Beiträge von hajo

    Hallo zusammen!

    Es ist beileibe nicht so, dass alle Fische vor dem Exitus Verfallserscheinungen haben.
    Ganz und gar nicht!
    Neben dem bekannten Dahinsiechen sterben Fische auch in voller Schönheit.
    Nicht selten überdecken die angenehmen Äußerlichkeiten inneren organischen Schaden.
    Hin und wieder ist es Organversagen durch toxischen Einfluss.
    Gestörte Stoffwechselvorgänge sind bei Nahrungsspezialisten und einer Verabreichung von
    nicht artgerechtem Ersatzfutter nicht selten, können toxisch enden, und kurz über lang zum Tode führen. Desgleichen Darm- und Leberschäden durch bakterielle Last im Frostfutter.
    Auch verdeckte Vorerkrankungen durch Fang oder Transport können zu einem irreparablen Langzeitschaden führen.

    Wie unterschiedlich die Berichte in der Pflege von Chelmon rostratus sind, zeigen auch die Kommentare in unten aufgeführtem Link.
    Dieser schöne Fisch ist kein Selbstläufer!


    https://www.meerwasser-lexikon.de/haltung/91_Chelmon_rostratus.htm#


    Gruß
    Hajo

    Moin,
    Wenn ich die gemmatum, die derzeit im Handel für etwa 700€ angeboten werden mit den nachgezüchteten flavescens vergleiche, dann sehen die gemmatum aufgrund ihrer Größe nicht wirklich wie Nachzuchten aus.

    Das sehe ich auch so.
    Ich erinnere an gewisse damalige limitierte Ausfuhrbeschränkungen.
    Möglicherweise sind diese gelockert worden.
    Auch könnten neue Fanggründe und/oder Fangstationen dazu beigetragen haben?
    Gruss
    Hajo

    Hallo Martin!

    Dieser Fisch ist ein Nahrungsspezialist.
    Ihn fast ausschließlich mit Mysis zu ernähren ist fahrlässig und führt zwangsläufig zu Defiziten, deren Auswirkungen immer zum alsbaldigen Ende führen.
    Ich beziehe mich hier auf deine Angaben bezüglich der Bevorzugung von Mysis.
    Zu bedenken wäre auch die Qualität des Frostfutters.
    Es wundert mich, dass er überhaupt so alt geworden ist.
    Nach meiner Erfahrung und den Berichten anderer liegt die durchschnittliche Lebenserwartung im Aquarium bei 4-5 Jahren.
    Es mag sicher, wie bei einigen anderen Arten auch, einige Methusalems geben, die sich eines längeren Lebens erfreuen.Das ist auch gut so.
    Das hat dann aber auch einen nachvollziehbaren Grund, wie u. a. ein breites, ausgewogenes Nahrungsangebot und ein feines Händchen des Pflegers.
    Mancher Chelmon kloppt sich auch gern um das Futter mit der anderen Fischgesellschaft.
    Das Hauptproblem bei diesem Fisch liegt immer noch in seiner Ernährung.
    Ernährungsphysiologisch gesehen mangelt es permanent an einer optimalen Zusammensetzung und ausreichender Menge von spezieller Nahrung und Nährstoffen.
    Möglicherweise durchläuft auch dieser Fisch eine altersbedingte Veränderung seiner Futterpalette?
    Die gesamte Bandbreite seiner natürlichen Nahrung können wir ihm im Aquarium nicht bieten.
    Manche sind froh, ihn überhaupt mit irgendwas ans Fressen gebracht zu haben.
    Das reicht aber auf Dauer nicht, um ein langes Leben zu garantieren.
    Diese Art wird nicht selten zur Aiptasienbekämpfung in den Aquarien eingesetzt.
    Über diese Schiene fällt die Gewöhnung an Ersatzfutter leichter, da dadurch wenigstens die Fortsetzung einer Hungerperiode abgemildert wird.
    Ein ausgewogener Ernährungsplan und tägliche, mehrmalige Futtergaben sind bei dieser Art unabdingbare Pflicht des Pflegers.
    So ist dann halbwegs sichergestellt, essenzielle Nährstoffe über die Vielfalt des Angebots zu verwerten.
    Dein Bericht über das relative kurze Leben ist mir nicht neu.
    Aus meinem Bekanntenkreis bekomme ich über die Jahre hinweg immer wieder ähnliche Berichte.
    Heute top, morgen flop! :frowning_face:
    Gruß
    Hajo

