Beiträge von hajo

    Ich muss noch dazusagen, dass ich auch immer zusätzlich mit Ozon gefahren bin.

    LG Erwin

    Gut, das trägt aber nur bedingt zur Lösung des Problems bei.
    Um die Erreger abzutöten bedarf es einer grossen Menge an Ozon, was wiederum einen tödlichen Einfluss auf andere Lebewesen, wie z. B. unsere Korallen , hätte.
    Eine Anhebung des Redox-Wertes wiederum ist in vielen Fällen als Unterstützung hilfreich.

    Gruß
    Hajo

    Die 25 W UVC habe ich noch aus 1200L Becken-Zeiten.
    Nie eine Algen- oder Backterienblüte oder Pünktchenkrankheit gehabt. :grinning_face_with_smiling_eyes: :smiling_face:
    Ob das jetzt an den 25W UVC gelegen hat oder einfach "Glück gehabt" war?? :wacko: :confused_face: Keine Ahnung.

    LG Erwin

    Eher " Glück gehabt".
    Eine Seuche in einem ähnlich grossen Becken hatte ich mit 2x56W hintereinander geschalteten UV- Geräten und wenigen Verlusten unter Kontrolle gebracht. Ohne ging es nicht.
    Mal abgesehen davon, dass das Entwicklungsstadium eines jeden Erregers nicht gleich verläuft, ist der Durchfluss in der UV noch von Bedeutung.
    Im Falle einer Skepsis kann man ruhig einmal mit dem Großhandel Kontakt aufnehmen. Der wird sicher etwas über die benötigte Wattage seiner UV-Anlagen aussagen können. Vielleicht noch, wo die Grenzen liegen.

    Gruß
    Hajo

    Generell würde ich die UVC immer überdimensionieren!
    Du hast keine Nachteile außer höheren Anschaffungskosten.

    Bei Punkt 1 würde ich dir unbedingt beipflichten.
    Der Vollständigkeit halber würde ich Punkt 2 um die höheren Stromkosten ergänzen.
    Ein UV-Sterilisator ist ein Dauerläufer!
    Die Kosten sind wahrscheinlich in einer vorübergehenden Notlage kaum von Bedeutung.
    Im prophylaktischen Dauerbetrieb summiert es sich dennoch.

    Gruß
    Hajo

    zumindest hier halte ich das zerstörte skelett als auslöser.

    bei top stehenden teilen ist das nicht? zu beobachten, zumindest fällt mir dazu kein beispiel ein.

    Das sehe ich auch so.
    In diesem Fall würde sich der Polyp durch Abtropfung (dripping) versuchen zu retten.
    Es beantwortet aber nicht die Frage nach der Ursache, sondern erklärt eine Überlebensstrategie.

    Gruß
    Hajo

    Müssen immer Bohralgen oder ähnliche Probleme dieses Polypen abwerfen verursachen?

    Habe gehört dass diese Art der Vermehrung bei manchen Korallen durchaus normal sein kann - habe das selbst bei einer Fimbriaphyllia paradivisa beobachten können.

    Lg Markus

    Es gibt einen eklatanten Unterschied zwischen dem Abtropfen (budding, dripping) und einer Auflösung des Polypen. Das sollte der Pfleger erkennen.

