wlche Beckenhöhe und Statik

  • Hallo Leuts,

    ich bin jetzt unmittelbar vor dre Bestellung eines Deltabeckens von 160*160*60*60 und habe Zweifel, ob eine Höhe von 60 cm bei vorraussichtlich 10cm Bodengrundhöhe (für Grundeln, ist das ok?) noch für einen vernünftigen Riffaufbau ausreíchen. Das AQ soll in dre Mitte durch eine Art Atoll unterteilt sein (links Lagune, rechts Riff), wenigstens nach jetziger Planung. Es bleiben dann noch so 45 cm Wasserstand, ob das ausreicht?

    Mein größtes Problem ist die Statik: Neubau, mitten durchs Becken geht eine Wand (dadrunter natürlich;-))
    Estrich unbekannter Qualität. Das 840er scheint jedenfalls nocb nicht durchgeknackt zu sein.
    Ein Gesamtgewicht inkl Algenbecken von bis 2Tonnen auf knapp 2,5 qm sind schon kein Pappenstiel. Händler sagen, kein Problem auf Stahlbeton, Leute vom Bau schlagen vor, den Estrich sicherheitshlaber rauszuklopfen, Statiker halte sich bedeckt.
    An Beleuchtung sind momentan 1300W (4*250W +xx LL) insgesamt vorgesehen. Viel höher möchte ich da erstmal nicht gehen, ist aber keine Bedingug.

    Es geht also hauptsächlich um 2 Dinge: das beängstigende Gewicht und ein schöner Riffaufbau.
    Die Wartungsproblematik bei 75cm Unterbau + Beckenhöhe soll nicht so entscheidend sein (Becken allseits zugänglich).

    Viele Grüße
    Ulrike

  • Hallo Ulrike,

    das mir deinem Statikproblem wird dir wohl aus der Ferne niemand beantworten können.
    Mein Becken ist allerdings ähnlich aufgestellt.
    Mitten auf einer tragenden Wand ragt es rechts ins Wohnzimmer und links in den Flur.
    Bisher ohne Probleme.
    Aber bei dir ....???? - das kann ich nicht sagen.

    Das mit dem Riffaufbau ist kein Problem, solange du den Unterbau vorher einbringst und verklebst.
    Auch die gepl. Bodengrundhöhe spielt hier keine Rolle, da du den Aufbau vor dem Bodengrund einbringst und nicht auf dem Kies aufbaust.
    Warum willst du eigendlich einen so hohen Bodengrund einbringen ?
    Wenn du nicht speziell Tiere pflegen willst, die einen solchen benötigen, birgt das ganze ein große Gefahr.
    Im Boden bilden sich dann mit Sicherheit früher oder später sauerstofffreie Fäulnisszonen, die dir dein ganzes Becken vergiften können.
    ICH WÜRDE DAS NICHT TUN !!!!!!

    Schöne Grüße

    Stephan

  • Hallihallo,
    ...zur Statik möchte ich nichts beitragen-(bei mir stehen 3 to an einer tragenden Außenwand ohne irgend welche Dübel in der Wand etc.)-jedoch zur Höhe des Bodengrundes. Ich habe anfangs schön einheitlich eine Höhe zw. 3-5cm eingebracht gehabt. Körnung 3-5 mm. Zwei Grundeln haben es tatsächlich geschafft, 2m² Bodenfläche dermassen umzugestalten, daß der Bodengrund an manchen Stellen über 12 cm hoch liegt. Anaerobe Stellen gibt's m.E. höchstens da, wo keine Strömung herrscht und der Bodengrund zu fein ist. Da ich aber hiermit keine Probleme habe (da 50% der 30-fachen Umwälzleistung über Bodenströmung abgewickelt werden) befürchte ich keine Gammelprozesse im Becken (Redox immer über 450); noch dazu der Einsatz der Grundeln. Höher als 3-5 cm würde ich aber keinesfalls den Grund einfüllen; Den Rest erledigen die Grundeln mit ihren eigenen Gestaltungsideen. :grinning_squinting_face:
    Man muß bei der Höhe des Grundes halt in Kauf nehmen, daß bei Arbeitseinsatz der Grundeln es halt immer etwas 'staubt', und das im Becken dann immer etwas Schwebstoffe unterwegs sind.
    Servus Stefan C.