    Hallo Martin,

    erst einmal einige Informationen zu diesem Fisch.
    In der Natur erreicht diese Art eine Größe von ca. 20 cm und hat eine Lebenserwartung von ca. 10 Jahren.
    Wenn du das Tier schon länger gepflegt hast und das Größenwachstum in diesen Jahren nicht zugenommen hat, dann kann das mehr als einen Grund haben.
    Entweder hat der Fisch seine natürliche Größe erreicht, ist also mit ca. 20 cm ausgewachsen, oder ein deutlich kleinerer Wuchs deutet auf eine Mangelernährung hin.
    Ersteres kann man nur schätzen, da nicht als juveniles Tier bekannt.
    Letzteres ist weit verbreitet und endet mit frühzeitigem Ableben.
    Schau dir also die Größe an, dann kommst du der Wahrheit näher.
    Eine plötzliche Vergiftung schließe ich einmal aus.

    Gruß
    Hajo

    meine beiden p.ocellatus gehen mittlerweile auch an große glasrosen. zumindest sehe ich von den großen keine mehr. bzw sehe ich fast keine glasrosen mehr im becken.
    ich muss allerdings auch anmerken, dass der kleinere von beiden immer noch auch mal verschiedenen acroporen pickt.

    Lass sie picken. Die Acros wachsen trotzdem.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Andi,

    die Wege des Herrn sind unergründlich (Blues Brothers, nicht Hajo :smiling_face: ).
    Die Installationen mancher Aquarianer auch.
    Zumindestens wer im Pumpenschacht eine Nachfüllautomatik installiert hat, sollte es in seine Überlegungen mit einbeziehen.
    Ich hatte den Eindruck, der Run auf diese Pumpe hat begonnen.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Rüdiger,

    Ich kann dir auch erklären, warum das unter anderem so ist.
    Ich zitiere einmal:

    "Direkt hinter den Nasenlöchern befindet sich bei Fischen die Geruchskammer, durch die ständig Umgebungswasser strömt. Das Riechorgan ist mit mehr als einer Million Nervenenden pro Quadratzentimeter ausgekleidet. So können Fische selbst Duftstoffe wahrnehmen, die im Wasser nur in homöopathisch kleiner Konzentration enthalten sind.
    Dieser feine Geruchssinn kommt den Schwimmern auf vielfache Weise zugute: Über Gerüche erfahren Fische zum einen mehr über ihre Umwelt. Zum anderen kommunizieren sie auch über die Ausscheidung von Urin und damit über die Abgabe von Duftstoffen ins Wasser. Männchen erkennen beispielsweise, ob ein paarungswilliges Weibchen in der Nähe ist. Ist das der Fall, spritzen sie gezielt Urin in Richtung der Fischdame und machen so auf sich als potenten Partner aufmerksam. Über den Duft nehmen Fische außerdem Verwandtschaftsverhältnisse wahr. Jungtiere bleiben so bei ihren Familien. Geschlechtsreife Tiere paaren sich nicht mit Geschwistern."

    Wer will schon mit einem schlecht riechenden Rivalen eingesperrt sein.
    Und das noch im Dunklen. :ylol


    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Fischnase

    Gruß
    Hajo

    Bei vielen Tieren hilft es auch, beide in eine ganz enge, dunkle Box zu stecken für 24 Stunden, danach sind die Tiere in der Regel beste Freunde (Stockholm-Syndrom lässt grüßen).
    So habe ich das als Kind mit meinen Kaninchen und Meerschweinchen gemacht, 100% Erfolgsquote.

    Da ich mich nicht mit Fischen auskenne, würde ich diesen Rat nicht allzu Ernst nehmen!

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Ist das jetzt der Versuch eigener Bewältigung von frühkindlichem Kindheitstraumata? :smiling_face:

    Gruss
    Hajo

    Hallo Sandy,

    dann wird auch eine vorübergehende Isolation wenig helfen.
    Welche Art von Verletzungen sind es denn?
    Biss- oder Schnittwunden?
    Oder sind die bisher ausgeblieben und die Druckfrequenz hat sich nur erhöht?
    Wenn keinerlei Verletzungen zu sehen sind, dann ist noch nicht alles ausgereizt. Das Blatt kann sich noch wenden.


    Gruss
    Hajo

    Vielleicht werde ich mir auch noch ein Abteil aus Lichtrasterplatten bauen, um ein einfaches Separieren im Becken zu ermöglichen.

