Pflege von Haarsternen

  • Hallo zusammen!

    Ich habe heute eine kleine Runde durch Aquaristikläden in meiner Nähe gedreht. Dabei fielen mir in zwei Geschäften Haarsterne auf, vom äußeren Aspekt auch identische Tiere. Die Art kann ich nicht sicher bestimmen, wahrscheinlich aus der Gattung Comatula.

    Während sie nach Angaben des Verkäufers bei Aquaristikpartner als unerwünschte Beigabe einer Lieferung kamen, äußerte sich ein Verkäufer bei Kölle Zoo Ludwigshafen dahingehend, daß sie gezielt bestellt worden seien. Auf meinen Einwand, daß nach meinen Informationen die meisten Haarsterne ja nur äußerst schwer bis gar nicht zu halten sind, erwiderte er, daß er ein solches Exemplar in seinem privaten AQ seit drei Jahren halten würde. Eine Fütterung erfolge mit Nannochloropsis und Staubfutter, wie auch bei Kölle Zoo.

    Ich bin trotz dieser Aussage sehr skeptisch. Mich würde interessieren, ob aktuell Forianer Haarsterne halten oder wie frühere Haltungsversuche verliefen. Bevor die Frage mißverstanden wird: Ich habe keine Absicht mir so ein Tier zuzulegen!

    Gruß,

    Michael

  • Moin Michael,

    Frank Diehl vom Matuta Forum hällt welche und ich glaube auch Robert hat es mal versucht.

    Bottom Line:
    Nur extreme Mengen an Staubfutter machen es möglich sie am Leben zu halten. Wenn ich mich recht erinnere war es auch nur eine Art die das ganze gut mut machte und auch leichtes Wachstum zeigte. Nach heutigen Maßstäben nur was für Spezialisten und nichts fürs Meerwasser Gesellschaftsbecken. Aber schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hi,

    die Erfahrung von Frank war, dass sich bei ausreichender Phytoplanktonfütterung die grünen Haarsterne "gut" halten lassen, aber die farbigen sind auch bislang nicht längerfristig haltbar.

    Ich meine in Sindelfingen sagte er auch was, dass einige Fische so lange an den farbigen Vertretern zupften, dass sie schnell eingingen.

    H Hersteller

  • Hallo MIchael

    Wie schon angeführt, der ab und an impoertierte grüne hält, auch im Gemeinschaftsbecken, allerdings muss zwingend zugefüttert werden. Plankton braucht er definitiv nicht ,bzw. kann auch mit Staubfuttersorten zurecht kommen. Wir halten unsereren nun fast zwei Jahre und er ist sogar gewachsen. Der lebt in einer Anacropora , und wächst mit dieser mit. :-))

    Von anderen Haarsternen würde ich aus der Erfahrung heraus die Finger lassen: die bisher veruschten sind... gelb, blau, rot , und farbig gemischte. Auch die zweifarbigen von denen man annehmen müsste das sie gut filtriteren können, hielten nicht. Der Frank hatte dabei aber das Problem das sie von den Herzogfischen dauernd geärgert wurden, was bis zu Schädigung ging.

    So würde ich aus heutiger sich sagen, man kann es in einem Spezialaquarium mal versuchen, aber im Gemeinschaftsbecken wird ausser dem grünen wohl der Erfolg ausbleiben. Evtl.l tut sich da ja noch was in den nächsten Jahren :smiling_face:

  • HI,

    Bin in der Hinsicht sicherlich ein Newbie...
    Mir ist da aber gerade so ein gedanke durch den kopf gegangen, und mich würde interessieren, ob das eventuell einen Einfluß haben könnte.

    Zitat

    Von anderen Haarsternen würde ich aus der Erfahrung heraus die Finger lassen: die bisher veruschten sind... gelb, blau, rot , und farbig gemischte.

    Sag mal, hast Du damals die Vodka-Methode angewendet ??

    Falls ja --> OK, bin schon ruhig... :grinning_squinting_face:

    Falls nein:
    Durch die Vodka-Methode steigt die Anzahl der Bakterien ja doch recht beachtlich an...
    Könnte das einem Filtrierer nicht helfen ???????

    Wenn das jetzt Blödsinn ist, bitte nicht schimpfen...Wie gesagt, war nur so eine Überlegung...

    thx 4 nachsicht
    mike

    Who the f*** is General Failure, and why is he reading my harddisk ??

