Chelmon nachträglich

  • Hallo,

    ich habe mal einen neuen Thread aufgemacht, weil es thematisch nicht mehr ganz in den Thread von Frank passt.

    Ich würde auch gerne einen Chelmon einsetzen, habe aber bisher davon abgesehen, da ich schon div. größere Fische habe (1 Z. xanthurum, 1 Ct. hawaiiensis, 1 Siganus magnificus).

    Allerdings muß ich sagen, das die Fische in der Konstellation sehr ruhig sind. Einzig der Xanthurum schwimmt manchmal zum Spass eine Breitseite gegen die Chromis, lässt sie dann aber sofort zufrieden. Um die beiden großen kümmert er sich gar nicht - bzw. schwimmt ängstlich hinter denen her wenn ich z.B. mit der Hand füttere. Der Hawaiiensis frisst aus der Hand.

    Ein kleinerer Xanthurum, den ich inwzischen abgegeben habe, war da ein ganz anderes Kaliber, der war ständig auf Streit aus.

    Der Ctenochaetus und der Siganus sind beides sehr sehr ruhige schwimmer, nicht zu vergleichen mit dem Ctenochaetus strigosus von einem Bekannten z.B.

    Becken ist 160x70x60cm.

    Ich würde mich über Erfahrungen und Meinungen (auch kontroverse) sehr freuen :winking_face:

  • Hallo Kenny!

    Wenn du nach dem Thema Chelmon im Forum suchst, wirst du viele Meinungen darüber lesen.
    Das Tier gehört (wie ja auch einige Andere) zu einer Art, die sehr oft in den Becken der Pfleger verstirbt. Oft, weil er nicht auf Dauer frißt. Auch uns ist es so ergangen, dass er zuerst alle Glasrosen gefressen hat. Danach aber nichts mehr. Und das war es dann.
    Die Sterberate allgemein ist also entsprechend hoch. Es gibt aber auch Pfleger die keine Probleme mit dem Fressen hatten.
    Es ist also auch wie so oft eine Gewissensfrage, ob du das wesentlich höhere Risiko eines toten Fisches durch den Kauf eingehen möchtest oder nicht.
    Wie geschrieben, es gibt einiges zu dem Thema im Forum.

    Servus,
    Peter

  • Hai Kenny!

    Ist mir schon klar. Sollte ja auch nur ein Tipp sein.
    Grundsätzlich ist immer besser je ruhiger die anderen Fische sind umso besser für ruhige oder scheue Tiere. Wobei sich damit leider das oft erwähnte Futterproblem auch nicht wirklich lösen läßt.

    Servus,
    Peter

  • hallo,

    ich will dir ja nicht zureden, aber ich habe zumindest die erfahrung gemacht, dass selbst sehr kleine chelmis sich sehr wohl gegen andere fische behaupten können - selbst wenn es rabauken sind.
    die frage ist aber natürlich, ob nicht der rest der alteingesessenen besatzung unruhig wird, wenn u.u. die gesamte hackordnung im aqua wieder neu gemischt wird.

    einen schönen gruß,
    patrick

  • Hi Stefan,

    Würd ich nicht machen in deinem Fall.
    Wenn du ein Artenbecken für Seepferdchen (ab 300L) hast könntest ihn sicher eine Zeitlang (je nach Wachstum) pflegen, aber so holst dir sicher schlaflose Nächte und ne ghörige Portion Risiko ins Haus :winking_face:

    Ihn ans Futter zu bringen ist nicht die einizge Hürde, er ist ein "Vielfraß" und braucht daher täglich gehörige Portionen. Ähnlich der meisten Anthias Arten, doch mit diesen im Becken wird er sicher keine zwei happen abbekommen, die sind zu schnell. Er würde dann recht schnell abmagern. Würde dir also nicht dazu raten. Meine Meinung.


    Gruß Thilo

  • Ich hatte überlegt, ob ich nicht ein Becken extra aufstelle, um den Fisch ans Futter zu bringen und an Aquarienverhältnisse gewöhne. Aber dein Argument, die anderen wären zu schnell ist natürlich nicht von der Hand zu weisen. Sie sind zwar sehr ruhig für Vertreter ihrer Arten, aber sicherlich nicht vergleichbar mit Chelmons.

  • hi kenny,
    dem problem mit der schnelligkeit beim fressen könntest du ja vielleicht umgehen, indem du die "ü-eier-methode" benutzt, die im anderen tread vorgeschlagen wurde. das nützt aber halt nur was, wenn er denn mal ans futter geht.

    ilko

  • @ ilko: ich habe bei meinem (kleinen...) die spülbürsten und die ü-ei methode angewandt...no chance!