    Wenn du diese Moeglichkeit hast, ist das optimal.
    Ich habe im Becken auch immer eine Ecke, die ich für diese Zwecke frei gelassen habe.
    Langsam wächst die auch zu.
    Daran sehe ich, dass ich mir lange keinen Neuzugang gegönnt habe. :grinning_squinting_face:

    Gruss
    Hajo

    Hallo Hajo,

    wenn ich es richtig gelesen habe, ist bei Sandy allerdings der Scopas das Problem.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Bernd,

    das ist mir schon klar. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Aber ohne auf die Mentalität eines Xanthurum hinzuweisen, macht eine
    Meinungsfindung keinen Sinn.
    Meine Erfahrungen mit dem Scopas hatte ich ja oben erwähnt.
    Eine mögliche Abgabe des Scopas hätte kaum die Unarten eines Xanthurum verhindert. Das sollte man wissen.
    Gemaess dem Sprichwort "vom Regen in die Traufe" wäre wahrscheinlich die spätere Situation beschrieben worden.


    Gruss
    Hajo

    Hallo Sandy!

    Da hast du eine Situation, die nicht selten vorkommt.
    Schon Ellen Thaler hat bei den Zebrasomas auf die Vehemenz hingewiesen, mit der juvenile Größen ihr Territorium verteidigen.
    Das spätere Heranwachsen und der Ortswechsel reduziert etwas die Aggressivität.
    Zwei gleich große Zebrasoma einzusetzen bedeutet immer ein Risiko.
    Zugleich führt die Kombination Scopas vs Xanthurum nicht immer zum Erfolg.
    Den Scopas musste ich auf Dauer schon einmal vom Flavescens trennen.
    Dito mein Händler sogar im Verkaufsbecken!
    Den Flavescens habe ich nicht aus Mitleid mitgenommen. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Zum Xanthurum kann ich dir nur sagen, dass sich das momentane Verhalten mit dem Wachstum ändern wird. Dieser Fisch ist ein Rabauke und sehr durchsetzungsstark.
    Nicht nur zwischen den Arten, sondern auch den Korallen gegenüber wird er sich nicht immer wie ein Gentleman verhalten.
    Ausnahmen bestätigen zwar die Regel. Es sind aber leider nur Ausnahmen.
    Wobei man bei einem gerechten Urteil auch immer die jeweilige Umgebung beurteilen muss.
    Ein Freund hat seit vielen Jahren 2 Xanthurum im Becken. Allerdings ist das auch ein großer Pott.
    Gerangelt wird nicht selten, aber immer ohne irgendwelche Blessuren.
    Als juveniler Fisch ist er ein großartiger Anblick und verleitet immer wieder zum Kauf.
    Aber die Freude ist nicht lang anhaltend.
    Ein reines Fischbecken wäre wohl die beste Alternative für diese Art.
    Es gibt Händler, die bestellen wegen der Griffigkeit dieser Art keinen Xanthurum mehr.
    Es gibt zu viele Anfragen wg. der Rückläufer.
    Ich möchte niemand von einem Xanthurum abhalten, ohne auf diese noch zu erwartende Unverträglichkeit hinzuweisen.
    Im Sommer letzten Jahres durfte ich einen Xanthurum von einem Flavescens trennen.
    Der Flavescens war zwar gößer und 1 Jahr länger im Becken.
    Ihm wurde vom Xanthurum nach und nach der Schneid abgekauft.
    Allerdings weiß ich auch aus eigener Erfahrung, dass die Chancen einer Vergesellschaftung ohne eine weitere Zebrasoma-Art besser stehen.
    Ich pflegte Acanthurus-Arten zusammen mit Xanthurum.
    Bis auf eine Schnittwunde durch den Xanthurum am Pyroferus blieb alles über viele Jahre im grünen Bereich.

    Gruß
    Hajo

    Kauderni sind wirklich ein schwieriger Fall.
    Als nachtaktive Fische sehen sie besser als wir im Dunkeln.
    Plötzlich das Licht einschalten bringt da schon etwas, mit den von Dir genannten Nachteilen.
    Und ein Männchen mit Jungfischen im Maul kann man auch nicht in eine Fischfalle locken. Wie Hajo das schafft?


    Hab das nicht explizit auf den Kauderni bezogen.
    Nur als für mich beste Option für jeglichen Fischfang im Aquarium.
    Hatte dann als mögliche Alternative den Nachtfang vorgeschlagen.
    Wie schon erwähnt, wird seit vielen Jahren diese Methode von meinem Bekannten favorisiert. Nicht nur in diesen Fall.
    Dieser muss es wissen. Der Kauderni vermehrt sich im Riffbecken fast nebenbei.