    Gruß
    Hajo

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Was mir aus eigener Erfahrung zu Caulastrea einfällt, ist folgendes:
    Die grüne Variante ist ein wenig sensibler, was das Wachstum in nährstoffarmen Becken angeht.
    Bei Wechsel von T5 auf LED kann es Schwierigkeiten geben.
    Auch wenn die Wasserparameter stimmen, sollte eine zusätzliche Fütterung hilfreich sein!
    Das Dilemma mit den sich auflösenden Köpfen hatte ich irgendwann einmal über eine zusätzliche Fütterung gelöst.
    In der Hilflosigkeit kommt man schnell einmal auf die Bohralgen.
    Wenn die Verästelungen aber äusserlich gesund aussehen und ggf. einen hellen Farbton aufweisen, kommen mir nur wenige Gedanken an Bohralgen.
    Falls aber die Polypen auf Ästen von dunklem Farbton sitzen, diese angegriffen oder gar verwittert aussehen, dann könnten Bohralgen der Grund sein. Allerdings würde ich diesen Vorgang als Folgeschaden eines schlechten Wassermanagements sehen.
    Mangel in der Vergangenheit an wachstumsfördernden Stoffen, wie Calcium, Magnesium, Strontium etc., eines niedrigen Ph´s und einer Unterversorgung von geeigneter Nahrung.
    Diese Ablösungen haben meist eine Vorgeschichte.
    Ich habe aber auch schon Becken kennengelernt, wo zu diesem Thema der Vergleich mit dem Bauern und den dicksten Kartoffeln zugetroffen hat. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Gruß
    Hajo

    Hallo Ralf!

    Erhöhe die Fressrate, dann werden die Attacken abnehmen.
    Im Grunde genommen fehlt es an dem Vorhandensein einer sozialen Gruppe, Schule etc.
    Diese Fische zeigen dann oft ein Territorialverhalten.
    Normalerweise hann ein adulter und ein juveniler ohne grossartige Zwischenfälle zusammen gehalten werden.
    Ein nichtkonfrontatives Verhalten kann sich fortsetzen, wenn der kleinere das Erwachsenenalter erreicht hat.
    Das Verhalten von Fischen ist komplex und ändert sich häufig, wenn ein Fisch heranwächst.
    Verhaltensweisen werden oft durch Veränderungen in der Umgebung beeinflusst!
    Fische reagieren nicht nur auf ihresgleichen, sondern auch auf Lebensräume und deren Veränderungen!
    Lebensraumpräferenz ist ein Verhalten, dass sich auf den Wohnort des Individiums bezieht.
    Doktorfische werden territorial, wenn sie ihren Lebensraum oder Partner verteidigen oder um Nahrung zu finden.

    Gruß
    Hajo

    Plexaurella sp., Ähnlichkeit mit Pseudoplexaurella.
    Charakteristikum: kreisrunde Öffnungen, in die sich die Polypen vollständig zurückziehen können, während Pseudoplexaurella schlitzförmige Öffnungen besitzen.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Ditte,

    So einfach und eindeutig lässt sich das nicht erklären.
    Allgemein gesehen ähneln sich Galaxea, Favia/Favites und Chalice in ihrer Aggressivität.
    Ich würde sie trotzdem nicht dicht nebeneinander setzen wollen.
    Es gibt Berichte über die Abnahme des Nesselgrades bei längerem Aquarienaufenthalt.
    Das würde ich nicht verallgemeinern, da die Gesundheit und das Wohlbefinden einer Koralle stark von ihren Umweltparametern abhängig ist.
    Ein weiterer Punkt betrifft mögliche Unterarten.
    Hier wurde auch von unterschiedlichen Nesselpotentialen berichtet.
    Es könnte aber sein, dass auch hier die Beobachtungen weniger aussagekräftig sind, da der momentane Status der Vitalität nicht berücksichtigt wurde.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Hajo,

    die Info kannte ich schon :winking_face:

    Das habe ich auch angenommen. :winking_face:

    Nichtsdestotrotz sollte gerade dieses Bild erkennen lassen, dass eine Einzelhaltung, so wie sie leider durch einige Berichte geistert, und empfohlen wird, bestimmt nicht zum Wohlfühlfaktor dieser Art gehört.

    Anthias bilden u. a. riesige Ansammlungen, die aus kleinen, nebeneinander exestierenden sozialen Harems bestehen.
    Jeder Harem wird normalerweise vom grössten Männchen dominiert und umfasst mehrere kleinere, weniger dominante Männchen, eine Gruppe von Weibchen und Jungfische.
    Interaktionen der Geschlechter zwischen den einzelnen Gruppen sind möglich.
    So gesehen, könnte man vielleicht Parallelen sehen, wenn nicht die einen Freilaicher und die anderen Maulbrüter wären.
    Die Form der Brutpflege bestimmt ihr Verhalten.
    Die beschriebenen Ansammlungen würde ich als Anhäufung mehrerer Gruppen einordnen wollen und weniger als Schwarmverhalten.