    Er hat sich die ersten 2 wochen nur vom "natürlichen futter" im becken ernährt..erst jetzt frisst er mit....ich denke man sollte den futter test im laden machen...frisst er da hast du zu 50% gewonnen....

    In Sachen "behaupten" gegen die grossen im becken sehe ich beim chelmon kein problem--> zumal die docs nur die rangordnung austesten wollen, danach ist ruhe und es wird eine schwimmschule geggründet....der kaiser hat sich nie um den chelmi geschert...und schwimmt munter mit...

  • Hallo zusammen!

    Das zentrale Thema beim Chelmon ist die Nahrungsaufnahme, damit steht und fällt die Haltung. So der Tenor aus vielen postings hier.

    Wie ich in einem anderen Thread schon geäußert habe, habe ich mir vor mittlerweile fünf Wochen auch einen Schelm zugelegt. Etwa 4 cm groß. Ich habe mir lange überlegt, ob ich es machen sollte, zum einen wegen des Themas Futter, zum anderen weil mein großes Becken auch noch nicht einsatzbereit (besatzbereit) ist. Aber da der kleine Kerl im Händlerbecken begierig an Frostartemien ging und er mit seiner Größe in Relation zum Becken es noch zwei Monate aushalten wird, habe ich mich dann doch zum Kauf entschlossen.

    Die ersten drei Tage verweigerte er selbst Lebendartemien, floh sogar vor ihnen, und "begnügte" sich mit ein paar Dutzend kleinen Kalkröhrenwürmer. Am dritten Tag war er dann so mutig, eine Lebendartemie zu schlucken, und ab diesem Moment war es mit dem Futter gelaufen. Ab dem fünften Tag nur Frostartemien, und das wie ein Staubsauger.

    Da Chelmons aber Tiere sind, die ständig auf Futtersuche sind, muß man ihm mindestens viermal am Tag etwas anbieten. Er kennt die Prozedur schon und bettelt aufgeregt an der Frontscheibe, sobald ich davor auftauche. Leider ist es mir bislang nicht gelungen, ihn von anderen Frostfuttersorten zu überzeugen. Ich will es demnächst mit lebenden Mückenlarven und ggf. auch Tubifex probieren, um etwas Abwechslung auf den Speiseplan zu bringen.

    Ich kann mir vorstellen, daß es vorteilhaft ist, junge Tiere zu kaufen, da sie vielleicht noch nicht so festgelegt sind, was das Futterangeht und sich der Rangordnung im Becken evtl. besser anpassen können. Dies ist natürlich nur eine Vermutung von mir. Man sollte aber auf jeden Fall sicherstellen, das der Chelmon mehrfach am Tag Futter erhält, nur ein- oder zweimal erscheint mir zu wenig. Er braucht auch etwas, um sich die passenden "Bröckchen" herauszupicken. Eine Vergesellschaftung mit "Schnellfressern" wie Zebrasomas könnte problematisch werden.

    Am Anfang haben sich der Chelmon und ein Centropyge kurz gerauft, das war aber in Stunden vorbei. Der Schelm hat den Centropyge ausgekurft, daß der keine Chance hatte. Außerdem richtet er zur Verteidigung die Hartstrahlen seiner Rückenflosse auf und richtet sie auf den "Gegner" aus. Auch ein kleiner Chelmon kann sich also in gewissem Rahmen wehren. Mittlerweile sind beide jedoch ganz lieb und fressen auch gemeinsam ohne Stress.

    Gruß,

    Michael

  • Dem Post von Michael ist nichts hinzuzufügen...

    anbei mal ein Bild von meinem "Pinocchio" (so nennt ihn meine Frau..) in Eintracht mit anderen Beckengenossen....der kleine ist jetzt von Maul-bis Schwanz ca, 10cm lang.

  • Zitat

    Original von Joschka

    In Sachen "behaupten" gegen die grossen im becken sehe ich beim chelmon kein problem--> zumal die docs nur die rangordnung austesten wollen, danach ist ruhe und es wird eine schwimmschule geggründet....der kaiser hat sich nie um den chelmi geschert...und schwimmt munter mit...

    Hi Joshi :grinning_squinting_face:

    Bitte verallgemeiner das nicht so. (ich bekomm auch immer nen Rüffel :loudly_crying_face: :winking_face: )
    In Sachen behauptung ging ich eher von der Fressweise aus, die meisten Chelmon werden sich eher unterordnen und nur wenige werden sich gegen andere standesgemäß behaupten. Es sei denn Innerartlich :grinning_squinting_face: Damit meinete ich persönlich rein die fressweise, ansonsten seh ich im fall kenny kein problem mit der vergesellschaftung, aber wenn die Fütterprozedur nicht einem Seepferdchen gleichen würde wäre er sicher mit den meisten Arten gut Zusammen zu halten.