    Gruss
    Hajo

    Wenn ich den Futtertrick beim Kauderni-Papa anwenden könnte, gebe ich dir recht - dann wäre es einfach (wobei sich in dem Fall der Pinzettenfisch fix drinnen einnisten würde).

    Aber in diesem speziellen Usecase funktioniert das nicht :grinning_squinting_face:

    Wenn du die Falle ausschließlich einige Tage als "Futterautomaten" nutzt, steigen die Chancen. In dieser Zeit würde ich die Fische auf "schmale Kost" setzen. Das verstärkt die Gier und verleitet zur Unachtsamkeit.
    Ein Bekannter fängt grundsätzlich seine Kaudernis in der Nacht.

    Gruss
    Hajo


    Die einzige "schonende" und entspannte (aber langwierige) Methode ist die Fischfalle.

    Es geht nichts über eine passende Fischfalle. :thup
    Falltür hoch, Futter oben rein und dann abwarten.
    Die gespannte Schnur sollte aber wenigstens so lang sein, dass das oder die Opfer den Schatten des Häschers nicht erspähen. Dann dauert es wesentlich länger.
    Auch die Größe der Falle muss angemessen sein.
    Mit dieser Methode habe ich schon Dutzende Arten hinauskomplimentiert. :smiling_face:
    Allerdings ist der Aufmerksamkeitsfaktor auch bei den Fischen recht unterschiedlich.
    Es gibt dösige sowie Fressmaschinen, und auch jene, die man trotz Futtergaben nur mit anderen gemeinsam in die Falle bekommt. Also Schisser.
    Ich habe sie alle bekommen. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Auch große, misstrauische alte Kaiserfische, mit einer entsprechend großen Vorrichtung.
    Allerdings hat diese Prozedur mich einige Tage Zeit und Aufwand gekostet.
    Diese Fische scheinen ein Gedächtnis wie ein Elefant zu haben. :grinning_squinting_face:
    Gruß
    Hajo

    Hallo Thomas,

    wenn's nach der Lichtfraktion geht - wechsle die Beleuchtung.
    Wenn die Ursache einen bakteriellen Hintergrund hat, hast du einfach nur
    Pech gehabt. Tierkauf ist Vertrauenssache. Such dir einen vertrauenswuerdigen Händler vor Ort und verzichte auf einen Internetkauf.

    Gruss
    Hajo

    ich würde dann gerne versuchen eine neue Anemone, möglichst auch wieder eine Crispa, denn die gefällt mir sehr gut und wurde auch sofort von den Clowns angenommen.

    Wie sollte ich dann vorgehen um nicht nochmal so einen Verlust zu erleiden ?

    Gruß Thoma


    Das ist von der Ursache abhängig.
    Zum jetzigen Zeitpunkt eine Empfehlung abzugeben ist noch zu früh.
    Wie es scheint, gehen auch hier die Meinungen auseinander.
    Es bleibt abzuwarten, was am Ende dabei herauskommen wird.
    Eine Diagnose in den Morgenstunden abzugeben halte ich für voreilig.
    Erst, wenn sich die Anemone mit ihrem Fuß nicht mehr fest ansaugt,
    sich also vom Substrat zu lösen beginnt, ist eine endgültige Entscheidung
    fällig. Bis zu diesem Zeitpunkt besteht noch etwas Hoffnung.
    Für bakterielle oder virale Infektionen des Meeresgetiers gibt es genug Beispiele
    bei Catalaphyllia, Tridacna, Wirtsanemonen etc.
    Allein der Erwerb einer Wirtsanemone gibt nicht genügend Sicherheit, ein vollständig gesundes Tier zu bekommen. Diese Tiere würde ich ausschließlich bei einem Händler vor Ort erwerben und keinesfalls den Weg über das Internet beschreiten.
    Wirtsanemonen sind unterschiedlich empfindlich in Transport und Haltung.
    Wenn wir von der Resistenz dieser Tiere sprechen, müssen wir die verschiedenen Arten mit einbeziehen. Sonst vergleichen wir Äpfel mit Birnen.
    Oder eine Entacmea quadricolor mit einer Stychodactyla haddoni, eine Naturentnahme oder eine Nachzucht.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Thomas!