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Folgend etwas mehr Information zu den Macneillis.
    ORA sagt, dass sie in Gefangenschaft viel schwieriger zu züchten sind, als z. B. die Gelben.
    Ausserdem sei die Menge und Grösse des Laichs geringer, als im Vergleich zu ihren produktiveren Verwandten.
    Auch sind den australischen Beschreibungen zufolge von bis zu 100 Exemplaren zusammen in Felsformationen zu finden.
    Diese Informationen sind valide, da u. a. als Projekt-Partner von Museums Victoria Dr. Gerald Allen und Rudie Kuiter aufgeführt sind.
    Die sollten es wissen.
    Näheres in den Links.

    Gruß

    hajo


    https://fishesofaustralia.net.au/home/genus/132

    https://fishesofaustralia.net.au/Images/Image/A…schaSchultz.jpg

    Hallo Ewald,

    Wie ich lesen konnte, hatte sich bereits im Jahre 2005 Jens Kallmeyer mit den Hürden der Nachzucht seiner Mcneillis beschäftigt.
    Eines seiner Fischchen trug damals die Brut im Maul.
    Vielleicht kann uns Jens hierzu einige Informationen geben?

    Gruß
    Hajo

    Gerade bei den Lippfischen ist das oft nur eine temporäre Lösung: Mein Regenbogenlippfisch etwa hat nur in der Jugend Turbellarien gefressen, in späterer Zeit waren ihm diese nicht gut genug. Vielleicht hatte er auch einfach zu viel anderes Futter. (^-^)

    Hallo Sandy!

    Das reichliche Futterangebot verdirbt den natürlichen Charakter. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Das wird auch bei unseren "Nahrungsspezialisten" deutlich.
    Hier ist zwar die Umstellung auf Ersatzfutter aus Leben erhaltenen Gründen zwingend gewollt, überlagert aber später die artgerechte, natürliche Ernährung, angeborene Reflexe und Beutefang inklusive.
    Wir kennen alle den Grund für die meisten Misserfolge mit den sogenannten Fressfeinden einiger "Plagen": Reichlich schmackhaftes Ersatzfutter! :grinning_squinting_face:

    Gruß
    Hajo

    Hallo hajo, die Idee mit der Sandkiste hatte ich auch schon. Vor einigen Monaten wohnte bei uns der gelbe Lippfisch.. er fand die Länge des Beckens toll.. leider sprang er, wir haben keine Abdeckung. Die traurige Erfahrung hielt mich davon ab einen neuen einzusetzen..

    Das muss ja nicht bei jedem Lippfisch passieren.
    Mir ist noch keiner rausgehüpft.
    Auch ist kein Lippfisch während der Hatz nach dem Geschlechtswechsel durch Springen verlorengegangen.
    Vielleicht hält die stark bewegte Oberfläche meines Beckens die Fische ab?
    Eine nur mässig bewegte Oberfläche öffnet ihnen den Blick in unbegrenzte Gefilde.
    Die Neugier dieser Fische wird ihnen hier zum Verhängnis.
    Ist nur (m)eine Theorie, kein Beweis.

    Gruß
    Hajo

    Ich kann doch keine Lippis einsetzen ohne Sand..
    Scherengarnelen wären eine Idee, aber vertragen die sich mit den Percnon? Ich habe 2 im Becken, große Exemplare und die wirken recht territorial. Und gehen Scherengarnelen nicht auch gelegentlich an Fische?
    Und fraglich ist ob sie nicht auch einfach zu satt sind bei 30 Chromis und 6 Fahnen, sowie weiterem verfressenem Besatz?..


    Hallo Tina!