    Servus
    Stefan

  • tag ulrike,

    als mann vom bau kann ich dir versichern, dass keine wohnhausdecke das gewicht von 2 to zusätzlich aushält.

    wenn unter der decke/becken eine tragende wand vorhanden ist, sollte ein statiker in der lage sein, hier
    genauere lastabtragungen zu ermitteln.

    allerding benötigt er dafür entsprechende unterlagen der statik des gebäudes, die du ihm schon zur verfügung stellen musst.

    sinnvoll ist es auch, den schwimmenden estrich im aufstandsbereich des beckens zu entfernen.

    allerdings stellt sich hier die frage: einfamilien- oder mehrfamilienhaus.

    bei letzterem sind vorgaben in bezug auf schallschutz zu
    beachten.

  • Hallo, ich habe ein ähnliches Problem gehabt, allerdings kannte ich einen Statiker. Dieser hatte mir versichert, wenn ich mein Becken an der Tragwand aufstelle würde ich keien Probleme erhalten, auch, weil im Kelller bis auf ( in der Mitte der Wand ) ca. 50 cm eien 12 cm Wand heranreicht. Die reicht aus, wenn Du noch was gutes machen willst, auch zwecks Schallschutz, so stelle Dein becken direkct auf die Betonplatte und mache unter den Füßen eien subere glatte Fläche, mit cx 5 (Quellzement ) und darauf lege handelübliche Elastomerauflager ( bei 10 x 10 cm je ca. 10 E im Verkauf ) und der schallschutz ist auch gewährleisted. Wenn Du im Keller die möglichkeit hast, wiso legst Du nicht ein zusätzliches Doppelt-Eisen unter die Fläche und stellst dieses Eisen auf eine Stahlstütze. Mit Sicherheit ist dann das Problem gelöst.
    Gruß UM
    bei mir sinds auf ca. 220 2,0 To

  • Hallo Alle,

    beruhigend, daß einige noch größere Töpfe ohne Baumaßnahmen stehen haben :smiling_face:
    Die Konstrukton ist so stabil wie möglich: ein Schenkel an der Außenwand, mittendurch die Wand des Heizugskellers, 22mm Tischlerplatte, daruf breite Ytong-Steine, dadrunter Campingmatte für geriinge Bodenunebenheiten. Die Bodenplatte soll in der Diagonalen geteilt sein, wulstverklebung bietet zusätzliche Stabilität.
    Die Bedenken der 'vom Bau' machen mir trotzdem Magenschmerzen. Die rechnerischen 150Kg/qm sind weit überschritten (eigentlich bei jedem AQ). Demnach könnte man die Wohnung mit 15cm Waserstand fluten, hat doch auch was :winking_face:

    Macht mir mal mal etwas Mut :smiling_face:

    Zum Bodengrund: mit Fäulnisstellen habe ich im Süßwasser bei feinem Sand nie Probleme gehabt, bei Kies schon. Im Seewasser ist die Strömung zigfag stärker und es gibt mehr Tiere im Bodengrund, gibts dann immer noch Probleme?
    Das Problem ist, daß man schlecht nachträglich 5cm Bodengrund zusätzlich einbringen kann.
    Brauchen Grundlen besonders grobkörnigen Boden, damit die Höhlen nicht zusammensacken, was die Ansammlung vom Mulm bringen kann?


    Viele Grüße
    Ulrike

  • Hallo Ulrike,


    Die Verkehrlast beträgt 150km/m². Das heißt, wenn du jeden Quadratmeter deiner Wohnung mit 150kg belasten würdest, dann könntest du Probleme bekommen. Einzelne Stellen kannst du ruhig höher belasten (Obergrenze?).

    Wenn 2 kräftige Erwachsene nebeneinander stehen, dann darf die Decke ja nicht nachgeben! Also nimm das mit der Verkehrlast nicht so ernst.


    Gruß,
    Christian

  • tag christian,


    nun, du begibst dich mit deinem 'rat' auf dünnes eis.

    wenngleich auch eine betondecke nicht gleich zu bruch geht, wenn mal 'n paar erwachsene im wohnzimmer nebeneinander stehen, bei einer relativen punktlast in der angegebenen höhe kann es leicht zur rissbildung kommen.

    auch ohne, dass die decke zusammenbrechen muss.

    daraus resultierende schäden wird keine haftpflichtversicherung abdecken.