    Da sich der Verlauf rapide zu verschlimmern scheint, bleibt der Aufwand abzuwägen.
    Der Schaden scheint irreparabel.
    Ich habe mich stets bei der Pflege von Fischen für eine Art von Übergangsbecken starkgemacht.
    Hier wäre es zumindest eine Chance wert gewesen.
    Es ist aber auch einzusehen, dass Grenzen gesetzt sind, durch Platzangebot und Betriebskosten.
    Gesetzt den Fall, man hätte so ein Becken, dann könnte die Behandlung mit Antibiotika durchgeführt werden. In solchen Fällen kann der Rat eines Händlers oder z. B. eines Koizüchters helfen.
    Letzterer hat bestimmt so etwas in ihrem "Notfallkoffer".
    Die Konsultation eines Tierarztes könnte auch helfen.
    Diese Medikamente sind verschreibungspflichtig.
    Vielleicht kennst du den Link unten schon?

    Gruß
    Hajo

    http://nanoriffe.de/hilfeseite/dok…FAQ_Deutsch.pdf

    Hallo Thomas!

    Da die Ursache der Magenausstülpung noch unklar bleibt, ist das Antibiotikum nur eine der Möglichkeiten.
    Fakt ist, dass durch manche schlechten Transportbedingungen bakterielle Erkrankungen pathogener Art zu beobachten sind.
    Tiere aus sauerstoffreichen Zonen sind hier besonders anfällig.
    Ob aber die ungewöhnlichen Symptome definitiv von einer Infektion herrühren, dafür gibt es momentan keine ausreichenden Beweise.
    Daher sind Behandlungen mit Antibiotika zwar eine geübte Praxis, aber keineswegs immer eine Pflichtübung.
    Doch als letztes Mittel kann man in einem separaten Behälter die Behandlung vollziehen.
    Da sich die Behandlung über mehrere Tage hinzieht, muss für Licht, Heizung und eine ausreichende Wasserbewegung gesorgt werden.
    Also ungefähr die gleichen Bedingungen, wie im Becken selbst.
    Die Fütterung ist relativ einfach.
    Wenn nachweislich Futter aufgenommen wird, dann ist das erst einmal kein schlechtes Zeichen.
    Es zeigt das Defizit in dieser Richtung.
    Der Vollzug sollte aber unbedingt kontrolliert werden.
    Wenn wir den Zustand als momentane Schwäche deuten, ist eine moderate Futtergabe sinnvoll.
    Auf keinen Fall mehrmals am Tag oder gar jeden einzelnen Tag.
    Falls es ein Lichtproblem sein sollte, macht eine Reduzierung der Lichtstärke Sinn.
    Auch das sollte man weiter beobachten.
    Wenn es um die Adaption geht, ist eine Crispa möglicherweise weniger robust, als eine Quadricolor.
    Wobei ich auch davon ausgehe, dass die Crispa keine Nachzucht ist.
    Gruß
    Hajo

    Ich kann dazu noch sagen, dass die Quadricolor seit über 1,5 Jahren unter der Straton an derselben Stelle sitzt und nicht extra gefüttert werden muss.

    Anemonen nutzen u. a. Ammonium zur Nährstoffversorgung. Feste Nahrung wird ueber die Tentakeln zugeführt.
    Da liegt nahe, dass in nitratarmen Becken gefüttert werden sollte.
    Wozu hat die Evolution den Anemonen sonst die Tentakeln beschert?

    Gruss
    Hajo

    Hallo ihr beiden!

    Eine zu schnelle Adaption oder ein Lichtmissmanagement kann man nicht vollständig ausschließen.
    Hier ist allerdings nicht von der Kessil die Rede.
    Allerdings wird von Rüdiger ähnliches von einer Red Sea Leuchte berichtet.
    Es ist zwar schon eine Zeit her, dass HQI über meinen Becken hing. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Ich kann aber auch unter dieser Beleuchtung von Schäden und Mortalität berichten.
    Die Anemonen verloren ihre Zooxanthellen, blichen aus, und starben.
    Einige tauchten später schneeweiß wieder auf und begannen sich langsam wieder zu färben.
    Die Ursprungsfarbe erlangten sie nur kaum bis gar nicht.
    Bei dem unterstellten Lichtproblem bin ich mir nicht sicher, ob es nicht
    doch am Anwender liegt und weniger an einer bestimmten Leuchte?
    Beispiele von Anemonenbecken unter einer LED-Beleuchtung sind doch nicht selten.
    Siehe aktuell Stefan.