    Das hast du dir gerade mit dem letzten Satz schön selbst beantwortet. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Die Futtergaben sind ein Hemmschuh bezüglich der Aktivitäten möglicher natürlicher Feinde.
    Es sei denn, Schnecken wären die alleinige Nahrungsquelle.
    Einen Versuch wäre es aber wert.
    Stenopus ist kein Kind von Traurigkeit!
    Dein Trumpf ist die Länge des Beckens!
    Die Reviere der beiden Garnelenarten lassen genügend Platz zu, sich relativ gut abzugrenzen.
    So meine theoretische Überlegung.
    Es kann auch anders verlaufen.
    Gedanklich würde ich das Thema Lippfische nicht beiseite schieben.
    Die Möglichkeit in einer Ecke des Aquariums eine Art Sandinsel oder Sandkasten zu schaffen, macht den Lippfisch wieder attraktiv.
    Man sagt auch Rhynchocinetes durbanensis ein gewisses Mass von Interesse an den Schnecken nach.
    Selbst wenn diese Beobachtungen teilweise zutreffen sollten, wäre es mir bei der Wahl gerade dieser Garnelen nicht geheuer (dokumentierte Übergriffe auf Korallenpolypen!).
    Man treibt hier den Teufel mit dem Beelzebub aus.

    Hier noch einige, vielleicht schon bekannte, Infos zur Entfernung der Schnecken:

    https://coraleverafter.org/?p=611

    https://nemo-aquaristik.de/shop/rhynchoci…an-tanzgarnele/

    Gruß

    Hajo

    Ich habe schon immer vermutet, dass auf menschlicher Ebene das Ausdiskutieren die schlechtere Variante des Kennenlernens ist.
    Dauert viel zu lange!
    Das wird bei unseren Fischen anders geregelt..... :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Gruß
    Hajo

    Hallo Stefan!

    Sind Bisswunden auffällig?
    Flossenschäden kann es immer geben.
    Dass Barsche sich gegenüberstehen und sich androhen gehört zum Repertoire. Das kann auch noch eine Weile so weitergehen.
    Es kommt auf das Nervenkostüm des kleineren Fisches an.
    Erst wenn es ihm reicht, fügt er sich in seine Rolle.
    Ein wachsames Auge würde ich trotzdem auf beide Fische haben.
    Die Enge des Qarantänebeckens ist allerdings nix für Speed-Dating.

    Gruß
    Hacjo


    Das schreibt übrigens auch Matt Wittenrich in seinem Buch. Auch ist dort zu lesen, dass sowohl gelbe als auch blaue Assessoren Maulbrüter sind.


    „Ein Redakteur ist ein Mann, der die Spreu vom Weizen trennt und dann die Spreu druckt.“
    Hier sind wir an einem Punkt angekommen, der sich wie ein roter Faden durch manche Fachliteratur zieht und uns vor folgende Frage stellt:
    Hat man voneinander abgeschrieben oder dieselben Quellen benutzt?
    Es sind keine gezielten Desinformationen, die uns bei manchen Berichten aufs Glatteis führen, sondern meist ungenaue Beobachtungen, welche zumeist auch noch vorschnell veröffentlicht werden, dann später wieder einer Korrektur bedürfen.
    Bleibt diese aus, bleibt sie unwidersprochen, wird aus einer unpräzisen Verhaltensbeobachtung ein nicht mehr kontrollierbarer Selbstläufer.
    So ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich Quellen vermischen und Platz lassen für Spekulationen und letztendlich noch für weiteres Durcheinander sorgen.
    Ich kann durchaus verstehen, dass man z. B. bei den Hermaphroditen und unter Laborbedingungen zu Forschungszwecken die unterschiedlichen Geschlechtswandlungen provoziert und diese als wissenschaftliche Ergebnisse veröffentlicht.
    Das ist auch gut so, denn so verstehen wir eigentlich besser die eigentlichen Vorzüge dieser Arten.