  • Hallo Joe,

    >nun, du begibst dich mit deinem 'rat' auf dünnes eis.
    >wenngleich auch eine betondecke nicht gleich zu >bruch geht, wenn mal 'n paar erwachsene im >wohnzimmer nebeneinander stehen, bei einer >relativen punktlast in der angegebenen höhe kann es >leicht zur rissbildung kommen.

    Ist eine vollflächige Lastverteilung mittels Holzplatten auch als Punktlast zu betrachten?
    Was meinst Du mit Rissbildung, im Estrich oder im Beton?
    Letztreres wär schon ziemlich dramatisch.
    Das 840er Süßwasser hat ungefähr 2/3 der Flächenbelastung des Seewasserbeckens inkl des Gesteins. Das gab in 2 Neubau-Wohnungen (so 8 Jahre alt) keine erkennbaren Probleme, lediglich der Teppichboden war etwas geplättet. Wohlgemerkt an tragenden Wänden. Und hier ist sogar eine Wand drunter.
    Das einzige Risiko ist nach einigen Erkundungen der Estrich. Leute vom Bau raten, den Estrich mal probeweise anzubohren, geht leider schlecht bei Laminat .
    Es wäre auch interessant zu wissen, wanns knackt. Sofort oder erst nach ein paar Jahren (soll in den zukünftigen Wintergarten umziehen). Wie weit sich die Risse ziehen können, ist auch wichtig. Solange sie im Bereich der Standfläche bleiben, halb so wild, wenn sie allerdings bis ins Treppenhaus gehen, ist Ärger vorprogrammiert.

    Praktische Erfahrungen bei ähnlicher Konfiguration wären sehr hilfreich. Es gibt doch hier einige mit sehr großen Töpfen :smiling_face:
    Estrichbruch kenn ich nur aus 2 Fällen, bei dem einen wars Pfusch am Bau, bei dem anderen ein 6m-Becken. Probleme bei Holz-Altbauten gibts genug, aber darum gehts nicht.

    Es wäre schade, wenn das Becken wegen letztendlich unnötiger Bedenken kleiner ausfallen würde.
    Ich möchte nicht mit 300 oder 500L anfangen, weil das Aggressionspotential gerade von Korallenfischen recht heftig sein kann, Buntbarsche sind da Waisenknaben gegen.;)

    >daraus resultierende schäden wird keine >haftpflichtversicherung abdecken.

    Klar. No risk, no fun *g*
    Das Laminat muß eh ausgetauscht werden, bei der Gelegenheit kann man gleich den abgesackten Estrich ausbessern;) Solange sich die potentiellen Schäden in Eigenleistung beheben lassen und keine Überschwemmung zu befürchten ist...

    Nun mal im Ernst: kann mans riskieren, weil die eventuellen Schäden in Eigenleistung zu beheben sind?


    Viele Grüße
    Ulrike

  • HAllo Ulrike,

    angesichts dessen wieviel Geld du für die Anlage ausgibst macht ein Statikerhonorar ein sehr kleinen Bruchteil aus, zumal er für seine Berechnungen haftet und du auf der sicheren Seite bist um evtl. irgendwelche ireparablen Schäden in Eigenleistung reparieren zu wollen.

    Stell dir vor dein AQ läuft ein Jahr, der Estrich senkt sich an einer Stelle und das Becken Platzt ...... da würdest du gerne 500€ bezahlen um dies rückgängig zu machen.

    Auf jeden Fall schläfst du besser und schrickst nicht bei jedem Knacken zusammen.

  • Hallo,
    falls >Du einen statiker brauchst, der vernünftig ist und nicht nach der rechnerischen Verkehrslast geht, so mail mich an.