    Gruß
    Hajo

    muschelschubser: nee, noch nicht. Aber so wie ich gelesen habe sollte ich das dann wiederum zum jetztigen Zeitpunkt auch nicht. Das soll sie angeblich zusätzlich stressen.


    Welcher Hirni hat das denn von sich gegeben?
    Stand das in der Bunten?
    Die Symptome ermuntern wenig zu Frohsinn.
    Bedeutet es etwa Stress, einem möglicherweise hungernden Tier die Nahrung zu verweigern?
    Das wäre im höchsten Masse kontraproduktiv.
    Außerdem ist die Verweigerung von Nahrung eine eher passive Angelegenheit!
    Es wird ja nicht Zwangs-gefüttert.
    Es sind einige Überlegungen anzustellen.
    Ein Beleuchtungsproblem würde ich fast ausschließen.
    Die Anemone sucht sich im Becken, wie auch in der Natur, Licht und Strömung selbst aus.
    Da sollte man weniger gegensteuern.
    Wenn ihr das Lichtspektrum/Lichtenergie unangenehm gewesen wäre, dann hätte sie von Anfang an eine andere Position angenommen.
    Sich mit Absicht das Fell zu versengen, ist wider der Natur.
    Wirtsanemonen sind in den oberen Wasserzonen zu Hause, wobei auch einige Arten eine größere Tiefe bevorzugen.
    Das haben sie mit den hermatypischen Korallen gemein.
    Wenn also die Korallen keinerlei Geweberezessionen aufweisen, warum irritiert es dann die Anemone?
    Ich würde das Blau erst einmal reduzieren.
    Ich weiß, das ist fischen im Trüben, aber es trägt nicht zur Stresserhöhung bei.
    Wenn der Fuß sich noch gut festsaugen kann, bleibt noch Hoffnung.
    Eine präzise Einschätzung ist nicht leicht, da neben Hungersymptomen, bakteriellen Infektionen auch eine Vorschädigung infrage kommt, deren Auswirkung mit einem Zeitverzug jetzt sichtbar wird.
    Eine gezielte, vitaminreiche Fütterung gibt erst einmal Auskunft über ein normales Verhalten.
    Dieser Vorgang darf nicht durch die Clowns gestört werden.
    Vitamin getränkte Pellets sind eine gute Wahl.
    Erst wenn mehrmalige Versuche, auch mit anderen Futtermitteln, nichts fruchten, ist eine bakterielle Infektion nicht mehr auszuschließen.
    Dazu bedarf es aber den Aufenthalt in einem anderen Behältnis, unter den Parametern des Riffbeckens.
    Eine Verweildauer von mehreren Tagen unter Zuhilfenahme eines Antibiotikums ist dann angesagt.
    Leider sind diese bakteriellen Erkrankungen bei den großen Wirtsanemonen nicht selten.
    Allerdings ist es möglich durch ein katastrophales Lichtmissmanagement auch den festsitzenden Korallen Schaden zuzufügen.
    Aber bei Tieren, die in der Lage sind eine Ortsveränderung vorzunehmen, möchte ich das eher ausschließen.
    In jedem Fall ist es für uns alle aufschlussreich, wenn du über den weiteren Verlauf berichten würdest.
    Manche Probleme werden bedauerlicherweise nicht weiter verfolgt und das Thema versandet.
    Es ist niemand damit geholfen.
    Ganz im Gegenteil.


    Gruß
    Hajo

    Hallo Torsten,

    wenn ich nicht schlechte Erfahrungen mit dieser Koralle gemacht hätte, und wenn ich nicht alten Mythen aufgesessen wäre, dann wäre auch mein Kommentar ein anderer gewesen. Wenn, wenn, wenn....
    Es ist nicht richtig zu sagen, dass jeder einzelne Polyp gefüttert werden muss. Obwohl es stimmt, dass jeder Polyp seinen eigenen Darm hat, sagt die Forschung, dass die Nährstoffe in der Kolonie geteilt werden.
    Warum allerdings das bei mir nicht funktioniert hat, kann ich mir nicht erklären. Denn die Polypen, die gut ans Futter kamen, die nahmen an Groesse zu. Jene, die wenig bis gar keine Nahrung aufnehmen konnten, wurden mit der Zeit immer kleiner und starben ab.

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    grade erreicht mich über sechs Ecken eine neue Hiobs-Botschaft.