    Man kan ihn also schon in etwa mit Seepferdchen vergleichen. Die Bürsten und Ü-Ei methode ist sicherlich gut, aber ich glaube dass sich auf Dauer die wenigsten diese Müphe machen. Anfänglich sicher ja, aber das wäre mit so nem Beibesatz eher permanent zu machen.

    Wenn du nicht möchtst dass die Wasserqualität unter überstarker Fütterung leidet, sollten es möglichst viele aber kleine Portionen sein, und genau das könnte schwer weren, weil sich die kleinen Portionen auch die Anthias etc. schnell holen.

    Weiterer nachteil ist daß sich mit der zeit eine Spezies bzw. ein paar Fische Kugelrund wohl fühlen (oder ehr schon zuviel Intus haben) udn andere Arten weiderum fast verhungern.

    Wenn du nun mehrmals täglich das becken im prinzip "überflutest" mit Futter, dann bekommt der Chelmon sicher genug ab, aber wie gesagt ich Denke auf dauer wir das ne zu hohe Wasserbelastung für herkömmliche Becken sein.

    Deshalbs seh ich nach wie vor den besten Erfolg beim Chelmon mit entsprechendem Beibesatz. (gilt für mich eigentlich bei allen Fischen bzw. marinen lebewesen überhaupt) Bei mir sind das Seepferdchen. Die Fressen alle ungefähr gleich schnell (oder langsam) und so spielt sich ein streßfreies und schönes Niveau bei den Tieren ein.

    Gruß Thilo

  • Also mit Artemia kann ich meine Doks z.B. nicht richtig locken. Da muß ich in letzer Zeit schon extrem wenig reingeben (so 5 Mark stück großes Stückchen) damit alles weg geht.
    Verwöhnte Biester :smiling_face:

    Ich hätte mir (da ich häufiger ein paar Tage weg bin) eh einen Zinn Reaktor geholt, um dem Chelmon jede Stunde Futter bieten zu können (falls er es nötig hat). Ich will ja nicht am falschen Ende sparen und es ist mir jetzt schon peinlich meinen Nachbarn zu fragen, ob er meine Fische füttern kann obwohl er dann nur 2 x am Tag ein paar Flocken reingeben muss.

    Übrigens waren meine Nachbarn überzeugt, das man Fische 1 x die Woche nicht Füttern sollte, weil die sonst zu Dick werden. Haben sie von Verwandten die das angeblich so handhaben. Man darf auch nur 1 x am Tag soviel Füttern wie die Fische in 3 Minuten fressen.
    Seid dem versuche ich sie zu überreden einmal die Woche weder zu Frühstücken noch in die Mensa zu gehen noch Abends zu Maccis - keine Chance :winking_face:

  • Stefan,

    ganz klar meine Meinung: Lass es besser!

    Ich habe damals zu meinem mittleren einen wirklich kleinen hin zugesetzt. Gott sei dank konnte ich ihn schnell wieder herausfangen. Unglaublich mit welcher Härte der Neue angegangen wurde.

    Siehe meine HP (Paar und Gruppenhaltung) für mehr Details

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Peter: Ich habe noch keinen Chelmon, spiele mit dem Gedanken mir einen zuzulegen.

    Allerdings gibt es auch noch andere Gründe, die dagegen Sprechen, z.B. sollen Chelmons ja an Muscheln gehen und das wäre mir gar nicht recht!!

  • Hallo Stefan!

    Meine "Erfahrung" mit einem Chelmon ist ja gerade fünf Wochen alt, aber meine beiden Muscheln, eine grocea und eine maxima, schaut er nicht einmal an.

    Gruß,

    Michael

  • hab vor ca 6 monaten einen chelmon reingesetzt, mittel gross.
    meine 3 docs ( 2 Hawaii 1 Philipinendoc, seit ca 10 Jahren in dem becken) haben ihn kaum beachtet.
    Eingewöhnung des chelmon war schon etwas problematisch, pünktchen.., frass nicht richtig usw.

    habe ihn häufig gefüttert und immer gesehen,dass er genug abkriegte.

    hat ca 6 wochen gedauert,bis er über den berg war,auch ohne das er von anderen belästigt wurde.

    meiner frisst sehr gern mysis,die von den anderen nicht so gemocht werden und so kriegt er 3 mal am tag ne extraportion.

    Und die glasrosen hat er alle platt gemacht,deshalb hatte ich ihn auch gekauft

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