    Gruß Ralf :grinning_squinting_face:
    {400l-Riff,Aquastar-automatisiert,HQI 2x150W+Blau/Mondlicht,Ström.-Ebbe/Flut/Wellen,Kalkreaktor,Ozon,UV,Stand+Dichte-Regelung mit autom. Wasserwechsel,Titan-Kühler,Rieselfilter,Zeovit,autom. Plankton+Spurenelemente/Aminosäuren-Dosierung}

  • @ Ralf,

    Zitat

    Kalkreaktor als Grundlast, Calciumchlorid zum Feintuning

    aber dann noch NACL-freies Salz beigeben oder ?
    Da sonst der Chloridgehalt ansteigt.

    Einmal editiert, zuletzt von Uncle Tom (14. April 2004 um 10:17)

  • Hallo Tom,

    ja ich gebe es ins Wechselwasser ... ist aber nach Auskunft Hans-Werner gar nicht unbedingt notwendig (abhängig vom Magesiumgehalt, weil dieser damit etwas angehoben wird).

    Gruß Ralf :grinning_squinting_face:
    {400l-Riff,Aquastar-automatisiert,HQI 2x150W+Blau/Mondlicht,Ström.-Ebbe/Flut/Wellen,Kalkreaktor,Ozon,UV,Stand+Dichte-Regelung mit autom. Wasserwechsel,Titan-Kühler,Rieselfilter,Zeovit,autom. Plankton+Spurenelemente/Aminosäuren-Dosierung}

    Einmal editiert, zuletzt von Ralf (14. April 2004 um 10:32)

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