    Gruß
    UM

  • Hallo,

    besonders an die, die solche Maße planen.
    Bedenken wegen des Estrichs sind durchaus berechtigt :winking_face:

    Das ursprünglich geplante Becken (160*160*60 Delta) wird kleiner ausfallen müssen. Am Sonntag habe ich
    bemerkt, daß sich rund um das 800er und jetzt auch den Bücherschrank der Estrich um 2-3mm gesenkt hat :frowning_face: Nach 1,5 Jahren, vor Kurzem war noch nichts
    zu sehen) . Der vor einigen Monaten an dieselbe Wand verfrachtete Bücherschrank (nur 100*50*200) und das 200er waren wohl das Kilo zuviel *g*. Daher auch diese komischen Knackgeräusche im Bücherschrank in den letzten Wochen, die ich der Luftfeuchtigkeit und den Temperaturschwankungen zugeschoben habe..
    Beim Estrich wird gerne gespart, weil da keiner so genau hinguckt und Kosten spart (Infos einiger Leute vom Bau). Möglicherweise wars auch nur das Laminat.Die Absenkung habe ich nur an der Lücke zwischen Fußbodenleiste und Boden erkannt.

    Günstig und womöglich lebensrettend war bei dem 800er ein stabiler Unterbau aus 22mm Tischlerplatte auf dem Bóden mit 10cm Überstand und 4 breiten Säulen aus Ytong-Steinen, das bringt eine sehr viel bessere Lastverteilung als ein nacktes Stahlgestell oder die üblichen Pressspan-Bauten.

    Bei Neuanschaffungen werde ich immer Wulstverklebung wählen, weil da mehr Spiel drin ist.

    Ein Glück, daß ich immer wieder mit der Bestellung gezögert habe.
    Mir ist die Sache zu heiß. Estrich wegklopfen ist nicht so ohne weiteres möglich, weil das Laminat dann großflächig raus müßte, nee, lieber nicht. Größere Becken sind für den (möglicherweise) zukünftigen
    Wintergarten mit darauf ausgelegtem Fundament angedacht.

    Ich habe gestern ein Becken mit 160*80*60 (760L) bestellt. Damit schlafe ich
    besser :winking_face: Die bereits beschaffte Technik ist etwas überdimensioniert, aber das ist ja kein Nachteil.
    Der entstandene Schaden läßt sich, so es dabei bleibt, 'recht leicht' durch Ausgießen beseitigen. Bei Laminat heißt das: alles raus., ist aber eh schon lange gequollen *Galgenhumor*.

    Soviel zur Warnung an Kollegen, die ähnliche Flausen im Kopf haben :smiling_face:

    Viele Grüße
    Ulrike

  • Hallo Ulrike,

    ***Beim Estrich wird gerne gespart, weil da keiner so genau hinguckt und Kosten spart (Infos einiger Leute vom Bau).***

    Das möchte ich bestreiten wenn nicht komplett schwarz gebaut wurde. Die Ausführung aller Arbeiten am Bau erfolgen nach VOB und dort ist auch die Ausführung und Qualität des Estrich in einer DIN festgelegt. Kein Unternehmer geht das Risiko ein die Arbeiten außerhalb der Spezifikationen abzuliefern und daraus resultierende Kosten zu riskieren. Ich rede hier jetzt nicht von öffentlichen Aufträgen die geschmiert wurden.


    ***Möglicherweise wars auch nur das Laminat.Die Absenkung habe ich nur an der Lücke zwischen Fußbodenleiste und Boden erkannt.***

    Das Laminat kann nicht absinken.

    ***Bei Neuanschaffungen werde ich immer Wulstverklebung wählen, weil da mehr Spiel drin ist.***

    In welcher Richtung sollte da Spiel drin sein und dann auch noch mehr Spiel ?

    Die Wulstverklebung ist eine Sache der Optik. Einerseits erspare ich mir bei der Herstellung den hochwertigen Schliff,zum anderen verbrauche ich mehr Silikon und die Verarbeitungsdauer ist länger. Außerdem sieht es besser aus. Vorteile gegenüber einer ebenso fachgerechten Stoßverklebung gibt es nicht ! Insbesondere in Punkto Sicherheit gibt es keinerlei Unterschiede zwischen Wulst- und Stoßverklebung.

  • Das Absenken des Laminats muß kein Problem sein. Unter dem Laminat wird als Schallschutz eine weiche Unterlage (meist Kork oder Filz) gelegt. Bei hoher Belastung gibt diese weiche Zwischenschicht nach (je nach Dicke dieser Schicht). Hierdurch entsteht aber kein Schaden an Laminat oder Estrich.

    Bei meinem 500 Liter Süßwasserbecken hatte ich genau diesen Fall. Allerdings erholt sich diese Zwischenschicht nicht mehr wenn man die Belastung wegnimmt. Einmal platt, immer platt :).

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