    Die EU hat den Import von Korallen aus Australien der Spezies Euphyllia ancora, Euphyllia paraancora, Euphyllia glabrescens, Duncanopsammia und Catalaphyllia bis auf Weiteres untersagt.

    Vielleicht kann Joe da näheres berichten?

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Wir sitzen doch alle im selben Boot.
    Nicht zwangsweise, denn wir haben uns den Acker ja selbst ausgesucht.
    Was für Erwartungen habe ich eigentlich an das Forum, an meine Liebhaberei?
    Die Diskussionen über farbgetunte Korallen wabern durch alle Foren.
    Vielleicht ist dieses überzogene Tuning mit dem Schlankheitswahn vergleichbar.
    Das Abgleiten in die Magersucht ist hier nur eines der Probleme.
    Schäden an Körper und Geist sind die Folgen, wenn die rote Linie überschritten wird.
    Dennoch kann ein gesundes Äußeres vorübergehend über innere Schäden hinwegtäuschen.
    So auch bei den Korallen.
    Vielleicht sogar bei diesem Thema?
    Je höher der PO4, desto spröder die Skelettdichte der Korallen.
    Außen optisch gut, innen marode.
    Außen hui, innen pfui.
    Früher hätte man das auf den Mangel an Strontium geschoben.
    Man hat es halt nicht besser gewusst.
    Es hat schon immer besondere Menschen mit einem besonderen Geschmack gegeben.
    Oder besser gesagt, Menschen mit einem feinen Händchen fürs Ungewöhnliche.
    Das ist auch gut so.
    Wir sollten uns diese Spezies nicht als Vorbilder nehmen, ohne auch deren Erfolg/Methode zu hinterfragen.
    Vielleicht korreliert dieser doch nicht so mit den Empfehlungen der vielen Produktwerbungen?
    „Highend-Becken“ und deren Abbildungen sind uns allen wohlbekannt.
    Mir sind einige solcher Becken auch geläufig.
    Manche Abstürze allerdings auch.
    Erst wurde schwadroniert. Danach kam Schweigen.
    Eigentlich war das Schweigen stellenweise schon vorher vorhanden.
    Denn das "Geheimnis" eines gut aufgestellten Beckens zu teilen, war nicht jedermanns Ding.
    Dass man irgendwann und irgendwo falsch abgebogen war, wurde unter den Teppich gekehrt.
    Experte ist bei mir nicht jemand, der in Nullkommanix die Neonfarben herauskitzelt, sondern einer, der diesen Zustand auch über viele Jahre aufrechterhalten kann.
    Hier liegt die wahre Begabung.
    Dabei geht es mir nicht in erster Linie um die Farbe der Koralle, sondern um ein gesundes Wachstum.
    Wobei eigentlich letzteres die Grundlage für ersteres sein sollte.
    Es ist zu verstehen, dass alle bestrebt sind, sich an den Erfolgen der Wenigen zu messen.
    Schwierig wird es nur, wenn die Selbstüberschätzung Oberhand gewinnt, chemische und biologische Gesetze ignoriert oder gar der gesunde Menschenverstand aussetzt.
    Auch krankhafter Ehrgeiz gehört nicht hier hin.
    Wie bei der Pflege der Fische wird man auch die Pflege von Korallen ein Stück weit katalogisieren können.
    Von Anfängerfischen bis hin zu den Futterspezialisten, von den robusten Korallen bis zu den empfindsamen Mimosen.
    Wer sich den Futterspezialisten, wie auch den Mimosen zuwendet, dem sollte bereits vorher klar werden, dass vorerst nicht irgendein System die Basis sein kann, sondern erst einmal die eigenen persönlichen Resourcen.
    Das auch ruhig als Gradmesser für weitere Ziele.
    Apropos Gradmesser....
    Auch in den amerikanischen Foren gibt es Fragen ohne Ende. Ebenso Diskussionen mit unterschiedlichem Ausgang und differierenden Qualitäten.
    Manche sagen, die besten Arbeiten fand und findet man auf dem amerikanischen Markt.
    Mag sein, da hier die Pioniere der Meerwasserzunft zu Hause (sind) waren.
    Jedenfalls noch ein Teil von ihnen.
    Wer damals (1970er) weitergehende Informationen suchte, der orientierte sich an der amerikanischen Literatur. Zumindest an wissenschaftlichen Beiträgen in englischer Sprache.
    Auch die Japaner haben schöne Töchter...
    Die Referenzliste der Granden ist lang.
    Foren sind nur so gut, wie die Qualität ihrer Gemeinschaft.
    Daran sollten wir arbeiten.
    Der Austausch hobbymäßig ausgeübter Leidenschaft ist ein wichtiger Baustein unserer Gemeinschaft.
    Unerheblich ist, ob als Vorlage ein eigenes oder ein fremdes Thema verwendet wird.