  • Zitat

    Original von Joerg Kokott
    Hi,

    die Erfahrung von Frank war, dass sich bei ausreichender Phytoplanktonfütterung die grünen Haarsterne "gut" halten lassen, aber die farbigen sind auch bislang nicht längerfristig haltbar.

    Ich meine in Sindelfingen sagte er auch was, dass einige Fische so lange an den farbigen Vertretern zupften, dass sie schnell eingingen.


    Hallo Jörg, Hallo all,

    es ist schon so wie Robert es hier auch geschrieben hat. Er überlebt auch mit Staubfuttergaben. Den Test, Staubfutter ohne Plankton, hat die grüne Art sehr gut verkraftet. Von dieser Gattung sind 2 Tiere im Becken. Eine Exemplar ist nun schon fast 2 Jahren im Becken.

    Den Gegentest mit Plankton und kein Staubfutter ist schwer zu realisieren. Das erste Exemplar hat am Anfang keine Staubfütterungen erhalten, sondern nur Plankton. Es ist aber durchaus anzunehmen das auch kleinste Partikel von Flockenfutter verwertet wurden.

    Alle Zwergkaiser zupfen an den Haarsternen. Bei der räumlichen Enge eines normalen Beckens führt es zum Tod der Haarsterne.

    Falls ich die Umgestaltung des Beckens wirklich durchführe wird dabei auch der letzte Zwergkaiser entfernt. Ich habe den Eindruck gewonnen, das die blaugelben evtl. auch haltbarer sind.

    Die farbigen Haarsterne verstecken sich bei Attacken nicht so wie die grünen Varianten. Farbige Arten fangen das Wandern an, bleiben aber als Ziel erreichbar. Die grünen Arten verziehen sich in eine Koralle oder den Steinaufbau und entziehen sich dem dauernden Zugriff.

    Dieses etwas andere Verhalten trägt sicherlich zu dem Überleben dieser Art im Becken bei.

    Ein sehr schnelles Ende haben rote Haarsterne gehabt. Das wurde auch in mehreren Becken getestet. Die waren bereits nach einer Woche vollkommen degeneriert.


    Ein Test aus Unwissenheit vor mehreren Jahren mit einer grünen Art, ohne Staubfutter und ohne Plankton verlief aber innerhalb von vier Wochen mit negativem Ende. So wie damals die grüne Art fallen heute noch die roten von der Stange. Da fehlt also immer noch etwas.

    Als Plankton wurde 3 verschiedene Sorten getestet. Eine weitere Planktonart hätte ich gerne probiert aber die stirbt momentan im Zuchtreaktor immer wieder ab. Da diese Art nicht im normalen Umlauf ist, ist die Beschaffung eines neuen Zuchansatzes immer ein Problem.

    Aber vielleicht gibt es in der Richtung bald etwas neues.

  • Zitat

    Original von Frank D
    Ein sehr schnelles Ende haben rote Haarsterne gehabt. Das wurde auch in mehreren Becken getestet. Die waren bereits nach einer Woche vollkommen degeneriert.


    Hallo zusammen!

    Es waren rote Haarsterne, die ich bei den Händlern gesehen habe und von denen ein Verkäufer behauptete, seit 3 Jahren einen erfolgreich zu halten. Vielleicht hat er den Stein der Weisen gefunden? :grinning_squinting_face:

    Gruß,

    Michael

  • Wahrscheinlich ist er farbenblind und kann grün nicht von rot unterscheiden. :grinning_squinting_face: Vielleicht wirklich? :winking_face:

    Netter Titel: "PR-Assi von MarkusK"
    Früher nannte man so was "Laufbursche" (oder für Monty Phyton Fans "Laufpurche") :grinning_squinting_face:
    Dier sich darauf beziehenden Postings wurden gelöscht. Peter Schmiedel

  • Hallo Michael

    Ich würde das nicht so einfach abtun, wer weiss evtll ist es ja doch so und er macht was was andere nicht machen.. und nun muss man nur rausbekommen was es ist. Oder es stimmt nicht....


    Zitat

    Original von Michael Riediger
    [
    Es waren rote Haarsterne, die ich bei den Händlern gesehen habe und von denen ein Verkäufer behauptete, seit 3 Jahren einen erfolgreich zu halten. Vielleicht hat er den Stein der Weisen gefunden? :grinning_squinting_face:

    Michael

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