    Beide Assessoren wurden zuerst als reine Maulbrüter beschrieben.
    Später sprach man diese Eigenschaft dem Flavissimus ab, bestätigte aber beim Macneilli selbige.
    Die letzten Informationen deuten darauf hin, dass weder die einen noch die anderen Maulbrüter sind.
    Wie kommen solche Irrungen zustande?
    Weil die Literatur nichts Bedeutsames hergab, kam mit den ersten Zuchterfolgen Licht ins Dunkle.
    Sollte man meinen.
    War aber nicht so.
    Mehr Spekulation als Gewissheit.
    Irgendwie nah an der Wahrheit und wieder doch nicht.
    Das Rätselraten um die Brutpflege der Assessoren ist nicht nur hier ein Thema gewesen.
    So wird mangels Informationen auch in einem US-Forum auf Beiträge hier und IFMN Bezug genommen.
    Doch mangels konkreter Ergebnisse verebbten schon nach kurzer Zeit auch diese Beiträge.
    In meinen Augen ist das Ergebnis enttäuschend.
    Nicht das der Zuchterfolge, sondern das einiger Dokumentationen.

    Gruß
    Hajo

    Die Fridmanis kann ich auch empfehlen. Werden nicht zu groß, sind hübsche Tiere und in Paarhaltung kann man gut die Interaktion der Tiere untereinander sehen. Die echten sind auch (zumindest bei mir) nicht aggressiv zu anderen Fischen.

    Ich weiss nicht, was Hajo mit seinem Englischeinwurf meint. Die Diskussion zwischen Muschelschubser und mir entsprang meiner Wortwahl aufgrund des sehr ähnlich aussehenden Pictichromis.

    Das habe ich wohl verstanden. :winking_face:
    „Echt“ suggeriert, dass es auch „falsch“ gibt. Siehe Stefan´s Verwirrung.
    Bei dieser Wortwahl habe ich mich festgebissen.
    Die Bezeichnung (false=falsch) vor der eigentlichen Artenbezeichnung, ist zwar umgangssprachlich bei der Beschreibung mancher Arten zu finden, steht aber nicht für den korrekten wissenschaftlichen Namen. Es irritiert mehr, als es nutzt.
    Diese Wortschöpfung versucht zwischen zwei sich stark ähnelnden Arten den optischen Unterschied hervorzuheben.
    Auch die etymologische Übersetzung von Pseudo=false=falsch und Cromis=Meerfisch findet man auch. Ist auch nur eine Anlehnung und stiftet noch mehr Verwirrung.
    Volkes Mund ist zwar erfinderisch, trägt aber gelegentlich auch zu Missverständnissen bei.
    So würde ich den „falschen Hasen“ nicht gleich bei den Säugetieren suchen..... :grinning_squinting_face:

    Gruß
    Hajo

    Für kleine Becken kann man auch die Crassa Anemone nutzen. Wird zumindest optisch nicht so groß wie die Blasenanemone.

    Aus meiner Sicht ist eine kleine Anemone von der Grösse der Crassa (ca. 10cm) völlig ungeeignet für zwei ausgewachsene Amphiprion.
    Falls diese überhaupt den Ersatz annehmen.
    Meist läuft es eher auf eine Belästigung hinaus, und die Anemone zieht sich häufiger zusammen. Es reicht dann eher zu einer störenden "Zwangsbekuschelung".
    Das Grössenverhältnis von Fisch zum Wirt stimmt nicht.