    In diesem Sinne

    Gruß
    Hajo

    Hallo Jens,

    genauso isses.

    Friede, Freude und ein (fast) harmonisches Zusammensein


    1 Jahr später, hier kurz vor dem "Knall" :frowning_face:
    Ich musste viel Zeit und Geduld aufbringen, um das Alttier zu entfernen.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Hajo,

    ich habe mein Paar auch schon ca. 7 Jahre und die laichen immernoch regelmäßig ab.
    Während der Quarantäne musste ich zeitweise einen der beiden in eine Fischfalle setzen. Seit dem gibt es nur selten kleine Streitereien.

    Schöne Grüße
    Mirco


    Das hört sich ja gut an. :smiling_face:
    Nichts bleibt hier aber unbeantwortet.
    Meine Sicht auf die Dinge habe ich etwas verkürzt.

    Wenn wir einmal davon ausgehen, dass Labroides unter gewissen (Not) Umständen, sein Geschlecht bidirektional wechseln kann, sind diese „Rahmenbedingungen“ für die Arterhaltung eines monogamen Paares im Aquarium äußerst eingeschränkt. Mehr noch, sie sind nicht gegeben.
    Wenn keine Migration in ihr Territorium (Aquarium) stattfindet, dann kann das ein möglicher Grund für ein langes Leben in Zweisamkeit unter Beibehaltung des eigenen Geschlechts sein.
    Was sagt die Wissenschaft zu Labroides & Co?
    Wo ein Überschuss an Männchen, da ist der Wechsel ins weibliche Geschlecht für die Arterhaltung zielfördernd.
    Umgekehrt, wo ein Überschuss an weiblichen Tieren, wird der Wechsel ins männliche Rollenfach möglich.
    Wenn nun im Aquarium der Auslöser dieser Handlungen mangels äußerer Einwirkungen fehlt, (z. B. es taucht kein sozial dominanterer Artgenosse auf, es findet auch keine weitere Migration statt),
    dann besteht auch für eine Geschlechtsumwandlung, in welche Richtung auch immer, keine Notwendigkeit.
    Im Grunde genommen geschieht das alles auf der Basis einer hormonell ausgeklügelten Steuerung, deren Ziel, die eigene Arterhaltung, auch unter schwierigen Bedingungen möglich macht.

    Gruß
    Hajo

    Ja, das hatte ich ja. Die beiden hatten auch regelmäßig Eier, welche von der kleineren bewacht wurden.
    Leider weiß ich nicht, ob es sich dabei um das Weibchen oder das Männchen handelt.

    Um die Eier kümmert sich verstärkt das weibliche Tier.
    Leider ist bei dieser Art nicht unbedingt das Geschlecht an der Groesse der Fische festzumachen.
    Die weiblichen Tiere interessieren sich primär fuer größere Männchen, als auch kleinere Männchen fuer größere Weibchen.
    So erzählt es die Natur.
    Im Aquarium wird es dann zur Wundertuete. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Gruss
    Hajo

    Moin,
    wahrscheinlich ist es einfacher, das verbliebene abzugeben und beim Händler zwei harmonisierende Tiere zu erwerben. Eine Garantie für ein Pärchen ist auch das allerdings nicht.

    Wie man's nimmt....

    In der Aquakultur-Zucht von Grundeln werden Paarungspaare ausgewählt, indem kleine Gruppen von Grundeln auf ein Zusammenleben in Höhlen oder nach bekannten Werbeverhalten beobachtet werden.
    Sobald Paare identifiziert werden, werden sie in einzelne Tanks des gleichen Umlaufsystems überführt, damit das Laichen beginnen kann.
    Sobald die Jungfische eine marktfähige Größe erreicht haben, werden sie versendet.
    Da Grundeln früh geschlechtsreif sind, die Vermehrungsrate daher hoch, werden wohl nicht nur juvenile Fischchen, sondern auch verpaarte Exemplare den Weg in den Handel finden.
    Wer also das Glück hat, ein ausgewiesenes Nachzuchtpaar zu ergattern, sollte zumindest im Vorteil sein.

    Gruß
    Hajo