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    obwohl es möglich ist, Amphiprion ohne ihre angestammten Wirtsanemonen zu halten (der Begriff Pflege wiederstrebt mir hier), sie auch als Brutpaare beobachten zu können, fehlen doch die natürlichen Interaktionen zwischen Wirt und Untermieter.
    Das eigentliche „Salz in der Suppe“ geht dem Betrachter verloren.
    Das ist schade, denn wir sollten uns eigentlich mit der Pflege von diesen Tieren möglichst nahe an ihren natürlichen Verhaltensmuster orientieren.
    Nachzuchten können sich mit dem Erkennen ihres natürlichen Wirtes schwer tun.
    Ausserdem sind viele Amphiprion unterschiedlich streng mit ihren Wirtsanemonen assoziiert.
    Das hat zur Folge, dass es bei der Durchführung einer „Zwangsbesiedlung“ zu einem unguten Ausgang kommen kann.
    Ich frage mich nur, was steckt hinter dem Wunsch Amphiprion ohne ihren Wirt zu pflegen?
    Der Wandertrieb der Anemonen würde mir dabei spontan einfallen.
    Eine große Anemone in einem relativ kleinen, mit Korallen besetztem Riffbecken, ist für viele eine Herausforderung, der sie sich nicht stellen wollen.
    Ich habe auch schon vernommen, dass Heliofungia, die ihren Standort auch verändern können, mit Kleber fixiert werden, damit nur keine „Unfälle“ passieren.
    In beiden Fällen, hier wie da, fehlt mir die Verbindung zur artgerechten Pflege und damit irgendwie auch das Verständnis.
    Damit blockiere ich mein eigenes Wissen und die Chance meine bisher gemachten Erfahrungen in der Meerwasseraquaristik zu vervollständigen.
    Es liegt doch auf der Hand, dass Züchter mit ihren fast sterilen Becken anderen (verkaufsfördernden) Grundsätzen folgen müssen, als der (hoffentlich) verhaltenskundige Aquarianer.
    An dem einen sollten sich die anderen nicht ausrichten.
    Es sind verschiedene Welten.

    Gruß
    Hajo

    Moin Hajo
    Das hatte bei mir für Verwirrung gesorgt, dass von echten fridmanni gesprochen wurde. Daher die Frage was denn falsche ( oder besser unechte ) fridmanni sind. Aber jetzt hat sich das ja geklärt :grinning_squinting_face: .

    Na ja, das mit der Bezeichung "false" , wie falsch, ist manchmal verwirrend und nicht weiter zielführend. Man sollte diesen Begriff nicht wählen.
    Pitichromis paccagnellorum läuft stellenweise auch unter bicolor dottyback, Gramma Dotty oder auch false Gramma. :frowning_face:

    Gruß
    Hajo

    Moin,Was sind denn " falsche " fridmannis? Auf die Frage nach dem Besatz empfehle ich die gerade des öfteren erwähnten Assessoren. Sind sehr schöne und durchweg friedliche Fische.

    Das ist keine "falsche" Artenbezeichnung, sondern bezieht sich auf eine Eigenschaft:

    The orchid dottybacks; generic name, Pseudochromis, means false color, because the fish has the ability to mimic the colors of its background, and the colors of its prey.


    Gruß
    Hajo

    Hallo Klaus,

    in der Mehrzahl sind es die sich ähnelnden Diskussionen in einigen Foren, die aber
    nicht sonderlich ergiebig sind und keinen hohen Nährwert darstellen.
    Rein wissenschaftliche Untersuchungen zu diesem Thema sind nicht zu finden.

    Einige Brösel hab ich dennoch:

    https://reefkeeping.com/issues/2008-10/fish/index.php


    https://www.aquariumcreationsonline.net/basslets_saltwaterfish2.html

    https://www.tankfacts.com/fish/saltwater…e-assessor_1042

    Wobei im letzten Link wohl etwas durcheinander gekommen ist.
    Man darf raten? :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Gruß
    Hajo

    Beim handling mit Lippfischen sind Lichtschocks zu vermeiden.
    Ein nicht unwichtiger Punkt, der bei dieser Art extremen Stress
    auslösen kann. Symptome sind Schockstarren, teilweise mit ungutem Ausgang.

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Es ist nur interressant sich an einem Einzelfall zu orientieren, wenn die Diagnose sitzt.
    In vielen Fällen steht man ratlos dem Desaster gegenüber und sucht verzweifelt nach der Ursache.
    Habe ich es verbockt oder habe ich den Fisch bereits erkrankt erworben?
    Diese Fragen können meist nicht sicher beantwortet werden.
    Aus diesem Grund möchte ich den Fokus auf andere Risiken und möglichen Ursachen solcher Symptome lenken.
    Auf dem Weg zum Kunden überleben 25% der Fische nicht den Fang, 10% überstehen nicht den Transport und 5% nicht den Weg zum Verkauf.
    Für die Zeit danach gibt es keine verlässlichen Dokumentationen.
    So ist anzunehmen, dass mit und nach der Übergabe an den Erwerber noch ein gewisser, zusätzlicher Prozentsatz an Verlust zu verbuchen sein wird.
    Oder einfach gesagt: Nicht alles, was als „gesund“ durchrutscht, ist es auch!
    Der unten verlinkte Report ist in seiner Vollständigkeit einmalig, da er mit gesicherten Daten aufweisen kann.

    Gruß
    Hajo

    https://www.dcbd.nl/sites/default/…port%20IUCN.pdf

    Hallo Klaus,

    die Assessoren sind unterschiedlich zu bewerten.
    Der gelbe Assessor flavissimus ist im Gegensatz zum blauen Assessor macneilli kein Maulbrüter!
    In der Literatur sind wirre Angaben zu finden.
    Es ist, wie so oft, dass wieder einer vom anderen abschreibt.
    Wenn´s dann mal der richtige gewesen wäre....

    "Es würde nicht verwundern, wenn viele Zuchtinterressierte darüber frustriert wären, dass ihre "Maulbrüter" A. flavissimus niemals brüten, weil sie das Männchen eben noch nicht mit Eiern im Maul geshen haben (Kläning,Koralle 2010)"

    Auf die Schnelle habe ich keine weiteren Informationen.
    versuche aber weiter zu graben.

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Fische schleppen permanent irgendwelche Parasiten mit sich herum.
    Die Schleimhaut und ihr Immunsystem schützen sie weitgehend vor Infektionen mit tödlichem Verlauf.
    Irgendwie wird ein sonst gesunder Fisch in einer ebenfalls gesunden Umgebung mit seinen Untermietern fertig.
    Wenn wir aber unter einem gesunden Fisch einen sterilen Fisch verstehen, ist das falsch.
    Die Quote der Mortalität hängt von der Art und Weise der Fangmethoden ab, gefolgt von der Dauer des Transportstresses und der Qualität der Verpackung, insbesondere der Temperaturschwankungen.
    Der Fisch erfährt eine, wie auch immer geartete Quarantäne, die erkrankte Fische von gesunden Individuen trennen soll.
    Fische, welche diese Prozeduren überstanden haben, landen beim lokalen Händler.
    Die Verluste sind hier weit weniger hoch, als jene der langen Transportkette.
    Es gibt sie aber.
    Auch verdeckte Erkrankungen.
    Das zeigt deutlich, dass man nicht sicher die Spreu vom Weizen trennen kann (blöder Vergleich, mir fällt nichts bildhafteres ein), und sich der Verluste nicht absolut sicher sein kann.
    Aus welchem Grund der Fisch später am Boden liegt, lässt sich oft nicht sicher diagnostizieren.
    Falls er nicht gleich durch weisse Pünktchen optisch auffällig geworden ist.....
    Es wird leider immer noch mancherorts mit Gift gefangen.
    Nach einigen Berichten vorzugsweise Kaiser- und Doktorfische.
    Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass neben einer hohen Mortalität nicht alle optisch unauffälligen, aber doch geschädigten Fische ausgemustert werden können.
    Man sieht ihnen die inneren Schäden oft nicht an.

    Gruss
    Hajo

    In der Annahme, dass der Fisch mit dem Wasser aus dem Händlerbecken transportiert wurde ( Becken laufen meist im Kreislauf untereinander und bilden ein grosses, kontrolliertes Wasservolumen), ist eine Ammoniakvergiftung wenig glaubhaft. Der Transport in der Tüte wird auch nicht Tage gedauert haben

    Gruß
    Hajo